Elektrosmog wird durch mobile Endgeräte, jedoch auch durch Antennenmaste oder Internetleitungen hervorgerrufen. @LucaLorenzelli /istockphoto.com

Elektrosmog - eine Herausforderung für die Zukunft

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 2. Juli 2021
Lesedauer: 13 Minuten

Seit der Elektrifizierung, die nach den Erfindungen der beiden Genies Edison und Tesla ab den 1880er Jahren eingesetzt hat, sind wir elektrischer Strahlung ausgesetzt, die sich mit dem Siegeszug von Fernseher, Radio, Wecker, Computer und moderner Haushaltsgeräte im 20. Jahrhundert intensivierte.

Edison entdeckte die Nutzbarmachung von Elektrizität und Tesla setzte sich im „Stromkrieg“ massiv und gegen den Willen Edisons für die Durchsetzung des Wechselstroms statt Gleichstrom ein. Eine neue Dimension erfuhr die Belastung durch elektrische und elektromagnetische Strahlung im Digitalzeitalter.

Vor allem das Smartphone steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein, denn mit dem Handy haben Verbraucher beim Telefonieren die Strahlen direkt am Ohr, die, so die Befürchtung, im Gehirn Schaden verursachen könnten. Menschen, die direkt an Sendemasten leben, klagen ebenfalls über gesundheitliche Einschränkungen. Sie berichten von Symptomen wie Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, mangelnde Energie, Reizbarkeit und vieles mehr.

Elektrosmog durch Smartphones
Was viele Smartphone-UserInnen nicht wissen: Neben dem Smartphone einzuschlafen kann gesundheitliche Probleme hervorrufen. @Geber86 /istockphoto.com

Der Prozess der Digitalisierung geht weiter und erfährt mit dem Ausbau des 5G-Netzes eine neue Stufe. Durch den Ausbau wird sich das Problem Elektrosmog noch einmal verschärfen, denn um die hohen Leistungen zu erzielen, müssen viele weitere Sendemasten gebaut werden, die besonders emissionsreiche Quellen von Elektrosmog sind. Doch was ist Elektrosmog eigentlich, wie wird er ausgelöst und wie können wir uns schützen? Wir möchten uns diesen Fragen anschaulich und ausführlich widmen.

Was ist Elektrosmog eigentlich?

Elektrosmog ist ein Kunstwort, das sich aus den Begriffen Elektro und Smog zusammensetzt. Elektronik kennt jeder. Smog wiederum kommt ursprünglich aus dem Englischen.

Wintersmog als Ursprung

Im Mutterland der Industrialisierung kannten die Engländer bei winterlichen Inversionen das Phänomen, dass infolge einer Sperrschicht die bodennahe Luft mit dem ganzen Industriestaub am Boden gefangen wird und die Staubbelastung gefährlich in die Höhe schießt. Die Sperrschicht besteht dabei aus wärmeren Luftschichten, die sich über die kalten Luftschichten am gefrorenen Boden schieben.

In den 1940er Jahren trat der Sommersmog hinzu

Später wiederholte sich ein ähnliches Phänomen im Sommer. Hier war es die Umwandlung von Industriegasen wie Kohlenmonoxid, Stickstoffoxid und Schwefeldioxid durch den Einfluss von Hitze und Licht, die als Reizgase die Gesundheit angreifen und zu Reizungen an Augen, Schleimhäuten und Atmungsorganen führen.

Smog selbst leitet sich aus den Begriffen Fog (Nebel) und Smoke (Rauch) ab. Der Begriff hat beschreibenden Charakter, denn herrscht Smog, dann ist die Luft durch den Staub in einen Nebel gehüllt, sodass die Betroffenen im schlimmsten Fall nicht mehr ihre ausgestreckte Hand vor den Augen sehen.

Ausweitung des Smogbegriffs auf den Elektrobereich

Im Gegensatz zum klassischen Smog finden sich beim Elektrosmog keine Staubpartikel in der Luft. Von Rauch und Nebel kann ebenfalls keine Rede sein, zumindest wenn sich diese Bedeutung auf den sichtbaren Bereich bezieht. Aus diesem Grund ist der Begriff Elektro Smog nicht unumstritten.

