Wasser-Wissen · Wissenswertes

Wasser schmeckt metallisch – woher kommt das und ist es schädlich?

Schmeckt Leitungswasser metallisch, liegt die Ursache meist nicht am Wasserwerk, sondern an Eisen- oder Kupferionen aus Rohren und Armaturen im eigenen Haushalt. Zur Orientierung gilt für Eisen ein Indikatorwert von 0,2 mg/l, für Kupfer ein Grenzwert von 2,0 mg/l. Stand das Wasser vier Stunden oder länger, lassen Sie es ablaufen; dauerhaft hilft ein Aktivkohle-Blockfilter.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 7 Min. Lesezeit4 Quellen
Frau trinkt im Profil draußen ein Glas klares Wasser, grüner Hintergrund unscharf
Bildquelle: laflor / istockphoto.com
Betrifft es mich?

Ob der Metallgeschmack an Ihrer Hausinstallation liegt, zeigen vier Anhaltspunkte:

  • Der Geschmack tritt nur morgens oder nach längerer Standzeit auf (Urlaub, Arbeitstag): typisch für Stagnationswasser aus Rohren und Armaturen.
  • Bläulich-grüne Ränder an Armaturen oder in der Toilette: Sie deuten auf gelöstes Kupfer aus den Leitungen hin.
  • Eine rötlich-bräunliche Verfärbung kommt zum Geschmack hinzu: Das spricht eher für Eisen beziehungsweise Rost in alten Rohren.
  • Der Geschmack bleibt auch nach dem Ablaufenlassen bestehen: Dann lohnt der Blick auf weitere Schwermetalle.

1 Warum Leitungswasser regional unterschiedlich schmeckt

Die Wasserversorger der Kommunen in Deutschland beziehen das Wasser für gewöhnlich aus Grundwasser, Quellen oder auch aus Oberflächenwassern wie Seen oder Talsperren. Diese jeweiligen Wässer führen somit auch individuelle Mengen an Mineralien und vielen weiteren Inhaltsstoffen, die die Qualität und den Geschmack des bereitgestellten Trinkwassers beeinflussen.

Mit der Verarbeitung und Bereitstellung geht derweil auch einher, dass leider gewisse Schadstoffe im Leitungswasser enthalten sein können. In aller Regel handelt es sich dabei um überschaubare und gesundheitlich an sich nicht bedenkliche Mengen. Dafür sorgt die deutsche Trinkwasserverordnung und die mit ihr verbundenen Kontrollen und Qualitätsstandards.

Natürliche Gewässer
Natürliche Gewässer sind Bezugsquellen der Wasserversorger, auf dem Weg zum Verbraucher leidet jedoch die Qualität des Wassers. (Bildquelle: Markus Thoenen / istockphoto.com)

2 Metallgeschmack kommt vor allem durch die Wasserleitungen

Grundsätzlich enthält jedes Wasser von Natur aus Eisenionen. In geringen Mengen ist das für den Körper keineswegs schädlich, vielmehr braucht der menschliche Organismus auch Eisen. Allerdings kann sich das Eisen des Wassers unter Umständen an Oberflächen, und damit hauptsächlich an den Wasserrohren, ablagern. Kommt es dann mit Sauerstoff in Verbindung, führt dies zu Oxidation, also Rost im Wasser.

Vier Metalle, vier Hinweise

Grenzwerte für Kupfer und Blei nach Trinkwasserverordnung Anlage 2, Eisen als Indikatorparameter nach Anlage 3. Für Zink nennt die Verordnung keinen Wert.

Hat sich einmal Rost gebildet, werden immer wieder Rostpartikel vom weiteren Leitungswasser aufgenommen. In größeren Mengen führt das sogar zu einer Verfärbung des Wassers. Dazu kommt dann ein leicht metallischer Geschmack. Als grobe Orientierung gilt dabei: Rötlich-bräunliche Ablagerungen oder Verfärbungen weisen meist auf Eisen hin, während bläulich-grüne Ränder etwa an Armaturen oder in der Toilette eher für Kupfer sprechen.

