Wasserfilter im Test 2022

Marco Fabian
Autor: Marco Fabian
Position: Gründer
Aktualisiert: 16. September 2022
Lesedauer: 15 Minuten

Ein Wasserfilter Test und Vergleich ist eine wichtige Entscheidungshilfe, um die richtige Wahl zu treffen. Augenscheinliche Abhilfe bieten Webseiten namhafter Zeitungen und Magazine (ja sogar Computer-Fachzeitschriften). Alle haben Wasserfilter getestet und behaupten den besten Filter zu kennen, doch konzentrieren sich diese nur auf gezielte Produkte und betrachten nicht das ganze Angebot.

So werden durchweg fast nur Tischkannenfilter "getestet" und thematisiert. Das halten wir für sehr problematisch, denn gerade dieser Produkttyp kann aufgrund massiver Nachteile gar kein guter Wasserfilter sein! Welche Aspekte wirklich wichtig sind und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie im folgenden Text.

Wasserfilter Test bei Stiftung Warentest und ÖKO-Test

Obwohl Stiftung Warentest verschiedene Marken von Wasserfiltern getestet und entsprechend einen Testsieger gekürt hat, sind nur Tischkannenfilter im Test berücksichtigt worden. Professionelle Wasserfilteranlagen wurden nicht bedacht. Dies ist den meisten Menschen überhaupt nicht bewusst und vermittelt den Eindruck, dass es nur Wasserfilter in dieser Form gibt, aber das stimmt nicht.

Bevor sie nun also Wasserfilter Testberichte zu der technisch einfachen aber limitierten Gattung der Tischkannenfilter lesen, macht es Sinn sich einmal die unterschiedlichen Filtersysteme anzuschauen und zu vergleichen. Denn je nach Anwendungszweck besitzt jedes System unterschiedliche Stärken und Schwächen.

Warum Wasserfilter vergleichen?

Wenn Sie genau wissen, was Sie wollen das geht es wohl nur noch darum Preise zu vergleichen. Aber vor der Entscheidung für ein bestimmtes Filtersystem und in einem weiteren Schritt für einen Anbieter macht es Sinn zu klären, was Ihre Beweggründe zur Anschaffung sind.

Die gängigsten sind folgende:

  • Leitungswasser enthält Schadstoffe und schmeckt nicht
  • Das Wasser ist zu hart und Kalk wird als großes Problem angesehen
  • Die Schlepperei von Wasserkisten soll ein Ende haben und die Umwelt geschont werden

Worauf achten beim Wasserfilter-Vergleich?

Unter Berücksichtigung der gewünschten Anschaffungsgründe macht es nun Sinn die gängigsten Wasserfilter am Markt und ihre Vor- und Nachteile zu betrachten.

Denn um einfach nur reines Trinkwasser herzustellen gilt folgendes zu beachten:

  • Die Qualität der Filtration weicht teilweise gewaltig voneinander ab und spielt somit eine große Rolle aus Kosten-Nutzen-Sicht.
  • Je nach System gibt es wesentliche langfristige Aspekte (ökonomische durch Folgekosten oder qualitative durch eine Verschlechterung der Wasserqualität bei mangelhafter Wartung und Reinigung -> Stichwort: Verkeimung).

Zu den nachfolgend gängigsten Verfahren der Wasserfiltration gehören Tischfilter/Kannenfilter, Aktivkohle-Blockfilter, Osmosefilter, Dampfdestillation, Ionenaustauscher und Wasserionisierer.

Übersicht: Wasserfilter im Vergleich

Ein guter Wasserfilter Test sollte daher je nach Beweggrund und Anwendungszweck jedes Wasserfiltersystem anhand unterschiedlicher Testkriterien wie Filtertechnik und -Leistung, Kosten und Folgekosten sowie ökologischen und gesundheitlichen Gesichtspunkten betrachten.

Die nachfolgende Darstellung fokussiert sich auf die Frage, wie gut das jeweilige System zur Trinkwasseraufbereitung geeignet ist.

TypKannen­filterWasser­spender mit FilterAktivkohle-BlockfilterUmkehr­osmoseDampf­destillationIonen­tauscherWasser­ionisierer
BildTischkannenfilterWasserspender mit integriertem WasserfilterAktivkohle-Monoblockfilter SchaubildOsmosefilter mit WassertankIllustration eines DampfdestilliergerätsIonentauscher IllustrationWasserionisierer Illustration
Leitungs­gebunden?NeinNeinJaMeistensNeinModellabhängigJa
Filter­technikAktivkohle­granulat & IonentauschAktivkohle­granulat & IonentauschAktivkohle-MonoblockHyperfiltrationDestillationIonentauschElektro­dialyse
Schadstoff­rückhaltung
sehr wenig