Sendemasten verursachen Elektrosmog
Menschen, die nah an Sendemaste wohnen, berichten immer öfter von gesundheitlichen Symptomen. @Animaflora /istockphoto.com

Im nicht sichtbaren Bereich findet sich aber an elektromagnetischen Energiequellen durchaus eine signifikante Ansammlung von Substanzen, die sich ebenfalls negativ auf die Gesundheit auswirken. Wie schädlich Elektrosmog konkret ist, das wird in diesem Artikel näher beleuchtet werden.

Welche Strahlen gibt es auf der Erde?

Generell ist die gesamte Erde von elektromagnetischer Strahlung beherrscht, sodass der Mensch bis zu einem gewissen Grad eine Toleranz gegenüber elektromagnetischer Strahlung entwickelt hat.

Beispiele für natürliche elektromagnetische Strahlung auf der Erde sind die Sonne mit ihren UV-Strahlen, die Kraftfelder bei Gewitter und das statische Magnetfeld der Erde. Strahlen kommen in vielen Variationen auf unserem Planeten vor.

Manche von ihnen sind kurzwellig und manche langwellig. Beginnend mit den besonders kurzwelligen Gammastrahlen folgen die Röntgenstrahlen, UV-Strahlen, sichtbaren Lichtstrahlen und UV-Strahlen. Weiter geht es mit Radarwellen, Mikrowellen bis zu den Radio- und Fernsehwellen.

Generell gilt: Je kurzwelliger die Strahlen sind, desto intensiver ist die Wirkung auf den Menschen. Besonders kurzwellige Strahlen können Atomen ihr Elektron entreißen, der genetische Code ändert sich und Erbgutschäden und Krebs sind die schlimmstmöglichen Folgen für Mensch und Tier. Radioaktive Strahlung ist für dieses Verhalten berüchtigt.

In den letzten Jahren geriet die Strahlung des radioaktiven Edelgases Radon zunehmend in den Fokus von Wissenschaft und Politik. Unter ungünstigen Bedingungen kann dieses sich nämlich im Haus ansammeln und durch die dauerhafte Einwirkung auf die Bewohner Schaden verursachen. Radon gilt heute nach dem Rauchen als zweithäufigste Ursache für Krebs.

Was ist elektromagnetische Strahlung?

Wir haben bereits erwähnt, dass sich die elektromagnetische Strahlung beginnend mit der Elektrifizierung immer mehr auf unserem Planeten zu verbreiten begann. Im Jahre 1979, also noch lange vor den ersten Handys, wurde elektromagnetische Strahlung zum ersten Mal problematisiert.

In einer viel beachteten Gesundheitsstudie beobachteten die Wissenschaftler, dass es in Wohngegenden direkt an Sendemasten zu einem Anstieg der Krebszahlen (1) gekommen sei. Ob diese Korrelation einer Kausalität geschuldet ist, das wird bis heute diskutiert.

Strommasten verursachen Elektrosmog
Unsere Gesellschaft lebt von einer ausgebauten Infrastruktur an Strommasten und nimmt damit die Nachteile des Elektrosmogs in Kauf. @buzbuzzer /istockphoto.com

Grundsätzlich ist Strom das Ergebnis elektrischer Ladung, deren Bewegung elektrische und magnetische Kraftfelder erzeugt. Die Wellen breiten sich im ganzen Raum aus und führen die erzeugte Energie mit sich. Bei der Bewegung entstehen elektromagnetische Wechselfelder. Der Begriff rührt daher, dass die elektrischen und magnetischen Felder miteinander verknüpft sind. Sie sind dazu fähig. Die Moleküle in der Luft nehmen die Energie der Strahlung auf und werden in Schwingung versetzt.

Findet dieser Prozess im menschlichen Gewebe statt, dann können durchaus Erwärmungsprozesse innerhalb seines Körpers stattfinden, die nicht immer kontrolliert werden können.

