Eckventil
Das Eckventil ist der kleine Absperrhahn an der Wand, an dem der Anschlussschlauch einer Armatur oder eines Geräts hängt. Es trennt eine einzelne Entnahmestelle vom Netz, ohne dass das ganze Haus abgestellt werden muss.
Bauformen
Zwei sind verbreitet. Der Kugelhahn schließt mit einer Vierteldrehung und ist an seinem Hebel oder Schlitz erkennbar. Das ältere Spindelventil braucht mehrere Umdrehungen und dichtet über eine Ventilscheibe. Unter einer Spüle sitzt für Kalt- und Warmwasser je ein eigenes Ventil.
Warum es beim Wasserfilter zählt
Für den Einbau eines Untertischfilters und für jeden Kartuschenwechsel genügt es, das Kaltwasser-Eckventil zu schließen. Danach kurz den Hahn öffnen, damit der Restdruck aus der Leitung entweicht, erst dann lässt sich der Anschluss lösen.
Aus der Beratung kennen wir den häufigsten Fall: Das Ventil sitzt fest oder tropft nach dem Schließen weiter. Beides deutet auf Verkalkung oder eine verschlissene Dichtung hin, und beides gehört vor dem Filtereinbau behoben. Ein Eckventil, das nicht mehr dicht schließt, macht jeden späteren Kartuschenwechsel zur Aktion mit Eimer.
Abgrenzung
Das Eckventil sitzt an der einzelnen Entnahmestelle. Das Wohnungs-Absperrventil trennt die ganze Wohnung vom Steigstrang, meist am Wasserzähler. Die Hauptabsperreinrichtung sitzt dort, wo die Leitung ins Gebäude kommt, und gehört zum Hausanschluss. Nicht zu verwechseln mit dem Rückflussverhinderer, der nicht absperrt, sondern nur eine Fließrichtung zulässt.
Quellen
- DIN 1988-100 - Schutz des Trinkwassers, Sicherungseinrichtungen
- DIN EN 806-5 - Betrieb und Wartung von Trinkwasser-Installationen
Verwandte Begriffe
Weiterlesen
