NSF/ANSI-Standards
NSF/ANSI sind US-amerikanische Prüfstandards für Wasseraufbereitungsgeräte, deren Nummern angeben, worauf ein Filter geprüft wurde.
Die wichtigsten Nummern
NSF/ANSI 42 prüft ästhetische Wirkungen, also Chlor, Geschmack, Geruch und Partikel. NSF/ANSI 53 prüft gesundheitsbezogene Wirkungen, etwa Blei, Zysten wie Cryptosporidium, VOC und Asbest. NSF/ANSI 58 gilt für Umkehrosmoseanlagen, NSF/ANSI 401 für sogenannte emerging contaminants, darunter Arzneimittelrückstände. NSF/ANSI 372 betrifft die Bleifreiheit der Materialien selbst.
Warum die Nummer entscheidend ist
Ein Filter, der mit NSF-Zertifizierung wirbt, sagt damit noch nichts. Zertifiziert nach 42 heißt: Er nimmt Chlorgeschmack weg. Über Blei oder Pestizide sagt das nichts aus. Erst die Nummer benennt den geprüften Umfang, und selbst dann gilt die Prüfung nur für die ausdrücklich gelisteten Stoffe.
Verhältnis zu europäischen Nachweisen
In Europa gibt es kein direkt gleichwertiges Pendant für Endgeräte. Hier zählen Prüfberichte akkreditierter Institute am konkreten Produkt sowie die Anforderungen der Trinkwasserverordnung an Werkstoffe. Beides ist gleichwertig, aber schlechter vergleichbar, weil jede Prüfung ihr eigenes Stoffspektrum hat.
Quellen
- NSF International - NSF/ANSI 42, 53, 58, 401 und 372
- Institut für Siedlungswasserbau der Universität Stuttgart - Prüfbericht
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