Wasser-Wissen · Gesundheit

Was ist gutes Wasser?

Gutes Wasser ist schadstoffarm, enthält natürliche Mineralien und hat einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert zwischen 7 und höchstens 9. Vollständig demineralisiertes Wasser entzieht dem Körper dagegen Mineralien und wirkt eher wie ein Gift. Leitungswasser bietet zudem die beste Klimabilanz, da keine Emissionen durch Flaschenherstellung, Transport oder Entsorgung entstehen.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 7 Min. Lesezeit
Frau in rosa Bluse trinkt in Seitenansicht aus einem Glas mit klarem Wasser
Bildquelle: fizkes / istockphoto.com

Gutes Wasser ist schadstoffarm, enthält natürliche Mineralien, hat einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert und eine gute Klimabilanz. Um sich nun also jeden Tag mit ausreichend Wasser zu versorgen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die einen schwören nach wie vor auf ihre Lieblingssorte aus dem Supermarkt. Andere sind längst davon überzeugt, dass der heimische Wasserhahn gesundes Wasser liefert. Dann ist da noch der Wasserfilter, der vielleicht die beste Qualität bringt. Davon abgesehen entscheiden auch Geschmack, pH-Wert und Nachhaltigkeit über gutes Wasser.

1 Gutes Wasser ist vor allem schadstoffarm

Reinheit ist bei Wasser oberstes Gebot, weil Wasser ein Nahrungsmittel ist. Unzählige Schadstoffe können es verunreinigen, und Wasser bietet zugleich beste Bedingungen für Bakterien und andere Organismen. Wasser muss also rein sein oder gereinigt werden, um gut zu sein.

Wasser aus dem Supermarkt nicht immer schadstofffrei

Die meisten Verbraucher gehen davon aus, dass abgefülltes Wasser in Flaschen aus dem Handel eine absolute Reinheit bietet. Kaum einer kann sich vorstellen, dass die eben so aufwendig beworbenen Wassersorten tatsächlich mit Schadstoffen belastet sein können. Die Realität zeigt jedoch, dass das durchaus der Fall ist.

Tests wiesen häufig Rückstände von Pestiziden nach, und selbst Uran wurde in Mengen oberhalb der Grenzwerte gefunden. Auch der aktuelle Vergleichstest stiller Mineralwässer von ÖKO-TEST (Jahrbuch 2026) bemängelt Schadstoffe wie Chrom(VI), Arsen, Nitrat und TFA in 21 von 53 Produkten.

Reinheit von Leitungswasser fällt unterschiedlich aus

Was die Sauberkeit des deutschen Leitungswassers angeht, so wird die hiesige Trinkwasserverordnung (Fassung 2023) stets als Argument angeführt. Entsprechend dieser Verordnung unterliegt das Leitungswasser einer Reihe von strengen Richtlinien und einzuhaltender Grenzwerte. Damit gilt das Trinkwasser, welches die deutschen Wasserwerke liefern, hierzulande als das am strengsten kontrollierte Nahrungsmittel.

Trotzdem ist dabei stets von Grenzwerten die Rede. Das heißt, zahlreiche Verunreinigungen werden in Mengen geduldet, die als gesundheitlich unbedenklich gelten.

Die tatsächlichen Werte und die Qualität des Leitungswassers können regional stark schwanken. Beispielsweise kann das Wasser in stark landwirtschaftlich geprägten Gebieten eine umso höhere Menge an Pestizidrückständen beinhalten. Auch gibt es eine Reihe von Verunreinigungen wie Mikroplastik oder gerade in Ballungsgebieten Rückstände von Arzneimitteln, für die es bis heute gar keine Grenzwerte gibt.

Was ein Wasserfilter für gutes Wasser leistet

Wasserfilter reduzieren Schadstoffe und Verunreinigungen auf ein Minimum. Für den heimischen Gebrauch gibt es dafür längst praktische Geräte. Wasserfilter mit Aktivkohleblöcken beispielsweise entfernen ohne Chemie Schadstoffe wie Arzneimittelrückständen, Bakterien, Mikroplastik und belassen natürliche Spurenelemente im Wasser.

