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Röschenflechte: Hautausschlag durch schlechte Wasserqualität?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 3. Mai 2022
Lesedauer: 4 Minuten

Die sogenannte Röschenflechte macht sich durch Juckreiz und gerötete Flecken auf der Haut bemerkbar. Sie tritt insbesondere am Oberkörper auf und kann prinzipiell jeden treffen. Kennzeichnend für die Hauterkrankung ist außerdem, dass sie meist plötzlich ausbricht und mit nur wenigen Verschlechterungen des allgemeinen Gesundheitszustands einhergeht. Viele Betroffene fragen sich daher, ob eine plötzlich verschlechterte Wasserqualität Auslöser der Erkrankung sein kann.

Das ist unter dem Begriff der Röschenflechte zu verstehen

Röschenflechte (Pityriasis rosea) ist eine Hauterkrankung, die sich durch gerötete Hautflecken und mäßigen bis starken Juckreiz bemerkbar macht. Besonders häufig leiden Betroffene unter juckenden, geröteten Hautstellen am Oberkörper. Allerdings kann die entzündliche Hauterkrankung schuppige Hautrötungen in ihrem weiteren Verlauf auch an Oberschenkel oder Oberarme hervorrufen. 

Ist eine Person von der Röschenflechte betroffen, bildet sich anfänglich nur ein größerer roter Fleck auf der Haut. Ausgehend von diesem Fleck entstehen im weiteren Krankheitsverlauf weitere und überwiegend kleinere „Ableger“. Der zuerst auftretende, juckende Fleck wird auch Primärmedaillon genannt. Genauso wie die kleineren Ableger weist auch das Primärmedaillon schuppige Hautveränderungen sowie eine Kruste an den Rändern auf.

Besonders typisch ist außerdem, dass sich die Hautveränderungen entlang der Hautspaltlinien ausbreiten. Hierdurch entsteht eine Anordnung der Hautveränderungen, die an einen Tannenbaum erinnert. Darüber hinaus tritt die Röschenflechte meist plötzlich auf und geht nur mit leichtem körperlichen Unwohlsein (z. B. Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, leichte Übelkeit oder Gelenkschmerzen) einher. Auch ist die Hauterkrankung nicht ansteckend. 

Viele der von der Röschenflechte betroffen, mehrheitlich jüngeren Menschen im Alter zwischen 10 und 35 Jahren gehen daher davon aus, dass eine verschlechterte Wasserqualität Ursache des plötzlichen Hautausschlags sein muss. 

Schmutziges Wasser als Ursachen der Röschenflechte?

Wasser kann einen positiven Effekt auf die Haut haben. Insbesondere ausreichendes Trinken trägt zur Hautgesundheit bei. Doch kann eine schlechte Wasserqualität umgekehrt auch zum Ausbruch etwa der Röschenflechte führen?

Obwohl bisher noch nicht abschließend geklärt ist, warum Röschenflechte entsteht, gehen Experten nicht davon aus, dass sie aufgrund von zu häufigem Duschen oder einer schlechten Wasserqualität entsteht (Quelle WeFix). Vielmehr nehmen Mediziner an, dass ein Virus Auslöser der Röschenflechte ist. Für diese Vermutung spricht dabei, dass die gemeinsam mit der Röschenflechte auftretenden Symptome denen bei einer Infektion mit dem humanen Herpesvirus ähnlich sind. 

So wird die Röschenflechte behandelt

Tritt die Röschenflechte auf, ist regelmäßig keine Behandlung der Hauterkrankung erforderlich. Vielmehr bildet sie sich üblicherweise in einem Zeitraum von drei bis sechs Wochen auch ohne Behandlung wieder zurück. 

Da die Röschenflechte für Betroffene regelmäßig sehr unangenehm ist, kann es jedoch vorteilhaft sein, zu bestimmten Maßnahmen zu ergreifen, die Juckreiz und Unwohlsein im Zusammenhang mit der Röschenflechte lindern. Besonders wirkungsvoll sind dabei folgende Maßnahmen: 

  • Die Verwendung von milden nicht parfümierten Hautpflegemitteln zur Vermeidung weiterer Irritationen
  • Das regelmäßige Auftragen einer feuchtigkeitsspendenden Lotion auf betroffene Hautstellen
  • Das Vermeiden von zu heißen Bädern oder zu langem, heißen Duschen
  •  Das Tragen von locker geschnittener Kleidung

Darüber hinaus kann auch die Verwendung eines Wasserfilters dabei helfen, die durch die Erkrankung irritierte Haut zu beruhigen und den Juckreiz zu lindern.

Ein Wasserfilter für entspannte Haut und reineres Trinkwasser

Wer in Deutschland lebt, kann Leitungswasser prinzipiell beruhigt trinken und des zum Duschen und Baden benutzen. Schließlich ist die Wasserqualität hierzulande sehr gut. Dennoch kann es aber auch in Deutschland einmal vorkommen, dass sich schädliche Stoffe wie etwa Chlor ins Trinkwasser „verirren“. Das hat folgenden Grund:

Um die Qualität des Trinkwassers sicherzustellen, ist es nötig, es immer wieder aufzubereiten. Schließlich müssen verschiedenste Grenzwerte rund um die Inhaltsstoffe des Trinkwassers eingehalten werden. Um die Sauberkeit des Trinkwassers zu garantieren, wird rund um das Wasserversorgungssystem häufig Chlor (etwa in Form von Chlordioxid) zur Desinfektion eingesetzt. Möglich ist es daher, dass sich auch im Trinkwasser Chlorrückstände finden. Außerdem werden verschiedene Schadstoffe (Bakterien, Pestizidrückstände aus der Landwirtschaft oder Arzneimittelreste) bei der Festlegung der Grenzwerte nur mangelhaft berücksichtigt – auch diese Stoffe können sich daher gelegentlich im Trinkwasser befinden.

Obwohl die Wasserqualität in Deutschland dennoch als sehr gut anzusehen ist, kann die vorhandene Schadstoffbelastung insbesondere für Menschen mit Hautkrankheiten eine Belastung darstellen. Betroffen sind dabei neben Personen mit Röschenflechte auch die knapp 15.500 Personen, die laut Gesundheitsdaten unter einer berufsbedingten Hauterkrankung leiden, sowie Personen etwa mit Schuppenflechte, Knötchenflechte oder Parapsoriasis. Schließlich können die im Wasser enthaltenen Schadstoffe zu zusätzlichen Reizungen führen oder das Ausheilen der Erkrankungen zumindest nicht begünstigen. 

Sinnvoll kann es daher unter anderem für Menschen mit Röschenflechte sein, auf einen Aktivkohle-Blockfilter zu setzen. Dieser entfernt Schadstoffe wie etwa Chlor und Chloride aus dem Trinkwasser und stellt besten Geschmack und maximale Hautverträglichkeit des Wassers sicher. Außerdem sind solche Wasserfilter dazu in der Lage, Mikroplastik und Rückstände von Pestiziden und Medikamenten aus dem Wasser zu entfernen. So lässt sich maximale Verträglichkeit des Wassers auch für Menschen mit Hautleiden herstellen. 

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