Ein Wassertest klärt Sie über die Qualität ihres Trinkwassers auf. @HappyNati / istockphoto.com

Fünf Tipps zum Leitungswasser testen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 15. November 2021
Lesedauer: 3 Minuten

Verbraucher haben die Möglichkeit, ihr Trinkwasser testen zu lassen, wenn sie das Gefühl haben, dass mit der Qualität ihres Leitungswassers etwas nicht mehr in Ordnung ist.

Frisches und gesundes Trinkwasser ist für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden unerlässlich:

Die Apotheke hilft weiter

Die Versorgung der Bevölkerung mit stets frischem und gesundem Trinkwasser betrifft im Wesentlichen die Gesundheit der Bevölkerung. Deshalb sind Apotheken mit Wasserfragen vertraut und bieten diesbezügliche Dienstleistungen an. Üblich ist für den Wassertest der Verkauf von Testsets mit einem Probengefäß, einer Anleitung und der Anschrift des zuständigen Labors.

Dem eigenen Trinkwasser wird nun eine Probe entnommen und diese wird an das Labor geschickt, das sich daraufhin mit der Wasseranalyse melden wird.

Wer führt die Wassertests durch?

Für die Wassertests sind Labore zuständig, welche die Dienstleistung anbieten. Die Apotheken informieren über die Labore, aber bereits im Internet finden Verbraucher Anbieter von Wassertests wie Watersafe, AquaNatura, Aqa, Ivario, Wassertechnik Pro, ifp-Labor und viele mehr.

Außerdem gibt es Vergleichsportale, um sich über die Qualität der Anbieters ein Bild zu machen und herauszufinden, welche Arten von Wassertests das jeweilige Labor anbietet. Die Verbraucherzentrale empfiehlt die Anbieter Ivario und ifp-Labor [1].

Welche Wassertests sind möglich?

Getestet werden kann das eigene Trinkwasser nach allen möglichen Schadstoffen wie beispielsweise Schwermetalle, Mineralien, Bakterien, Legionellen, chemische Industriestoffe, Blei, Nitrat, Phosphat und Uran.

Einer hohen Nachfrage erfreut sich auch ein Wassertest, der die Tauglichkeit des Trinkwassers für Säuglinge prüft. Ein solcher Baby Wassertest hat den Hintergrund darin, dass die von der Trinkwasserverordnung erlassenen Grenzwerte für Säuglinge womöglich zu hoch sind, sodass ermittelt werden kann, ob die sich im eigenen Trinkwasser befindlichen Schadstoffe und Mineralien für Neugeborene unbedenklich sind.

Wassertest im Labor
In einem Wassertest können immer nur bestimmt Parameter ermittelt werden. (Bild: @Tara Winstead / pexels.com)

Spezialisierte Wassertests konzentrieren sich unter anderem auf die Ermittlung des pH-Werts, des Härtegrads, des Chlorgehalts sowie des Rost- und Kalkanteils des Wassers. Letzteres dient dazu, die Funktionsfähigkeit von möglicherweise veralteten Wasserleitungen festzustellen, um sich diesen Verdacht ausschließen oder bestätigen zu lassen.

Wieviel kostet ein Wassertest?

Wie auf dem Markt üblich unterscheiden sich die Preise geringfügig von Anbieter zu Anbieter. Aus den Angeboten der Anbieter kann allerdings eine grobe Tendenz für die Preisentwicklung abgeleitet werden, sodass Kunden ungefähr mit folgenden Preisen rechnen können:

  • Basistest: 30 bis 70 EUR
  • Legionellentest: 40 bis 50 EUR
  • Baby Wassertest: 50 bis 80 EUR

Wann macht ein Wassertest Sinn?

Halten wir uns mal vor Augen, dass mehr als 97% des Leitungswassers in Deutschland als Brauch-/Nutzwasser genutzt wird. Da auch Wasserwerke und verarbeitende Betriebe eine Kosten-Nutzen-Gegenüberstellung machen, wird das Wasser demnach nicht auf alle Stoffe geprüft, die im Wasser vorkommen können - es wäre schlichtweg unwirtschaftlich.

Arzneimittelrückstände, polare Pestizide oder Pflanzenschutzmittel, fallen z.Bsp. in diese Kategorie. Diese können bei dauerhafter Zuführung gesundheitliche Schäden mit sich ziehen. Dennoch unterliegen sie bisher keinem Grenzwert, der in der TrinkwV geregelt wäre.

Hinzu kommen Stoffe wie Blei, Zink, Nickel oder Kupfer von alten Leitungen und Armaturen, die zusätzlich für gesundheitliche Beeinträchtigungen sorgen. Obwohl die Existenz dieser Stoffe im Wasser vermieden werden soll, bedeutet die Einhaltung der Trinkwasserverordnung lediglich, dass ein Grenzwert unterschritten wird, und nicht, dass diese Stoffe gar nicht enthalten sind.

Ein Wassertest kann nun dabei helfen herauszufinden, was sich alles in Ihrem Leitungswasser tummelt, aber er ist kostspielig und zudem auch immer nur eine Momentaufnahme. Die Werte von Schadstoffen und Verunreinigungen können schwanken und somit ist die Aussagefähigkeit eines solchen Tests nur bedingt aufschlussreich.

Zudem hinterlässt die Masse an möglichen Verunreinigungen selbst bei der Verwendung von Wassertests große Restzweifel. In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Demzufolge ist auch nach einem unauffälligen Ergebnis jedoch nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht auch noch andere Verunreinigungen befinden.

Ein professioneller Wasserfilter schafft Abhilfe - mit oder ohne Wassertest. Er bietet sich immer an und es muss nicht erst ein Wassertest durchgeführt werden, bevor die Vorteile des durch einen guten Wasserfilter optimierten Trinkwassers für mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit genossen werden können.

Quellen & Weiterführende Informationen
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