Wasser-Wissen · Gesundheit

Gesundes Wasser: Was Leitungs-, Mineral- und Quellwasser unterscheidet

Gesundes Wasser ist frei von Schadstoffen wie Schwermetallen, Mikroplastik und Arzneimittelrückständen, enthält aber weiterhin natürliche Mineralien. Deutsches Leitungswasser hält die gesetzlichen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung zu über 99 Prozent ein. Ein Aktivkohle-Wasserfilter entfernt zusätzlich Schadstoffe, für die es noch keine Grenzwerte gibt, während die Mineralien erhalten bleiben.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 10 Min. Lesezeit8 Quellen
Frau betrachtet skeptisch ein Glas Wasser, daneben eine Glaskaraffe auf dem Tisch
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1 Warum ist gutes, gesundes Wasser wichtig?

Es ist inzwischen allgemein bekannt, dass der menschliche Körper zu gut zwei Dritteln aus Wasser besteht. Von diesem Wasser im Körper sind abermals zwei Drittel in den vielen verschiedenen Zellen des Körpers enthalten. Damit bildet es die Basis für den gesamten Organismus mit all seinen Prozessen und Mikroprozessen.

Was viele nicht wissen, ist, dass bereits ein Wasserverlust von mehr als zwei Prozent des Körpergewichtes zu Mangelerscheinungen führt. Denn Wasser fungiert hauptsächlich als Transportmedium für Stoffwechsel und Kreislauf. Fehlt es an Wasser, wird das Blut dicker, sodass es Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr wie eigentlich notwendig transportieren kann.

Schwitzen bei körperlicher Anstrengung, die Atmung und jeder Toilettengang – all das sind ganz natürliche Vorgänge, bei denen Wasser über den Tag hinweg verloren geht. Um das auszugleichen sollten täglich mindestens zwei Liter Wasser getrunken werden. [1] Am leichtesten fällt das mit Wasser, das Ihnen schmeckt und ohne Zucker und Kalorien auskommt, denn dann greifen Sie gern und oft zum Glas.

2 Was macht gesundes Wasser aus?

Grundsätzlich lässt sich sagen: gesund ist, was dem Körper akut und dauerhaft gut tut. Insofern verhält es sich beim Wasser prinzipiell wie auch bei fester Nahrung. Es kommt in erster Linie darauf an, dass das Wasser keine schädlichen Bestandteile enthält. Tatsächlich ist es bei Wasser sogar umso wichtiger, dass sich keinerlei Bakterien darin befinden.

Schließlich ist Wasser der Quell des Lebens und bietet für viele schädliche Organismen überhaupt erst die Grundlage zur Vermehrung. Die Frage „Welches Wasser ist das gesündeste?“ kann daher ebenso lauten „Welches Wasser ist das sauberste?“. Davon abgesehen enthält Wasser aber auch natürlicherweise Mineralien und ähnliche nützliche Stoffe. Dazu ist anzumerken, dass auch davon nicht zu viel enthalten sein sollte, weil der Körper mit diesen überschüssigen Stoffen sonst unnötig belastet wird.

Physikalische Wasseroptimierung:

Wir bei Vitalhelden.de bieten dafür noch einen weiteren Baustein an. Er knüpft an Wasserforscher wie Wilfried Hacheney und Gerald Pollack an, die sich mit der Bewegung und dem Verhalten von Wasser beschäftigt haben. So setzen wir z.B. neben der Reinigung von Leitungswasser auch auf die physikalische Optimierung durch Wasserverwirbler.

sternförmige Wasserstruktur von belebtem Wasser
Symbolbild zur Wasserverwirbelung

3 Welches Wasser ist am besten für individuelle Umstände?

Ausgehend von tatsächlich reinem Wasser mit einem ausgeglichenen Bestand an natürlichen Mineralien, kann unter Umständen noch einmal unterschieden werden. Sportler haben beispielsweise einen erhöhten Magnesiumbedarf, für Kinder im Wachstum ist Kalzium für die Knochen wichtig und Natrium wird bei jedem benötigt, der viel schwitzt. Diese Mineralien kommen grundsätzlich im Wasser vor und je nach Fall kann das gesündeste Wasser also eines mit einem gewissen Mehranteil eines Minerals sein.

Worauf wiederum tatsächlich jeder achten kann und sollte, ist die richtige Temperatur. Ist es im Sommer sehr heiß, erfrischen sich viele nur zu gern mit eiskaltem Wasser. Allerdings beträgt die Körpertemperatur etwa 37 Grad und kaltes Wasser muss zur Nutzung erst vom Körper erwärmt werden – die Folge dabei: noch mehr Schwitzen.

4 Gibt es auch ungesundes Wasser?

Nun ist allzu kaltes Wasser bei heißen Umgebungstemperaturen nicht zwangsweise ungesund. Gleichwohl verlangt es vom Körper einen Energieaufwand für den Temperaturausgleich. Durchaus als nicht gesund zu betrachten ist Wasser jedoch dann, wenn es viele Kalorien oder viel Zucker enthält. Insbesondere bei vielen Getränke- und Wassersorten aus dem Handel ist das der Fall.

abgefüllte Getränke mit Zusätzen
Viele Wassersorten aus dem Handel werden effektvoll beworben, bringen jedoch überraschend viele Kalorien auf die Waage. (Bildquelle: mediaphotos / istockphoto.com)

Auch besonders salziges oder demineralisiertes Wasser kann möglicherweise ungesund sein. In beiden Fällen wird durch Osmose der Wasserhaushalt der Körperzellen durcheinander gebracht und der Körper entweder dehydriert oder überschwemmt. (Vollständig demineralisiertes Wasser entsteht z.B. durch Umkehrosmose – mehr zum Unterschied zwischen Aktivkohlefilterung und Umkehrosmose.)

5 Wie rein muss gesundes Wasser sein?

Das letztgenannte Beispiel für eher gefährliche Wassersorten zeigt, dass das gesündeste Wasser keinesfalls ein komplett von allen Inhaltsstoffen entferntes ist. Ein Sprichwort besagt, dass die Dosis das Gift macht, und so ist es auch in vielerlei Hinsicht beim Wasser. Zu viel Salzwasser wäre sicherlich ungesund, aber eine Prise Salz in einem Glas Wasser liefert Nährstoffe.

So verhält es sich auch bei den Mineralien. Grundsätzlich werden so gut wie alle essentiellen Nährstoffe bei einer ausgewogenen Ernährung durch feste Nahrung aufgenommen. Insofern braucht es das Wasser kaum dauerhaft als zusätzliche Nährstoffquelle. Ein besonders hoher Mineraliengehalt macht Trinkwasser deshalb nicht automatisch besser, ganz ohne Mineralien schmeckt es den meisten aber flach.

In Bezug auf Schadstoffe hingegen ist absolute Reinheit ideal. Aus diesem Grund zählt bei Wasserfiltern mit Aktivkohle der Vorteil, dass zwar Schadstoffe entfernt werden, aber natürliche Mineralien im Wasser bleiben. Ebenso wenig beeinflussen solche Aktivkohle-Filtersysteme den pH-Wert beziehungsweise die Härte des Wassers. Denn in natürlicher Form entsprechen diese Kriterien genau den Bedürfnissen des Körpers.

Welche Schadstoffe sind besonders bedenklich?

Die Liste an möglichen Schadstoffen, die sich in Trinkwasser befinden können, ist prinzipiell endlos. In der Praxis allerdings kommt es vor allem auf die Entfernung einiger bestimmter Stoffe an. So sind Schwermetalle wie Kupfer und Blei beispielsweise ein Problem, das sich je nach Rohrleitung bei Leitungswasser ergeben kann.

Durch die allgemeine Umweltverschmutzung ist zudem Mikroplastik im Wasser ein immer größeres Problem im globalen Wasserkreislauf. Das betrifft final auch das Trinkwasser sowohl aus der Leitung als auch abgefüllt aus Quellen. Ähnlich verhält es sich mit Rückständen von Pestiziden, Fungiziden und Arzneien im Wasser. Der Fortschritt der Gesellschaft sowie das steigende Durchschnittsalter sorgen dafür, dass hier zukünftig umso mehr Bedarf an Wasseraufbereitung beziehungsweise Filterung besteht.

