Wasser-Wissen · Wissenswertes

Wasser schmeckt bitter – wie schädlich ist das?

Ein bitterer Geschmack tritt je nach Wasserherkunft unterschiedlich häufig auf und wird meist durch Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat verursacht – hohe Härtebildner-Konzentrationen wirken bitter. Die Bitterkeit kann dabei andere Geschmacksnoten überdecken, die eigentlich auf Schwermetalle oder Bakterien hindeuten. Ein Aktivkohle-Blockfilter verbessert den Geschmack und entfernt gleichzeitig Schadstoffe.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 5 Min. Lesezeit3 Quellen
Frau im gelben Top betrachtet skeptisch ein hochgehaltenes Wasserglas vor weißem Hintergrund
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1 Unterschiede im Geschmack sind regional üblich

Leitungswasser schmeckt je nach Region unterschiedlich, weil die kommunalen Wasserversorger es aus unterschiedlichen Ursprüngen beziehen. Der Grund dafür sind die Inhaltsstoffe, vornehmlich Mineralien, die in Grundwasser, Quellen sowie bei Oberflächenwassern wie Seen oder Talsperren vorkommen. Die Konzentrationen und Verhältnisse zueinander fallen dabei jeweils individuell verschieden aus und schwanken auch durch diverse Umwelteinflüsse wie Witterung, Bodenbeschaffenheit und saisonale Schwankungen im Wasserwerk.

Mitbestimmend für den Geschmack sind überdies die Wasserversorger selbst und die weiten Leitungen bis zu den Armaturen jedes Haushalts. Während gemäß Trinkwasserverordnung die Versorger zu hoher Qualität verpflichtet sind, liegt die Verantwortung für möglichst gute Bedingungen ab der Wasseruhr jedoch beim Hauseigentümer beziehungsweise in Wohnungen beim Mieter. Insofern kann es unter Umständen noch auf den letzten Metern vom Hauswasseranschluss zu einem bitteren Wassergeschmack kommen. [1]

Vereinzelt setzen Wasserversorger zur Desinfektion geringe Mengen Chlor ein, etwa vorübergehend nach Reparaturarbeiten am Leitungsnetz. Das kann kurzzeitig zu einem leicht chlorartigen bis bitteren Geschmack führen, der sich in aller Regel nach wenigen Tagen wieder legt.

2 Einige Mineralien bewirken bitteren Geschmack

Die Mineralien, welche hauptsächlich den Wassergeschmack bestimmen, sind Kalzium, Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat:

  • Kalzium & Magnesium: Härtebildner, führen in höherer Konzentration zu Kalk sowie einem gewissen Trockenheits- und Bittergefühl im Geschmack.
  • Natrium: macht Wasser leicht salzig.
  • Hydrogencarbonat: neutralisiert Säurenoten und sorgt bei zunehmender Menge für einen weichen, ausgewogenen Geschmack.

Kalzium und Magnesium sind als Härtebildner also mitursächlich für Kalk im Wasser. Gesundheitsschädlich ist es generell nicht, kalkhaltiges Wasser zu trinken. Ein bitterer Geschmack tritt in der Regel erst bei Konzentrationen auf, die deutlich über dem Durchschnitt liegen.

Kalk beeinflusst Wassergeschmack
Kalzium und Magnesium sind natürlich und unbedenkliche Mineralien. In größeren Mengen kann es dadurch zu Kalk und einem bitteren Wassergeschmack kommen. (Bildquelle: deepblue4you / istockphoto.com)

3 Auch Schadstoffe können ein Problem sein

Bitterer Geschmack ist beim Leitungswasser selbst kein gesundheitliches Risiko, kann aber Schadstoffe überdecken. Denn die Bitterkeit überdeckt unter Umständen auch andere Geschmacksnoten, die auf eine schädliche Belastung des Wassers hindeuten könnten. Das gilt zum Beispiel für Schwermetalle oder Bakterien.

Besonders in älteren Gebäuden können Blei- oder Kupferleitungen zu einem metallisch-bitteren Geschmack beitragen, da sich Metallionen lösen, wenn Wasser länger in der Leitung steht, etwa über Nacht. Bleileitungen wurden in Deutschland laut Verbraucherzentrale Hamburg bis in die 1970er-Jahre verlegt und können vor allem für Schwangere sowie Säuglinge und Kleinkinder ein Gesundheitsrisiko darstellen. [2]

Wer unsicher ist, ob im eigenen Haus noch alte Leitungen verbaut sind, fragt nach Baujahr und Leitungsmaterial, in Mietwohnungen beim Vermieter. Ein Aktivkohle-Blockfilter in der Küche hält Blei und Kupfer vor der Entnahme zurück, ganz gleich, ob vorher gemessen wurde.