wenig

sehr gut

herausragend

sehr gut

wenig bis keine

wenig bis keine
Vorteile geringe Anschaffungs­kosten
entnimmt Kalk und Chlor
Mineralien bleiben im Wasser
meist optisch ansprechend
entnimmt Chlor und reduziert Kalk
Mineralien bleiben im Wasser
Hohe Schadstoff­rückhaltung und Aufnahme­kapazität
Adsorption entnimmt auch Medikamenten­rücktände zuverlässig
Kein Zusatz von Silber
Keim­durchbruch nicht möglich
Mineralien bleiben im Wasser
fast vollständige Reinigung von Schadstoffen bzw. allen Inhalts­stoffen hochgradig reines Wasser Selektive Schadstoff­entnahme durch Tausch Erzeugt Basisches Wasser
Nachteile umständliches Nachfüllen von Wasser
stark begrenzte Filter­leistung von Schadstoffen
Schadstoff­durchbruch möglich
hohes Verkeimungs­risiko
giftiges Silber als Desinfektions­mittel
ggf. Weich­macher im Gehäuse
in Relation zur Leistung hohe Folgekosten
umständliches Nachfüllen von Wasser
stark begrenzte Filter­leistung von Schadstoffen
Schadstoff­durchbruch möglich
hohes Verkeimungs­risiko
ggf. giftiges Silber als Desinfektions­mittel
in Relation zur Leistung hohe Folgekosten
gelöste Stoffe wie Kalk oder Nitrat bleiben im Wasser
Filterwechsel alle 6 Monate
Wasser­verschwendung
Filtrat sauer, aggressiv und ohne Mineralien
Nachträgliche Anreicherung mit Mineralien
Bio­physikalisch totes Wasser
Sehr wartungs- und pflegeintensiv
Problem der retrograden Verkeimung
umständliches Nachfüllen von Wasser
nur Reste von Benzol und Chlor verbleiben
sehr hoher Stromverbrauch
großer Zeitaufwand (mehrere Std. pro Liter)
großer Reinigungs­aufwand nach jeder Anwendung
Filtrat sauer, aggressiv und ohne Mineralien
Kein Wasserfilter, Menge an Inhaltsstoffen bleibt unverändert
Erschöpfung des Tauscher­harzes schwer ermittelbar und plötzlich
Teure Anschaffung insb. Entkalkungs­anlagen
Je nach Anwendung Ausgangs­wasser kein Trinkwasser mehr
Kein Wasserfilter im eigentlichen Sinne - Reduktion von Schadstoffen steht nicht im Vordergrund
Wissen­schaftlicher Nutzen umstritten
Sehr teure Anschaffungs­kosten
Anfällig für retrograde Verkeimung
Kosten / FolgekostenAnschaffung: 20-60 EUR /
Kartuschen: 4-20 EUR (alle 2-4 Wochen)
Anschaffung: 150-400 EUR /
Filtereinsätze: ca. 40 EUR (alle 2 Monate)
Anschaffung: 120-300 EUR /
Filtereinsätze: 40-100 EUR (alle 6 Monate)
Anschaffung: 200-5.000 EUR /
Vorfilter, Sedimentfilter, Membran (alle 3 bis 24 Monate)
Anschaffung: 250-2.000 EUR /
Strom: 1 KWh pro Liter plus Des­infektions­mittel
Anschaffung: 500-1.500 EUR / Spezialharz 0,2-0,4 EUR pro Tag Anschaffung: 500-3.500 EUR /
Stromverbrauch & Desinfektionsmittel ggf. Filtereinsätze
FAZIT
wenig geeignet

wenig geeignet

sehr gut geeignet

gut geeignet

bedingt geeignet

ungeeignet

ungeeignet

Tischkannenfilter im Test

Tischkannenfilter
herkömmlicher Tischkannenfilter

Tischkannenfilter sind die wohl bekannteste Form von Wasserfilter in Deutschland. Ihre einfache Handhabung machen sie sehr beliebt, ihre Bezeichnung als Wasserfilter könnte man allerdings als irreführend bezeichnen. Insbesondere das verwendete lose Aktivkohlegranulat weißt große Schwächen auf. Diverse weitere Mängel machen Tischkannenfilter wenig empfehlenswert.

Verwendung

Tisch- und Kannenfilter dienen in erster Linie der Verbesserung des Leitungswassers im Hinblick auf Geschmack und Aussehen. Hiermit sind insbesondere die bei der Zubereitung von Heißgetränken entstehenden Flecken und Schlieren auf der Getränkeoberfläche, aufgrund von zu hartem kalkhaltigem Wasser.

Diese sehen unappetitliche aus und beeinträchtigen zudem Geschmack und Aroma. Tischkannenfilter sollen hier Abhilfe schaffen und das Wasser von den unerwünschten Eigenschaften befreien, insbesondere indem sie Kalk entfernen.

Filtertechnik

In der Kanne befindet sich ein Trichter samt Filterkartusche. Das oben eingefüllte Wasser durchläuft den Filter und wird im Vorratsbehälter aufgefangen. In der Kartusche selbst werden mittels granuliertem Kunststoffharz und losem Aktivkohlegranulat zwei Filtertechniken kombiniert.