Zu bedenken ist in diesem Zusammenhang, dass der Mensch evolutionär nicht auf die elektromagnetische Strahlung vorbereitet ist. Wappnen konnte er sich lediglich gegen die schon erwähnte natürliche elektromagnetische Strahlung, die um ein Vielfaches geringer ist.

Die elektromagnetischen Wellen werden nach ihrer Intensität in niederfrequente und hochfrequente Wellen unterschieden. Je intensiver die Strahlung ist, desto weiter ist ihr Wirkradius. Die Unterscheidung zwischen niederfrequenten und hochfrequenten Wellen beginnt dort, wo sich die hochfrequenten Strahlungen von der Quelle lösen und sich als Wellen im Raum ausbreiten können.

Außerdem besitzen niederfrequente Wechselfelder nur eine Reizwirkung, hochfrequente Wechselfelder aber auch eine Wärmewirkung.

Die Kategorien mit Beispielen:

  • statische Gleichfelder: 0 Hz – Erdmagnetfeld, Magnetresonanztomograph (MRT)
  • niederfrequente Wechselfelder: 0 Hz bis 10 MHz – Bahnanlagen, Stromversorgung, Computer
  • Übergangsbereich: 100 kHz bis 10 MHz – Funk, induktive und kapazitive Erwärmung, Radar, Diathermie, Radio
  • hochfrequente Wechselfelder: 100 kHz bis 300 GHz – Mikrowellen, Handys, Internet (WLAN, Bluetooth, DECT), Radar

Auswirkungen auf die Gesundheit: Ist Elektrosmog schädlich?

WHO: „möglicherweise krebserregend“

Offiziell ist die Gefahrenwirkung von Elektrosmog noch umstritten. Die WHO deklarierte Elektrosmog 2011 als „möglicherweise krebserregend“.

Interessant:

Offiziell ist die Gefahrenwirkung von Elektrosmog noch umstritten. Die WHO deklarierte Elektrosmog 2011 als „möglicherweise krebserregend“.

In Deutschland wurden 1997 im Rahmen der Verordnung über elektromagnetische Felder (EMF) für ortsfeste Anlagen im Frequenzbereich von 9 kHz bis 300 GHz die ersten Grenzwerte verabschiedet, die sich aber nicht auf private Verbraucher und damit nicht auf Handys und Smartphones beziehen.

Die verhängten Grenzwerte orientierten sich an den Empfehlungen der internationalen Kommission zum Schutz vor nicht ionisierender Strahlung. Die Maßstäbe dafür, wie der Einzelne mit elektromagnetischer Strahlung zurechtkommt, sind ihre Intensität und die Dauer der Aussetzung.

Es scheint so zu sein, dass die Mehrheit der Bevölkerung mit der Strahlungsintensität, der sie ausgesetzt sind, noch relativ gut zurechtkommt. In einer TNS-Infratest-Umfrage aus dem Jahre 2010 gaben 69 % der Befragten an, „nicht sehr oder überhaupt nicht besorgt“ über elektromagnetische Strahlung zu sein.

Ob die Mehrheit den Elektrosmog auch noch weitgehend gut verkraftet, wenn G5 flächendeckend durchgesetzt ist und die Digitalisierung weiter voranschreitet, das wird die Zukunft zeigen.

Störungsbild: Elektrosensibilität

Trotzdem gibt es eine signifikante Menge derer, für die das nicht gilt. Diese Menschen reagieren empfindlich auf Strahlung und konnten ihre Symptome glaubwürdig mit der elektromagnetischen Strahlung in Verbindung bringen.

Sie berichteten zum Beispiel, dass, nachdem sie nachts den Hauptstecker gezogen und tagsüber die Menge der eingeschalteten elektrischen Geräte auf ein Minimum reduziert haben, sie wieder weitgehend symptomfrei waren und zu einem neuen, wesentlich besseren Lebensgefühl zurückfanden.

Bis heute besteht die Herausforderung der medizinischen Forschung im unspezifischen Charakter der Symptome, das heißt, sie könnten auch auf andere Ursachen zurückgeführt werden.

