Glossar

Entkalkung, Enthärtung und Kalkschutz

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Entkalkung, Enthärtung und Kalkschutz werden im Alltag gleichbedeutend verwendet und bezeichnen drei verschiedene Dinge. Die Unterscheidung entscheidet darüber, welches Gerät für welchen Zweck taugt. Was davon im Haushalt sinnvoll ist, steht im Blog unter Wasser entkalken.

Entkalkung

Entfernt bereits abgelagerten Kalk von Oberflächen, üblicherweise chemisch mit Zitronen- oder Essigsäure. Sie wirkt rückwirkend und verändert das Wasser nicht. Wer seinen Wasserkocher auskocht, entkalkt.

Enthärtung

Nimmt die Härtebildner Calcium und Magnesium aus dem Wasser, bevor sie irgendwo ankommen. Technisch geschieht das über einen Ionentauscher, der die Härtebildner gegen Natrium tauscht. Die Wasserhärte sinkt dabei tatsächlich messbar, dafür steigt der Natriumgehalt und die Anlage braucht Regeneriersalz.

Kalkschutz

Entfernt nichts. Calcium und Magnesium bleiben vollständig im Wasser, ihre Kristallbildung wird lediglich so beeinflusst, dass sie nicht mehr festhaftend ausfallen. Dazu gehören Impfkristall-Verfahren wie CLC-Granulat sowie physikalische Geräte mit Magnetfeld oder Impuls. Eine Wasseranalyse zeigt danach denselben Härtegrad wie vorher, das ist kein Mangel, sondern die Funktionsweise.

Verfahren Härte danach Wirkt auf Verbrauchsmaterial
Entkalkung (Säure) unverändert vorhandene Ablagerungen Säure
Enthärtung (Ionentausch) niedriger das Wasser selbst Regeneriersalz
Kalkschutz (CLC, physikalisch) unverändert die Kristallbildung Granulat oder keines

Abgrenzung

Nicht zu verwechseln mit Entsalzung, die alle gelösten Salze entfernt, nicht nur die Härtebildner. Und keines der drei Verfahren ist eine Reinigung: Schadstoffe, Keime und organische Belastungen bleiben unberührt.

Quellen

  • Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) - Einteilung der Härtebereiche
  • DIN EN 14743 - Anlagen zur Behandlung von Trinkwasser innerhalb von Gebäuden, Enthärter

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