Wasser-Wissen

Hexagonales Wasser: Idee, Vertreter und Verfahren

Hexagonales Wasser bezeichnet die Vorstellung, dass sich Wassermoleküle zu sechseckigen Gruppen ordnen. Der US-Bioingenieur Gerald Pollack spricht bei geordneten Wasserschichten an Oberflächen von einer vierten Phase des Wassers. Wer hexagonales Wasser selbst herstellen möchte, nutzt Wasserwirbler oder Kristall-Vitalisierer, ganz ohne Strom oder Wartung.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 8 Min. Lesezeit3 Quellen
Wassertropfen mit sechseckiger Wabenstruktur im Inneren vor blauem Hintergrund

1 Was ist hexagonales Wasser?

Hexagonales Wasser ist ein Begriff aus der Wasserbelebung. Gemeint ist die Vorstellung, dass sich H₂O-Moleküle nicht ungeordnet bewegen, sondern zu einem sechseckigen Gitter zusammenfinden, ähnlich wie im Eiskristall. Gesichert ist, dass sich Wassermoleküle über Wasserstoffbrücken ständig zu wechselnden Gruppen verbinden. Vertreter des Konzepts gehen weiter: Sie halten eine sechseckige Ordnung auch im flüssigen Wasser für möglich und sprechen dann von strukturiertem Wasser.

Aus Sicht der Anhänger geht die natürliche Ordnung des Wassers auf langen Wegen durch Rohre, bei der Aufbereitung und durch Umwelteinflüsse verloren. Wasserverwirbelung und Vitalisierung setzen deshalb kurz vor dem Glas an. Das Wasser wird in Drehung versetzt oder strömt an Bergkristall und Glas vorbei, so wie Wasser in der Natur kaum je stillsteht.

2 Warum sich Menschen für hexagonales Wasser entscheiden

Wer sich für hexagonales Wasser interessiert, nennt meist ähnliche Gründe. Die häufigsten hören wir auch in der Beratung:

Geschmack im Glas: Viele Anwender nennen zuerst den Geschmack, oft schon nach dem ersten direkten Vergleich. Wer sein Wasser gern trinkt, greift im Alltag öfter zum Glas.

Bewegung nach dem Vorbild der Natur: Leitungswasser legt unter Druck lange Strecken in geraden Rohren zurück. Die Wasserbelebung bringt es auf den letzten Zentimetern wieder in Drehung, bevor es ins Glas läuft.

Kein Strom, keine Folgekosten: Wirbler und Vitalisierer haben weder Kabel noch Batterie und keine Teile, die getauscht werden müssen. Einmal montiert, läuft jedes Glas automatisch hindurch.

Ein einfacher Einstieg: Ausprobieren kostet nichts. Ein Glas Wasser kräftig umrühren oder einen Bergkristall in die Karaffe legen reicht für einen ersten Eindruck, bevor Sie sich für ein Gerät entscheiden.

Für zu Hause gibt es Geräte, die diese Idee direkt am Wasserhahn oder unter der Spüle umsetzen.

3 Hexagonales Wasser selbst herstellen – passende Produkte

Wer hexagonales Wasser selbst herstellen möchte, hat die Wahl zwischen zwei Gerätetypen. Im Wasserwirbler dreht sich das Wasser in einer Kammer, im Vitalisierer strömt es an Bergkristall oder Glasphiolen vorbei. Beide kommen ohne Strom und ohne Wartung aus. Drei Geräte aus unserem Sortiment decken die üblichen Einbausituationen ab.

Alvito Wasserwirbler Viva

Alvito Wasserwirbler Viva aus Edelstahl mit M22-Gewinde

Der Viva wird am Auslauf des Wasserhahns montiert, untertisch gibt es ihn als Inline-Wirbler. In seiner Wirbelkammer aus Edelstahl wird das Wasser in eine schnelle Rotation versetzt. Vorbild ist ein Bach, der über Steine springt und sich hinter jedem Hindernis zu kleinen Strudeln dreht. Wer den Viva benutzt, beschreibt das Wasser meist als weicher.

  • Edelstahl, hygienisch und langlebig
  • M22-Innengewinde, passt an die meisten Küchenarmaturen
  • Wartungsfrei, keine Folgekosten
  • Fertigung in Deutschland, fünf Jahre Herstellergarantie

Passt zu: Auftisch-Wasserfiltern, 1-Wege-Hähnen mit M22-Gewinde und 3-Wege-Hähnen mit Adapter.

