Aerosol
Ein Aerosol ist ein Gemisch aus feinsten Wassertröpfchen und Luft; es ist der einzige Weg, auf dem Legionellen in die Lunge und damit in den Körper gelangen.
Wo Aerosole entstehen
Überall dort, wo Wasser zerstäubt wird: unter der Dusche, im Whirlpool, an Luftbefeuchtern, in Klimaanlagen und Rückkühlwerken, an Hochdruckreinigern und Gartensprengern. Die Tröpfchen sind klein genug, um eingeatmet zu werden und bis in die unteren Atemwege zu gelangen.
Warum der Begriff die Legionellen-Debatte entscheidet
Legionellen machen nicht krank, wenn man sie trinkt. Der Magen ist für sie eine Sackgasse. Sie brauchen den Weg über die Lunge, und dorthin kommen sie nur als Aerosol. Deshalb ist eine Legionellenbelastung ein Duschthema und kein Trinkthema, und deshalb hilft ein Trinkwasserfilter an der Küchenspüle dagegen nicht.
Was das praktisch bedeutet
Ansatzpunkte sind die Warmwassertemperatur nach DVGW W 551, das Spülen nach Stagnation und, wenn nötig, ein endständiger Filter am Duschkopf mit einer Porenweite von 0,2 Mikrometern oder feiner. Nach längerer Abwesenheit die Dusche zuerst heiß und ohne anwesende Person durchlaufen lassen, damit möglichst wenig Nebel entsteht.
Quellen
- Robert Koch-Institut - RKI-Ratgeber Legionellose
- DVGW-Arbeitsblatt W 551
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