Glossar

Zeolith

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Zeolithe sind kristalline Alumosilikate mit einem regelmäßigen Porengerüst, die in Wasserfiltern als Ionentauscher und Adsorbens für Ammonium und bestimmte Schwermetalle eingesetzt werden.

Wie Zeolith wirkt

Das Kristallgitter enthält Hohlräume von wenigen Zehntel Nanometern, in die nur Ionen bestimmter Größe hineinpassen. Diese Größenselektivität ist der Unterschied zur Aktivkohle: Aktivkohle bindet über Oberflächenkräfte, Zeolith über Geometrie und Ladung. Das macht ihn stark bei Ammonium, Cäsium und einigen Schwermetallen und praktisch wirkungslos bei organischen Schadstoffen wie Pestiziden oder Arzneimittelresten.

Natürlich und synthetisch

Natürliche Zeolithe wie Klinoptilolith werden bergmännisch abgebaut, synthetische gezielt hergestellt und sind in ihrer Porenweite gleichmäßiger. In der Wasseraufbereitung kommen beide vor, meist als Beimischung in Mischbettkartuschen.

Abgrenzung und Vorsicht

Zeolith wird auch als Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Das ist ein anderes Thema und hat mit der Wasserfiltration nichts zu tun. Eine Zeolith-Beimischung ersetzt keine Aktivkohle und umgekehrt: Wer Pestizide, Chlor oder Arzneimittelrückstände aus dem Wasser holen will, braucht Aktivkohle.

Wenn Zeolith sinnvoll ist

Bei Ammonium, das in der Trinkwasserverordnung als Indikatorparameter mit 0,50 Milligramm je Liter geführt wird und meist auf Einträge aus Landwirtschaft oder Abwasser hinweist. Auch in der Aquaristik ist Zeolith aus genau diesem Grund verbreitet. Im Haushalt ist er selten die passende Antwort, weil Ammonium im deutschen Trinkwasser praktisch keine Rolle spielt.

Quellen

Verwandte Begriffe

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