UMH Pure

UMH Pure Vitalisierer aus vergoldetem Messing

Der UMH Pure sitzt ebenfalls direkt am Wasserhahn. Das Gehäuse ist aus bleifreiem Spezialmessing, 24 Karat hartvergoldet, im Inneren steckt ein pyramidenförmig geschliffener Bergkristall. Das Wasser strömt an diesem Kristall vorbei, bevor es aus dem Hahn läuft. Damit greift UMH eine alte Tradition auf, denn Bergkristall gehört seit Langem zu den beliebtesten Steinen der Wasserbelebung. Für viele Kunden zählt auch die Optik, denn das goldene Gehäuse setzt an der Armatur einen sichtbaren Akzent.

  • In Österreich von Hand gefertigt
  • Arbeitet ohne Strom und ohne Chemie
  • Wartungsfrei
  • Vergoldetes Messinggehäuse, Innenleben aus Edelsteinen und Quarzen

Passt zu: Auftisch-Wasserfiltern mit Umrüst-Kit und Untertisch-Wasserfiltern.

UMH Hexagon Gold

UMH Hexagon Gold Vitalisierer, liegend

Das größere Gerät derselben Baureihe. Statt eines Bergkristalls stecken zehn handgefertigte Phiolen aus Borosilikatglas im vergoldeten Messinggehäuse. Der Hersteller setzt es dort ein, wo das Wasser vorher stark behandelt wurde, etwa hinter einer UV-Anlage oder einer Umkehrosmose. Es ist das teuerste der drei Geräte und aus unserer Sicht nur dann die richtige Wahl, wenn genau diese Ausgangslage vorliegt.

  • Zehn Glasphiolen statt eines Kristalls
  • Gedacht als Ergänzung hinter Umkehrosmose- und UV-Anlagen
  • Ebenfalls wartungsfrei

Passt zu: Untertisch-Wasserfiltern.

Mehr zu UMH

UMH kommt aus Österreich und baut seit über dreißig Jahren Geräte zur Wasserbelebung. Die Unterlagen, die UMH zu seinen Geräten veröffentlicht, finden Sie gesammelt unter Herstellerunterlagen zu UMH.

4 Hexagonales Wasser ohne Gerät selbst herstellen

Wer die Idee zunächst ohne Gerät ausprobieren möchte, kommt mit Karaffe, Glas und einem Stein aus:

  • Wasser von Hand verwirbeln: Wasser in einer Karaffe oder einem Glas mehrfach kräftig im Kreis rühren, bis sich ein Strudel bildet. Das Vorbild sind die Wirbel, die Viktor Schauberger an Wasserfällen und in Flusswindungen beobachtet hat.
  • Bergkristall oder Rosenquarz in der Karaffe: Einen gründlich gereinigten Stein für mehrere Stunden ins Wasser legen. Edelsteine haben in der Wasserbelebung eine lange Tradition, und auf dem Tisch ist die Karaffe mit Kristall auch ein schöner Blickfang.
  • Kühl und dunkel lagern: Wer verwirbeltes Wasser aufbewahren möchte, füllt es in Glasflaschen und stellt es an einen kühlen, dunklen Ort.

Diese Methoden kosten nichts, verlangen aber bei jedem Glas Handarbeit. Wer die Idee dauerhaft und ohne Aufwand in den Alltag holen möchte, ist mit einem fest installierten Wasserwirbler oder Vitalisierer besser bedient, denn dann läuft jedes Glas automatisch durch das Gerät.

Woher die Idee des hexagonalen Wassers kommt

Der Chemiker Martin Chaplin von der London South Bank University hat Dutzende physikalisch ungewöhnlicher Eigenschaften von Wasser zusammengetragen, darunter das Schwimmen von Eis und das Ausdehnen beim Gefrieren. Wasser zeigt mehr Anomalien als fast jeder andere Stoff, etwa seine größte Dichte bei 4 °C. Vieles davon erklärt die Forschung bis heute nicht vollständig. Hier setzt die Wasserbelebung an: Sie orientiert sich am Vorbild von Quellwasser, das in Bewegung ist, verwirbelt und mit Gestein in Berührung kommt.

Die Ideengeschichte ist mit einigen Namen eng verbunden. Der österreichische Förster Viktor Schauberger (1885 bis 1958) baute aus seinen Naturbeobachtungen eine Lehre vom bewegten Wasser. Der Japaner Masaru Emoto machte das Thema mit seinen Büchern einem breiten Publikum bekannt, und Wilfried Hacheney ließ Wasser in einem eigens entwickelten Gerät schnell rotieren und nannte es levitiertes Wasser. Aus der Forschung kommt Gerald Pollack: Der Bioingenieur der University of Washington untersucht eine geordnete Wasserschicht an wasserliebenden Oberflächen, die er EZ-Wasser nennt und in seinem Buch „The Fourth Phase of Water“ (2013) neben fest, flüssig und gasförmig als vierte Phase beschreibt.

