Aktivkohlefilter Wasser

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Mit Hilfe von Aktivkohle können Sie Ihr Wasser einfach und effizient von einer Vielzahl von Schadstoffen und Fremdkörpern befreien. Hierzu zählen nicht nur Sand und Rost, sondern auch Arzneimittelrückstände, Chlor oder Schwermetall-Ionen und viele weitere. Der nachfolge Artikel erklärt ihnen alles zu Aktivkohlefilter und wichtigen Unterschieden, zeigt auf worauf Sie achten müssen und erläutert warum eine zusätzliche Filterung des Wassers direkt an der Entnahmestelle durchaus zu empfehlen ist.

Filtersysteme im Überblick

Wenn von Aktivkohlefiltern die Rede ist, ist damit genau genommen nur die Filterkartusche beziehungsweise die Filterart gemeint. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Filtersysteme, die auf Aktivkohlebasis funktionieren. Teils sind diese im Sichtfeld direkt neben dem Wasserhahn zu finden, teils werden Sie versteckt unter der Spüle montiert. Wo die Unterschiede liegen, erfahren Sie hier.

Funktionsweise von Aktivkohlefilter

Aktivkohle kann aus den unterschiedlichsten Materialien gewonnen werden. Bei der Trinkwasseraufbereitung wird in der Regel auf die sogenannte pflanzliche Aktivkohle gesetzt. Hierbei kommen meist die Schalen der Kokosnuss oder bestimmte Harthölzer zum Einsatz, die unter Ausschluss von Sauerstoff mit Wärme behandelt werden. Die Kohle wird mit Wasserdampf aktiviert, wodurch sich ihre Poren öffnen.

Granulierte Aktivkohle oder Aktivkohleblockfilter: Was ist der Unterschied?

Bei der Verbrennung entsteht eine stark kohlenstoffhaltige Substanz mit hochporöser Struktur und einer sehr großen Oberfläche. Die fertige Aktivkohle liegt als Granulat vor und hat eine adsorptive Fähigkeit. Dies bedeutet, dass sie zahlreiche Schadstoffe an sich binden kann.

Das Problem bei Aktivkohlegranulat ist jedoch, dass das Wasser immer den Weg des geringsten Widerstands wählt. Es fließt also um die kleinen Kohlepartikel herum und wird dabei nur geringfügig von Schadstoffen befreit.

Aktivkohlefilter Wasser - loses Granulat
loses Aktivkohlegranulat / Quelle: shutterstock by Sukpaiboonwat

Weitaus effizienter sind hingegen Aktivkohleblockfilter. Das Pulver wird dabei entweder durch Extrudieren oder durch Sintern in Form gebracht. Beim Extrudieren wird durch Erhitzen der Komponenten eine zähe Masse hergestellt, die anschließend gepresst wird. Hierbei kommen jedoch relativ viele Bindemittel zum Einsatz. Mit weniger Bindemitteln kommt das etwas aufwendigere Sintern aus. Die Komponenten werden dabei zuerst in die Form gefüllt und anschließend im Ofen gebacken.

Aktivkohle-Blockfilter gesintert
extrudierter Aktivkohle-Blockfilter / Quelle: shutterstock by Sukpaiboonwat

Die beiden deutschen Hersteller Carbonit und Alvito mit jahrzehntelanger Erfahrung auf dem Gebiet stellen Aktivkohle-Blockfilter nur im aufwendigen Sinterungsprozess (Backprozess) her und nutzen dafür den idealen Rohstoff: hochwertige Schalen der Kokusnuss. Somit entstehen Aktivkohle-Blockfilter mit erstklassigen Eigenschaften und verlässlicher Filterleistung.

Aktivkohle gewonnen aus den Schalen der Kokusnuss
Aktivkohle aus Kokusnussschalen / Quelle: shutterstock by buydeephoto

Aktivkohlefilter: Was wird gefiltert?

Bei Aktivkohle wird häufig von einer „Filterung“ gesprochen. Genau genommen ist der Prozess aber wesentlich komplexer – und entsprechend auch effizienter. Der Aktivkohleblockfilter reinigt das Wasser auf drei verschiedene Weisen:

1. Mechanische Wirkung

Bei der mechanischen Wirkung handelt es sich tatsächlich um eine physische Filterung. Der Aktivkohleblock besteht aus zahlreichen sehr feinen Kanälen. Sehr große Partikel können diese nicht passieren und werden – ähnlich wie bei einem Küchensieb – einfach zurückgehalten.

