1 Ursprungsort des Wassers bestimmt den Salzgehalt mit
Natürlich vorkommendes Wasser enthält Mineralien, die den Geschmack von Leitungswasser überhaupt erst ausmachen: hauptsächlich Kalzium, Magnesium, Hydrogencarbonat und Natrium. Besonders Natrium verleiht dem Wasser eine gewisse salzige Note, wenn es in höheren Mengen vorkommt.
Drei Ursachen für salzigen Geschmack
Die deutschen Wasserversorger beziehen das letztlich bereitgestellte Wasser aus Grundwasser, Quellen, Seen oder auch Talsperren. Je nachdem, woher das Wasser also ursprünglich stammt und wie das dortige Verhältnis von Mineralstoffen ist, fällt das Leitungswasser regional im Geschmack ganz unterschiedlich aus und hat im Übrigen auch einen individuellen Härtegrad durch Kalzium und Magnesium. [1]
Damit Leitungswasser nicht spürbar salzig schmeckt, setzt die Trinkwasserverordnung feste Obergrenzen: Für Natrium liegt der Grenzwert bei 200 mg pro Liter, für Chlorid bei 250 mg pro Liter, beide als sogenannte Indikatorparameter in Anlage 3 der Verordnung festgelegt. [2] Werden diese Werte eingehalten, ist ein salziger Geschmack normalerweise nicht wahrnehmbar; erst deutlich darüber wird er für die meisten Menschen auffällig.
2 Bei starker Chlorung auch zeitweise mehr Salzgeschmack
Wasserversorger geben zur Desinfektion ihrer Anlagen immer mal wieder Chlor ins Trinkwasser, im Rahmen dessen, was die Trinkwasserverordnung erlaubt. Aus gesundheitlicher Sicht ist das in der Regel unbedenklich. [3]
Je mehr Natrium im Wasser ist, desto mehr kommt es auch zur Verbindung von Natrium und Chlor und damit zu Natriumchlorid. Natriumchlorid ist jenes Salz, welches auch in Meerwasser hauptsächlich vorkommt und für den markanten Salzgeschmack sorgt.
3 Eine defekte Enthärtungsanlage kann Sole ins Trinkwasser abgeben
Wer eine Enthärtungsanlage im Haus hat, sollte bei einem plötzlich starken Salzgeschmack zuerst dort nachsehen. In solchen Anlagen werden beim Wasser zur Enthärtung, also Entkalkung, Kalzium- und Magnesium-Ionen durch Natrium-Ionen ausgetauscht. Mitunter kann es durch fehlerhafte Technik hier auch mal dazu kommen, dass ungewollt Sole direkt in das Trinkwasser gelangt, was sich geschmacklich dann deutlich bemerkbar macht. Wir empfehlen daher einen Kalkfilter nur für Kaffee- und Teewasser zu verwenden.
4 Wie schädlich ist Salz im Trinkwasser?
Dauerhaft sehr salziges Leitungswasser ist nicht genießbar, so wie Meerwasser dem Körper schadet. Wer über dauerhaft stark salziges Trinkwasser aus der Leitung klagt, ist insofern stark eingeschränkt.
Ein ganz leichter und vielleicht nur sporadischer Salzgeschmack ist hingegen kaum bedenklich, wenngleich durchaus unappetitlich. Im Zweifelsfall gibt die veröffentlichte Trinkwasseranalyse Ihres Wasserversorgers Auskunft über den Natriumgehalt.
Zur Einordnung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt maximal 6 Gramm Kochsalz pro Tag, die WHO sogar nur 5 Gramm. Ein dauerhaft hoher Salzkonsum (über die Nahrung wie über sehr salziges Trinkwasser) steht im Zusammenhang mit erhöhtem Blutdruck und damit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. [4] Solange Natrium- und Chloridgehalt im Rahmen der Trinkwasserverordnung bleiben, macht das über das Leitungswasser aber nur einen sehr kleinen Anteil der täglichen Salzaufnahme aus.
5 Was ein Aktivkohle-Blockfilter bei salzigem Wasser leistet und was nicht
Salzig schmeckendes Leitungswasser ist nicht nur ein Problem für den Trinkgenuss, der Geschmack überdeckt womöglich auch andere Noten, die auf weitere Mängel hindeuten. Unnatürlich schmeckendes Wasser ist selten so rein, wie es sein sollte.