Die Symptome der Betroffenen

Nach dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bezeichnen sich knapp 2 % aller Deutschen als elektrosensibel (4). Bei manchen der Betroffenen geht die Störung so weit, dass sie gezielt nach Wohnungen in Funklöchern suchen.

Sie leiden sehr darunter, dass ihnen im Zuge der von der Politik angestrebten vollkommenen Netzausschöpfung zunehmend das Wasser abgegraben wird. Außerdem bemängeln sie, dass ihre Schilderungen kein Gehör finden und vielfach noch als Einbildung und Esoterik abgetan werden. Die Symptome, die Betroffene angeben, lauten wie folgt:

  • Schlafstörungen
  • Gereiztheit
  • Energiemangel
  • gedrückte Stimmung/Depression
  • Schwindel
  • Herzkreislaufbeschwerden
  • Konzentrationseinbußen
  • Tinnitus
  • Übelkeit
  • Zahnschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • chronische Erschöpfung
  • Stress
  • Allergien

Das sagt die Forschung

Viele Ärzte und Wissenschaftler aus der Medizin haben sich mit diesem Phänomen auseinandergesetzt und eigene Forschungen unternommen. Nach Dr. Sherill Sellman habe die zunehmende Strahlungsintensität die Homöostase und damit das Gleichgewicht der körperlichen Funktionen durcheinander gebracht.

Quellen-von-Elektrosmog-Illustration
Summe der einzelnen Geräte macht wahrscheinlich den Unterschied.

Zufolge dem Forscher störe dieser „biologische Stress“ die Kommunikation der 100 Billionen Zellen miteinander und damit die „biochemischen und physiologischen Vorgänge“ des Körpers. Die Zellkommunikationswege würden „stark gestört oder unterbrochen“.

Die Folgen davon seien unter anderem eine vermehrte Bildung Freier Radikaler, Mutationen, Verlust von Zellenergie, vorzeitige Alterung und degenerative Erkrankungen.

Sellman hat sich ausgiebig mit der gebotenen Studienlage und dem Stand der experimentellen Forschung zum Thema auseinandergesetzt. Er entdeckte hormonelle Beeinträchtigungen, die mit der durch den Elektrosmog hervorgerufenen Störungen der im Gehirn angesiedelten Drüsen Hypothalamus, Hypophyse und Zirbeldrüse in Beziehung stehen könnten.

Unter anderem würde der mit Depressionen verbundene Serotonin- und Dopaminhaushalt in Mitleidenschaft gezogen. Auch der Haushalt des Hormons Melatonin werde beeinträchtigt.

Elektrosmog macht krank
Beschwerden wie Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche lassen sich auf Elektrosmog zurückführen / Quelle: pexels.com

Das Schlafhormon wirkt ebenfalls antidepressiv und ist für den gesunden Schlaf wesentlich. Vermehrt ausgeschüttet werde stattdessen das Stresshormon Cortisol. Bei vielen Untersuchungen von Menschen, die viel ihr Handy benutzen, seien zudem Mikronuklei (6) gefunden worden, die immer dann entstünden, wenn Zellen sich nicht mehr selbst reparieren können und die deswegen auf genetische Schäden verweisen würden. Die Auswirkungen der gestörten Zellkommunikation seien verheerend:

„Die Arbeit der Zellen verschlechtert sich, die Zellmembran verhärtet, die Nährstoffe gelangen nicht mehr hinein und die Giftstoffe nicht mehr hinaus. Der Zusammenbruch der gesunden Zellabläufe führt zum biologischen Chaos in unserem Körper.“

Ein anderer Forscher, der Kernphysiker Prof. Mario Babylon, erkannte in einem Experiment gefährliche Auswirkungen des Elektrosmogs auf den Herzrhythmus. Dazu wurden seine Probanden elektromagnetischer Strahlung in Form von WLAN und eingeschaltetem Handy ausgesetzt und bei jedem 2. veränderte sich der Herzrhythmus signifikant (7).

Eine andere Studie, die von der Athener Universität initiiert wurde, beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Handystrahlung auf das Proteom und damit auf die Gesamtmenge der Proteine im Körper. Das Experiment wurde mit 18 Labormäusen unternommen.