Das Harz ersetzt mittels Ionentausch im Wasser vorhandene Anionen/Kationen durch andere Ionen. Somit lassen sich zum Beispiel die für die Kalkbildung verantwortlichen Calcium- und Magnesiumionen reduzieren und das Wasser wird weicher. Allerdings nur bis das Harz erschöpft ist.

In Kombination hierzu wird zusätzlich lose geschüttetes Aktivkohlegranulat benutzt, welches Geruchs- und geschmacksstörende Stoffe wie Chlor und organische Verbindungen entnehmen soll.

Vor- und Nachteile

Die Anschaffungskosten für Tischkannenfilter sind sehr gering und eine Installation an die Wasserleitung ist nicht notwendig. Inhaltsstoffe wie Kalk und Chlor werden wirksam entfernt, vereinzelt sogar Schwermetalle wie Blei oder Kupfer.

Der größte Nachteil ist die grundsätzlich sehr begrenzte Filterleistung. Kaum ein Anbieter weist überhaupt aus, was eigentlich gefiltert wird. Die klassischen Verunreinigungen wie Pestizide, Keime, Bakterien, Schwermetalle, Hormone oder Medikamente werden überhaupt nicht gefiltert.

Der zweite große Nachteil liegt im sehr hohen Verkeimungsrisiko. Diese offenen Systeme sind fortwährend der Luft und schwankenden bis hin zu warmen Temperaturen (z.B. durch Sonneneinstrahlung) ausgesetzt.

Verkeimung von Wasserfilter

Verkeimung von Wasserfilter

Dieses Umfeld bietet optimale Bedingungen für im Filtermaterial gesammelte Keime und Bakterien, um sich zu vermehren und im gefilterten Wasser anzureichern. Viele Hersteller sind der Überzeugung, dass diese Keime nicht gesundheitsgefährdend sind. Nichtsdestotrotz werden viele Filterkartuschen mit dem Schwermetall Silber als Desinfektionsmittel versehen, um die Keimbildung einzudämmen.

Die Kartuschen geben allerdings geringe Silbermengen in das gefilterte Wasser ab, was laut Umweltexperten sehr fragwürdig ist. Sie sind der Meinung, dass das Schwermetall Silber im Trinkwasser nichts zu suchen hat. Gesundheitliche Langzeitschäden können somit nicht ausgeschlossen werden.

Bei nicht sachgemäßer Handhabung in Punkt Hygiene und nicht Beachtung der regelmäßigen Wartungsintervalle, kann sich die Trinkwasserqualität drastisch verschlechtern. Das lose Filtermaterial der Tischkannenfilter ist ab einem bestimmten Punkt gesättigt und kann somit keine neuen Schadstoffe mehr adsorbieren.

In der Folge kann es zum Durchbruch kommen und die aufgenommenen Stoffe werden unkontrolliert wieder ins Wasser abzugeben. Dies widerspricht jedwedem ursprünglichen Anwendungsziel.

Weitere Nachteile sind die Filtergehäuse aus mitunter fragwürdigem Plastik, was Weichmacher ermöglicht an das gefilterte Wasser abgegeben zu werden und besonders hohe (versteckte) Folgekosten in den Verbrauchsmaterialien zum vergleichsweise geringen Anschaffungspreis.

Die Filterkartuschen sind schnell erschöpft und müssen entsprechend oft (ca. alle 4 Wochen) ausgetauscht werden.

Wasserspender mit Filter im Test

Wasserspender mit integriertem Wasserfilter
Wasserfilterung mittels Schwerkraft

Diese turmförmigen Wasserspender mit integriertem Wasserfilter nutzen ebenfalls "nur" die Schwerkraft um das in den Tank gefüllte Wasser über mehrere vorwiegend lose Filterebenen sickern zu lassen. Sobald das Wasser durchgelaufen ist kann dieses über einen kleinen Zapfhahn bezogen werden.

Verwendung

Wie der Name schon sagt handelt es sich um Wasserspender die aufgrund der Filterung eine Verbesserung des Leitungswassers im Hinblick auf Geschmack und Aussehen erzielen sollen. Die meisten Modelle sind relativ groß und nicht leitungsgebunden oder gekühlt. Wasser zur Aufbereitung muss regelmäßig in den Wassertank nachgefüllt werden was meistens eine Platzierung nahe der Küchenspüle zur Folge hat.

Filtertechnik

Neben Aktivkohlegranult, Ionentauscherharz kommen auch Fliecemembranen oder Mineralkeramiken zum Einsatz. Aufgrund des verwendeten Tauscherharzes wird auch der Kalkgehalt des Wasser reduziert.

Vor- und Nachteile

Meist sind diese Modelle optisch sehr ansprechend und gerade für kleine Unternehmen auch ideal um eine Nachfüllstation für gefiltertes Trinkwasser anbieten zu können. 