Ein Aktivkohle-Blockfilter entfernt gelöstes Natrium bzw. Salz allerdings nicht aus dem Wasser; natürliche Mineralien wie Natrium, Kalzium und Magnesium bleiben bewusst erhalten.
Gegen andere Belastungen ist er dafür sehr wirksam: Der Filterprozess entfernt zuverlässig Chlor und Chlorverbindungen sowie unsichtbare und geschmacklose Schadstoffe wie:
- Pestizid- und Arzneirückstände
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Bakterien
Da all dies zunehmend zum Problem wird, lohnt sich eine Anschaffung somit auf Dauer. [5] Entdecken Sie Aktivkohle-Blockfilter im Vitalhelden-Shop. Wenn Sie noch unsicher sind, welcher Filter zu Ihrem Haushalt passt, hilft Ihnen unser Wasserfilter-Konfigurator bei der Auswahl.

6 Was Leser zu salzigem Leitungswasser noch fragen
Wie hoch darf der Natriumgehalt im Trinkwasser laut Gesetz sein?
Die Trinkwasserverordnung schreibt für Natrium einen Grenzwert von 200 mg/l vor, für Chlorid liegt er bei 250 mg/l. Beide Werte gelten als Indikatorparameter, deren Überschreitung zwar nicht zwingend gesundheitsschädlich ist, aber auf ein Problem im Netz oder in der Hausinstallation hindeuten kann. [2]
Ist salziges Leitungswasser gesundheitsschädlich?
Solange die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung eingehalten werden, ist ein leicht salziger Geschmack gesundheitlich unbedenklich. Erst ein dauerhaft sehr hoher Salzgehalt, wie er bei einer defekten Enthärtungsanlage entstehen kann, trägt spürbar zur täglichen Salzaufnahme bei und ist auf Dauer ungünstig, etwa im Hinblick auf den Blutdruck. [4]
Was können Sie tun, wenn das Leitungswasser plötzlich salzig schmeckt?
Prüfen Sie zunächst, ob eine Enthärtungsanlage im Haus verbaut ist, und lassen Sie deren Einstellungen und Technik kontrollieren. Bleibt der salzige Geschmack bestehen oder ist keine Enthärtungsanlage vorhanden, hilft eine Rückfrage beim örtlichen Wasserversorger, dessen Trinkwasseranalyse den Natrium- und Chloridgehalt ausweist.
Entfernt ein Wasserfilter Salz aus dem Leitungswasser?
Ein Aktivkohle-Blockfilter, wie ihn Vitalhelden anbietet, entfernt gelöstes Natrium bzw. Salz nicht aus dem Wasser, da natürliche Mineralien bewusst erhalten bleiben. Er verbessert aber Geruch und Geschmack durch die Entfernung von Chlor und wirkt auch gegen Schwermetalle, Pestizid- und Arzneirückstände, Mikroplastik und Bakterien.
7 Was Sie jetzt tun können
Schmeckt das Wasser plötzlich deutlich salziger, lassen Sie zuerst die Enthärtungsanlage prüfen. Gegen Chlorgeschmack und Schadstoffe hilft ein Aktivkohle-Blockfilter am Entnahmepunkt; welches Modell zu Ihrem Haushalt passt, zeigt der Wasserfilter-Konfigurator.
Meist natürliches Natrium innerhalb der Grenzwerte, gesundheitlich unbedenklich.
Häufig eine defekte Enthärtungsanlage, die Sole ins Trinkwasser abgibt.
Entfernt Chlor, Schwermetalle und weitere Schadstoffe, Mineralien bleiben erhalten.
Quellen
- Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (2020) - Wasser ist Geschmackssache
- Bundesministerium der Justiz (2023) - Trinkwasserverordnung, Anlage 3 (Indikatorparameter Natrium 200 mg/l, Chlorid 250 mg/l)
- Umweltbundesamt (2021) - Arzneimittelrückstände in der Umwelt
- Verbraucherzentrale - Fragen und Antworten zu Salz: Das sollten Sie wissen
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