Glossar

Adsorptionskapazität

Aktualisiert am · Marco Fabian

Die Adsorptionskapazität gibt an, wie viel eines Stoffes ein Filtermedium an seiner Oberfläche binden kann, bezogen auf seine Masse, meist in Milligramm je Gramm.

Was sie bestimmt

Drei Dinge. Die innere Oberfläche des Materials, bei Aktivkohle mehrere hundert bis über tausend Quadratmeter je Gramm. Die Porenverteilung, weil ein Molekül nur dort bindet, wo es hineinpasst. Und die Eigenschaften des Stoffes selbst: Unpolare, schlecht wasserlösliche organische Moleküle binden stark, kleine, stark hydratisierte Ionen wie Nitrat oder Fluorid praktisch nicht.

Die gängigen Kennzahlen

In Datenblättern steht meist die Jodzahl in Milligramm je Gramm, ein Maß für die Mikroporen, oder die Methylenblauzahl für die Mesoporen. Beide sind Laborkennwerte mit Modellstoffen. Sie sagen etwas über das Material aus, nicht darüber, wie viel Blei oder wie viele Pestizide ein fertiger Filter in Ihrem Netz zurückhält. Dafür braucht es einen Prüfbericht am fertigen Produkt.

Abgrenzung

Kapazität ist nicht Wirkungsgrad. Ein Filter kann einen Stoff zu 99 Prozent entfernen und trotzdem nach kurzer Zeit erschöpft sein, wenn seine Kapazität für diesen Stoff klein ist.

Quellen

  • IUPAC - Einteilung der Porengrößen
  • DIN EN 12903 - Produkte zur Aufbereitung von Wasser, pulverförmige Aktivkohle

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