Was genau ist gutes Wasser überhaupt? (Bildquelle: fizkes / istockphoto.com)

Was ist gutes Wasser?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 11. April 2022
Lesedauer: 6 Minuten

Was ist gutes Wasser oder vielmehr: Was ist das bestmögliche Wasser zum Trinken? Diese Frage stellt sich vor dem Hintergrund, dass eine tägliche Flüssigkeitszufuhr nicht nur empfohlen, sondern eben essentiell ist. Genau genommen sollte es sich dabei um etwa 2 Liter pro Tag beziehungsweise 35 Milliliter je Kilogramm Körpergewicht handeln. Kinder und Säuglinge brauchen sogar noch etwas mehr. [1]

Um sich nun also jeden Tag mit ausreichend Wasser zu versorgen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einen schwören nach wie vor auf ihre Lieblingssorte aus dem Supermarkt. Andere wiederum sind längst davon überzeugt, dass der heimische Wasserhahn gesundes Wasser liefert. Dann ist da schließlich noch die Option eines Wasserfilters, der vielleicht die beste Qualität bringt. Davon abgesehen entscheiden aber auch Geschmack, pH-Wert und nicht zuletzt die Nachhaltigkeit über gutes Wasser.

Gutes Wasser - Reinheit ist ein Hauptkriterium

Da Wasser nicht zuletzt auch ein Nahrungsmittel ist, ist Reinheit freilich oberstes Gebot. Es gibt unzählige Schadstoffe, die Wasser verunreinigen können. Zudem geht es hier um die Quelle des Lebens und so bietet Wasser an sich leider auch beste Bedingungen für schädliche Organismen, Bakterien und so weiter. Es liegt also auf der Hand, dass Wasser rein sein oder bereinigt werden muss, um gut zu sein.

Wasser aus dem Supermarkt nicht immer schadstofffrei

Die meisten Verbraucher gehen davon aus, dass abgefülltes Wasser in Flaschen aus dem Handel eine absolute Reinheit bietet. Kaum einer kann sich vorstellen, dass die eben so aufwendig beworbenen Wassersorten tatsächlich mit Schadstoffen belastet sein können. Die Realität zeigt jedoch, dass das durchaus der Fall ist. Durch Tests wurden häufig Rückstände von Pestiziden nachgewiesen und selbst Uran konnte in Mengen oberhalb der Grenzwerte entdeckt werden. [2]

Reinheit von Leitungswasser fällt unterschiedlich aus

Was die Sauberkeit des deutschen Leitungswassers angeht, so wird die hiesige Trinkwasserverordnung stets als Argument angeführt. Entsprechend dieser Verordnung unterliegt das Leitungswasser einer Reihe von strengen Richtlinien und einzuhaltender Grenzwerte. Damit gilt das Trinkwasser, welches die deutschen Wasserwerke liefern, hierzulande als das am strengsten kontrollierte Nahrungsmittel.

Nichtsdestotrotz muss betont bleiben, dass dabei stets die Rede von Grenzwerten ist. Das heißt, es werden zahlreiche Verunreinigungen auch stets in solchen Mengen geduldet, wie es als gesundheitlich unbedenklich gilt. [3] Insofern können die tatsächlichen Werte und die Qualität des Leitungswasser regional stark schwanken. Beispielsweise kann das Wasser in stark Landwirtschaftlich geprägten Gebieten eine umso höhere Menge an Pestizidrückständen beinhalten. Auch gibt es eine Reihe von Verunreinigungen wie Mikroplastik oder gerade in Ballungsgebieten Rückstände von Arzneimitteln, für die es bis heute gar keine Grenzwerte gibt.

Lösungen für gutes Wasser

Wasserfilter reduzieren Schadstoffe und Verunreinigungen schließlich auf ein Minimum. Für den heimischen Gebrauch gibt es dafür längst vielfältige und praktische Lösungen. Wasserfiltersysteme mit Aktivkohleblöcken beispielsweise entfernen auf natürliche Weise relevante Schadstoffe bis hin zu Arzneimittelrückständen, Bakterien, Mikroplastik und belassen wertvolle Spurenelemente im Wasser.