Zu den mechanisch gefilterten Stoffen gehören:

  • Schwebeteile
  • Sand
  • Rostpartikel
  • Asbestfasern
  • Bakterien
  • Parasiten (z. B. Kryptosporidien, Giardien)

2. Katalytische Wirkung

Beim katalytischen Wirkprinzip werden kleine Partikel, die das Kanallabyrinth des Aktivkohlefilters problemlos passieren können, umgewandelt. Im Anschluss an diesen Prozess liegen sie nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form vor.

Zu den katalytisch gefilterten Stoffen gehören:

  • Chlor
  • Chlorverbindungen (CKWs, FCKWs)

3. Adsorptive Wirkung

Das adsorptive Wirkprinzip ist das wohl effizienteste. Hierbei zieht die Aktivkohle organische und anorganische Stoffe wie ein Magnet an und bindet sie. So werden dem Wasser auch sehr kleine Schadstoffe, die es problemlos durch jeden anderen Filter hindurch schaffen würden, entzogen. Die adsorptive Wirkung macht die Aktivkohle zu einem sehr leistungsfähigen Filterverfahren in der Trinkwasseraufbereitung. Die Wirkung ist dabei umso größer, je feiner die Poren des Aktivkohlefilters sind und je langsamer das Wasser durch ihn hindurchfließt.

Zu den adsorptiv gefilterten Stoffen gehören:

  • Schwermetalle (z. B. Blei, Kupfer)
  • Herbizide, Pestizide, Fungizide
  • Hormonrückstände
  • Medikamentenrückstände
  • geruchs- und geschmacksstörende Stoffe

Schadstoffrückhaltung im Überblick:

Haltbarkeit von Aktivkohlefiltern

Die Filterung mit Aktivkohle ist einfach und effizient und wird aus eben diesen Gründen schon lange in Wasserwerken und im Gewerbe genutzt. Immer mehr setzt sie sich mittlerweile auch in Privathaushalten durch. Nichtsdestotrotz wird Aktivkohle häufig kritisiert und als Gesundheitsrisiko bezeichnet. Dies liegt vor allem daran, dass ein Aktivkohlefilter nur bei sachgemäßer Nutzung und regelmäßiger Wartung ordentlich funktioniert.

Aktivkohle kann Schadstoffe nicht in unbegrenzter Menge binden. Sind ihre Kapazitäten erschöpft, nimmt die adsorptive Wirkung nach. Das Wasser kommt in diesem Fall nahezu ungefiltert aus der Leitung. Bei Aktivkohle in Granulatform ist das Risiko besonders hoch: Hat das Pulver zu viele Schadstoffe adsorbiert, kann es diese im schlimmsten Fall nicht länger binden. Stattdessen gibt das Aktivkohlepulver sie schlagartig in geballter Form ans Wasser ab. Das Wasser, dass dann aus der Leitung kommt, kann eine stark erhöhte Schadstoffkonzentration aufweisen.

Bei Aktivkohleblockfiltern ist das Risiko deutlich geringer. Diese binden Schadstoffe dauerhaft, so dass ein plötzlicher Schadstoff-Schub nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz haben auch diese Filter begrenzte Kapazitäten und müssen nach einer bestimmten Zeit ausgetauscht werden.

Die Richtlinie DIN 1988 schreibt vor, dass Aktivkohlefilter spätestens alle sechs Monate ausgetauscht werden müssen. Hierbei handelt es sich um eine stark pauschalisierte Richtlinie. Besser ist es, wenn Sie auf den eigenen Wasserverbrauch achten. Stellen Sie fest, dass das Wasser deutlich langsamer aus der Leitung kommt, sollten Sie den Filterwechsel vorziehen.

Aktivkohlefilter: Pro und Contra

Es gibt viele verschiedene Filtermethoden, angefangen bei universellen Hauswasserfiltern über den Weichmacher Umkehrosmose bis hin zu den hier besprochenen Aktivkohlefiltern. Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, ist es wichtig, dass Sie sich zuvor eingehend mit den Vor- und Nachteilen auseinandersetzen.