Nachdem die Mäuse der Strahlung ausgesetzt waren, erkannten die Wissenschaftler überzufällige Veränderung der Genexpression von 143 Eiweißen. Diese reichten von 0,003-facher Herunterregulierung bis zur 114-fachen Überaktivierung (8). Die Wissenschaftler kamen nach der Analyse zu folgender Schlussfolgerung:

"Die beobachteten Proteinexpressionsveränderungen könnten mit Gehirnplastizitätsveränderungen, Anzeichen für oxidativen Stress im Nervensystem oder der Funktion der Apoptose in Zusammenhang stehen, und könnten möglicherweise die berichteten Gesundheitsrisiken für den Menschen bei ähnlichen Strahlungsverhältnissen, wie z. B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Erschöpfung, Erinnerungsdefizite und Langzeit-induzierte Hirntumore erklären."

Für den Neurobiologen Dr. Dietrich Klinghardt kommen diese Befunde nicht überraschend. In einem Interview mit dem Online-Magazin „Gesundheitslounge“ weist er auf die herausragende Bedeutung der Proteine hin, die für die Produktion von Hormonen, Zellen und vieles mehr verantwortlich sind.

Die Wechselwirkungen, die Elektrosmog auf die 150.000 Proteine im menschlichen Körper ausübt und die wirklich unser Leben bestimmen“, könnten somit als Ursache für „unendlich viele Gesundheitsprobleme“ verantwortlich sein (9). Als Beispiele zählt der Wissenschaftler einen zu hohen Cholesterinspiegel, die Insulinresistenz, Schlaganfall, Herzinfarkt und Krebs auf.

Klinghardt verweist auf die schädigende Wirkung elektromagnetischer Strahlen auf das Gehirn, das besonders anfällig für die Störungen sei, weil hier kein Platz für ein Immunsystem sei. Die negativen Effekte der Strahlung auf die Blut-Hirn-Schranke, Zirbeldrüse und Hypophyse bedingten folgende Probleme und Krankheiten:

Blut-Hirn-Schranke („Wächter“ im Gehirn)

  • erhöhte Durchlässigkeit von Schadstoffen im Gehirn
  • Alzheimer, Demenz
  • kognitive Beeinträchtigungen
  • Depressionen
  • ADS

Zirbeldrüse

  • gestörte Melatoninproduktion
  • Schwächung des Immunsystems
  • Schlafstörungen und Müdigkeit

Hypophyse

  • erhöhte Stimulation der Nebennierenrinde
  • erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol

Gehirnscans von Jugendlichen, die bekanntermaßen besonders eifrige Nutzer von Handys und Smartphones sind, hätten ergeben, dass ihre Gehirne bereits von amyloiden Plaques durchsetzt seien.

Diese seien die Vorstufen der gefürchteten Spirochäten-Bakterien, die Entzündungen auslösen und zur degenerativen Gehirnerkrankung Alzheimer führen. Bereits diese Anreicherungen führen nach Klinghardt zu Beeinträchtigungen im Gehirn, die sich durch Verhaltensauffälligkeiten und leichteren Gedächtniseinbußen bemerkbar machten. Die gleichen Befunde zeigten sich in Versuchen mit Ratten, die Handystrahlung ausgesetzt wurden.

Nach dem ebenfalls eingeladenen Heilpraktiker Matthias Cebula belasten Handystrahlen sogar den Darm und führten die vormals eher unbekannte Histamin-Unverträglichkeit herbei. Ebenfalls wegweisend sind die Forschungen der Wissenschaftlerin Prof. Dr. Magda Havas, die an der Trent-Universität in Toronto doziert.

Sie konnte aufzeigen, dass Patienten, die an Multipler Sklerose (MS) erkrankt waren, eine Linderung ihrer Symptomatik erfuhren, als sie nicht mehr dem Elektrosmog ausgesetzt waren. Dasselbe passierte mit Diabetes-Patienten, deren Blutzuckerwerte sich zu normalisieren begannen.

