Schimmelsporen in der Luft

Sie bilden eine Gefahr, die nach wie vor von vielen Menschen verkannt wird: Schimmelsporen in der Luft. Ein Einatmen über längere Zeit kann zu Atembeschwerden und Allergien führen. Glücklicherweise können jedoch zahlreiche Maßnahmen ergriffen werden, die einer Ausbreitung von Schimmel im eigenen Haus vorbeugen.

  • Schimmelpilze besetzen nahezu jeden Lebensraum. Zur Fortpflanzung nutzen sie mikroskopisch kleine Sporen. Schimmelsporen befinden sich daher zu jeder Zeit in der Umgebungsluft.
  • Schimmelpilze benötigen vor allem Kohlenstoffe als Nahrungsgrundlage und eine ausreichend hohe Feuchtigkeit. Eine relative Luftfeuchtigkeit über 80% begünstigt die Schimmelbildung in Gebäuden.
  • Für gesunde Menschen stellt die gewöhnliche Konzentration an Schimmelsporen in der Luft kein erhöhtes Gesundheitsrisiko dar. Die körpereigenen Abwehrkräfte können die Sporen bekämpfen, wenn diese in die Atemwege gelangen.
  • Ein Gesundheitsrisiko entsteht auch für gesunde Menschen allerdings, wenn sie über einen längeren Zeitraum Schimmelsporen aus der Luft einatmen. Es kann zu einer Mykose, also einer Pilzvergiftung kommen.

Was ist Schimmel?

Mit Schimmelpilzen kommt mit ausgesprochen hoher Wahrscheinlichkeit jeder Mensch in seinem Leben in Kontakt. Die Pilze haben sich nahezu jeden Lebensraum zu Eigen gemacht. Ihre Sporen sind in der Umgebungsluft vorhanden – und nachweisbar – und werden von Menschen und Tieren eingeatmet. Für gesunde Personen stellt dies grundsätzlich allerdings kein Risiko dar.
Zum Problem wird der Schimmel, wenn die Sporen auf einen Untergrund treffen, der ihnen ideale Lebensbedingungen bietet. In diesem Fall bildet der Schimmel das auch von anderen Pilzen bekannte Mycel aus. So wird das Geflecht aus mikroskopisch kleinen, fadenförmigen Zellen genannt, das mit bloßem Auge als Schimmelbelag wahrgenommen werden kann.

So gelangen Schimmelsporen in die Wohnung

Gleich zu Beginn möchten wir einen weit verbreiteten Irrglauben widerlegen. Denn entgegen der landläufigen Meinung ist ein Schimmelbefall keineswegs ein Anzeichen für unhygienische Lebensverhältnisse. Schimmelsporen in der Luft können selbst in aufgeräumten und rein wirkenden Haushalten nachgewiesen werden. Verbreitet sind Schimmelpilze darüber hinaus im Substrat nahezu aller Topfpflanzen.

Welche Faktoren begünstigen Schimmelwachstum?

Es bedarf also keinerlei eigenes Zutun, damit Schimmelsporen in die Innenräume von Gebäuden gelangen. Sie sind ohnehin in der Umgebungsluft vorhanden. Allerdings können Immobilienbesitzer zahlreiche Vorkehrungen treffen, damit es nicht zu einer Verbreitung der Schimmelsporen aus der Luft auf Oberflächen im gesamten Gebäude kommt.

Das Wachstum eines Schimmelpilzes wird in erster Linie durch zwei Faktoren begünstigt:

  1. Vorhandensein einer Nahrungsquelle
  2. Ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit

Auch Faktoren wie Zeit, Spezies des Schimmelpilzes, Temperatur und der pH-Wert des Substrats spielen für das Schimmelpilzwachstum grundsätzlich eine Rolle. Doch gerade der Nährstoffgehalt des Substrats sowie die Feuchte können der ausschlaggebende Faktor sein, warum einzelne Gebäude von Schimmel betroffen sind, andere hingegen nicht.