Vorteile von Aktivkohlefilter

Im Gegensatz zu vielen anderen Filtersystemen wie Umkehrosmose- oder Hausfiltern, sind Aktivkohlefilter günstig und einfach in Montage und Handhabung. Egal ob Sie sich am Ende für einen Auftisch- oder Untertischfilter entscheiden: Die meisten Modelle sind schnell angeschlossen, so dass hohe Installationskosten entfallen.

Ein weiterer Vorteil von Aktivkohlefiltern besteht darin, dass keinerlei Chemie nötig ist. Auch der Zusatz von Silber entfällt bei dieser Filtermethode. Durch Aktivkohlefilter kommen Sie in den Genuss von wohlschmeckendem, schadstoffarmem Wasser, das nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schont. Zusätzlich dazu bleiben alle wichtigen Mineralien erhalten. Aufgrund seines neutralen Geschmacks eignet sich durch Aktivkohle gefiltertes Wasser hervorragend zur Herstellung von Kaffee- und Teespezialitäten.

Gerade wenn Sie bisher auf teures Mineralwasser gesetzt haben, wird sich die Kostenersparnis schnell bemerkbar machen. Ein Liter Mineralwasser aus dem Supermarkt kostet je nach Marke zwischen 19 und 50 Cent. Für einen Liter Leitungswasser müssen Sie hingegen nur lediglich 0,2 Cent zahlen. Die Kosten für Filter und Filterwechsel haben sich so innerhalb von kürzester Zeit amortisiert.

Vorteile von Aktivkohlefiltern im Überblick:

  • günstig in der Anschaffung
  • hohe Filterleistung
  • kaum laufende Kosten
  • keine chemischen Zusätze nötig
  • kein Strom nötig
  • kein erhöhter Wasserverbrauch
  • einfache Montage und Handhabung
  • Erhaltung wichtiger Mineralien
  • neutraler, reiner Wassergeschmack
  • hohe Kostenersparnis im Vergleich zu abgefülltem Wasser
  • kein Kistenschleppen

Nachteile von Aktivkohlefilter

Bei Aktivkohlefiltern überwiegen klar die Vorteile. Nichtsdestotrotz steht diese Filtermethode häufig in der Kritik. Es wird ihr vorgeworfen, dass sie bei nicht sachgemäßer Nutzung und mangelnder Wartung ein wahres Gesundheitsrisiko darstellt. Korrekt ist, dass Aktivkohlefilter nur eine begrenzte Kapazität haben. Hat der Filter eine bestimmte Menge an Schadstoffen gebunden, können keine weiteren mehr aufgenommen werden. Der Filter muss dann ausgetauscht werden. Häufig gehen Kritiker noch einen Schritt weiter und argumentieren, dass Aktivkohle die gebundenen Schadstoffe schubartig wieder abgibt und das Gesundheitsrisiko somit rapide ansteigt. Diese Aussage muss etwas differenzierter betrachtet werden: Bei granulierter Aktivkohle kann dies durchaus geschehen. Bei leistungsfähigen Aktivkohleblockfiltern ist dies jedoch nicht der Fall. Schadstoffe werden hier dauerhaft gebunden.

Die Nachteile bei Aktivkohleblockfiltern verschwinden also, wenn Sie sich um Ihren Filter kümmern und diesen in regelmäßigen Abständen wechseln. Zwar geht der Austausch mit weiteren Kosten einher, doch sind Ersatzpatronen bereits ab knapp 30 Euro erhältlich.

Einen Nachteil haben Aktivkohlefilter im Alltag: Sie sollten aus zwei Gründen darauf verzichten, heißes Wasser durch Ihren Aktivkohlefilter fließen zu lassen. Zum einen kann heißes Wasser im Wasser eingeschlossene Schadstoffe freilassen. Zum anderen kann der Aktivkohlefilter bei zu heißem Wasser Schaden nehmen. Das liegt daran, dass heißes Wasser die Festigkeit bzw. die Porösität eines Aktivkohleblockfilters negativ beeinflussen kann. Besser ist es also, kaltes Wasser zu entnehmen und dieses im Anschluss zu erhitzen.