Ohnehin ist zu bedenken, dass Leitungswasser sehr viele schädliche Inhalte mit sich führen kann, die aber geschmacklich überhaupt nicht wahrnehmbar sind. Die meisten davon wären ebenso wenig ersichtlich, da es sich um kleinste Partikel handelt und das Wasser entsprechend klar bleibt.

4 Mit Wasserfilter erhält Leitungswasser natürlichen Geschmack

Ein Aktivkohle-Blockfilter hält geschmacks- und geruchsstörende Stoffe zurück und gibt Leitungswasser seinen natürlichen Geschmack zurück, bei unnatürlichem Geschmack jedweder Art. Welche Bauformen es gibt, zeigt die Übersicht unserer Wasserfilter.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

5 Welche Schadstoffe ein Wasserfilter noch zurückhält

Ein Wasserfilter hält neben geschmacksstörenden Stoffen auch Schadstoffe zurück, die unscheinbar im Leitungswasser stecken. Vor allem Mikroplastik sowie Rückstände von Pestiziden und Arzneien sind ein zunehmendes Problem. [3]

6 Was Leser zu bitterem Leitungswasser noch fragen

Ist bitteres Leitungswasser gesundheitsschädlich?

Bitterer Geschmack allein ist meist harmlos und auf Mineralien wie Kalzium und Magnesium zurückzuführen; kalkhaltiges Wasser zu trinken ist nicht gesundheitsschädlich. Er kann aber andere Geschmacksnoten überdecken, die auf Schwermetalle oder Bakterien hindeuten, etwa aus alten Blei- oder Kupferleitungen.

Warum schmeckt Leitungswasser je nach Region unterschiedlich bitter?

Weil die Wasserversorger das Wasser aus unterschiedlichen Ursprüngen beziehen (Grundwasser, Quellen, Seen oder Talsperren) und die Konzentrationen von Kalzium, Magnesium, Natrium und Hydrogencarbonat entsprechend variieren. Hohe Härtebildner-Konzentrationen wirken bitter, Natrium salzig.

Können alte Rohre für bitteres Wasser verantwortlich sein?

Ja. Besonders in älteren Gebäuden können Blei- oder Kupferleitungen zu einem metallisch-bitteren Geschmack beitragen, wenn Wasser länger in der Leitung steht, etwa über Nacht. Bleileitungen wurden bis in die 1970er-Jahre verlegt; fragen Sie nach Baujahr und Leitungsmaterial, in Mietwohnungen beim Vermieter.

Wie wird bitteres Leitungswasser wieder neutral?

Ein Aktivkohle-Blockfilter am Wasserhahn entfernt geschmacks- und geruchsstörende Stoffe und sorgt für einen reinen Wassergeschmack. Zuvor hilft es, das Wasser nach längerem Stillstand kurz laufen zu lassen, damit gelöste Metallionen aus der Leitung nicht im Glas landen.

7 Was tun, wenn Leitungswasser bitter schmeckt?

Prüfen Sie bei bitterem Geschmack zuerst Wasserhärte und Leitungsmaterial und filtern Sie dann am Entnahmepunkt; passende Auftischfilter finden Sie direkt in unserem Shop.

Meist harmlos

Bitterer Geschmack liegt meist an Mineralien wie Kalzium und Magnesium.

Kann Schadstoffe überdecken

Schwermetalle oder Bakterien bleiben geschmacklich manchmal unbemerkt.

Aktivkohle-Blockfilter

Verbessert den Geschmack und entfernt Schadstoffe.

Bitteren Geschmack dauerhaft loswerdenEin Aktivkohle-Blockfilter sorgt für reinen Geschmack und filtert Schadstoffe. Eine kurze Rückfrage genügt.

Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz (2023) - Trinkwasserverordnung
  2. Verbraucherzentrale Hamburg - Blei im Trinkwasser
  3. Umweltbundesamt (2021) - Arzneimittelrückstände in der Umwelt
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Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

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