Bei dieser Prozedur werden überdies ganz allgemein geruchs- und geschmacksstörende Stoffe aus dem Wasser herausgefiltert, während natürliche Mineralien wie Natrium, Kalzium und Magnesium im Trinkwasser verbleiben. Dadurch entsteht final gutes Wasser, welches sich in Sachen Frische und Geschmack merklich von den anderen Alternativen unterscheidet.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

Gutes Wasser enthält wertvolle Spurenelemente

Im Sinne des Reinigungs- und Filterungsprozesses, der für gutes Wasser eine Rolle spielt, sind Mineralien ein bedeutender Faktor. Diesen gilt es von verschiedenen Seiten zu betrachten. Einerseits nämlich werden etwa gerade Tafel- oder Quellwassersorten damit beworben, dass sie reich an diversen Mineralien sind. Oftmals handelt es sich dabei sogar um Zusatzstoffe. Jedoch ist erwiesen, dass bei einer ausgewogenen Ernährung feste Nahrung bereits all solche Stoffe zu genüge liefert. Wasser bedarf es dafür nicht.

Absolut demineralisiert darf Trinkwasser allerdings ebenso keinesfalls sein. Zwar werben manche Filtersysteme damit, dass sie selbst Stoffe wie Kalzium und Magnesium auf ein Minimum reduzieren, sodass quasi reinstes Wasser entsteht. Allerdings ist bekannt, dass vollständig demineralisiertes Wasser eher als Gift für den Körper wirkt. Denn dieses entzieht durch Osmose den Körperzellen ihrerseits die essentiellen Mineralien.

ein Glas voll Wasser
Das ideale Wasser ist schadstofffrei, enthält Mineralien und schafft keine unnötige Umweltbelastung. (Bildquelle: Inna Kozhina / istockphoto.com)

Ist Kohlensäure gut für Wasser?

Ein Grund, aus dem viele Verbraucher lieber auf das Wasser aus dem Supermarkt setzen, ist die Kohlensäure, die bei vielen Sorten enthalten ist. Sie mögen das Prickeln und manche gehen sogar davon aus, dass das Wasser dadurch frischer ist. Im Grunde jedoch hat die Kohlensäure bei Sprudelwasser vornehmlich auch konservierenden Effekt. Im Verdauungstrakt hingegen wirkt sie eher belastend, weil sie aufbläht.

Wer dennoch nicht auf ein wenig Prickeln verzichten möchte, hat heutzutage dank günstiger Sodabereiter die Möglichkeit, auch Leitungs- und gefiltertes Wasser etwas aufzupeppen. Das praktische dabei ist, dass die Vorteile des Trinkwassers aus der Leitung bestehen bleiben. Darüber hinaus lässt sich so die Kohlensäure auch nach Wunsch dosieren, sodass der negative Effekt nicht allzu sehr ins Gewicht fällt.

Welchen pH-Wert hat gutes Wasser?

Im Übrigen sorgt Kohlensäure im Wasser außerdem dafür, dass dessen pH-Wert sinkt. Viele käufliche Sprudelwasser mit hohem Kohlensäuregehalt haben sogar einen pH-Wert zwischen 4 und 5 im sauren Bereich. Wer davon entsprechend viel trinkt oder generell an einem sensiblen Magen oder Reflux leidet, tut sich nichts Gutes und belastet gegebenenfalls das Säure-Basen-Gleichgewicht seines Körpers. [4]

Dem gegenüber hat Wasser natürlicherweise einen neutralen bis basischen pH-Wert, also 7 bis höchstens 9. Der Idealfall wäre also tatsächlich möglichst pH-neutrales Wasser. Das spricht für Leitungswasser, da dessen pH-Wert zumeist über 7 gehalten wird. Insbesondere bei Kupferrohren muss das Wasser leicht basisch sein, weil es sonst Kupfer lösen und aufnehmen würde.

