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Leitungswasser stinkt – woran kann es liegen?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 13. April 2022
Lesedauer: 4 Minuten

Für gewöhnlich erhalten deutsche Haushalte von den zuständigen Versorgern sauberes und genießbares Trinkwasser. Damit dient es sowohl der täglich nötigen Flüssigkeitszufuhr als auch zur Körperhygiene, für die Wäsche und viele weitere Alltäglichkeiten. Nichtsdestotrotz ist kein Leitungswasser gänzlich frei von Schadstoffen und mitunter kann es sogar zu starken Belastungen kommen.

Ein mögliches Ergebnis solcher stärkeren Verunreinigungen: Wasser aus dem Wasserhahn stinkt. In solcherlei Fällen leben Verbraucher über kurz oder lang mit einem bedeutsamen Mangel. Selbst schwache Gerüche sind ein Indiz für verminderte Wasserqualität, während stinkendes Leitungswasser geradezu ungenießbar ist. Es gilt also das Problem schnellstmöglich zu beseitigen.

Wonach sollte Leitungswasser riechen?

Generell gilt: Wasser selbst ist absolut geruchslos und weist an sich auch keinen Geschmack auf. [1] Letzteren bekommt es erst durch diverse Mineralien, die in natürlich vorkommenden Gewässern auch üblich sind. Zu einem Geruch kommt es durch diese allerdings nicht. Somit sollte auch Leitungswasser im Sinne einer guten Qualität keinerlei wahrnehmbaren Geruch aufweisen.

In der Regel sorgen die zuständigen Wasserwerke gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung auch für den neutralen Geschmack und einen annehmbaren Geruch. [2] Allerdings lässt die Verordnung vielerlei Verunreinigungen im Rahmen von Grenzwerten zu. Eine geduldete Beeinträchtigung kann überdies Chlor sein, das zur Desinfektion genutzt wird. Sind dahingehend einmal stärkere Maßnahmen erforderlich, riecht das Leitungswasser für kurze Zeit entsprechend strenger.

Was kann stinkendes Wasser bewirken?

Abgesehen von Chlor gibt es jedoch einige ungewollte und auch zuweilen schädliche Stoffe im Leitungswasser, durch die es zu unangenehmen Gerüchen bis hin zu Gestank kommen kann. Ein drastisches Beispiel dafür ist der Geruch nach faulen Eiern. In einem solchen Fall handelt es sich zumeist um Schwefelwasserstoff. Dieser entsteht durch Sulfat, das im Trinkwasser üblich ist, in Verbindung mit Biofilmen und Bakterien.

Ganz allgemein sind Bakterien eine der häufigsten und vielfältigsten Ursachen für stinkendes Wasser. Denn das Leitungswasser, welches die Werke liefern, ist keineswegs steril und enthält viele verschiedene Mikroorganismen und organisches Material. Unter gewissen Bedingungen können sich die Bakterien schließlich entsprechend vermehren und bewirken so Quellen für faulige, modrige oder muffige Gerüche.

Mikroorganismen in Biofilmen beeinflussen Wassergeruch
Unsichtbar aber doch da – im Leitungswasser befinden sich unzählige Bakterien, die sich unter gewissen Bedingungen stark vermehren und schädliche Biofilme in Leitungen bilden. (Bildquelle: jxfzsy / istockphoto.com)

Selten der Fall aber doch auch möglich ist es im Übrigen, dass verunreinigtes Grundwasser oder auch Klär- beziehungsweise Abwasser in die Trinkwasserversorgung gelangt. Eine Ursache dafür sind etwa Fehlfunktionen im Wassernetz oder beschädigte Leitungen. Glücklicherweise beheben die Wasserversorger solche Fehler relativ schnell und in heimischen Installationen sind derartige Ursachen schnell gefunden.

Stehendes Wasser ist ein Risikofaktor

In vielen Fällen entstammt ein übler Geruch des Leitungswassers den Leitungen, Rohren und Armaturen des eigenen Haushaltes. Denn durch eigene und mitunter auch alte Installationen kann sich die Qualität des Trinkwassers noch einmal bedeutsam verschlechtern.

Nicht selten liegt die Ursache für stinkendes Trinkwasser vor allem bei stagnierendem Wasser in Teilen der Wasserleitung. Überall dort, wo Wasser über längere Zeit nicht fließt sondern steht oder sich ansammelt, herrschen günstige Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien und die Bildung von Biofilmen. [3] Der daraus entstehende Geruch breitet sich letztlich in alle möglichen Richtungen aus.

Problem Billigware: Neuer Wasserhahn – Wasser stinkt?

Abgesehen von Bakterien und ähnlichen Organismen können allerdings auch anorganische Stoffe für Gestank aus dem Wasserhahn sorgen. Insbesondere bei Wasserhähnen, Rohren, Schläuchen und ähnlichem mit niederer Qualität ist dies der Fall. So können beispielsweise minderwertige Dichtungen durch Weichmacher diverse Chemikalien ins Wasser abgeben, wodurch es zu markanten Gerüchen kommt.

Gleiches gilt bei Eisenrohren und Eisenarmaturen, die keinen effektiven Korrosionsschutz aufweisen, sodass es letztlich zu Rost kommt und das Eisenoxid ins Wasser gelangt. Mitunter können Verbraucher dann einen metallischen Geruch im Leitungswasser wahrnehmen, welches überdies nicht selten auch noch verfärbt ist.

Wie stinkendes Wasser neutralisieren?

Um jeglichen Gestank des Leitungswassers zu neutralisieren, muss die jeweilige Ursache zunächst einmal gefunden und dann beseitigt werden. Hierfür ist es sinnvoll erst einmal zu prüfen, woher der Geruch kommt und ob etwa nur das Warmwasser stinkt, nur bestimmte Wasserhähne und so weiter. Auch eine zeitliche Einordnung der Problematik hilft weiter.

Infolgedessen sind bestimmte Bauteile genau zu prüfen. Besonders dort wo Warmwasser fließt, sind Dichtungen und Schläuche ein Faktor. Verunreinigungen und Verkalkungen in der Duschanlage beispielsweise bieten Bakterien Grundlage zur Vermehrung – die Folge: das Wasser stinkt beim Duschen. Ist die jeweilige Geruchsquelle tatsächlich gefunden, hilft idealerweise ein Fachmann zur Beseitigung.

Wasserfilter hilft gegen schlechten Wassergeruch

Wer mit der Findung der Ursache für stinkendes Leitungswasser weniger Erfolg hat, für den ist ein Wasserfilter eine hilfreiche Anschaffung. Besonders Aktivkohle-Blockfilter entfernen effektiv und effizient sowohl geschmacks- als auch geruchsstörende Stoffe aus dem Trinkwasser. Da es verschiedene Varianten gibt, eignet sich die Installation für alle denkbaren Armaturen eines Haushalts.

Überdies sorgt solch ein Wasserfilter mit gesintertem Aktivkohleblock für die Entfernung vieler weiterer, auch gesundheitsschädlicher Schadstoffe. Dazu zählen neben Schwermetallen auch Rückstände von Pestiziden und Arzneien, welche ein zunehmendes Problem darstellen. [4] Derweil bleiben jedoch natürliche Mineralien im Trinkwasser erhalten, sodass die Qualität von derartig gefiltertem Wasser beispielhaft hoch ist.

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