Für den ebenfalls im Thema engagierten Baubiologen Christian Blank bestünde die Gefahr durch Elektrosmog vor allem dadurch, dass das „bioelektrische System Mensch“ (10) in Unordnung gerate. Mediziner verwenden für gestörte Schaltkreise dazu gern den Begriff der Homöostase.

Mit drastischen Worten beschreibt Blank die Ausmaße des Drucks, „dass die feinen Potenzialdifferenzen in uns, diese feinen Stromflüsse, die durch unsere Nerven fließen, durch technische Felder von außen, die millionenfach stärker sind, überlagert werden“.

Um diese Ausmaße zu bewältigen, müsse „der Körper allerdings eine Kompensationsleistung erbringen.“ Vorgeschädigte bzw. vulnerable Gruppen könnten diese Leistung aber nicht ohne weiteres bewältigen. Die Folgen seien die Symptome und ein erhöhtes Risiko für lebensgefährliche Krankheiten, die wir bereits ausführlich besprochen haben.

Blank verweist auf bereits zum Thema Elektrosmog und Handystrahlung durchgeführte Studien im Tausenderbereich. Er führt aus, dass 80 % aller Studien, die von unabhängigen Stellen durchgeführt worden seien, kritische Ergebnisse gezeigt hätten.

Interessant:

Blank verweist auf bereits zum Thema Elektrosmog und Handystrahlung durchgeführte Studien im Tausenderbereich. Er führt aus, dass 80 % aller Studien, die von unabhängigen Stellen durchgeführt worden seien, kritische Ergebnisse gezeigt hätten.

Wie können Betroffene sich schützen?

Schutz vor Elektrosmog hilft allen Menschen

Besonders Elektrosensible haben ein hohes Schutzbedürfnis. Allerdings macht der Schutz vor elektromagnetischer Strahlung auch aus prophylaktischen Gründen für Nichtbetroffene Sinn. Denn auch bei gesunden Menschen führt die zunehmende Stärke der unsichtbaren Spannungsfelder in der Umgebungsluft zu einem stetigen Druck auf die Biochemie des menschlichen Körpers, sodass das Risiko für Symptome für alle Menschen ansteigt.

Ein gutes Instrument für den Selbstschutz sind Elektrosmog-Messgeräte. Mit ihnen lassen sich die Strahlenbelastung sehr gut ermitteln und auch die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen, von denen wir einige vorstellen möchten:

Reduktion der Strahlenbelastung

Der erste Tipp als Schutz vor Elektrosmog ist die Einsparung an elektromagnetischer Strahlung im Haus. Zum Beispiel müssen weder das Handy noch der PC ständig angeschaltet sein. Selbst im Standby-Modus werden noch geringfügige Strahlungswellen gesendet.

Elektro Smog ist für das menschliche Auge nicht sichtbar
Elektro Smog ist zwar unsichtbar, ruft aber oftmals körperliche Beschwerden hervor. @R0b /istockphoto.com

Hier hilft es, den Hauptstecker über Nacht herauszuziehen. Generell sollten die elektrischen Geräte möglichst kabelgebunden, strahlungsarm und gut abgeschirmt sein.

Wichtig:

Besonders wichtig ist es, dass Babys nachts keinen elektromagnetischen Strahlen ausgesetzt sind. Es gilt, je jünger das Kind ist, desto empfindlicher ist der Organismus.

Umgang mit Handys und Sendemasten

Die Hauptgefahr von Handys ist es, dass die Strahlen beim Telefonieren über das Ohr ins Gehirn eindringen und seinen Wächter, die Blut-Hirn-Schranke, im schlimmsten Fall ausschalten.

Experten empfehlen allen, die nicht ganz auf Smartphone und Handy verzichten möchten, die Telefonate mit einem Headset zu führen.Der direkte Kontakt zwischen Mobiltelefon und Ohr wird auf diese Weise vermieden. Was das Handy angeht, so sind die Hersteller dazu verpflichtet, die Strahlungsintensität der Geräte anzugeben.

Der Referenzwert ist die Spezifische Absportionsrate (SAR). Experten empfehlen Verbraucher dazu, diesen SAR-Wert beim Telefonieren unter zwei Watt pro Kilogramm zu halten.

Auch das ständige Aufbewahren der Handys in der Hosentasche gilt manchen Experten als problematisch und könne im schlimmsten Fall zur Impotenz führen. Wer umzieht, tut außerdem gut daran, darauf zu achten, nicht ein neues Domizil an einem Sendemast oder an Hochspannungsleitungen zu wählen.

Welche Materialien helfen im Haus?

Nach einer Daumenregel bieten Wände einen Schutz von durchschnittlich 90 % vor elektromagnetischer Strahlung. Besonders effektiv zur Verstärkung dieses Schutzes durch weitere Abschirmung sind Experten zufolge stark metallisiertes Polyestergewebe, Spezialstahlgewebe, metallisiertes Nylonvlies, Lehmbaustoffe und Gipsplatten (11).

Als weitere Maßnahmen kommen Aluminium-Rollladen, Polyamidvliese mit Kupferbeschichtung, Glasseiden-Abschirmgewebe und Wärmedämmsysteme mit integrierter Abschirmfolie in Frage (12).

Ausblick: Wie wird sich das Problem entwickeln?

Die Einstufung der WHO von Elektrosmog als „möglicherweise krebserregend“ ist nicht endgültiger Natur. Sie verweist nur darauf, dass die WHO das Problem im Blick hat und die sich ständig entwickelnde Faktenlage zu dem Thema weiter prüft. Hilfreich wäre sicherlich eine Untersuchung wie sich Elektrosmog auf die Gesellschaften Asiens auswirkt.

Die Gesellschaften Asiens sind nämlich, was Digitalisierung angeht, in der weltweiten Vorreiterrolle und haben weniger Berührungsängste mit moderner Hochtechnologie als die Gesellschaften im Westen und insbesondere in Deutschland. Insofern sind heute die Entwicklungen in Asien für die Gesellschaften im Westen im Guten wie im Schlechten eine Blaupause für das, was bald auf uns zukommen wird.

Als sicher gilt, dass die Empfindlichkeit der Menschen auf elektromagnetische Strahlen individuell ist und es Menschen gibt, die mal mehr und mal weniger empfindlich auf den Elektrosmog reagieren. Dies stellt allerdings keinen Unterschied zum Feinstaub dar.

Was aber einen Unterschied zum traditionellen Smog darstellt ist, dass Industriestaub im Westen rückläufig ist, die elektromagnetischen Wellen aber an Intensität zunehmen, sodass der Umgang mit Elektrosmog eine der wichtigsten Herausforderungen in der Zukunft sein wird.

Schon heute ist die Faktenlage soweit vorangeschritten, dass sich jeder Einzelne selbst vor elektromagnetischer Strahlung schützen kann. Er ist also nicht dazu verdammt, fatalistisch auf angemessene Reaktionen der Politik zu warten. Dies ist auch deshalb so wichtig, weil sich die Politik zum Thema Elektrosmog immer in einer Konfliktlage befindet.

Das heißt, sie muss die Interessen aller Akteure gegeneinander abwägen, und während traditionelle Industrien wie Fabriken, Kohle- und Ölkraftwerke und Autos mit Verbrennungsmotor eher ein Auslaufmodell sind, ist die Digitalisierung eng mit der Industrie der Zukunft verbunden.

Niemand und insbesondere nicht die Politik hat Interesse daran, diese Entwicklung abzuwürgen, zumal auch das Wirtschaftswachstum immer mehr mit modernen und damit strahlungsintensiven Technologien verbunden sein wird.

Einige Maßnahmen wurden in diesem Ratgeber vorgestellt. Es liegt in der Macht eines jedes Einzelnen, sich weiter über das Thema zu informieren und für sich und seine Bezugspersonen Maßnahmen für den Schutz vor Elektrosmog zu treffen. Auch steht es ihm frei, in der Demokratie für sein Anliegen zu werben und Unterstützer um sich zu sammeln.

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