Wer sich dahingehend unsicher ist, ist mit einem Aktivkohle Wasserfilter am Ende auf der sichersten Seite. Dieser verändert zwar keinesfalls den pH-Wert des Wassers, filtert aber in jedem Fall Schwermetalle wie Kupfer oder gar Blei heraus, die das Wasser auf dem Weg durch die Leitung unter Umständen aufgenommen hat.

Gutes Wasser hat eine gute Klimabilanz

Die Klimabilanz von Produkten genießt in der Gesellschaft einen immer höheren Stellenwert. Immerhin beeinflusst jegliche Umweltbelastung mehr oder weniger direkt auch den globalen Wasserkreislauf und damit final unser aller Trinkwasser. Insofern liegt es auf der Hand, dass genutzte Wasser an sich auch eine positive Klimabilanz erfüllen sollte.

In dieser Hinsicht fällt abgefülltes Wasser aus dem Handel in jedem Fall negativ aus. Denn hier kommen mehrere Faktoren zusammen. Zum einen bereitet schon die Herstellung der Behältnisse, die Verarbeitung und schließlich der Transport Emissionen. Zum anderen entstehen logischerweise auch allerhand Abfallprodukte, die auch Recyclingmaßnahmen nicht gänzlich beseitigen. Vor allem Mikroplastik ist dahingehend ein globales Problem.

Die beste Klimabilanz hat daher noch immer Leitungswasser. [5] Dieses stammt aus dem ohnehin betriebenen Wasserkreislauf, der eine Grundversorgung der Gesellschaft darstellt, und verursacht somit nicht etwa zusätzliche Emissionen, Abfallprodukte und so weiter. Vor allem das Ausbleiben von Verpackung und Transport ist ein Argument für sich.

Gutes Wasser schmeckt gut

Neben all den genannten grundlegenden und durchaus objektiven Kriterien für gutes Wasser ist da schließlich noch ein ganz subjektiver Aspekt: Der Geschmack. Eben dieser ist gerade für Tafel- oder Quellwassersorten aus dem Supermarkt oft ein Verkaufsargument.

Dem gegenüber ist der Geschmack von Leitungswasser wiederum etwas, was viele vom Umstieg darauf abhält. Dabei ist der Eigengeschmack des deutschen Trinkwassers allerdings je nach Region sehr unterschiedlich aufgrund der unterschiedlichen Wasserqualität. Wer also zusätzlich einen effektiven Wasserfilter nutzt, erhält schließlich Leitungswasser, dass sich durch einen besonderen und klaren Geschmack auszeichnet.

Vor allem Aktivkohle-Blockfilter sind dafür ein ideales Filtersystem. Denn dieses filtert einerseits neben Schadstoffen eben auch geschmacks- und geruchsstörende Stoffe heraus, belässt aber Mineralien wie Kalzium und Magnesium darin. Diese sind ganz natürliche Inhaltsstoffe und nicht zuletzt bestimmend für den angenehmen Geschmack frischen und naturbelassenen Wassers.

gutes Wasser = gefiltert und verfeinert
Gerade gefiltertes und reines Wasser bietet sich für die geschmackliche Verfeinerung mit natürlichen Zutaten an.(Bildquelle: Rocky89 / istockphoto.com )

Fazit

Für die Antwort auf die Frage nach gutem Wasser sind eine Reihe von Kriterien ausschlaggebend. Allen voran betrifft das die Sauberkeit und Reinheit oder, anders gesagt, die Freiheit von Schadstoffen. Von abgefülltem Flaschenwasser kann allerdings aus diversen Gründen wie Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Kosten verzichtet werden.

Effektiv gefiltertes Leitungswasser ist die ideale Lösung. Dafür in Frage kommende Aktivkohle-Blockfilter haben zudem den Vorteil, dass sie Mineralien im Wasser belassen, die einerseits natürlicherweise hineingehören und andererseits für einen angenehmen Geschmack sorgen. Obendrein besitzt die natürliche Ressource Leitungswasser eine unschlagbar gute Klimabilanz.

Quellen & Weiterführende Informationen
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    Wir von Vitalhelden.de sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.

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