Levitiertes Wasser ist Trinkwasser, das in einem speziell geformten Gefäß in sehr schnelle Wirbelbewegung versetzt wird. Die Idee stammt aus der Wasserbelebung und beschäftigt Menschen, die ihr Wasser zu Hause nicht nur trinken, sondern auch selbst aufbereiten möchten.
Viele schätzen an dem Verfahren, dass es ohne Zusätze auskommt. Das Wasser wird bewegt, sonst nichts.
Entwickelt hat das Verfahren der deutsche Erfinder Wilfried Hacheney, und es gehört zu den bekannteren Ansätzen der Wasserbelebung im deutschsprachigen Raum. Im Mittelpunkt seiner Überlegungen stand die innere Oberfläche des Wassers, die er durch kräftige Verwirbelung vergrößern wollte.
1 Was steckt hinter levitiertem Wasser?
Die Levitation von Trinkwasser bezeichnet ein von Wilfried Hacheney patentiertes Verfahren zur Wasserbelebung. Das Wasser wird dabei so stark verwirbelt, dass es in feine Tropfen und Wirbel zerfällt. Hacheneys Ziel war, die Wassercluster aufzubrechen, die sich nach seiner Vorstellung in ruhendem Wasser bilden.
Der Begriff „levis“ stammt aus der lateinischen Sprache und kann mit „leicht“ übersetzt werden. Hacheney wählte den Namen, weil er in der Levitation einen Vorgang sah, der der Schwerkraft entgegenwirkt.
Mit diesem Gedanken steht er in einer Linie mit Viktor Schauberger, der Wasser in Bächen und Strudeln beobachtete und die Bewegung für den natürlichen Zustand von Wasser hielt.
Die Levitation des Wassers ist ein rein physikalisch-mechanischer Vorgang. Ein Gerät versetzt das Wasser im Gefäß in schnelle Rotation, Chemikalien oder Filtermaterial kommen dabei nicht ins Spiel. Das so bewegte Wasser nannte Hacheney levitiertes Wasser, unter diesem Namen wird es bis heute verkauft.
2 Beschreibung des Herstellungsprozesses
Um Wasser zu levitieren, wird es in einen speziell geformten Behälter gegeben und dort sehr schnell bewegt. Den Zustand, den er damit anstrebte, beschrieb Hacheney als Kolloidalzustand, ein Gleichgewicht aus Schwerkraft und Gegenkräften.
Sichtbar ist vor allem die Bewegung. Das Wasser rotiert, bildet in der Mitte einen Trichter und wird dabei mit feinen Luftbläschen durchmischt.
Durch die besondere Strömungsdynamik entstehen im Gefäß viele kleine Wirbel und Grenzflächen zwischen Wasser und Luft. Diese große Oberfläche war für Hacheney der Kern seines Verfahrens.
Levitiertes Wasser können Sie selbst herstellen, indem Sie Wasser in einen hohen Behälter geben und im Anschluss das Wasser mit einem Mixer für ca. fünf Minuten verwirbeln. Nehmen Sie dafür am besten gefiltertes Wasser, denn die Bewegung allein holt nichts heraus, was vorher im Glas war.
3 Kosten des levitierten Wassers und Erwerbsmöglichkeiten in der Bundesrepublik
Im Vergleich zu Mineralwasser liegt der Preis des levitierten Wassers höher. Erwerbbar ist das speziell aufbereitete Wasser für durchschnittlich rund einen Euro pro Liter. Die meisten Einzelhändler führen levitiertes Wasser nicht in ihrem Sortiment.
In Großstädten und vielen mittelgroßen Städten finden Sie trotzdem Anbieter, die levitiertes Wasser verkaufen. Deutlich günstiger wird es, wenn Sie es zu Hause selbst herstellen.