Für Wasserleitungen werden zum größten Teil Kupferrohre genutzt. Bis zu einem gewissen Leitungswasser pH-Wert neigen diese dazu, Kupferionen zu lösen und demzufolge ebenfalls mit sich zu führen. Die Folge: Auch dieses Wasser schmeckt metallisch.

3 Das Problem liegt meist in den heimischen Leitungen

Die Wasserversorger halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung für Metalle und Schwermetalle in aller Regel ein [1]; ein Metallgeschmack daheim liegt deshalb zumeist an den Rohren und Armaturen des Haushalts.

Konkret gilt für Eisen ein Indikatorwert von 0,200 Milligramm pro Liter. Dieser ist rein geschmacklich-ästhetisch begründet, da Eisen in solchen Konzentrationen gesundheitlich unbedenklich ist. Für Kupfer gilt dagegen ein gesundheitsbezogener Grenzwert von 2,0 Milligramm pro Liter, denn deutlich erhöhte Kupferkonzentrationen können sich negativ auf die Gesundheit auswirken; besonders empfindlich reagieren dabei Säuglinge und Kleinkinder. [1] [2]

Vor allem mit Blick auf Kupferrohre ist dies der Fall. Denn, wo das Wasser nicht den nötigen pH-Wert besitzt, verzichten die Versorger auf Kupferrohre. Sind diese allerdings im Haushalt schließlich doch verbaut, so kommt es zur besagten Aufnahme der Kupferionen und dem entsprechenden Wassergeschmack nach Metall.

Ein einfacher erster Schritt schafft in vielen Fällen bereits Abhilfe: Stand das Wasser vier Stunden oder länger in der Leitung, etwa über Nacht oder während eines Arbeitstages, empfiehlt das Umweltbundesamt, es so lange ablaufen zu lassen, bis es spürbar kühler aus dem Hahn kommt. [3]

Genau dieses zuerst austretende Wasser stand am längsten in Kontakt mit Rohren und Armaturen und weist deshalb die höchste Metallkonzentration und den auffälligsten Geschmack auf. Das abgelaufene Wasser lässt sich beispielsweise für Zimmerpflanzen weiterverwenden, statt es ungenutzt wegzuschütten.

Metallgeschmack durch rostige Leitungen
Insbesondere Rost in den Leitungen kann für Metallgeschmack im Wasser sorgen, ein Wasserfilter kann diesen beseitigen. (Bildquelle: IanRedding / depositphotos.com)

4 Ein Aktivkohle-Blockfilter hält Eisen und Kupfer am Entnahmepunkt zurück

Ein Wasserfilter mit Aktivkohle-Blockfilter hält Metalle am Entnahmepunkt zurück und gibt dem Trinkwasser seinen natürlichen Geschmack wieder. Das hilft vor allem, wenn der Versorger ein gutes Qualitätszeugnis ausstellt und das Wasser trotzdem metallisch schmeckt. Unsere Auftisch-Wasserfilter eignen sich dafür als schneller und flexibler Einstieg.

Vorher und nachher im Glas

Rückhaltung von Blei und Kupfer nach den vorliegenden Prüfberichten; Grenzwerte Blei 0,010 mg/l und Kupfer 2 mg/l nach Trinkwasserverordnung Anlage 2.

Konkret bewährt sich dafür das Alvito Auftischfilter Set Pure: Der enthaltene Filtereinsatz ABF Primus SD hält laut Prüfbericht (UEG Wetzlar, 2026) über 90 % der enthaltenen Schwermetalle wie Blei und Kupfer zurück und lässt sich ohne Werkzeug am Wasserhahn montieren.