Dabei werden auch geruchs- und geschmacksstörende Stoffe aus dem Wasser herausgefiltert, während natürliche Mineralien wie Natrium, Kalzium und Magnesium im Trinkwasser verbleiben. So entsteht gutes Wasser, das sich in Frische und Geschmack merklich von den Alternativen unterscheidet.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

2 Gutes Wasser enthält natürliche Spurenelemente

Gutes Wasser enthält natürliche Mineralien, braucht aber keinen Überschuss davon. Tafel- oder Quellwassersorten werden gern damit beworben, dass sie reich an diversen Mineralien sind; oft handelt es sich dabei sogar um Zusatzstoffe. Bei einer ausgewogenen Ernährung liefert feste Nahrung all diese Stoffe aber bereits zur Genüge. Wasser braucht es dafür nicht.

Vollständig demineralisiert darf Trinkwasser allerdings ebenso wenig sein. Zwar werben manche Filtersysteme damit, dass sie selbst Kalzium und Magnesium auf ein Minimum reduzieren, sodass quasi reinstes Wasser entsteht. Vollständig demineralisiertes Wasser wirkt aber eher wie ein Gift für den Körper, denn es entzieht den Körperzellen durch Osmose ihre lebensnotwendigen Mineralien.

ein Glas voll Wasser
Das ideale Wasser ist schadstofffrei, enthält Mineralien und schafft keine unnötige Umweltbelastung. (Bildquelle: Inna Kozhina / istockphoto.com)

3 Ist Kohlensäure gut für Wasser?

Kohlensäure macht Wasser nicht besser, sie konserviert es vor allem. Viele Verbraucher setzen trotzdem wegen des Prickelns auf Wasser aus dem Supermarkt, und manche gehen sogar davon aus, dass das Wasser dadurch frischer ist. Im Verdauungstrakt wirkt Kohlensäure eher unangenehm, weil sie aufbläht.

Wer dennoch nicht auf ein wenig Prickeln verzichten möchte, hat heutzutage dank günstiger Sodabereiter die Möglichkeit, auch Leitungs- und gefiltertes Wasser etwas aufzupeppen. Praktisch daran ist, dass die Vorteile des Trinkwassers aus der Leitung bestehen bleiben. Und die Kohlensäure lässt sich nach Wunsch dosieren, sodass der negative Effekt kaum ins Gewicht fällt.

4 Welchen pH-Wert hat gutes Wasser?

Gutes Wasser hat einen neutralen bis leicht basischen pH-Wert, also 7 bis höchstens 9. Kohlensäure senkt den pH-Wert: Viele käufliche Sprudelwasser mit hohem Kohlensäuregehalt liegen sogar zwischen 4 und 5 im sauren Bereich. Wer davon viel trinkt oder an einem sensiblen Magen oder Reflux leidet, tut sich nichts Gutes und belastet gegebenenfalls das Säure-Basen-Gleichgewicht seines Körpers.

Der Idealfall ist möglichst pH-neutrales Wasser. Das spricht für Leitungswasser, da dessen pH-Wert zumeist über 7 gehalten wird. Insbesondere bei Kupferrohren muss das Wasser leicht basisch sein, weil es sonst Kupfer lösen und aufnehmen würde.

Wer sich dahingehend unsicher ist, ist mit einem Aktivkohle-Wasserfilter auf der sicheren Seite. Dieser verändert zwar nicht den pH-Wert des Wassers, filtert aber Schwermetalle wie Kupfer oder gar Blei heraus, die das Wasser auf dem Weg durch die Leitung unter Umständen aufgenommen hat.

5 Gutes Wasser hat eine gute Klimabilanz

Leitungswasser hat die beste Klimabilanz aller Trinkwasserarten. Das zählt, weil jede Umweltbelastung mehr oder weniger direkt auch den globalen Wasserkreislauf beeinflusst und damit unser aller Trinkwasser. Das genutzte Wasser sollte also selbst eine gute Klimabilanz haben.