4 Wie unterscheidet sich levitiertes Wasser von Trinkwasser?
In seinen Inhaltsstoffen unterscheidet sich levitiertes Wasser nicht von dem Trinkwasser, aus dem es hergestellt wird. Durch die levitierende Aufbereitung werden keine Schadstoffe beseitigt, Hacheney ging es allein um Bewegung und Struktur des Wassers.
Wasser zeigt mehr Anomalien als fast jeder andere Stoff, etwa seine größte Dichte bei 4 °C. Vieles davon erklärt die Forschung bis heute nicht vollständig. Hier setzt die Wasserbelebung an: Sie orientiert sich am Vorbild von Quellwasser, das in Bewegung ist, verwirbelt und mit Gestein in Berührung kommt. Das Levitationsverfahren nimmt davon die Bewegung und treibt sie besonders weit.
In einer Levitationsmaschine wird das Wasser so heftig verwirbelt, dass Mikrowirbel und fein verteilte Mikrohohlräume entstehen. Wer Chlor, Mikroplastik oder Arzneimittelrückstände im Glas nicht haben möchte, setzt deshalb vor die Verwirbelung einen Wasserfilter. Die beiden Schritte ergänzen sich, weil jeder etwas anderes übernimmt.
5 Welche sonstigen Vorzüge kann levitiertes Wasser vorweisen?
Die Vorzüge, die Anhänger des Verfahrens nennen, liegen vor allem im Umgang mit dem Wasser: Es wird nur mechanisch bewegt, nicht chemisch behandelt, und lässt sich mit einfachen Mitteln in der eigenen Küche herstellen.
Manche Anwender nutzen levitiertes Wasser auch zum Gießen von Pflanzen oder als Trinkwasser für ihre Tiere. Wie stark das Wasser bewegt wird, hängt vom Gerät ab: Ein Levitator arbeitet mit einer anderen Gefäßform und Drehzahl als ein Küchenmixer oder ein Wasserwirbler.
6 Fazit
Levitiertes Wasser nach Wilfried Hacheney ist Trinkwasser, das stark verwirbelt wurde, ohne dass etwas hinzukommt oder herausgenommen wird. Ob die Levitation am Wasser mehr verändert als seine Bewegung, ist in der Forschung umstritten.
Wer die Idee im Alltag nutzen möchte, ohne jedes Mal den Mixer anzuwerfen, findet einen verwandten Ansatz im Wasserwirbler, der das Wasser beim Zapfen in einer Wirbelkammer in Rotation versetzt, oder im UMH Wasservitalisierer, für den der Hersteller von Vitalisierung spricht. Wie UMH seine Geräte aufbaut, zeigen die Herstellerunterlagen zu UMH.
Starke Verwirbelung in einem geformten Gefäß, entwickelt von Wilfried Hacheney.
Mineralien bleiben im Wasser, Schadstoffe entfernt die Bewegung nicht.
Wasserfilter für die Filterung, Wasserwirbler oder UMH Wasservitalisierer für die Bewegung.
7 Häufige Fragen zu levitiertem Wasser
Ist levitiertes Wasser gesundheitlich unbedenklich?
Levitiertes Wasser ist so unbedenklich wie das Wasser, aus dem es hergestellt wird. Das Verfahren bewegt das Wasser nur mechanisch und fügt nichts hinzu. Wer Leitungswasser levitiert, trinkt also weiterhin Leitungswasser. Wer Chlor oder Mikroplastik reduzieren möchte, filtert es vor dem Verwirbeln.
Was kostet levitiertes Wasser pro Liter?
Im Handel liegt der Preis für levitiertes Wasser bei durchschnittlich rund einem Euro pro Liter. Alternativ lässt es sich mit einem geeigneten Behälter und einem Mixer auch selbst herstellen.
Quellen
- Merten, Michaela: Wasser – Ursprung des Lebens. 1. Auflage. München: Südwest Verlag, 2014.
- Schröder, Karl-Heinz (2016) - Was ist levitiertes Wasser?
- O‘Connel, Michael (2000) - Levitated Water and Health
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