Magnesium ist ein silber-weißes Leichtmetall von sehr harter Beschaffenheit. Die Härte des Trinkwassers hängt von dessen Calcium- und Magnesiumgehalt ab. Als Metall mit einer sehr geringen Dichte und gleichzeitig resistenten Legierung ist es bei vielen chemischen Produktionsprozessen von Bedeutung. Für den Organismus stellt es ein lebenswichtiges Mineral dar, welches dem Körper von außen zugeführt werden muss.
1 Was ist Magnesium?
2 Nutzen von Magnesium für den Körper
Magnesium ist an über 300 Stoffwechselprozessen beteiligt und unter anderem für den Erhalt der Knochen unabdingbar. Es ist außerdem zuständig für die Kommunikation zwischen Nerven- und Muskelzellen. Deswegen sind unser Nervensystem und natürlich unser Herz auf Magnesium angewiesen, um funktionieren zu können. Ein Mangel kann zu schwerwiegenden Störungen des Kreislaufs sowie des Nervensystems führen.
Der Nährstoff trägt zusätzlich zu einer verbesserten Absorbierung anderer Mineralien wie Calcium, Phosphor und Kalium bei, hilft dabei, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu regulieren und erleichtert die Aufnahme der Vitamine C, E und denen des B-Komplexes.
3 Wie gelangt Magnesium ins Grundwasser?
Magnesium hat ein außerordentlich hohes Vorkommen in der Natur, zum Beispiel ist es in Steinmineralien, Seewasser und beinahe allen lebenden Organismen enthalten. Indem es aus dem Gestein gewaschen wird, gelangt es in die Meere und Flüsse.
Versickernder Regen löst weiteres Magnesium aus dem Boden und transportiert es ins Grundwasser. Reichlich vorhanden ist es auch in der Pflanzenwelt, wo es gebunden an Chlorophyll vorkommt. Da das Leichtmetall essenziell für fast alle Organismen ist, ist es als Stoffwechsel-Endprodukt fast überall nachzuweisen.
In der Landwirtschaft wird Magnesium Dünge- und Futtermitteln beigesetzt und gelangt auf diesem Weg besonders einfach ins Grundwasser. Auch in der chemischen Industrie findet es Einsatz und wird zum Beispiel als Füllstoff für Plastik oder als Feuerschutzmittel genutzt. Selbst in der Auto- und Flugzeug-Karosserie wird es verwendet. Auf diesem Wege gelangt Magnesium als Abfallprodukt ins Grundwasser. Bei der Abwasserbehandlung dient wiederum Magnesiumhydroxid als Flockungsmittel.
Der Magnesiumgehalt des Trinkwassers variiert von Region zu Region, abhängig von der Beschaffenheit des Bodens und der industriellen Nutzung des Metalls in der Umgebung. In der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen oder einer Industrie, die Magnesium zum Beispiel für chemische Prozesse nutzt, ist eine höhere Konzentration wahrscheinlich.
4 Magnesium im Trinkwasser beeinflusst dessen Härtegrad
Der Härtegrad des Trinkwassers hängt von dessen Calcium- und Magnesium-Konzentration ab. Grund für die verschiedenen Härtegrade sind regional unterschiedliche Magnesium- und Calciumkonzentrationen im Boden, die durch absickerndes Regenwasser ins Grundwasser gelangen. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterscheidet man in Deutschland drei Härtebereiche:
| Härtebereich | mmol/l Calciumcarbonat | °dH (deutsche Härtegrade) |
|---|---|---|
| weich | unter 1,5 | unter ca. 8,4 |
| mittel | 1,5 – 2,5 | ca. 8,4 – 14 |
| hart | über 2,5 | über ca. 14 |
Den Härtegrad des Leitungswassers Ihrer Stadt können Sie beim lokalen Wasserversorger oder bei der Stadtverwaltung erfragen.
Relevanz des Härtegrades im Alltag
Weiches Wasser schmeckt neutraler als hartes, insbesondere für die Zubereitung von Kaffee oder Tee bevorzugen manche daher aus geschmacklichen Gründen weiches Wasser. Auch für die Dosierung von Wasch- und Spülmittel ist es sinnvoll, über den Härtegrad des Wassers informiert zu sein.