Abgefülltes Wasser aus dem Handel fällt hier negativ aus, denn mehrere Faktoren kommen zusammen. Zum einen verursachen schon die Herstellung der Flaschen, die Verarbeitung und der Transport Emissionen. Zum anderen entstehen Abfälle, die auch Recycling nicht gänzlich beseitigt. Vor allem Mikroplastik ist dahingehend ein globales Problem.

Leitungswasser stammt aus dem ohnehin betriebenen Netz der Grundversorgung und verursacht keine weiteren Emissionen oder Abfälle. Vor allem das Ausbleiben von Verpackung und Transport ist ein Argument für sich. Laut einer für den Bundestag ausgewerteten Ökobilanz-Studie entsteht der Großteil der CO2-Emissionen von Mineralwasser durch Flaschenherstellung, Transport und Entsorgung. Leitungswasser schneidet dadurch über den gesamten Lebensweg um ein Vielfaches klimafreundlicher ab.

6 Gutes Wasser schmeckt gut

Geschmack ist neben den objektiven Kriterien für gutes Wasser das einzige subjektive. Gerade für Tafel- oder Quellwassersorten aus dem Supermarkt ist er oft ein Verkaufsargument.

Der Geschmack von Leitungswasser hält dagegen viele vom Umstieg ab. Dabei ist der Eigengeschmack des deutschen Trinkwassers je nach Region sehr unterschiedlich, weil die Wasserqualität es ist. Wer einen Wasserfilter nutzt, erhält Leitungswasser mit klarem Geschmack.

Vor allem Aktivkohle-Blockfilter eignen sich dafür. Sie filtern neben Schadstoffen auch geschmacks- und geruchsstörende Stoffe heraus, belassen aber Mineralien wie Kalzium und Magnesium im Wasser. Diese natürlichen Inhaltsstoffe bestimmen den angenehmen Geschmack frischen, naturbelassenen Wassers mit.

gutes Wasser = gefiltert und verfeinert
Gefiltertes Wasser mit Zitrone, Gurke oder Minze: So schmeckt reines Wasser auch ohne Zusatzstoffe. (Bildquelle: Rocky89 / istockphoto.com )

7 Was Leser zu gutem Wasser noch fragen

Ist Mineralwasser automatisch besser als Leitungswasser?

Nicht zwangsläufig. Mineralwasser darf zwar unbehandelt aus einer geschützten unterirdischen Quelle stammen, muss aber ebenso wenig frei von jeglichen Schadstoffen sein wie Leitungswasser. Es zählt die tatsächliche Reinheit und ein ausgewogener, nicht zu hoher Mineralstoffgehalt, nicht die Herkunft.

Woran erkennt man gutes Wasser geschmacklich?

Gutes Wasser schmeckt klar und neutral, ohne metallischen, chlorigen oder muffigen Beigeschmack. Solche Fehlnoten deuten häufig auf Rückstände aus alten Rohrleitungen, Desinfektionsmittel oder eine längere Standzeit im Leitungsnetz hin und lassen sich mit einem Aktivkohlefilter zuverlässig entfernen.

Muss gutes Wasser still sein?

Nein, Kohlensäure sagt für sich genommen nichts über die Reinheit des Wassers aus. Sie senkt lediglich dessen pH-Wert und kann bei empfindlichem Magen unangenehm auffallen. Wer auf das Prickeln nicht verzichten möchte, kann gefiltertes Leitungswasser mit einem Sodabereiter dosiert aufsprudeln.

8 Was Sie jetzt tun können

Trinken Sie Leitungswasser und filtern Sie es mit einem Aktivkohle-Blockfilter, der Schadstoffe entfernt und Mineralien belässt. Warum sich das auch bei kontrolliertem Trinkwasser lohnt, steht unter Warum Wasser filtern?

Flaschenwasser

Nicht automatisch schadstofffrei und mit schlechterer Klimabilanz durch Herstellung, Transport und Entsorgung.

Ungefiltertes Leitungswasser

Streng kontrolliert, aber regional unterschiedlich in Qualität und Geschmack.

Gefiltertes Leitungswasser

Aktivkohle-Blockfilter entfernen Schadstoffe, belassen Mineralien und sorgen für angenehmen Geschmack, dazu die beste Klimabilanz.

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Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor