Jeder Mensch hat einen ganz individuellen Bedarf an Flüssigkeit. Generell gilt: Lieber zu viel als zu wenig trinken! @alvarez / istockphoto.com

Wie viel Wasser sollte man trinken?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 12. August 2021
Lesedauer: 3 Minuten

Prinzipiell gilt: Wasser ist der Grund für alles Leben auf der Erde. Es erfrischt und belebt und an heißen Tagen verspüren wir einen starken Durst. Täglich verliert der menschliche Körper Wasser. Dies geschieht durch Urin und Stuhl, aber auch über das Schwitzen und Atmen. Je höher die Temperaturen oder die sportlichen Belastungen sind, desto mehr Wasser verliert der Körper und kann so schnell dehydrieren. Deshalb muss der Flüssigkeitsverlust unbedingt ausgeglichen werden.

Doch wie viel Wasser sollte man täglich trinken? Kann man diese Frage pauschal beantworten? Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Empfehlungen zur Trinkwassermenge

Bei den Empfehlungen für die ideale Trinkwassermenge am Tag kommt es also stark auf das Individuum selbst an und die Meinungen gehen stark auseinander.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) gilt der Richtwert, dass ein Erwachsener zwischen 19 und 51 Jahren täglich 2650 ml Wasser zu sich nehmen sollte, davon 1440 ml durch Getränke. Bei Kindern und älteren Menschen ist dieser Wert deutlich geringer. Schwangere und stillende Frauen hingegen sollten ihre Trinkwasserzufuhr in dieser Zeit erhöhen [4].

Hierbei wird unbedingt empfohlen, dass die 1,5 Liter nicht auf einmal getrunken werden, da der Körper nicht in der Lage ist, so viel Wasser so schnell zu verarbeiten. Das würde bedeuten, dass wichtige Mineralstoffe nicht aufgenommen und verarbeitet werden könnten. Es wird daher empfohlen, sechs bis acht Gläser à 0,2 Liter Trinkwasser verteilt über den Tag zu trinken [7].

Die Techniker Krankenkasse vermittelt einen Wert von zwei bis drei Litern als vorbildliche Flüssigkeitszufuhr am Tag. Hiervon wird jedoch ein großer Teil durch die Nahrung aufgenommen und so gibt die Krankenkasse einen Richtwert von einem bis 1,5 Liter Trinken am Tag an [8].

Der Nierenphysiologe Heinz Valtin von der Dartmouth Medical School in New Hampshire hat eine Studie durchgeführt und ist zu dem Schluss gekommen, dass sich gesunde, erwachsene Menschen in einem gemäßigten Klima wie beispielsweise in Deutschland beruhigt auf ihr Durstgefühl verlassen dürfen. Sie verbringen den Großteil des Tages im Büro am Schreibtisch, was eine Flüssigkeitszufuhr von zwei Litern täglich nicht erzwingt [1].

Einflussgrößen der Wassermenge

Die oben genannten Werte sind Richtwerte, die von vielen Faktoren abhängen. Dies sind zum einen Alter und Körpergewicht, zum anderen aber auch die physische Aktivität wie schwere körperliche Arbeit oder Sport, die Sie am Tag ausüben und die zu einem höheren Wasserverlust führen, der wieder ausgeglichen werden muss.

Ein anderer Faktor ist Ihre Ernährung, denn durch die Nahrung kann bereits ein großer Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs abgedeckt werden [9]. Wer viele salzhaltige Speisen verzehrt, hat einen höheren Flüssigkeitsbedarf. Die Wassermenge ist zudem abhängig von den äußeren Temperaturen oder Krankheiten.

Nützlich:

Wer Fieber, Durchfall oder Erbrechen hat, sollte mehr Wasser trinken. Auch bei Diäten und Fastenkuren steigt der Flüssigkeitsbedarf [10].

Ist Wasser gleich Wasser? Wichtige Unterschiede

Menschen, die sich gesund ernähren wollen, interessieren sich nicht nur für die richtige Menge an Wasser, die man am Tag trinken sollte, sondern stellen sich auch die Frage, ob sie Leitungswasser oder Mineralwasser trinken sollten.

Leitungswasser hat einen viel geringeren CO2-Fußabdruck als Mineralwasser. Es muss weder in die Supermärkte transportiert werden, noch müssen Energie und Rohstoffe f\u0026uuml;r die Herstellung, die Entsorgung und den Transport der Plastikflaschen verschwendet werden [5].

Doch auch beim Leitungswasser ist Vorsicht geboten, denn es gibt gerade einmal für circa 40 Inhaltsstoffe Grenzwerte und deren Unterschreitung bedeutet lediglich, dass die Konzentration der Schadstoffe begrenzt ist, nicht, dass das Leitungswasser schadstofffrei ist.

Aus diesen Gründen kann es sinnvoll sein, das Leitungswasser vor dem Verzehr zu filtern. Nicht zuletzt liegt die Gefahr auch in den häuslichen Wasserleitungen, denn die Qualität des Trinkwassers wird nur bis zum Hauszähler garantiert. Anschließend können durch alte Leitungen, kaputte Dichtungen und tote Leitungsstränge Verunreinigungen, Keime oder Schwermetalle ins Trinkwasser gelangen und Ihre Gesundheit gefährden.

Fazit

Wasser ist von essenzieller Bedeutung für den menschlichen Körper. Die Meinung darüber, wie viel Wasser am Tag getrunken werden sollte, ist umstritten. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung beispielsweise einen Richtwert von 1,5 Litern vorgibt, spricht die Techniker Krankenkasse zum Beispiel von einem bis 1,5 Litern für einen gesunden erwachsenen Menschen.

Andere Wissenschaftler behaupten sogar, dass man sich in einem Klima wie in Deutschland mit einem Lebensstil, der viel Büroarbeit ohne große körperliche Anstrengung beinhaltet, ganz auf sein Durstgefühl verlassen kann.

Quellen & Weiterführende Informationen
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