Glossar

Flockung

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Flockung ist ein Aufbereitungsschritt im Wasserwerk, bei dem feinste Schwebstoffe durch Zugabe eines Flockungsmittels zu größeren Flocken zusammengeführt und anschließend abgetrennt werden.

Der Ablauf

Feinste Partikel im Rohwasser tragen meist gleichnamige Ladungen und stoßen sich deshalb ab. Sie bleiben dauerhaft in der Schwebe und lassen sich nicht abfiltrieren. Das Flockungsmittel, üblicherweise ein Eisen- oder Aluminiumsalz, neutralisiert diese Ladung. Die Teilchen können sich zusammenlagern, wachsen zu sichtbaren Flocken heran und werden durch Sedimentation oder Filtration entfernt.

Warum der Schritt wichtig ist

Mit den Flocken geht auch ein großer Teil der gelösten organischen Substanz aus dem Wasser, etwa Huminstoffe. Das senkt später die nötige Chlormenge und damit die Bildung von Desinfektionsnebenprodukten. Flockung ist deshalb kein optionaler Feinschliff, sondern eine Voraussetzung für sparsame Desinfektion.

Wo sie eingesetzt wird

Vor allem bei der Aufbereitung von Oberflächenwasser aus Talsperren, Seen und Flüssen. Reines Grundwasser braucht sie in der Regel nicht. Im Haushalt kommt Flockung nicht vor: Der dafür nötige Absetzschritt lässt sich in einer Leitung nicht abbilden.

Quellen

  • Umweltbundesamt - Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren nach § 11 TrinkwV
  • DVGW-Arbeitsblatt W 213 - Filtrationsverfahren zur Partikelentfernung

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