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Ein Hauswasseranschluss Schema erklärt:

Der Hausanschluss reicht von der Versorgungsleitung des Wasserwerks bis zur Wasserzähleranlage, danach beginnt Ihre private Trinkwasserinstallation. Nach § 10 AVBWasserV ist die Hausanschlussleitung Betriebsanlage des Versorgers, viele Versorger übertragen den Abschnitt auf dem Grundstück per Anschlussbedingungen dem Eigentümer. Die Absperrarmatur mit Rückflussverhinderer ist nach DIN EN 1717 vorgeschrieben.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 7 Min. Lesezeit
Installateur mit blauer Kappe montiert ein blaues Filtergehäuse an der Hausinstallation

1 Was versteht man unter einem Hauswasseranschluss Schema?

Der Hausanschluss beziehungsweise die Hausanschlussleitung ist das Bindeglied zwischen der Versorgungsleitung des Wasserwerks und Ihrem hauseigenen Wassernetz.

Vom Wasserwerk bis zum Hahn

Bis zur Wasseruhr haftet der Versorger. Alles dahinter ist Sache des Eigentümers — und genau dort entstehen die meisten Befunde.
Zuständigkeitsgrenze am Übergabepunkt nach Trinkwasserverordnung; Materialabgabe nach den UBA-Bewertungsgrundlagen für metallene Werkstoffe.

Ein Hauswasseranschluss ist in der Regel wie folgt aufgebaut:

  1. Versorgungsleitung des Wasserwerks bis zur Grundstücksgrenze
  2. Hausanschlussleitung ab der Grundstücksgrenze bis zur Wasserzähleranlage
  3. Wasserzähler mit Probenahmestelle
  4. Hauptabsperreinrichtung mit Rückflussverhinderer
  5. optional ein Filter direkt nach dem Zähler
  6. ab hier beginnt Ihre private Trinkwasserinstallation im Haus

Wer welche Teile besitzt und wer für Reparaturen zahlt, erklären wir im Anschluss im Detail.

Die Leitung hat ihren Anfang an der Abzweigstelle der Versorgungsleitung in der Straße und ihren Endpunkt an der Wasserzählanlage in Ihrem Haus. Sowohl die Versorgungsleitung als auch der Wasserzähler sind Eigentum der Versorgungsbetriebe. Die Halte- beziehungsweise Einbauvorrichtungen, die für den Wasserzähler notwendig sind, gelten jedoch als Kundeneigentum und sind daher auch für den Kunden mit Kosten verbunden. Der Zähler muss jederzeit zugänglich sein.

Die Hausanschlussleitung gilt bei vielen Versorgern ab der Grundstücksgrenze (bis zur Wasser-Hauptabsperreinrichtung) als Kundeneigentum, weshalb Sie dann alle damit verbundenen Kosten tragen. Maßgeblich sind die Anschlussbedingungen Ihres Versorgers (siehe Tabelle unten). Falls Sie eine Eigenversorgungsanlage betreiben, beginnt die Trinkwasserinstallation, sobald die Beschaffenheit des Wassers der Trinkwasserverordnung entspricht. Dies ist in der Regel der Fall nach der Wasseraufbereitungsanlage.

Schema Hauswasseranschluss

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2 Wer besitzt welchen Teil – und wer zahlt?

Da die Eigentumsfrage der häufigste Streitpunkt rund um den Hauswasseranschluss ist, hier die Zuständigkeiten noch einmal im Überblick:

Bauteil Eigentümer Kosten für Wartung/Reparatur
Versorgungsleitung bis zur Grundstücksgrenze Wasserversorger Wasserversorger
Hausanschlussleitung (Grundstücksgrenze bis Wasserzähler/Hauptabsperreinrichtung) Nach AVBWasserV grundsätzlich Betriebsanlage des Wasserversorgers; viele Versorger übertragen den Abschnitt auf dem Grundstück per Anschlussbedingungen dem Grundstückseigentümer Herstellung und Änderung zahlt der Anschlussnehmer (AVBWasserV); Unterhalt je nach Regelung des Versorgers
Wasserzähler Wasserversorger Wasserversorger
Halte-/Einbauvorrichtung für den Wasserzähler Grundstückseigentümer Grundstückseigentümer
Hauptabsperreinrichtung mit Rückflussverhinderer Grundstückseigentümer Grundstückseigentümer
Trinkwasserinstallation im Haus Grundstückseigentümer Grundstückseigentümer

