Filterdurchbruch
Ein Filterdurchbruch ist der Punkt, an dem ein Adsorptionsfilter gesättigt ist und der zurückgehaltene Stoff wieder im gefilterten Wasser erscheint.
Wie es dazu kommt
Aktivkohle bindet Stoffe an ihrer Oberfläche. Diese Oberfläche ist endlich. Ist sie belegt, wandert die Beladungsfront durch das Filterbett, bis sie den Austritt erreicht. Ab diesem Moment steigt die Konzentration im Ablauf an, erst langsam, dann rasch bis auf den Zulaufwert.
Warum man ihn nicht merkt
Das ist der eigentliche Punkt. Ein Durchbruch verändert weder Geschmack noch Geruch noch Durchfluss. Nachlassender Durchfluss zeigt eine mechanische Verstopfung an, nicht die Erschöpfung der Adsorptionskapazität. Beide Zustände treten unabhängig voneinander ein. Deshalb wird nach Zeit und Menge gewechselt und nicht nach Gefühl.
Wann er eintritt
Gemessen wird das in Bettvolumina, also in Vielfachen des Filtervolumens. Eine Auswertung der DWA zu GAK-Filtern in der Spurenstoffentfernung findet für die meisten untersuchten Stoffe eine Häufung zwischen 5.000 und 15.000 Bettvolumina bis zum Durchbruch, bei einzelnen Stoffen zwischen 800 und 16.000. Die Spannweite zeigt, warum sich ein Wechselintervall nicht aus dem Material allein ableiten lässt.
Verdrängung
In Einzelfällen kann ein bereits gebundener Stoff durch einen stärker haftenden verdrängt werden. Dann steigt seine Konzentration im Ablauf kurzzeitig über den Zulaufwert. Ein weiterer Grund, das angegebene Intervall einzuhalten statt auszureizen.
Quellen
Verwandte Begriffe
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