So wirkt sich die Luftfeuchtigkeit auf Schimmelbildung aus

Innenraumluft besteht stets zu einem gewissen Prozentsatz aus Luftfeuchtigkeit. Diese liegt in Schlaf- und Kinderzimmern meist zwischen 40 bis 60 Prozent, in Badezimmer und Küche nutzungsbedingt etwa zwischen 50 bis 70 Prozent. Werte über 70% sollten über einen Zeitraum von mehreren Tagen jedoch unbedingt vermieden werden.

Denn ab einer relativen Luftfeuchte von 70% finden viele Schimmelpilzarten ideale Lebensbedingungen vor. Aber einem Wert von 80% sind es bereits die meisten bekannten Arten. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann, ist das Schimmelrisiko insbesondere in Herbst- und Wintermonaten besonders hoch. Daher ist auf regelmäßiges Lüften unbedingt zu achten.

Nur so kann die Luftfeuchtigkeit, die sowohl durch gewöhnliche Nutzung des Raums als auch durch Eigenfeuchte in Bauteilen und Möbeln entsteht, abtransportiert werden. Wer hingegen auf gezieltes Lüften der Räume verzichtet, begünstigt eine Schimmelbildung an allen Stellen, an denen über längere Zeit eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 80% herrscht.

Welche Oberflächen sind einem besonders hohen Risiko ausgesetzt?

Schimmelpilze finden auf zahlreichen Oberflächen geeignete Nahrungsquellen, können dadurch dort gedeihen und für einen großflächigen Schimmelbefall sorgen. Lebensgrundlage der meisten Schimmelpilze sind Kohlenstoffe, Eiweiße und Fette, die sie aus den verschiedensten Untergründen herauslösen können. Eine Übersicht bietet nachfolgende Tabelle:

Oberfläche 
MöbelHolzmöbel, Ledermöbel, Kunststoffmöbel
Lebensmittelverdorbenes Brot, Obst und Gemüse
Wändeorganische Verbindungen in Kleister und Tapeten
Müllbehälterweggeworfene Lebensmittelreste
Sonstigesz.B. Staub, Schmutz und Tierkot

 

Selbst auf glatten Kunststoffoberflächen oder blanken Wänden finden Schimmelpilze noch ausreichend Nahrung. Falls die Untergründe nicht als Nährstoffquelle dienen, aus denen sich Fette, Proteine oder Kohlenstoffe herauslösen lassen, nutzen die Pilze anhaftenden Staub und Dreck. Da dem Schimmel dieser Nährboden oftmals nicht genommen werden kann, ist eine Feuchteregulierung umso wichtiger.

Wie gefährlich sind Schimmelsporen in der Luft?

Wie zuvor bereits erwähnt, ist die ständig in der Umgebungsluft vorhandene Konzentration an Schimmelsporen derart gering, dass sie für gesunde Menschen keinerlei Gefahr darstellt. Durch die Atemwege und andere Körperöffnungen aufgenommene Sporen können durch die körpereigenen Abwehrmechanismen schnell und ohne ein Auftreten von Symptomen bekämpft werden.
In hohen Konzentrationen können Schimmelsporen jedoch auch für gesunde Menschen zu einem ernsthaften Risiko werden. Diese ist meist dann der Fall, wenn eine Schimmelbelastung im Haus über längere Zeit unentdeckt bleibt. In diesem Fall kann sich der Pilz ungehindert verbreiten und Sporen an die Raumluft abgeben.

Bei Kindern, Erwachsenen und sogar Haustieren können anschließend folgende Symptome durch Schimmelsporen in der Luft auftreten:

  • Atemwegsbeschwerden
  • anhaltende Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • gereizte Schleimhäute
  • Husten und Schnupfen

Diese Krankrankheiten verursachen Schimmelpilze in der Luft

Falls giftige Aussonderungen der Schimmelpilze über einen längeren Zeitraum eingeatmet werden, können ernsthafte Folgen für die Gesundheit eintreten. Asthmatische Erkrankungen und Allergien gehören zu den am häufigsten durch Schimmelsporen in der Luft auftretenden Krankheiten. Die Gefahr durch eine hohe Wirkstoffkonzentration ist aber nur eine von zweien, die von Schimmel ausgehen.