Inhaltsstoffe wie Kalk und Chlor werden wirksam entfernt, vereinzelt sogar Schwermetalle wie Blei oder Kupfer.

Trotz des wesentlich höheren Preises unterliegen sie ähnlichen Nachteilen wie Kannenfilter. Das Wasser umspült meist nur die losen Filterelemente und somit bleiben sie in ihrer Leistungsfähigkeit stark eingeschränkt

Die Wasserspender mit Filter sind ungekühlt und dadurch ebenfalls schwankenden bis hin zu warmen Temperaturen ausgesetzt. Die Filterelemente sind durchweg feucht und bieten somit ebenfalls  ideale Voraussetzungen für Verkeimung

Um diesem Problem entgegenzuwirken wird möglicherweise das Schwermetall Silber als Desinfektionsmittel zugegeben. Der Bauform geschuldet ist auch von der Möglichkeit eines Schadstoffdurchbruchs auszugehen.

Die Filterkartuschen sind ebenfalls vergleichsweise schnell erschöpft und müssen entsprechend oft ausgetauscht werden.

Vergleichen Sie unbedingt die Herstellerangaben im Detail. Kalkfilter-Pads müssen mitunter alle 2 Wochen und die Kauptkartusche alle 2 Monate getauscht werden. Neben dem erhöhten Aufwand sind diese laufenden Betriebskosten auch kein unwesentlicher Aspekt.

Aktivkohle-Blockfilter im Test

Aktivkohle-Monoblockfilter Schaubild
hochwertiger Aktivkohle-Wasserfilter

Aktivkohle gehört zu den meistverwendeten Formen in der Wasserfilterung, allerdings kommt es auf die entsprechende Herstellungsform an. Als Monoblockfilter werden nicht nur die Nachteile von Tischkannenfiltern überwunden, da diese ausschließlich leitungsgebunden betrieben werden, sondern auch eine sehr überzeugende Filterleistung geschaffen. 

Verwendung

Aktivkohleblockfilter werden als Filtereinsätze für Auf- oder als Untertischfiltersysteme angeboten und direkt an den Wasserkreislauf angeschlossen. Idealerweise dort wo das Trinkwasser entnommen werden soll, meist in der Küche. Das Leistungsspektrum ist wesentlich größer als bei Tischkannen- oder Aktivkohle-Granulat-Filtern und ermöglicht somit die Herstellung von qualitativ hochwertigem Trinkwasser.

Filtertechnik

Das Aktivkohle auch sehr gut zur Wasserreinigung geeignet ist, zeigen moderne Aktivkohle-Blockfilter. Hierbei wird kein lose geschüttetes Aktivkohlegranulat zur Filterung verwendet, sondern unter hohen Temperaturen in Blockform gebackene verbundene Aktivkohle (Prozess der Sinterung).

Dies führt zu einer komplett anderen Form der Filterung, da das Wasser nicht nur außen um ein Aktivkohlegranulat gespült wird, sondern durch ein festes Filterelement den Aktivkohle-Monoblock unter Druck gelenkt wird.

Dieses extrem verdichtete Filtermedium verfügt über unzählige feiner Poren und Kanäle im Inneren, vergleichbar mit einem Sieb, und lässt das Wasser dabei mit einer riesigen Oberflächenstruktur zur Reinigung in Kontakt kommen.

Unterschiede Aktivkohle

Folgendes Vergleichsbild zeigt welche Aktivkohleform in welcher Filtertyp oftmals zur Anwendung kommt:

Aktivkohle Wasserfilter im Vergleich
A
Tischkannenfilter

Klassiche Kannenfilter enthalten loses Aktivkohlegranulat (schwarze Partikel) meistens vermengt mit einem Ionentauscherharz (weisse Partikel).

B
Wasserhahnfilter

Loses Aktivkohlegranulat (A) oder sehr kleine Aktivkohleblöcke (B) werden auch häufig in Gehäuseformen verwendet die direkt am Wasserhahn befestigt werden können. 

C
Illustration Auftischfilter

Gesinterte Aktivkohle-Monoblockfilter im 10-Zoll Format komplett ohne chemische Zusätze als Auftischfilter oder

Illustration Einbau Wasserfilter

als Einbau-Wasserfiler zur Montage unter der Spüle. Hierfür stehen drei unterschiedliche Einbauversionen zur Verfügung.

Vor- und Nachteile
(bezogen auf Variante C)

Qualitativ hochwertige Aktivkohleblockfilter verfügen über eine äußerst hohe Aufnahmekapazität und können somit viele Schwebstoffe und partikuläre Schadstoffe entfernen. Hierzu gehören neben Rostpartikeln, Sand und Asbestfasern auch Schwermetalle, Medikamentenrückstände, Bakterien, Pestizide, Parasiten, Chlor und weitere organische Verbindungen.

Querschnitt ABF Primus EM.