Rechtlicher Rahmen: Nach § 10 AVBWasserV beginnt der Hausanschluss an der Abzweigstelle des Verteilungsnetzes und endet mit der Hauptabsperrvorrichtung. Er gehört zu den Betriebsanlagen des Versorgers, sofern nichts anderes vereinbart ist, und der Kunde trägt die Kosten für Herstellung und Änderung. Wo genau die Eigentums- und Unterhaltsgrenze auf Ihrem Grundstück liegt, regeln die Technischen Anschlussbedingungen Ihres Wasserversorgers – ein Blick hinein lohnt sich vor jeder Reparatur.

3 Details zum Hauswasseranschluss

  • Am Wasserzähler sind in der Regel Probenahmestellen eingebaut, damit das vom Wasserversorger gelieferte Wasser auf seine Qualität geprüft werden kann.
  • Die Absperrarmatur mit Rückflussverhinderer ist ein wichtiges Element des Hausanschlusses, um zu verhindern, dass das Wasser ins Leitungsnetz zurückfließt. Als Sicherungsarmatur ist sie nach der europäischen Norm DIN EN 1717 vorgeschrieben und sollte mindestens einmal im Jahr gewartet werden, was jedoch in kaum einem Fall gemacht wird.
  • In einigen Fällen haben Hauswasseranschlüsse einen Filter unmittelbar nach dem Wasserzähler. Dieser soll dem Leitungswasser ungelöste Stoffe entziehen und so die Leitungen im Haus schützen. Die Filtereinsätze müssen regelmäßig gereinigt beziehungsweise ausgetauscht werden, um den hygienischen Vorschriften zu genügen.
  • Es ist wichtig, dass der Wasserzähler spannungsfrei eingebaut wird. Überschreitet der Ruhedruck des Versorgers 5 bar, ist gemäß DIN 1988-200 zum Schutz der Hausinstallation ein Druckminderer unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage bzw. der Hauptabsperrung einzubauen.
  • Das Schema eines Hauswasseranschlusses ist gemäß AVBWasserV (Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser) und der DIN 18012 ("Anschlusseinrichtungen für Gebäude - Allgemeine Planungsgrundlagen", Ausgabe 2018) streng geregelt, weshalb es keine großen Unterschiede beim Aufbau gibt.

4 Leitungswasser als Trinkwasser

In Deutschland ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel und kann daher als Trinkwasser genutzt werden. Durch die Trinkwasserverordnung (TrinkwV, zuletzt 2023 novelliert) wird hierzulande die Konzentration vieler Inhaltsstoffe in unserem Leitungswasser überprüft.

Vom Wasserwerk zum Hausanschluss Illustration
Vom Wasserwerk zum Hausanschluss (Bildquelle: 615755102 von macrovector / Depositphotos)

Dennoch sollte Ihnen bewusst sein, dass der Großteil des Wassers, das aus unseren Leitungen kommt, als Brauchwasser und nicht als Trinkwasser genutzt wird. Und die Grenzwerte beziehungsweise Kontrollen sind dementsprechend angepasst.

Des Weiteren sollte jedem bewusst sein, das die Einhaltung von Grenzwerten nicht bedeutet, dass keine schädlichen Inhaltsstoffe mehr im Wasser vorkommen. Für einige Stoffe gibt es noch nicht sehr lange Grenzwerte beziehungsweise bis heute keine Grenzwerte (z.B. Arzneimittelrückstände im Trinkwasser) und regelmäßige Kontrollen.

Nützlich:

Daher kann ein Wasserfilter (Feinfilter) direkt an der Entnahmestelle (z.B. in der Küche) sinn machen.