Neben den anorganischen Schadstoffen gibt es außerdem natürlich auch organische, quasi lebende Schadstoffe. Bakterien sind je nach Region, je nach Rohrleitung und je nach Lagerung des Trinkwassers ein bedenkliches Risiko. Das gesündeste Wasser oder vielmehr überhaupt genießbares Wasser sollte somit in jedem Fall davon befreit sein.

6 Ist Wasser aus dem Supermarkt gesund?

Noch immer vermuten viele Verbraucher die verschiedenen Wassersorten im Supermarkt als bestes Trinkwasser in Deutschland. Nicht umsonst werben diverse Marken mit allerhand Eigenschaften, durch die das Wasser einen besonderen Mehrwert haben soll. Wie aber oben bereits festgestellt wurde, muss Wasser in erster Linie ein Transportmedium und Flüssigkeit für den Körper sein.

Tatsächlich ist es sogar so, dass bei Qualitätstests die abgefüllten Wassersorten oftmals überraschend schlecht abschneiden. Nicht selten sind Rückstände von Pestiziden gefunden worden. Selbst bei Wassersorten, die als für Säuglingsnahrung geeignet deklariert wurden, konnte schon ein zu hoher Wert an Uran nachgewiesen werden. [2]

7 Leitungswasser oder Mineralwasser – was ist gesünder?

Ein Blick auf die Kontrollpraxis zeigt: Leitungswasser wird deutlich engmaschiger überwacht als abgefülltes Mineralwasser. Nach Angaben der Verbraucherzentrale müssen große Wasserversorger ihr Trinkwasser mehrmals täglich kontrollieren, wobei die Trinkwasserverordnung strenge Grenzwerte für zahlreiche Stoffe wie Nitrat, Blei, Kupfer und Uran vorschreibt. Im Ergebnis hält deutsches Leitungswasser die gesetzlichen Vorgaben zu über 99 Prozent ein. [4] Für Mineralwasser gelten eigene amtliche Zulassungsverfahren, eine vergleichbar hohe Kontrollfrequenz ist dabei aber nicht vorgeschrieben.

Auch beim Mineralstoffgehalt lohnt der genaue Blick: Ein Mineralwasser muss keine bestimmte Mindestmenge an Mineralstoffen enthalten, um sich so nennen zu dürfen. Viele Mineralwässer liefern daher nur wenige Mineralien – manches Leitungswasser enthält sogar mehr. [4] Wer gezielt Mineralstoffe aufnehmen möchte, ist mit einer ausgewogenen Ernährung ohnehin besser beraten als mit einer bestimmten Wassersorte, denn die Hauptquelle für Mineralstoffe bleibt die feste Nahrung.

Unterm Strich ist damit weder Leitungswasser noch Mineralwasser pauschal die gesündere Wahl. Entscheidend ist im Einzelfall die tatsächliche Qualität des jeweiligen Wassers – bei Leitungswasser lässt sich diese durch Filterung zusätzlich verbessern.

8 Ist Wasser aus der Leitung gesund?

Deutsches Leitungswasser wird durch die deutsche Trinkwasserverordnung reguliert. Dank dieser unterliegt das Leitungs- beziehungsweise Trinkwasser hierzulande einer Reihe von strengen und regelmäßigen Kontrollen. [3]

Wichtig zu wissen ist, dass jedoch auch die Trinkwasserverordnung und die Wasserversorger nicht etwa für eine absolute Reinheit sorgen. Vielmehr legt die Verordnung für eventuelle Schadstoffe zulässige Grenzwerte fest, die nach heutigem Wissen als unbedenklich gelten. Das heißt also, beispielsweise selbst geringste Mengen Blei können in ungefiltertem Leitungswasser vorkommen. Genauere Informationen über die Wasserqualität in Deutschland können Verbraucher beim zuständigen Versorger erfragen.

9 Kann Leitungswasser auch ungesund sein?

In aller Regel zeigen die Informationen der Wasserversorger, dass das gelieferte Wasser tatsächlich im Rahmen der Unbedenklichkeit liegt. Allerdings gibt es wichtige Einschränkungen. Daher gilt es hier zu beachten,

  • dass es für viele Schadstoffe gar keine Grenzwerte und Kontrollen gibt, hierzu zählen z.B. Arzneimittel und Mikroplastik.
  • dass die kilometerlangen Leitungen je nach Ort oder Stadt mitunter selbst Jahrzehnte alt sind.
  • und dass die Trinkwasserverordnung ohnehin nur bis zur Wasseruhr jedes Gebäudes greift. Ab dort nämlich können Rohrleitungen und andere Umstände des Hauses die Qualität des Wassers negativ beeinflussen.

