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Die richtige Ernährung nach einer Schönheitsoperationen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 2. August 2023
Lesedauer: 4 Minuten

Laut den aktuellen Daten der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) ist die Anzahl der Schönheitsoperationen in Deutschland im vergangenen Jahr um etwa 15 Prozent auf 93.853 Eingriffe gestiegen. Besonders beliebt bei Frauen waren Behandlungen mit Botulinumtoxin, Hyaluron und Fillern sowie Brustvergrößerungen. Fettabsaugungen (Liposuktion), die dazu dienen, die Silhouette zu optimieren, waren sowohl bei Frauen als auch bei Männern beliebt.

Obwohl sich immer mehr Menschen in Deutschland einer Schönheitsoperationen unterziehen, wird die Nachsorge noch immer oft unterschätzt. Besonders wichtig für den Heilungsprozess ist die Ernährung in den Wochen nach der Operation. Die Heilung von Verletzungen oder chirurgischen Wunden ist ein natürlicher Prozess des Körpers, der darauf abzielt, beschädigtes Gewebe wie Haut, Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder und Faszien wiederherzustellen. Durch die richtige Ernährung nach operativen Eingriffen kann die Wundheilung positiv unterstützt werden, während eine ungesunde Ernährung sie behindern kann.

Ernährung zur optimalen Wundheilung

Viele Menschen nehmen an, dass nach einer Verletzung oder einem chirurgischen Eingriff der Energiebedarf aufgrund der eingeschränkten Mobilität und der daraus resultierenden verminderten körperlichen Aktivität sinkt. Tatsächlich ist jedoch der gegenteilige Effekt zu beobachten und der Grundumsatz nimmt je nach Art und Umfang der Operation um bis zu 50 Prozent zu. Daher ist es wichtig, den Energiebedarf nach operativen Eingriffen nicht zu unterschätzen.

Es ist während der gesamten Phase der Wundheilung entscheidend, Ihre Ernährung mit eiweißreichen Lebensmitteln, sowohl tierischen als auch pflanzlichen Ursprungs, zu bereichern. Die Heilungsprozesse profitieren zudem von der Zufuhr an Lebensmitteln, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Da nahezu alle Vitamine und Spurenelemente an der Wundheilung beteiligt sind und ihre ausreichende Versorgung durch die Nahrung nicht immer sichergestellt ist, kann es ratsam sein, ein Komplettpräparat zu ergänzen. So kann man sicherstellen, dass der Körper nach operativen Eingriffen alle notwendigen Nährstoffe erhält.

Protein (Eiweiß)

Proteine sollten idealerweise etwa ein Viertel der gesamten Nahrungsaufnahme ausmachen. Der Proteinbedarf für eine gesunde Person liegt in der Regel zwischen 0.8 und 1.2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Während der Heilungsphase einer Wunde steigt der Bedarf an Proteinen jedoch merklich an. Falls der benötigte Eiweißbedarf nicht allein durch die Nahrung gedeckt werden kann, können ergänzende Mittel wie Proteinpulver oder spezielle Trinknahrungen sinnvoll sein. Bei besonders großen Schönheitsoperationen kann die Verwendung spezieller Nahrungsergänzungsmittel erwogen werden. Diese Präparate beinhalten alle essenziellen Aminosäuren.

Proteinquellen mit hoher biologischer Wertigkeit sind unter anderem:

  • Hülsenfrüchte / Soja
  • Eier
  • Fleisch
  • Milchprodukte
  • Fisch

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate stellen gewöhnlich mindestens die Hälfte des gesamten Energiebedarfs bereit. Dies entspricht etwa 3 bis 5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ihre Rolle besteht darin, schnell verfügbare Energie bereitzustellen, besonders wenn der Energiebedarf steigt. Bei einem Mangel an Kohlenhydraten greift der Körper auf Proteine als Energiequelle zurück. Nach einer Operation sollte man folgende Kohlenhydratquellen bevorzugen:

  • Brot und Teigwaren 
  • Reis, Quinoa, Hirse und andere Getreide
  • Kartoffeln

Fett

Die Energiezufuhr aus Fetten sollte in der Regel zwischen 25 und 35 Prozent des gesamten Energiebedarfs liegen. Fette spielen eine wichtige Rolle bei der Heilung und Regeneration, wobei die Qualität und Zusammensetzung der Fette entscheidend sind. Mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren haben eine entzündungshemmende Wirkung. Transfette, gesättigte, langkettige Fettsäuren und ein hoher Anteil an Omega-6-Fettsäuren sollten nur in geringen Mengen konsumiert werden.

Gute Fette enthalten unter anderem:

  • Olivenöl
  • Hanföl
  • Leinöl

Distel- und Sonnenblumenöl sollte man nach einer Operation hingegen meiden. Außerdem ist der Verzehr von Fisch empfehlenswert, da dieser die biologisch aktiven Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA liefert. Bei einem geringen Konsum von Fisch und seltenem Gebrauch von Raps- oder Olivenöl, können Omega-3-Kapseln eine geeignete Alternative darstellen.

Alkohol und Zigaretten

Neben der richtigen Ernährung ist es in der Heilungsphase nach einer Schönheitsoperation zudem wichtig, auf Alkohol und Zigaretten zu verzichten.

Zigaretten

Tabakkonsum steigert das Risiko für postoperative Schwierigkeiten, darunter Störungen in der Wundheilung und Infektionen der Wunde. Eine Abkehr vom Rauchen führt zu einer Verbesserung der Reparaturmechanismen im Zuge der Wundheilung und senkt das Infektionsrisiko. Es ist daher ratsam, den Tabakkonsum möglichst mehrere  Wochen vor einem chirurgischen Eingriff einzustellen. Da der Heilungsprozess und insbesondere die Narbenbildung durch das Rauchen beeinträchtigt werden, wäre ein dauerhafter Verzicht bis zum sicheren Abschluss der Wundheilung optimal.

Alkohol

Alkohol kann die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers beeinträchtigen und Heilungsprozesse schon bei einmaliger Aufnahme stören. Eine Minderung der Immunantwort und somit ein erhöhtes Infektionsrisiko können die Folge von Alkoholkonsum in der initialen Entzündungsphase sein. Überdies kann Alkohol die Produktion von Kollagen, einem wesentlichen Bestandteil von Bindegewebe (Haut, Knochen, Muskeln und Sehnen), stören. Während der gesamten Heilungsphase nach einem operativen Eingriff sollte man deshalb auf Alkohol vollständig verzichten.

Ernährung und Wiederherstellung: Schlüssel zum Erfolg nach ästhetischen Operationen

Frau mit strahlendem Lächeln
Bildquelle: Lesly Juarez von unsplash.com

Gesundes Essen nach ästhetischen Operationen spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Heilungsprozesses und der Minimierung postoperativer Komplikationen. Ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten in der Ernährung, ergänzt durch essenzielle Vitamine und Mineralstoffe, trägt wesentlich zur Erholung bei. Die Reduzierung des Konsums von Tabak und Alkohol ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, da beide Substanzen den Heilungsprozess negativ beeinflussen können.

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