Das gilt gleichermaßen für viele andere geschmacks- und geruchsstörende wie auch schädliche Stoffe: Ein übermäßiger Chlorgehalt, der Wasser chlorig schmecken lässt, ist damit ebenso ein Problem wie Rückstände von Pestiziden oder Arzneien oder gar Mikroplastik und Bakterien. Der Schutz vor solchen Schadstoffen bietet sich ohnehin an, da sie unsichtbar und geschmacklich oft nicht zu erkennen sind und dennoch ein zunehmendes Risiko sind. [4]

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

Riecht Ihr Leitungswasser auch komisch? Lesen Sie dazu unseren Artikel Leitungswasser riecht komisch, was kann das sein?

5 Was Leser zu metallisch schmeckendem Wasser noch fragen

Ist es gefährlich, wenn Leitungswasser metallisch schmeckt?

Meist nicht. Solange der Versorger die Einhaltung der Trinkwasserverordnung bestätigt, liegen Eisen und Kupfer in aller Regel innerhalb der zulässigen Werte. Der metallische Geschmack ist dann eher unangenehm als gesundheitlich riskant. Bleibt der Geschmack dauerhaft auffällig oder kommt eine deutliche Verfärbung hinzu, lohnt sich dennoch eine Rücksprache mit dem Versorger und ein Blick auf Alter und Material der eigenen Hausinstallation.

Hilft Abkochen gegen den metallischen Geschmack?

Nein. Eisen- und Kupferionen sind nicht flüchtig und bleiben beim Erhitzen im Wasser zurück. Verdampft dabei ein Teil des Wassers, steigt die Konzentration der gelösten Metalle sogar eher noch an, statt sich zu verringern.

Wie lange sollte ich das Wasser laufen lassen, bevor ich es trinke?

Stand das Wasser vier Stunden oder länger in der Leitung, empfiehlt das Umweltbundesamt, es so lange laufen zu lassen, bis es spürbar kühler wird. [3] Erst dieses nachströmende, frische Wasser sollte für Trinkwasser oder die Zubereitung von Speisen und Getränken genutzt werden.

Wie lässt sich der metallische Geschmack dauerhaft vermeiden?

Ein Wasserfilter mit Aktivkohle-Blockfilter reduziert Eisen- und Kupferanteile zuverlässig direkt an der Entnahmestelle in der Küche und beugt damit dem metallischen Geschmack dauerhaft vor, unabhängig davon, ob die Ursache in der Hausinstallation oder im Leitungsnetz liegt.

6 Was Sie jetzt tun können

Lassen Sie Wasser nach längerer Standzeit ablaufen, bis es spürbar kühler kommt; bleibt der Geschmack, prüfen Sie Leitungsmaterial und Baujahr. Welcher Filter Eisen und Kupfer geprüft zurückhält, steht unter Wasserfilter gegen Schwermetalle.

Geschmack nur nach Standzeit

→ Wasser kurz ablaufen lassen, bis es spürbar kühler wird.

Geschmack bleibt oder Verfärbung sichtbar

→ Versorgerwerte ansehen, Leitungsmaterial und Baujahr prüfen, bei Mietwohnung den Vermieter einschalten.

Dauerhaft metallfreies Wasser gewünscht

→ Einen Blockfilter aus dem Wasserfilter-Sortiment an der Armatur oder unter der Spüle installieren; er hält Eisen und Kupfer dort zurück, wo das Wasser entnommen wird, gemessen oder nicht.

Metallischer Geschmack dauerhaft weg?Ein geprüfter Aktivkohle-Blockfilter hält Eisen, Kupfer und weitere Schwermetalle zuverlässig zurück. Unsicher, was passt? Kurze Rückfrage genügt.

Quellen

  1. Bundesministerium der Justiz (2023) - Trinkwasserverordnung
  2. Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern (LAGuS) (2024) - Parameter der Trinkwasserverordnung: Kupfer
  3. Umweltbundesamt - Trinkwasser-Installation: Auf die letzten Meter kommt es an
  4. Umweltbundesamt (2021) - Arzneimittelrückstände in der Umwelt
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Marco Fabian Profilbild

Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

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