Hinzu kommt der Aspekt, dass die Wasserversorger zwar die Qualität des Wassers bis zum Hauszähler garantieren, doch auch im hauseigenen Wassernetz lauern Gefahren bezüglich einer Kontaminierung des Wassers.

Besonders Bewohner von Häusern mit alten und eventuell rostigen Leitungen oder toten Strängen sind gefährdet, verunreinigtes und mit Keimen belastetes Wasser zu trinken. Was sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken kann. Einige Häuser besitzen immer noch Bleileitungen, die das Schwermetall Blei ans Wasser abgeben können.

Ein zusätzlicher Feinfilter ist meist verzichtbar, wenn …

  • Ihr Haus neu gebaut wurde und moderne Leitungen aus Kunststoff oder Edelstahl verlegt sind
  • keine Auffälligkeiten wie Trübung oder Verfärbung auftreten
  • die veröffentlichte Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers unauffällig ist

Ein Feinfilter an der Entnahmestelle ist sinnvoll, wenn …

  • Sie in einem Altbau mit möglicherweise alten oder rostigen Leitungen wohnen
  • Bleileitungen oder tote Leitungsstränge im Haus vorhanden sein könnten
  • Sie unabhängig vom Zustand des hauseigenen Netzes auf Nummer sicher gehen möchten; ein Aktivkohle-Blockfilter senkt die Belastung am Entnahmepunkt, ob vorher gemessen wurde oder nicht

5 Häufige Fragen zum Hauswasseranschluss

Wer zahlt, wenn die Hausanschlussleitung repariert werden muss?

Das hängt vom Abschnitt ab: Nach § 10 AVBWasserV ist die Hausanschlussleitung grundsätzlich Betriebsanlage des Versorgers, viele Versorger übertragen den Teil auf dem eigenen Grundstück aber per Anschlussbedingungen dem Grundstückseigentümer. Maßgeblich sind die Technischen Anschlussbedingungen Ihres Versorgers.

Wie oft muss der Rückflussverhinderer gewartet werden?

Als Sicherungsarmatur nach DIN EN 1717 sollte er mindestens einmal im Jahr gewartet werden – in der Praxis wird das jedoch häufig versäumt.

Ab wann brauche ich einen Druckminderer am Hausanschluss?

Überschreitet der Ruhedruck des Versorgers 5 bar, ist gemäß DIN 1988-200 ein Druckminderer unmittelbar hinter der Wasserzähleranlage bzw. Hauptabsperrung einzubauen.

Ist Leitungswasser als Trinkwasser sicher?

Ja, in Deutschland ist Leitungswasser das am besten kontrollierte Lebensmittel und durch die Trinkwasserverordnung (zuletzt 2023 novelliert) reguliert. Die Grenzwerte gelten aber nur bis zum Hauszähler – im hauseigenen Netz, etwa bei alten oder rostigen Leitungen, kann die Qualität leiden.

6 Fazit

Ein Hauswasseranschluss folgt einem klar geregelten Schema aus Versorgungsleitung, Hausanschlussleitung, Wasserzähler und Hauptabsperreinrichtung. Wo genau Eigentum und Kostenpflicht wechseln, regeln § 10 AVBWasserV und die Anschlussbedingungen des jeweiligen Versorgers. Für die Qualität im eigenen Netz nach dem Zähler bleiben Sie selbst verantwortlich.

Eigentum & Kosten

Bis zur Hauptabsperreinrichtung meist Versorger-Angelegenheit, danach zahlt der Grundstückseigentümer.

Sicherungsarmatur & Druck

Rückflussverhinderer nach DIN EN 1717 jährlich warten, Druckminderer ab 5 bar Pflicht.

Feinfilter an der Entnahmestelle

Schützt zusätzlich vor Rückständen aus dem hauseigenen, nicht vom Versorger kontrollierten Leitungsnetz.

Wasser aus dem eigenen Netz zusätzlich absichern?Ein Feinfilter direkt an der Entnahmestelle schützt vor Rückständen aus dem hauseigenen Leitungsnetz – oder lassen Sie sich persönlich beraten.
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Marco Fabian Profilbild

Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor