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Leitungswasser schmeckt nach Chlor – warum und wie schädlich ist das?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 13. April 2022
Lesedauer: 3 Minuten

Obwohl das Leitungswasser in Deutschland in aller Regel eine sehr hohe Qualität aufweist, kann diese doch immer mal wieder und je nach Region beeinträchtigt sein. Das geschieht oft unmerklich und Verbraucher bemerken das qualitativ schlechtere Wasser erst, wenn es zu einer Verfärbungen, sonderbarem Geruch oder komischem Geschmack kommt.

Viele dieser Phänomene sind dann kaum zu deuten, das Wasser wirkt schlicht unnatürlich. Äußerst markant hingegen ist es, wenn Leitungswasser nach Chlor schmeckt. Verbraucher fragen sich dann aus gutem Grund, wie es mit der Qualität ihres Trinkwassers bestellt ist.

Wodurch kommt chloriger Geschmack im Leitungswasser?

Entgegen vieler Mineralien wie Kalzium oder Magnesium, die ganz natürlich im Wasser vorkommen, ist Chlor ein Halogengas, welches normalerweise nicht darin enthalten ist. Dass der Geschmack oder Geruch von Chlor im Wasser sonderbar erscheint, ist daher instinktiv richtig. In das Leitungswasser gelangt Chlor erst, wenn es die zuständigen Wasserversorger hinein geben.

Die Wasserwerke beziehen das später bereitgestellte Wasser ursprünglich aus Grundwasser, Quellen, Seen und Talsperren. Diese Gewässer bieten im Grunde reines Trinkwasser. [1] Nichtsdestotrotz wird jedes Wasser durch die Versorger kontrolliert und aufbereitet. Werden im Zuge dessen bakterielle Verunreinigungen festgestellt, dient die Zugabe von Chlor der Desinfektion, da es Bakterien und Viren abtötet. Die Folge: Das Leitungswasser schmeckt nach Chlor.

Wie schädlich ist Chlor im Trinkwasser?

Wenngleich Chlor also eine sehr zweckdienliche und schützende Funktion hat, so ist es dennoch kein wünschenswerter Stoff im Trinkwasser. Denn vom sonderbaren Geschmack abgesehen, bildet Chlor in Verbindung mit Wasser auch Salzsäure. Diese greift beim Menschen die Schleimhäute, Augen und Atemwege an.

Damit es zu einem solchen Risiko kommt, muss Chlor allerdings auch schon in gewissen Mengen im Wasser enthalten sein. Daher sieht die Trinkwasserverordnung einen Grenzwert von 0,3 Millilitern Chlorgas pro Liter vor. [2] Kommt es doch einmal zu notwendigen Überschreitungen, informieren die Versorger die betroffenen Regionen beziehungsweise Haushalte, da das Wasser dann auch als nicht genießbar gilt.

Bakterien werden durch Chlor bekämpft
Im Trinkwassersystem dient Chlor zur Desinfektion und Entfernung von Bakterien. Bei übermäßigem Chlorgehalt darf Wasser jedoch nicht mehr getrunken werden. (Bildquelle: Dr_Microbe / istockphoto.com)

Kann chloriges Leitungswasser trotzdem Schadstoffe enthalten?

Blindes Vertrauen in die Trinkwasserverordnung beziehungsweise die Wasserwerke ist in Sachen Schadstofffreiheit trotz allem nicht anzuraten. Zwar geschieht eine Chlorung stets auf Basis von Kontrollen und Maßnahmen seitens der Versorger, jedoch betrifft dies stets nur das kommunale Netz. Mit anderen Worten: Der Versorger hat keine Kenntnis über eventuelle Mängel in privaten Hausleitungen und Armaturen.

Insofern kann es sehr wohl der Fall sein, dass die Leitungen, Rohre und Armaturen eines Haushalts für Schadstoffe im Wasser sorgen. Da vieles davon auch in klarem Wasser unsichtbar und geschmacklich neutral bleibt, weiß der Verbraucher davon meist nichts und führt eventuelle Krankheitssymptome auf andere Ursachen zurück.

Ein Wasserfilter sorgt für generell reineres Trinkwasser

Wer hinsichtlich der Schadstofffreiheit sowie des reinen Wassergeschmacks auf der sicheren Seite sein möchte, ist mit einem Wasserfilter bestens versorgt. Ein Aktivkohle-Blockfilter etwa erhält einerseits die natürlichen und geschmacksgebenden Mineralien des Trinkwassers aber entfernt andererseits alle relevanten Schadstoffe – sowie auch Chlor und Chloride.

Die Filterung betrifft darüber hinaus auch all jene Schadstoffe, welche für gewöhnlich nie wahrgenommen werden. Nicht zuletzt sind das Mikroplastik sowie Rückstände von Medikamenten und Pestiziden aus der Landwirtschaft. Solcherlei Risikofaktoren werden, wie das Umweltbundesamt mitteilte, zunehmend zum Problem. Der besondere Schutz durch einen Wasserfilter lohnt sich daher auch auf lange Sicht. [3]

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