Für welche Personen ist Schimmel in der Luft besonders gefährlich

Auch in geringen Konzentrationen können Schimmelsporen in der Luft eine Gefahr für Menschen darstellen, wenn diese durch eine Vorerkrankung geschwächt sind. Einem besonders hohen Risiko einer Mykose – also einer durch Pilze verursachten Krankheit – sind Menschen mit Typ-1-Diabetes, AIDS oder Leukämie, nach einer Organtransplantation und während einer Strahlentherapie ausgesetzt.

Wenn Senioren, Neugeborene oder Kleinkinder im Haushalt leben, sollten Sie ebenfalls auf eine möglichst geringe Schimmelbelastung achten. Selbst wenn keine Vorerkrankungen bekannt sind, können Schimmelsporen insbesondere bei diesen Personengruppen auf Dauer schwere Schädigungen verursachen.

Schimmel in der Luft mit einfachen Hausmitteln bekämpfen

Achten Sie daher darauf, schnell verderbliche Lebensmittel zügig zu verbrauchen und Reste zeitnah zu entsorgen. So wird vielen Schimmelsporen in der Luft eine wichtige Lebensgrundlage entzogen. Eine zweite – die Luftfeuchte – können Sie durch regelmäßiges Lüften regulieren. Ideal ist eine relative Luftfeuchte zwischen 40 bis 60 Prozent.

Schimmelbildung mit Luftreinigern effizient vorbeugen

Im Vergleich zu vielen anderen Schadstoffpartikeln in der Luft gehören Schimmelsporen zu den größeren Vertretern dieser Kategorie. Einige Schimmelpilzarten produzieren Sporen bis zu einer Größe von 0,1 Millimetern. Dadurch gibt sich für Immobilienbesitzer der große Vorteil, dass diese mit einem entsprechenden Gerät aus der Luft gefiltert werden können.

Insbesondere die Luftreiniger von IDEAL erweisen sich für diesen Einsatzzweck als optimale Lösung. Diese filtern nicht nur Schimmelsporen aus der Luft, sondern bekämpfen auch zahlreiche andere Schadstoffe. Nach der Reinigung der Luft wird diese wieder im gesamten Raum verteilt. Durch die hohe Laufruhe wirken die Geräte dabei nicht störend.

Das große Sortiment bietet Ihnen sowohl in Privatäumen als auch im Büro zahlreiche Vorteile. IDEAL hält für jeden Einsatzzweck passende Geräte mit innovativer Filtertechnologie bereit. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Luftfilter mindestens einen HEPA-Filter besitzt. Dadurch können selbst Kleinstpartikel bis zu einer Größe von 0,001 Mikrometern gefiltert werden.

Fazit: Schimmel im Haus ist gefährlich, aber vermeidbar

Sie können zahlreiche Maßnahmen ergreifen, um Schimmelsporen in der Luft zu bekämpfen. Regelmäßiges Lüften ist dabei zwar grundsätzlich kein Fehler, hilft jedoch nur bedingt. Denn durch diese Maßnahme können zahlreiche andere Schadstoffe in das Haus gelangen. Besser ist es daher, auf einen Luftreiniger mit HEPA-Luftfilter zurückzugreifen.

Schlussendlich bleibt festzuhalten, dass Schimmelsporen in der Luft auch bei ständiger Reinigung der eigenen vier Wände nicht vollständig vermieden, jedoch bekämpft werden können. Dadurch reduziert sich das Risiko, das von Schimmelsporen in der Luft selbst gegenüber vollständig gesunden Menschen ausgeht.

  • https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/gebaeudeschimmel-sporen-in-der-luft-sind-eine-unsichtbare-gefahr-a-995877.html
  • https://www.allum.de/stoffe-und-ausloeser/schimmelpilze/schimmelpilzbelastung-der-aussenluft-und-im-innenraum
  • https://www.test.de/FAQ-Schimmel-beseitigen-Die-besten-Tipps-im-Kampf-gegen-Schimmel-5565849-0/
  • https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Test-Auch-Hausmittel-besiegen-Schimmel,schimmel221.html


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