Nachteile von Aktivkohlefiltern im Überblick:

  • begrenzte Lebensdauer der Filterpatronen
  • laufende Kosten durch Filterwechsel
  • keine Filterung von heißem Wasser möglich

Die bekanntesten Hersteller von Aktivkohlefiltern

Aktivkohlefilter stellen eine sehr einfache und günstige Art der Wasseraufbereitung dar. Die hohe Nachfrage nach den nützlichen Alltagshelfern bedingt auch das große Angebot. Unter den vielen Herstellern von Aktivkohlefiltern zeichnen sich zwei durch besonders zuverlässige und qualitativ hochwertige Produkte aus: Alvito und Carbonit.

Alvito

Alvito wurde Ende der 1990er Jahre in Nürnberg gegründet und stellte zunächst Waschsysteme für die Textilwäsche her. Daraus entwickelte sich schnell eine Leidenschaft für das Thema „Wasser“. Als logischer nächster Schritt wurden Trinkwasserfilter für den Hausgebrauch in das Portfolio integriert.

Alvito überzeugt vor allem durch sehr hohe Qualitätsstandards und ein großes Verantwortungsbewusstsein. Bei der Herstellung der Filter wird daher stets auf Nachhaltigkeit geachtet. Zu der Produktsparte „Besseres Wasser“ zählen Auftischfilter, Einbaufilter, Filtereinsätze, Wasserhähne und -armaturen sowie Wasserwirbler.

Carbonit

Die Firma Carbonit stammt aus Salzwedel und gilt als deutscher und europäischer Marktführer im Bereich der Trinkwasseraufbereitung. Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Medizin- und Pharmaindustrie vertrauen auf die hochwertigen, TÜV-geprüften Filtersysteme des Familienunternehmens. Carbonit zeichnet sich durch Innovation und Einfallsreichtum aus. So besitzt das Unternehmen beispielsweise die Patentrechte zur Herstellung von gesinterten Aktivkohleblockfiltern.

Aktivkohlefilter Wasser - Carbonit NFP-Premium
Carbonit NFP-Premium Aktivkohlefilter

Carbonit hat sich voll und ganz der Herstellung von Filtern und Filtereinsätzen verschrieben. Im Portfolio des Unternehmens finden sich Reise-, Unter- und Auftischfilter.

Aktivkohlefilter-Patronen

Egal ob Auftisch-, Untertisch- oder Reisefilter: Es gibt zahlreiche unterschiedliche Systeme auf dem Markt. Alle haben sie jedoch eines gemeinsam: Ihr Herzstück bildet eine Aktivkohlefilterpatrone.

Aktivkohlefilterpatronen unterscheiden sich hinsichtlich drei Kennzahlen:

  • Porenfeinheit
  • Wasserdurchfluss
  • Kapazität

Analog zum herkömmlichen Haushaltssieb gilt: Je feiner die Poren, desto weniger Schadstoffe gelangen hindurch. Gleichzeitig müssen Sie jedoch bedenken, dass damit auch weniger Wasser passieren kann. Die Porengröße schwankt je nach Modell zwischen 0,45 und 5,0 µm. Dementsprechend variiert auch der Wasserdurchfluss: So erhalten Sie bei einigen Modellen ganze sieben Liter pro Minute, während Sie bei anderen lediglich zwei Liter pro Minute entnehmen können.

Darstellung eines Standardfiltereinsatzes
hochwertiger Aktivkohle Wasserfilter

Filter mit verhältnismäßig großer Porung lassen mehr Wasser hindurch, was im Alltag zu kürzeren Wartezeiten führt. Für viele Kunden stellt dies einen großen Pluspunkt dar. Damit trotz der groben Porung keine Bakterien ins Trinkwasser gelangen, kommen im Inneren dieser Patronen häufig noch zusätzliche Hohlfaserfilter zum Einsatz. Diese sind wiederum mit rund 0,15 µm sehr feinporig und fungieren als Sicherheitsnetz. Sie fangen Keime und Bakterien, welche die Aktivkohle passieren könnten, im Nachhinein noch ab.