Ihre besondere Eigenschaft der Adsorption (Anziehung) entnimmt sogar schwer abbaubare Halogen-Kohlenwasserstoffe und unpolare Pestizide. Diese Anziehungskräfte der Kohlenstoff-Oberfläche zieht Schmutzteilchen und Partikel an und hält diese dauerhaft fest bis die Aktivkohle gesättigt bzw. vollständig beladen ist.

Hierbei kann es aufgrund der Bauform nicht zu einem plötzlichen Durchbruch wie bei losem Granulat kommen. Der Wasserdurchfluss lässt allerdings merklich nach und erfordert einen Wechsel des Filtereinsatzes.

Auch benötigen Aktivkohle-Blockfilter kein Silber zur Wasserdesinfektion und belassen lebenswichtige und geschmacksbildende Mineralien im Wasser. Der pH-Wert wird somit auch nicht verändert.

Gelöste Inhaltsstoffe werden nicht gefiltert, hierzu gehören neben Kalk (Kalzium/Magnesium) auch Nitrat, Nitrit und Ammonium. Auch gelöste Schwermetalle und gelöstes Aluminium verbleiben im Wasser.

Ähnlich wie bei einem Schwamm kann der Aktivkohleblock nur eine bestimmte Menge an Schadstoffen aufnehmen. Daher sind Filterwechsel nach spätestens sechs Monaten notwendig.

Gut zu Wissen:

Die Leistungsfähigkeit unserer Aktivkohle-Monoblockfilter wurde umfangreich in diversen namhaften Begutachtungen belegt.

Umkehrosmose-Wasserfilter im Test

Osmosefilter mit Wassertank
Klassische Darstellung einer Umkehrosmoseanlage mit zusätzlichen Auffangbehälter

Umkehrosmose bzw. die Hyperfiltration ist ein gängiges und anerkanntes synthetisches Verfahren zur hochgradigen Reinigung von Wasser. Neben der Aktivkohle-Blockfiltration ist es wohl das meistverkaufte Verfahren am Markt. Die augenscheinliche totale Reinheit des Wassers geht mit nicht zu verachtenden Nachteilen einher. Die Anschaffung sollte wohl überlegt sein.

Verwendung

Die Umkehrosmose wird weltweit sowohl in der industriellen Herstellung von Tafelwasser (z.B. Babywasser) und Prozesswasser (z.B. für Apotheken) sowie zur Aufbereitung von sehr salzigem Meerwasser eingesetzt.

Es stellt das feinste anwendbare Filtrationsverfahren überhaupt dar, denn das resultierende Osmosewasser enthält nur noch H2O-Moleküle sowie wenige kleine gelöste Ionen. 

Daher hat diese Technik auch längst Einzug in die Privathaushalte genommen und wird in Form von Küchengeräten als Auf- und Untertischmodell angeboten. Die meisten Anlagen sind nicht für die Wasserversorgung des ganzen Hauses gedacht und müssen permanent ans Leitungswassernetz angeschlossen sein.

Filtertechnik

Die Umkehrosmose ist ein äußerst feines mechanisches Filtrationsverfahren (auch Hyper-Filtration genannt). Über künstlich erzeugten Druck wird Wasser durch eine halbdurchlässige Membran aus vernetztem Komsosit-Kunststoff gepresst, welche nur die Wassermoleküle durchlässt und alle anderen Inhaltsstoffe aufgrund ihrer Größe und dem Naturphänomen der Osmose zurückhält.

Die Membran als solche ist kein Sieb bzw. nicht porös, sondern kann lediglich in ihren Molekülzwischenräumen Wasser aufnehmen. Das auf der Ausgangsseite der Membran gesammelte Filtrat wird auch Permeat genannt und ist eine rein synthetische Flüssigkeit.

Zur reibungslosen Funktion müssen die auf der Eingangsseite aufgestauten Rückstände stetig abgeführt und frisches Rohwasser an die Membran geleitet werden.

Vor- und Nachteile

Die Umkehrosmose-Technik ermöglicht eine fast vollständige Reinigung des Trinkwassers von Schadstoffen. Praktisch alle bekannten ungelösten und gelösten Fremdstoffe können nahezu vollständig entnommen werden.

Auch Stoffe, die Aktivkohle nicht adsorbieren kann, wie die Kalkbildener Calcium und Magnesiun oder Nitrat und Nitrit. Der Anteil an gelösten Stoffen insgesamt wird um 85 bis über 99% reduziert.

Darstellung Funktionsweise Umkehrosmose-Wasserfilter

Schaubild Umkehrosmose-Membranfilter

Umkehrosmoseanlagen verschwenden Wasser da besonders hohe Abwassermengen zum Betrieb benötigt werden. Pro hergestellten Liter Osmosewasser werden 3-10 Liter Leitungswasser benötigt. Der Menge an Abwasser hängt von Wasserdruck, Temperatur und Modell (mit oder ohne Vorratstank) ab.

