Indikatorparameter
Indikatorparameter sind Messgrößen, die nicht selbst gesundheitlich bewertet werden, sondern anzeigen, ob bei Aufbereitung, Verteilung oder Installation etwas nicht in Ordnung ist.
Wozu sie dienen
Sie sind das Frühwarnsystem der Trinkwasserüberwachung. Ein auffälliger Indikatorparameter beweist keinen Schaden, sondern löst eine Ursachensuche aus. Zu ihnen gehören unter anderem Trübung mit 1,0 NTU, elektrische Leitfähigkeit mit 2.790 Mikrosiemens je Zentimeter bei 25 Grad, pH-Wert von 6,5 bis 9,5, Färbung, Geruch, Geschmack, Eisen, Mangan, Aluminium sowie die Koloniezahl bei 22 und 36 Grad.
Ein Beispiel für die Logik
Eisen ist als Indikatorparameter mit 0,2 Milligramm je Liter geregelt. Diese Menge Eisen schadet niemandem, der Körper braucht Eisen sogar. Der Wert steht in der Verordnung, weil Eisen im Wasser für Korrosion, für Ablagerungen im Netz und für braunes Wasser sorgt. Er zeigt einen technischen Zustand an, keine Vergiftung.
Abgrenzung
Grenzwert bewertet das Wasser gesundheitlich. Technischer Maßnahmenwert bewertet die Anlage und löst Sanierungspflichten aus. Indikatorparameter bewertet den Prozess und löst eine Untersuchung aus.
Quellen
Verwandte Begriffe
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