Wasserqualität in
Moers

Trinkwasser und Wappen Moers

Moerser Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 2. Juni 2021
Lesedauer: 0 Minuten

Die nordrhein-westfälische Stadt Moers wird vom Wasserversorger ENNI mit hochwertigem Trinkwasser versorgt. Dieses stammt aus insgesamt drei Wasserwerken in Niep-Süsselheide, Rumeln-Kaldenhausen und Moers-Vinn, die zusammen 21 Brunnen betreiben, um Grundwasser zu fördern. Über ein 660 Kilometer langes Rohrnetz erreicht das Trinkwasser dann die Kunden.

Regelmäßige Kontrollen garantieren, dass das Moerser Leitungswasser die Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung stets unterschreitet. Auch die Wasserhärte, die in Moers in einem mittleren Bereich liegt, wird hier überprüft.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Moers.

Wasserhärte in Moers

Wasserhärte

13
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12 bis 14 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Die Wasserhärte in Moers unterscheidet sich je nach Versorgungsgebiet ein wenig, da die verschiedenen Wasserwerke nicht das gleiche Grundwasser beziehen. Jedoch ist das Wasser in Moers stets mittelhart, was eine gute Nachricht für Nutzer ist: Denn mittelhartes Wasser enthält viele Mineralstoffe, führt aber nicht so schnell zu Verkalkungen wie hartes Wasser.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Moers

Nitrat

24,4 %*

12,7 / 50 mg/l
Laut der deutschen Trinkwasserverordnung sind bis zu 50 mg Nitrat pro Liter in Leitungswasser erlaubt. Moers unterschreitet diesen Wert deutlich, weshalb sich das Wasser bestens zur Zubereitung von Babynahrung eignet.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

0 %*

0 / 0,01 mg/l
Blei lässt sich im Moerser Trinkwasser gar nicht nachweisen. Jedoch kommt es vor, dass alte Rohre in Häusern, die vor dem Jahr 1973 gebaut wurden, zu Verunreinigungen führen. Auch Armaturen stellen ein Risiko für Blei dar.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

0 / 2 mg/l
Kupfer ist ebenso wenig wie Blei im Moerser Leitungswasser vorhanden. Auch hier gilt, dass alte Rohre und Armaturen zu Verunreinigungen führen können.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

0 %*

0 / 0,02 mg/l
Nickel ist ein weiteres Metall, das in größeren Mengen gesundheitsschädlichen wirken kann, in Moers aber keinerlei Risiko darstellt. Laut Trinkwasserverordnung sind bis zu 0,02 mg Nickel pro Liter Wasser in Deutschland erlaubt.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

6,3 %*

<0,00063 / 0,01 mg/l
Uran kann für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Nierenschäden gefährlich sein. Aber auch dieses Metall ist im Moerser Trinkwasser nur minimal nachzuweisen. Der Grenzwert von 10 µg Uran pro Liter Wasser wird unterschritten.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Moerser Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Moers?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

1,62 %*

Natrium

24,3 mg/l - Natrium ist immer in Wasser vorhanden. Der Mineralstoff ist für den menschlichen Wasserhaushalt und für die Reizleitungen in Nerven und Muskeln zuständig. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt bei 1.500 mg Natrium.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
6,58 %*

Calcium

65,8 mg/l - Calcium ist in mittelhartem Wasser in einer durchschnittlichen Menge zu finden. Dieses Mineral kümmert sich um die Knochen und die Erregbarkeit von Zellen und Nerven. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene beträgt 1.000 mg Calcium.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
3,40 %*

Magnesium

11,9 mg/l - Magnesium ist ebenso wie Calcium in durchschnittlicher Menge im Moerser Leitungswasser zu finden. Der Mineralstoff hat ähnliche Funktionen wie Calcium und ist vor allem für Sportler und für Schwangere sehr wichtig. Der Tagesbedarf von Erwachsenen liegt normalerweise bei 300 bis 350 mg Magnesium.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,08 %*

Kalium

3,09 mg/l - Kalium kümmert sich gemeinsam mit Natrium und Chlorid um den Wasserhaushalt und die Leitung von Reizen für Nerven und Muskeln. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 4.000 mg Kalium.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,53 %*

Chlorid

35,2 mg/l - Gemeinsam mit Natrium macht Chlorid die Kochsalzverbindung aus, die ein wesentlicher Bestandteil von Trinkwasser ist. Unter anderem kümmert sich der Mineralstoff um die Magensäure. Erwachsene benötigen 2.300 mg Chlorid pro Tag.