Das erzeugte reine Wasser hat meist einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 und liegt somit im sauren Bereich. Neutrales alkalisches Wasser besitzt hingegen einen pH-Wert von 7,0 unser Blut sogar 7,4. Über die gesundheitlichen Konsequenzen von derartigem saurem Wasser wird viel diskutiert.

Verfechter der Umkehrosmose argumentieren, dass saures Wasser dem Körper hilft sich selbst zu entsäuern, die Gegentheorie besagt, dass derartiges Wasser eher sogar dem Körper lebenswichtige Mineralien entzieht, da es selbst ein starkes Bedürfnis zur Sättigung hat. Insbesondere die Langzeitaufnahme von demineralisiertem Wasser gilt als nicht empfehlenswert.

Mittlerweile sind viele Hersteller dazu übergegangen, das Osmosewasser im Nachgang mit Mineralien wieder anzureichern, um dem Wasser neben einem höheren pH-Wert auch wieder Geschmack zu geben.

Der sehr komplexe und rein synthetische Herstellungsprozess zerstört zusätzlich die natürliche Sauerstoffmolekularstruktur des Wassers. Daher spricht man aus biophysikalischer Sicht auch von totem Wasser. Lebendiges Wasser hingegen besitzt eine harmonische und geordnete Struktur der Wassermoleküle und soll in der Lage sein die lebensspendenden Funktionen im menschlichen Organismus besser zu erfüllen.

Osmoseanlagen sind aufgrund ihrer technischen Komplexität besonders pflege- und wartungsintensiv. Mehrere Vor- und Nachfilter bedürfen des regelmäßigen Austauschs (2-6 Monate), sowie die künstliche Filtermembran selbst (alle 2-4 Jahre). Auch die Installation und der Austausch der Membran vom Laien nur schwer umzusetzen und bedarf der Hilfe eines Fachmanns.

Längere Stillstandszeiten oder zu geringer Wasserdruck gleichbedeutet mit keiner ausreichenden Spülung der Membran, können diese stark schädigen und zu Bakterienwachstum sogar durch die Membran hindurch führen.

Diese retrograde Verkeimung stellt ein gängiges Problem dar, so das entweder regelmäßige Desinfektionsintervalle durch Wasserstoffperoxid oder Chlor angeraten wird.

Manche Anlagen verfügen sogar zur Entkeimung über nachgelagerte UV-Bestrahlung, diese erhitzt das Wasser und verbraucht zusätzlich Strom. Theoretisch ist sogar eine Umwandlung der nicht gefilterten Nitratreste zu Nitrit möglich. Dieses gilt als krebserregend.

Dampfdestillation im Test

Illustration eines Dampfdestilliergeräts
Beispiel Dampfdestilliergerät mit Auffangbehälter

Destilliertes oder demineralisiertes Wasser ist ideal für die Verwendung in Bügeleisen und der Autobatterie. In der Industrie und in Laboren sowie Apotheken ist es als Prozesswasser von Bedeutung.

Aufgrund seines hohen Reinheitsgrad wird das Prinzip von verschiedenen Herstellern auch zur Trinkwasseraufbereitung in Form von Dampfdestillationsgeräten für den Haushalt vertrieben. Diverse Nachteile machen dieses Verfahren allerdings weniger empfehlenswert.

Filtertechnik

Bei der Destillation (lat. destillare „herabtröpfeln“) handelt es sich um ein thermisches Trennverfahren, in welchem zunächst das Ausgangswasser unter Zufuhr von Energie zum Sieden gebracht wird. Es entsteht Wasserdampf, der im Gerät aufsteigt und durch anschließende Kühlung wieder zu flüssigem Wasser kondensiert und in einem Vorratsbehälter aufgefangen wird.

Vor- und Nachteile

Im Ergebnis erzeugt die Dampfdestillation ein hochgradig reines Wasser. Fast alle Inhaltsstoffe inklusive Schadstoffe und Mineralien werden vollständig entfernt.

Der Reinheitsgrad ist sehr hoch, doch verbleiben leicht flüchtige Substanzen wie z.B.  Benzole oder Chlor im Wasserdampf und somit im Kondensat. Das Gerät muss nach jeder Anwendung aufwendig gereinigt und desinfiziert werden, um die gesammelten Rückstände zu entfernen.

Ein weiterer wichtiger Nachteil, ist der besonders hohe Stromverbrauch von einer Kilowattstunde pro 1 Liter destilliertem Wasser. Hinzu kommt das pro gefiltertem Liter Wasser eine ganze Stunde vergeht, was wenig ergiebig ist.

Das erzeugte Wasser hat einen PH-Wert von 4 und ist damit stark sauer und reaktionsbedürftig (aggressiv). Für einen täglichen Gebrauch als Trinkwasser ist es zumindest äußerst fragwürdig, da destilliertes Wasser dem Organismus theoretisch wiederum Mineralien entzieht und nicht jedem gut bekommt.