Bei einem harten Wassergrad wird mehr Waschmittel benötigt, um das Wasser für die Geschirrspülmaschine zu enthärten. Dies kann wiederum negative Folgen für die Umwelt haben, da die natürliche Konzentration aus dem Gleichgewicht gerät.
5 Ist Magnesium im Wasser gesundheitlich relevant?
Da sowohl Calcium als auch Magnesium essenzielle Mineralien für den Körper sind, ist hartes Wasser keineswegs als gesundheitlich bedenklich einzustufen. Wasser mit einem hohen Gehalt an Magnesium kann sogar zur Deckung des täglichen Bedarfs beitragen: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt in ihren 2021 überarbeiteten Referenzwerten für Erwachsene eine tägliche Magnesiumzufuhr von 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer.
Eine regelmäßige Zufuhr ist insbesondere deswegen wichtig, weil unser Körper kein Magnesium speichern kann. Es muss daher täglich ausreichend zugeführt werden. Fälle einer Vergiftung durch zu viel des Minerals sind nicht bekannt, da der Körper überflüssige Mengen ausscheidet.
Eine erhöhte Magnesiumkonzentration im Trinkwasser kann daher eine abführende Wirkung auf den Organismus haben. Schädlich für die Umwelt kann Magnesium nur indirekt sein, nämlich durch den verstärkten Einsatz von chemischen Wasserenthärtern.
6 Häufige Fragen zu Magnesium im Trinkwasser
Ist Magnesium im Trinkwasser gesundheitsschädlich?
Nein. Magnesium ist ein essenzielles Mineral und kann sogar zur Deckung des täglichen Bedarfs beitragen.
Wie viel Magnesium braucht der Körper täglich?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene 300 mg pro Tag für Frauen und 350 mg für Männer.
Was hat Magnesium mit der Wasserhärte zu tun?
Der Härtegrad des Trinkwassers hängt von dessen Calcium- und Magnesiumgehalt ab – beide Mineralien bestimmen gemeinsam, ob Wasser als weich, mittel oder hart gilt.
Kann man über Trinkwasser zu viel Magnesium aufnehmen?
Vergiftungsfälle durch zu viel Magnesium sind nicht bekannt, da der Körper überflüssige Mengen ausscheidet. Eine erhöhte Konzentration kann allenfalls abführend wirken.
7 Fazit
Die Qualität Ihres Trinkwassers wird von den zuständigen Behörden regelmäßig überprüft. Bei Überschreitung gewisser Grenzwerte wird die Bevölkerung informiert und es werden die entsprechenden Maßnahmen getroffen, um die Werte wieder in den Normbereich zu bringen.
Was Magnesium betrifft, gibt es keine Grenzwerte, da es dem Körper nicht schadet, sondern ihm im Gegenteil sogar nutzt. Eine ausreichende Versorgung ist für die Zellteilung und die Aufrechterhaltung vieler wichtiger Körperfunktionen essenziell.
Ein hoher Magnesiumgehalt im Wasser beeinflusst jedoch dessen Geschmack: Weiches Wasser mit wenig Magnesium schmeckt neutraler und ist daher beliebter. Hartem, etwas markant oder sogar bitter schmeckendem Wasser kann mithilfe spezieller Entkalkungsfilter die Härte genommen werden. (➔ Wasserfilter Kalk)
Für die richtige Einstellung von Geschirrspülmaschinen und die richtige Dosierung von Waschmittel macht es ebenfalls Sinn, den Härtegrad seines Leitungswassers zu kennen. Dazu geben die lokalen Wasserversorger und die Stadtverwaltungen Auskunft. Bei Fragen zur passenden Filterlösung hilft Ihnen auch unser Wasserfilter-Konfigurator.
Magnesium im Trinkwasser ist unbedenklich und trägt sogar zur Nährstoffversorgung bei.
Hartes, magnesiumreiches Wasser schmeckt markanter als weiches Wasser.
Ein Entkalkungsfilter nimmt dem Wasser die Härte, wenn Geschmack oder Technik das erfordern.
Quellen
- Umweltbundesamt (2016) - Hartes Wasser, weiches Wasser
- DVGW - Härtebereiche für Trinkwasser
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE, 2021) - Referenzwerte für die Magnesiumzufuhr
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