MEHR INFOS ZU CHLORID
5,26 %*

Sulfat

78,9 mg/l - Sulfat darf in Mengen von bis zu 250 mg pro Liter in Wasser vorkommen. Der Mineralstoff ist für den Proteinstoffwechsel, die Festigkeit von Haut und Haaren und die Verdauung zuständig. Der Tagesbedarf hängt vom Individuum ab, aber Erwachsene sollten mindestens 100 mg Sulfat pro Tag zu sich nehmen.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Moers besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Moers zuständig?

Der Moerser Wasserversorger ENNI ist dafür zuständig, das Wasser aus den drei Wasserwerken der Stadt aufzubereiten. Dabei handelt es sich ausschließlich um Grundwasser, das durch Niederschläge und die Versickerung von Polderwasser genährt wird. Mithilfe von hoch effizienten Anlagen und Pumpen wird das Wasser aufbereitet, enthärtet und vom Wasserwerk Wittfeldstraße zentral an die Haushalte in Moers verteilt.

Regelmäßige Kontrollen von ENNI sowie von unabhängigen Laboren sorgen dafür, dass das Moerser Leitungswasser stets die Richtwerte der deutschen Trinkwasserverordnung einhält.

Kontakt - Wasserwerke Moers

ENNI

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Moers
Störungsannahme:
02841 104114

Welche Parameter können im Moerser Leitungswasser bedenklich werden?

Das Moerser Trinkwasser ist von hoher Qualität und wird gründlich kontrolliert. In der Vergangenheit gab es immer wieder Belastungen durch hohe Nitratwerte. Diese stammen aus Düngemitteln der Landwirtschaft. In ganz Deutschland handelt es sich hierbei um ein Risiko. Als Indikator für ausgebrachte Düngemittel stellt das Nitrat selbst, gar nicht das eigentliche Problem dar, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle wie z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran.

Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung in der Gegend um Moers können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Hinzu kommt, dass Armaturen das Trinkwasser verunreinigen können. Regelmäßige Proben direkt am eigenen Wasserhahn werden daher von den Stadtwerken empfohlen.

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
Filter sind günstig
Filter sind nachhaltig
Filter stoppt Schadstoffe
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Moers

Um das lebenswichtige Grundwasser der Stadt zu schützen, hat Moers mehrere Wasserschutzgebiete rund um seine Grundwasseranlagen eingerichtet. Je nach Zone gibt es verschiedene Abstufungen. Aktivitäten wie der Gebrauch von Düngemitteln, Bauarbeiten und industrielle Abwasserentsorgung sind vor allem in den hohen Schutzzonen verboten, um das Grundwasser nicht zu gefährden.

Der Wasserversorger ENNI legt Wert darauf, in engem Kontakt mit den Landwirten zu arbeiten, um den Wasserschutz zu gewährleisten.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Moers

Rund um Moers gibt es mehrere Gewässer mit einer hohen Wasserqualität. Zum Beispiel ist das Naturbad Bettenkamper Meer ein sehr beliebter und sicherer Badeort. Regelmäßige Kontrollen garantieren, dass die Wasserqualität gleichbleibend hoch ist. Als 2015 Verunreinigungen durch starke Regenfälle festgestellt wurden, reagierte das Naturbad sofort.

Besonderheiten zum Moerser Trinkwasser

Die Trinkwasserversorgung in Moers zeichnet sich durch die enge Kooperation mit den Landwirten der Stadt aus. Diese soll dazu führen, dass die Nitratbelastung des Grundwassers, die in einigen Regionen Anlass zur Besorgnis ist, langfristig reduziert werden kann. Bereits heute zeigt diese Kooperation Wirkung, denn die Belastung liegt deutlich unter dem Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter Wasser.

Häufig gestellte Fragen zum Moerser Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Moerser Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Moers wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Moerser Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Moerser Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Moerser Leitungswasser trinken?

Die Moerser Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Moers sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Moerser Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Moers über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Moerser Trinkwasser Legionellen?

Die Moerser Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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