Ionentauscher im Test (Entkalkungsanlagen)

Entkalkungsanlage als Beispiel für Ionentauscher
Entkalkungsanlagen funktionieren mittels Ionentausch filtern aber keine Schadstoffe

Als Anschaffung zur Wasserreinigung ungeeignet. Das Verfahren sollte auch privat nur in Kombination mit anderen Verfahren benutzt werden bzw. aufgrund der deutlichen Nachteile mit Bedacht ausgewählt werden.

Verwendung & Filtertechnik

Ionentauscher werden am häufigsten im Bereich der Härtereduktion (Kalk) oder Nitratentfernung verwendet. Das Verfahren als solches hat nichts mit Filtration zu tun, sondern tauscht mittels Spezialharz "Ionen" aus. Im Fall von Kalk Kalzium- und Magnesium- gegen Natrium-Ionen.

Die im Wasser befindliche Menge an Inhaltsstoffen verändert sich somit nicht, daher sind Ionentauscher als alleinige Filtrationsverfahren ungeeignet. Im privaten Gebrauch kommen Ionentauscher vorrangig in Tischkannenfiltern oder als größere Entkalkungsanlagen in Gebäuden zum Einsatz.

In der Industrie oder der dezentralen Wasseraufbereitung werden sie grundsätzlich immer mit anderen Wasseraufbereitungsformen kombiniert.

Vor- und Nachteile

Je nach verwendetem Spezialharz lassen sich gezielt einzelne Schadstoffe aus dem Wasser entnehmen bzw. tauschen.

Es handelt sich nicht um einen Wasserfilter, sondern nur um eine technische Methode gezielte Schadstoffe aus dem Wasser zu tauschen. Die breite Masse an Verunreinigungen bleibt somit im Wasser.

Ionentauscher Illustration
Illustration eines Ionentauschs zur Entkalkung

Es handelt sich nicht um einen Wasserfilter, sondern nur um eine technische Methode gezielte Schadstoffe aus dem Wasser zu tauschen. Die breite Masse an Verunreinigungen bleibt somit im Wasser.

Der Zeitpunkt der Erschöpfung des Spezialharzes ist nur schwer bestimmbar, so dass eine sichere Entnahme kaum möglich ist. Bei Kalk mag das grundsätzlich kein Problem sein, bei Schwermetallen oder Nitrat schon eher.

Größere Anlagen zur Entkalkung sind in der Anschaffung teuer und bedürfen nicht nur ständiger, sondern auch aufwendiger Wartung und Regeneration bzw. Nachfüllung des Harzes. Auch entspricht das Ausgangswasser aufgrund von zu hoher Natriumwerte und zu geringem pH-Wert (zu sauer) oftmals nicht mal mehr den Anforderungen der Trinkwasserverordnung.

Insbesondere für Menschen mit hohem Blutdruck ist eine erhöhte Natriumaufnahme nicht zuträglich und unter Umständen sogar gefährlich.

Wasserionisierer im Test

Wasserionisierer Illustration
Ionisiergeräte erzeugen mittels Strom elektrolytische Reaktionen

Wasserionisierer legen den Fokus nicht auf die Schadstoffrückhaltung und sind somit als Wasserfilter wenig geeignet. Wer an Basisches Wasser als Gesundheitsbaustein glaubt, kann sich die sündhaft teure Anschaffung überlegen.

Verwendung & Filtertechnik

Wasserionisierer dienen der Herstellung von ionisiertem Wasser, bekannter unter dem Namen basisches Wasser. Mittels spezieller elektrolytischer Reaktion wird Leitungswasser in einen basischen Teil (Elektronenüberschuss) und einen sauren Teil (Elektronenmangel) getrennt.

Basisches "Aktivwasser" stellt eine synthetische Flüssigkeit zum Trinken dar, welche besondere gesundheitliche Wirkungen haben soll. Die Theorie dahinter basiert ähnlich dem Trend "Basische Ernährung" mittels basischem Wasser den durch Umwelteinflüsse und schlechte Ernährung versauerten Körper auszugleichen bzw. zu reinigen.

Filtertechnik

Ein Wasserionisierer wird direkt in den Wasserkreislauf eingebunden. Normalerweise wird das zu ionisierende Eingangswasser mittels Aktivkohle vorgefiltert. Gelöste Stoffe verbleiben somit im Wasser. Im Elektrodialyseprozess werden nun keine Ionen erzeugt, sondern die im Wasser befindlichen Ionen mittels Strom durch eine Trennmembran verschoben und in zwei Behälter aufgeteilt. In ein Anolyt (saures Oxidwasser) und ein Katholyt (Aktivwasser mit erhöhtem pH-Wert von 7-14). Im Endeffekt Wassermoleküle aufgespalten und wieder neu zusammensetzt. Mit einer Filterung von Schadstoffen und Verunreinigungen hat dies weniger zu tun.

Vor- und Nachteile

Wie die Basische Ernährung selbst gilt Basisches Wasser als gesundheitsfördernd. Eindeutige wissenschaftliche Belege gibt es hierzu allerdings nicht. Die Wirkung selbst kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Auch vertragen manche Menschen basisches Wasser überhaupt nicht.

Neben den teilweise sehr hohen Anschaffungskosten handelt es sich eigentlich nicht um einen klassischen Wasserfilter zu Reinigung des Wassers, sondern vielmehr um eine künstliche Zerlegung auf Ebene von geladenen Teilchen.

Zwar enthalten manche Geräte vorgeschaltete Aktivkohlefilter, allerdings kommt es hierbei stark auf deren Qualität und Herstellungsform an (siehe Kannenfilter mit Aktivkohle-Granulat und gesinterte Aktivkohle-Blockfilter). Die Reduktion von Schadstoffen steht nicht im Vordergrund.

Weitere bekannte Nachteile ist die retrograde Verkeimung im inneren des Gehäuses bei nicht ausreichender Wartung und Pflege durch regelmäßige Desinfektion.

Ergänzende Erläuterungen zur jeweiligen Funktionsweise und Leistungsfähigkeit finden Sie in diesem Artikel.

Fazit - Wasserfilter Testsieger

Werden alle auf dem Markt verfügbaren Systeme zur privaten Trinkwasserfilterung berücksichtigt, ist mit das wichtigste Kriterium für einen guten Wasserfilter, das dieser leitungsgebunden sein sollte.

In Punkto Leistungsfähigkeit kristallisieren sich deutlich gesinterte Aktivkohle-Blockfilter und Umkehrosmose-Filtersysteme heraus. Da beide über eine sehr gute Schadstoffreduktion verfügen bleibt es eine Philosophiefrage welcher Wasserfilter ihr persönlicher Testsieger ist:

Bevorzugen Sie Wasser in seiner natürlichen Zusammensetzung mit geschmacksprägenden und lebensnotwendigen Mineralien oder ist Ihnen eine perfekte Schadstoffreduktion durch synthetisch komplett zersetztes und wieder aufbereitetes Wasser lieber. 

Unser Testsieger

Ob nun Testsieger oder nicht, mit unseren Aktivkohle-Wasserfiltern haben Sie eine hervorragende Option mit folgenden Benefits zur Auswahl:

  • Leitungsgebundene hochwertige Gehäuse - d.h. immer frisch gefiltertes Trinkwasser aus der eigenen Leitung
  • Flexible und komfortable Anschlussmöglichkeiten auf- und unter der Spüle.
  • Seit mehr als 20 Jahre bewährte und TÜV-zertifizierte Filtertechnologie
  • Alle gängigen Schadstoffe werden entnommen, wichtige Mineralien und Spurenelemente verbleiben im Wasser
  • Sehr leistungsfähige Filterelemente Made in Germany - nur alle sechs Monate zu wechseln

und das zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. 

 

Auftisch Wasserfilter

Der Trinkwasserfilter direkt am Wasserhahn.  Per Umschalthebel wechseln Sie zwischen gefiltertem und ungefiltertem Leitungswasser.

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Einbau Wasserfilter

Der Trinkwasserfilter wird unter der Spüle montiert. Wählen Sie eine von drei Einbauvarianten.

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Abschließende Empfehlung zu Wasserfilter

Leider stempeln Verbraucherzentralen und renommierte Test-Institute Wasserfilter oftmals pauschal als nutzlos ab. Das hängt zum einen an den fälschlicherweise nur betrachteten Kannenfiltern und zum anderen an der Annahme, dass das deutsche Leitungswasser im weltweiten Vergleich von sehr guter Qualität, ist und somit keine Wasserfilter im privaten Bereich nötig sind. Aber genauso gut lassen sich sehr gute Argumente für einen Wasserfilter anbringen. 

Achten Sie bei der Auswahl des passenden Wasserfilter auch auf fragwürdige Hersteller, die für den Vertrieb ausschließlich Multi-Level-Marketing (Schneeballsysteme) nutzen. Hierbei erhalten Vertriebsmitarbeiter sehr hohe Verkaufsprovisionen und haben somit großen Anreiz ihnen das Blaue vom Himmel zu erzählen.  Meist wird bei Hausbesuchen ihr Leitungswasser mittels fragwürdiger Messmethoden (z.B. einem TDS-Messgerät zur Bestimmung des Leitwerts) getestet. Natürlich soll das Ergebnis negativ überraschen, um den heiligen Gral (das eigene exklusive Produkt) für teures Geld zu verkaufen. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um Umkehrosmose Wasserfilter.

Bevor Sie also einen Kaufvertrag abschließen lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und informieren sich in Ruhe über den jeweiligen Anbieter.  Frage-Antwort-Foren und kritische Berichterstattungen bieten gute Anhaltspunkte. Die Anbieter-Webseiten enthalten leider oftmals wenig transparente Produktinformationen und nutzen gerne prominente Gesichter als Werbebotschafter. Alles um den hohen Kaufpreis zu rechtfertigen.

Quellen & Weiterführende Informationen
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