Zuletzt ist noch die Kapazität entscheidend bei der Wahl der passenden Filterpatrone. Diese reicht von 5.000 Litern bis hin zu 10.000 Litern. Bedenken Sie hierbei, dass Sie die Filterpatrone nach spätestens sechs Monaten ohnehin wechseln müssen. Bei Modellen mit einer Kapazität von 5.000 Litern könnten Sie entsprechend etwa 28 Liter pro Tag entnehmen. Entscheiden Sie sich für die Filterpatrone mit einer Kapazität von 10.000 Litern, stehen Ihnen 55 Liter gefiltertes Wasser pro Tag zur Verfügung.

Auftisch-Wasserfilter

Auftischwasserfilter eigenen sich perfekt für Einsteiger, da sie denkbar einfach in Montage und Handhabung sind. Für die Installation eines Auftischfilters benötigen Sie keinen Fachmann: Sie müssen lediglich den Perlator von Ihrem Wasserhahn abnehmen und das Umlenkventil des Filters in den Auslauf Ihrer Armatur schrauben. Drehen Sie dann den Hahn auf, geht das Wasser einen kleinen Umweg über den Filter und fließt im Anschluss als gereinigtes, schadstoffarmes Trinkwasser aus Ihrem Hahn.

Auftischfilter
Auftischsystem direkt am Wasserhahn angeschlossen

Möchten Sie kein gefiltertes Wasser entnehmen, etwa weil Sie lediglich den Abwasch erledigen oder sich die Hände waschen möchten, können Sie bei den meisten Auftischwasserfiltern einfach einen kleinen Hebel umlegen. Hierdurch wird der Zufluss zum Filter blockiert und das Wasser kommt direkt aus der Leitung. Diese bedarfsgerechte Nutzung hilft Ihnen dabei, Ihre Filterpatrone zu schonen und deren Lebensdauer so deutlich zu erhöhen.

Träumen Sie von einer ganzheitlichen Trinkwasseraufbereitung, können Sie viele Auftischfilter problemlos auch mit einem Wasserwirbler kombinieren.

Untertisch-Wasserfilter

Ein Untertisch-Wasserfilter wird unter der Spüle angebracht und verschwindet so dezent aus Ihrem Sichtfeld. Diese Art von Filtersystem ist das Richtige für Sie, wenn Sie großen Wert auf Ästhetik und Design legen.

Untertisch Wasserfiltersystem

Untertischfilter sind zwar etwas komplizierter in der Montage, doch kommen handwerklich begabte Laien gut auch ohne Fachmann aus. Einige Systeme sehen einen zweiten Wasserhahn vor, um Nutzwasser und Filterwasser klar voneinander zu trennen. Dies erfordert ein zusätzliches Bohrloch in der Arbeitsplatte oder Spüle. Aufpassen müssen Sie auch, wenn Sie einen Niederdruck-Boiler oder Niederdruck-Durchlauferhitzer einsetzen. In diesem Fall muss der Untertisch-Wasserfilter davor installiert werden. Allerdings sollten Sie beim Kauf besondere Vorsicht walten lassen, da nicht jeder Filter mit Niederdrucksystemen kompatibel ist.

Entscheiden Sie sich für einen Untertisch-Wasserfilter, haben Sie grundsätzlich die Wahl aus drei verschiedenen Varianten. Zum einen können Sie einen Filter mit zusätzlichem Wasserhahn wählen. Zum anderen gibt es sogenannte 3-Wege-Armaturen: Das gefilterte Trinkwasser wird hier über eine gesonderte Öffnung ausgegeben. Viele Kunden empfinden diese Variante als ästhetisch ansprechender und auch praktikabler. Zuletzt können Sie den Untertisch-Wasserfilter auch mit Ihrer bestehenden Armatur verbinden. Hier müssen Sie jedoch bedenken, dass Sie kein ungefiltertes Wasser mehr entnehmen können. Achten Sie in diesem Fall am besten auf eine Aktivkohlefilterpatrone mit hoher Durchflussgeschwindigkeit. Lange Wartezeiten bei der Entnahme von Spül- oder Putzwasser können im Alltag an den Nerven zehren.

Reisefilter

Reisefilter sind besonders nützlich, wenn es Sie öfter in Gegenden und Länder mit zweifelhafter Wasserqualität verschlägt. Statt auf teures und wenig nachhaltiges Wasser aus Flaschen ausweichen zu müssen, können Sie das Wasser mit einem Reisefilter einfach selbst reinigen. Besonders nützlich ist dies auch beim Zähneputzen oder bei der Zubereitung von Speisen und Getränken.