Bei sehr alten Rohren oder anderweitig unpassenden Wasserleitungen kann das Wasser bedenkliche Mengen an Schadstoffen wie Blei oder Kupfer aufnehmen.

10 Ist gefiltertes Wasser am gesündesten?

Ein Wasserfilter setzt dort an, wo die Trinkwasserverordnung aufhört: bei Stoffen ohne Grenzwert und bei Stoffen, die erst die Hausleitung ans Wasser abgibt. Wie oben erwähnt dient zum Beispiel ein Aktivkohle-Wasserfilter der effektiven Entfernung von Schadstoffen wie Pestizid- oder Arzneirückständen, Mikroplastik, Schwermetallen, Bakterien und mehr. Übrig bleiben die natürlichen Mineralien, die das Leitungswasser aus Ihrer Region mitbringt.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

Der Filterprozess geschieht dabei durch chemische und physikalische Prozesse ganz natürlich. Insbesondere filtert der Aktivkohleblock des Wasserfilters auch geschmacks- und geruchsstörende Stoffe heraus. Da das Wasser folglich umso besser schmeckt, animiert dies schließlich dazu, mehr zu trinken. Denn nicht selten vergessen Menschen einfach auch wirklich genug zu trinken. Das gesündeste Wasser ist somit am Ende schlichtes, reines Wasser – sofern man auch genug davon zu sich nimmt.

11 Häufige Fragen zu gesundem Wasser

Ist gesprudeltes Wasser genauso gesund wie stilles Wasser?

Ja, Kohlensäure ist für die meisten gesunden Menschen unbedenklich und beeinflusst weder den Mineralstoffgehalt noch die Reinheit des Wassers. Menschen mit empfindlichem Magen oder Reflux-Beschwerden vertragen stilles Wasser mitunter jedoch besser.

Ist destilliertes Wasser gesund?

Destilliertes Wasser ist vollständig von Mineralien befreit und daher ähnlich zu bewerten wie stark demineralisiertes Wasser: In kleinen Mengen unbedenklich, als dauerhafte alleinige Trinkwasserquelle aber nicht empfehlenswert, da es keinerlei Mineralstoffe liefert und geschmacklich fad ist.

Brauche ich einen Wasserfilter, um gesundes Wasser zu bekommen?

Zwingend notwendig ist ein Wasserfilter aufgrund der strengen Trinkwasserverordnung nicht. Sinnvoll ist er dennoch, um Stoffe zu reduzieren, für die es noch keine gesetzlichen Grenzwerte gibt, etwa Mikroplastik oder Arzneimittelrückstände, sowie um Belastungen durch alte Hausleitungen abzufangen.

12 Fazit

Das gesündeste Wasser ist reines Wasser: frei von Schadstoffen, aber mit einem ausgewogenen, nicht übermäßigen Mineraliengehalt. Weder Leitungs- noch Mineralwasser ist dabei automatisch im Vorteil – entscheidend ist die Qualität im Einzelfall, die sich bei Leitungswasser durch Filterung zusätzlich verbessern lässt.

Leitungswasser

Streng kontrolliert, hält die Grenzwerte zu über 99 Prozent ein.

Mineralwasser

Eigenes Zulassungsverfahren, aber keine vergleichbar hohe Kontrollfrequenz vorgeschrieben.

Gefiltertes Wasser

Entfernt zusätzlich Stoffe ohne gesetzliche Grenzwerte, Mineralien bleiben erhalten.

Zum sichersten Wasser?Ein Aktivkohlefilter entfernt Schadstoffe zuverlässig, während natürliche Mineralien erhalten bleiben.

Quellen

  1. TK Krankenkasse (2020) - Wie viel Wasser soll man trinken?
  2. Ökotest (2020) - Stilles Wasser im Test
  3. Trinkwasserverordnung - aktuelle Fassung (2023)
  4. Verbraucherzentrale - Trinkwasser, Mineralwasser, Tafelwasser – was sind die Unterschiede?

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Marco Fabian Profilbild

Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor