Fließdruck
Der Fließdruck ist der Wasserdruck, der bei geöffneter Entnahmestelle tatsächlich anliegt, im Unterschied zum Ruhedruck bei geschlossener Armatur.
Ruhedruck und Fließdruck
Steht das Wasser, misst man den Ruhedruck. Er liegt in deutschen Hausinstallationen meist zwischen 3 und 6 bar. Sobald der Hahn geöffnet wird, fällt der Druck durch Reibung in Leitungen, Armaturen und Filtern ab. Dieser verbleibende Druck ist der Fließdruck, und nur er bestimmt, wie viel Wasser wirklich ankommt.
Warum das bei Filtern zählt
Alle Durchflussangaben von Filtern beziehen sich auf einen bestimmten Fließdruck. Für den ABF Primus SD sind es 4 Liter pro Minute bei 3,5 bis 4 bar. Liegt bei Ihnen weniger an, etwa in oberen Geschossen oder hinter einem stark eingestellten Druckminderer, kommt entsprechend weniger. Das ist kein Defekt des Filters.
Die Norm dazu
DIN 1988-300 nennt Referenzwerte für den Mindestfließdruck an Entnahmearmaturen, für Waschtisch- und Duschmischer 0,10 Megapascal, also 1,0 bar. Darunter arbeiten Durchlauferhitzer und Thermostatarmaturen nicht mehr zuverlässig. Ein Filter, der zu lange nicht gewechselt wurde, kann den Fließdruck genau in diesen Bereich drücken.
Quellen
- DIN 1988-300 - Referenzwerte für den Mindestfließdruck an Entnahmearmaturen, Tabelle 7
- DIN EN 806-3 - Rohrweitenbestimmung
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