Reisefilter am Wasserhahn
Wasserfilter direkt am Wasserhahn für Unterwegs

Der Reisefilter ist so konzipiert, dass er mit vielen gängigen Wasserhähnen kompatibel ist. Unter Umständen müssen Sie zuvor lediglich den Perlator abnehmen. Stecken oder drehen Sie den Filter dann auf den Wasserhahn und schon fließt das Leitungswasser durch den Aktivkohlekern. Viele Modelle erlauben es Ihnen, auch auf ungefiltertes Wasser zu wechseln.

Die meisten Reisefilter, wie etwa der Carbonit Go Travel, gehen mit einer verkürzten Lebensdauer einher. Oft wird empfohlen, die Filterpatrone aus hygienischen Gründen nach etwa vier bis sechs Wochen auszutauschen.

FAQ: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Aktivkohlefiltern

Wenn Sie sich für einen Aktivkohlefilter entschieden und diesen montiert haben, werden sich Ihnen vermutlich noch einige weitere Fragen zu Handhabung und Gebrauch stellen. Hier finden Sie Antworten auf die relevantesten Fragen zu Aktivkohlefiltern.

Das gefilterte Wasser ist trüb beziehungsweise schwarz. Ist der Aktivkohlefilter kaputt?

Gerade wenn der Filter oder die Filterpatrone neu ist, kann sich daran feinster Aktivkohlestaub befinden. Entnehmen Sie dann Wasser, löst sich dieser. Das Wasser, das aus dem Hahn fließt, kann daher schwarz verfärbt oder gräulich trüb sein. Das ist jedoch kein Problem: Aktivkohle ist nicht gesundheitsschädigend. Ganz im Gegenteil sogar: Viele schwören auf ihre gesundheitsfördernde Wirkung. Sie können das Wasser also bedenkenlos trinken. Nach einiger Zeit, ist der gesamte Aktivkohlestaub abgespült und das Wasser ist wieder klar.

Kann ich einen Aktivkohlefilter selbst bauen?

Grundsätzlich ist es möglich, einen Aktivkohlefilter selbst zu bauen. Den Komfort eines Auftisch- oder Untertischfilters werden Sie hiermit allerdings nicht erreichen können. Vor allem Aquaristiker setzen häufig auf DIY-Aktivkohlefilter. Hierzu benötigen Sie ein längeres Rohr, granulierte Aktivkohle, ein Vlies und ein Lochsieb. Das Wasser, das durch dieses Rohr geleitet wird, wird durch die Aktivkohle gereinigt. Problematisch ist jedoch, dass das Wasser in den meisten Fällen viel zu schnell durch die Aktivkohleschicht fließt und die Filterwirkung daher oft minimal ist. Gerade wenn Sie den Aktivkohlefilter verwenden wollen, um damit reines Trinkwasser zu erzeugen, sollten Sie keine Risiken eingehen und stattdessen auf professionelle und geprüfte Produkte setzen.

Was sagt die Stiftung Warentest zu Aktivkohlefiltern?

Wenn es um Aktivkohlefilter für den Wasserhahn geht, sind Verbraucher aktuell noch auf sich selbst gestellt. Ein Test der Stiftung Warentest steht bislang noch aus. Das renommierte Testinstitut hat im Jahr 2015 lediglich sogenannte Tischkannenfilter, wie sie etwa von Brita herstellt werden, untersucht. Dabei kamen die Tester zu einem ernüchterndem Ergebnis und verkündeten: „Gut filtert keiner.“ Zwar sind in diesen Kannenfiltern oft auch Aktivkohlekartuschen verbaut, doch handelt es sich hierbei um granulierte Aktivkohle. Diese ist weitaus weniger effizient als Aktivkohleblockfilter. Zudem bemängelt die Stiftung Warentest, dass das Wasser oft lange im Kannenfilter steht und so einen hervorragenden Nährboden für Bakterien bietet. Bei Aktivkohlefiltern, die direkt am Wasserhahn angebracht werden, entfällt dieses Risiko.

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