Wer das Konzept für sich ausprobieren möchte, hat heute die Wahl: einen Wirbler am Wasserhahn, ein Inline-Gerät unter der Spüle oder einen Vitalisierer mit Bergkristall. Welche Form passt, hängt vor allem von Ihrer Armatur und davon ab, ob schon ein Wasserfilter eingebaut ist.

Entdecken Sie alle Produkte zur Wasserbelebung.

5 Häufige Fragen und Antworten

Ist hexagonales Wasser wissenschaftlich bewiesen?

Einen anerkannten Nachweis für dauerhaft sechseckig geordnetes Trinkwasser gibt es bislang nicht. Die klassische Chemie beschreibt Wassercluster als sehr kurzlebig, sie bilden sich über Wasserstoffbrücken und zerfallen nach Billionstelsekunden wieder. Biophysiker wie Gerald Pollack untersuchen dagegen geordnete Wasserschichten an Oberflächen, die Diskussion um strukturiertes Wasser ist also nicht abgeschlossen.

Kann ich hexagonales Wasser auch ohne Gerät selbst herstellen?

Ja, die Methoden der Wasserbelebung lassen sich auch ohne Gerät ausprobieren. Sie rühren das Wasser in einer Karaffe kräftig zu einem Strudel oder legen einen gereinigten Bergkristall für einige Stunden hinein. Wer das täglich ohne Handarbeit möchte, nutzt einen fest installierten Wasserwirbler oder Vitalisierer, durch den jedes Glas automatisch läuft.

Wie lange bleibt das Wasser vitalisiert?

Vertreter der Wasserbelebung empfehlen, vitalisiertes Wasser frisch zu trinken, also kurz nachdem es durch Wirbler oder Vitalisierer gelaufen ist. Auch raten sie, es nicht neben Mikrowelle oder Handy aufzubewahren und nicht erneut zu erhitzen. Mit einem fest montierten Gerät stellt sich die Frage kaum, weil Sie jedes Glas frisch zapfen.

Benötigen die Geräte Strom oder Wartung?

Nein, alle vorgestellten Produkte (Alvito Wasserwirbler und UMH-Vitalisierer) arbeiten ohne Strom und ohne Batterien. Sie haben keine Verschleißteile und sind wartungsfrei.

Kann ich die Geräte mit meinem Wasserfilter kombinieren?

Ja, eine Kombination ist sogar sehr empfehlenswert. Ein Aktivkohle-Wasserfilter holt zuerst Schadstoffe wie Pestizide, Medikamentenrückstände und Schwermetalle aus dem Wasser. Der Wasserwirbler oder Vitalisierer sitzt dahinter, sodass nur bereits gefiltertes Wasser hindurchläuft.

Merke ich sofort einen Unterschied?

Die meisten achten zuerst auf den Geschmack und beschreiben das Wasser als frischer und runder. Ob Ihnen ein Unterschied auffällt, finden Sie am schnellsten mit zwei Gläsern heraus: eines direkt aus der Leitung, eines nach dem Gerät.

6 Fazit

Hexagonales Wasser knüpft an die ungewöhnliche Physik des Wassers an und holt die Drehbewegung fließenden Wassers in die Küche. Wer es selbst herstellen möchte, kann kostenlos mit Handverwirbelung oder einem Bergkristall beginnen und später auf einen fest installierten Wasserwirbler oder Vitalisierer umsteigen, am besten hinter einem Aktivkohlefilter.

Selbst gemacht

Handverwirbelung oder Bergkristall in der Karaffe, kostenlos, aber mit Handarbeit bei jedem Glas.

Fest installiert

Wasserwirbler oder Vitalisierer arbeiten bei jedem Glas mit, ohne Strom oder Wartung.

In Kombination

Ein Aktivkohlefilter holt zuerst Schadstoffe heraus, danach läuft das gefilterte Wasser durch Wirbler oder Vitalisierer.

Strukturiertes Wasser zu Hause?Wasserwirbler und Vitalisierer passen an den Wasserhahn oder unter die Spüle, ohne Strom und ohne Wartung.

Quellen

Mehr Geräte zur Wasserbelebung

Verwirbelung am Hahn oder untertisch, rein mechanisch.

Kristall- und Phiolengeräte aus Österreich.

Die vollständige Kategorie mit Zubehör und Umrüst-Kits.

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Marco Fabian Profilbild

Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor

Passende Wasserfilter

Gesinterte Aktivkohle-Blockfilter – geprüfte Filterleistung, Mineralien bleiben im Wasser.