Sie werden direkt nach dem Wasserzähler montiert und filtern feste Partikel, die auf dem Weg durch das Rohrnetz in das Wasser gelangt sind, heraus. Ob und wann ein Hauswasserfilter in Ihrem Fall Pflicht ist, lesen Sie im Detail in unserem Beitrag „Ist ein Hauswasserfilter Pflicht?“.
1 Welche Hauswasserfilter müssen überhaupt ausgetauscht werden?
Ob Sie Ihren Wasserfilter regelmäßig tauschen müssen, hängt grundlegend von seiner Bauweise ab. Zu unterscheiden sind in dieser Hinsicht grundsätzlich rückspülbare und nicht rückspülbare Filter. Besitzen Sie ein Modell der ersten Kategorie, müssen Sie den Filter nicht wechseln, sondern lediglich etwa alle zwei Monate eine Rückspülung durchführen. Wie Sie diese Rückspülung und die weitere Pflege rückspülbarer Filter im Detail vornehmen, lesen Sie in unserem Beitrag zur Wartung und Reinigung von Hauswasserfiltern.
Nicht rückspülbare Filter sollten hingegen alle zwei Monate auf Verschmutzungen kontrolliert und alle sechs Monate ausgetauscht werden. Mit dieser Maßnahme verhindern Sie, dass sich Keime anlagern können und stellen sicher, dass Ihr Leitungswasser vom Hausanschluss aus in bester Qualität in Ihr Wasserglas gelangt. Die genannten Wechselintervalle sind auch in der DIN EN 806 Teil 5 zu finden.
Neben diesen festen Intervallen liefert auch ein spürbar nachlassender Wasserdruck einen Hinweis darauf, dass ein Wechsel oder eine Rückspülung schon früher fällig sein kann – er deutet auf einen zunehmend zugesetzten Filtereinsatz hin. Bei Modellen mit durchsichtiger Filtertasse lässt sich der Verschmutzungsgrad zusätzlich mit einem Blick kontrollieren.
2 Welche Gefahren bestehen beim zu späten Auswechseln?
Wird ein nicht rückspülbarer Filter zu selten ausgewechselt, ergeben sich grundlegende Probleme in zweierlei Hinsicht. Zum einen nimmt die Filterleistung des Gerätes ab und er kann seine Aufgabe nicht mehr im vollen Umfang erfüllen. Zum anderen steigt auch die Gefahr einer Verkeimung der Anlage durch die Ansiedlung von Bakterien. Diese können unter Umständen ins Trinkwasser gelangen. Ist Ihr Hauswasserfilter längere Zeit überfällig, kann sich das im Übrigen auch durch bräunlich verfärbtes Wasser bemerkbar machen.
3 Wie sollten Sie beim Filterwechsel vorgehen?
Halten Sie für den Wechsel einen Eimer oder ein Tuch zum Auffangen von Restwasser, die passende Ersatzfilterkerze sowie – falls nötig – einen neuen Dichtungsring bereit. Beim Filterwechsel gehen Sie anschließend in folgenden Schritten vor:
- Ventile vor und hinter dem Filter zudrehen, um Überschwemmungen Ihres Hauses zu vermeiden.
- Entlüftungsventil öffnen.
- Überwurfmutter abschrauben und Filtertasse abnehmen.
- Alte Filterkerze entfernen und neue Filterkerze montieren – dabei je nach Modell auf die korrekte Lage des Dichtungsrings in der Nut der Filtertasse achten.
- Ventile nacheinander wieder öffnen, um den Wasserfluss in Gang zu setzen.
- Filtertasse und Anschlüsse auf Undichtigkeiten prüfen und die Überwurfmutter bei Bedarf nachziehen.
4 Was muss ich bei meinem Modell beachten?
Bevor Sie sich ans Werk machen, ist es grundsätzlich sinnvoll, sich die Anleitung des Herstellers genau durchzulesen und exakt nach den dortigen Angaben vorzugehen. Bildmaterialien erleichtern Ihnen oftmals die Zuordnung der einzelnen Teile, die beim Filterwechsel von Bedeutung sind. Der Bedienungsanleitung entnehmen Sie auch die Angabe, welche Filterpatrone für den Austausch erforderlich ist.
Modelle unterscheiden sich dabei mitunter deutlich in Details: Bei manchen Ausführungen müssen die Filterpatronen beispielsweise vor der ersten Nutzung mit Wasser gespült werden, bei anderen ist bei der Montage die korrekte Position von Abstandshaltern zu beachten. Alle weiteren Details für Ihr konkretes Modell finden Sie in der jeweiligen Herstelleranleitung.
Selbst wechseln reicht, wenn …
- Sie feste Wechselintervalle im Kalender notieren
- Sie die Herstelleranleitung Schritt für Schritt befolgen
Ein Filterabo ist sinnvoll, wenn …
- Sie den Wechseltermin nicht selbst im Blick behalten möchten
- Sie passende Ersatzfilterkerzen automatisch geliefert bekommen wollen
5 Häufige Fragen zum Filterwechsel
Wie oft muss ich meinen Hauswasserfilter wechseln?
Nicht rückspülbare Filter alle sechs Monate, rückspülbare Modelle benötigen stattdessen etwa alle zwei Monate eine Rückspülung (DIN EN 806 Teil 5).
Woran erkenne ich, dass ein Wechsel früher nötig ist?
Ein spürbar nachlassender Wasserdruck deutet auf einen zunehmend zugesetzten Filtereinsatz hin. Bei Modellen mit durchsichtiger Filtertasse lässt sich der Verschmutzungsgrad zusätzlich mit einem Blick kontrollieren.
Was passiert, wenn ich den Filter zu spät wechsle?
Die Filterleistung nimmt ab, und die Gefahr einer Verkeimung durch Bakterien steigt. Ist der Filter längere Zeit überfällig, kann sich das auch durch bräunlich verfärbtes Wasser bemerkbar machen.
Wie läuft der Filterwechsel ab?
Ventile schließen, Entlüftungsventil öffnen, Überwurfmutter abschrauben und Filtertasse abnehmen, alte gegen neue Filterkerze tauschen, Ventile wieder öffnen und Filtertasse sowie Anschlüsse auf Undichtigkeiten prüfen.
6 Fazit
Ob ein Hauswasserfilter gewechselt oder nur rückgespült werden muss, hängt von seiner Bauweise ab – in beiden Fällen sichern feste Intervalle die Filterleistung und schützen vor Verkeimung. Passende Ersatzfilterkerzen für Ihr Modell finden Sie in unserem Filtereinsätze-Sortiment – im Filterabo verpassen Sie außerdem nie wieder den Wechseltermin.
Filterkerze alle sechs Monate wechseln.
Etwa alle zwei Monate rückspülen, kein Kerzenwechsel nötig.
Verkeimungsrisiko und nachlassende Filterleistung.
Quellen
- DVGW e.V. (2024) - DVGW-Kompaktinfo: Wasseraufbereitung in der Trinkwasserinstallation (Filter nach DIN 1988-200 / DIN EN 806-5)
- ikz Praxis (2001) Filterung von Trinkwasser im Ein- und Mehrfamilienhaus
- Zweckverband zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland (o.J.) - Wartung Hauswasserfilter

