Gerade in Altbauten kann Wasser stark metallisch schmecken. (Bildquelle: laflor / istockphoto.com)

Wasser schmeckt metallisch – woher kommt das und ist es schädlich?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 13. April 2022
Lesedauer: 3 Minuten

Das Wasser aus der Leitung hat deutschlandweit in der Regel einen neutralen Geschmack. In den meisten Fällen ist es vornehmlich die Wasserhärte, die Verbraucher als Qualitätsunterschied bemerken. Trinkbar bleibt es dabei dennoch durchweg.

Nichtsdestotrotz kann es Unterschiede geben und zwar sowohl grundlegend je nach Region als auch individuell durch gewisse Inhaltsstoffe. In letzteren Fällen fällt der Geschmack dann mitunter merklich unnatürlich aus. So kann es etwa vorkommen, dass das Leitungswasser metallisch schmeckt.

Darum kommt es regional und zeitweise zu Unterschieden

Die Wasserversorger der Kommunen in Deutschland beziehen das Wasser für gewöhnlich aus Grundwasser, Quellen oder auch aus Oberflächenwassern wie Seen oder Talsperren. Diese jeweiligen Wässer führen somit auch individuelle Mengen an Mineralien und vielen weiteren Inhaltsstoffen, die die Qualität und letztlich den Geschmack des letztlich bereitgestellten Trinkwassers beeinflussen. [1]

Mit der Verarbeitung und Bereitstellung des Leitungswassers einher geht derweil auch, dass dieses leider gewisse Schadstoffe beinhalten kann. In aller Regel handelt es sich dabei um überschaubare und gesundheitlich an sich nicht bedenkliche Mengen. Dafür sorgt die deutsche Trinkwasserverordnung und die mit ihr verbundenen Kontrollen und Qualitätsstandards.

Natürliche Gewässer
Natürliche Gewässer sind Bezugsquellen der Wasserversorger – auf dem Weg zum Verbraucher leidet jedoch die Qualität des Wassers. (Bildquelle: Markus Thoenen / istockphoto.com)

Metallgeschmack kommt vor allem durch die Wasserleitungen

Grundsätzlich enthält jedes Wasser von Natur aus Eisenionen. In geringen Mengen ist das für den Körper keineswegs schädlich, vielmehr braucht der menschliche Organismus auch Eisen. Allerdings kann sich das Eisen des Wassers unter Umständen an Oberflächen, und damit hauptsächlich an den Wasserrohren, ablagern. Kommt es dann mit Sauerstoff in Verbindung, führt dies zu Oxidation, also Rost.

Hat sich einmal Rost gebildet, werden immer wieder Rostpartikel vom weiteren Leitungswasser aufgenommen. In größeren Mengen führt das sogar zu einer Verfärbung des Wassers. Auffällig ist dann außerdem ein leicht metallischer Geschmack.

Überdies ist zu erwähnen, dass zu größten Teilen Kupferrohre für die Wasserleitungen genutzt werden. Leitungswasser bis zu einem gewissen pH-Wert neigt dazu, Kupferionen zu lösen und demzufolge ebenfalls mit sich zu führen. Die Folge: Auch dieses Wasser schmeckt metallisch.

Problem liegt meist in heimischen Leitungen

Dank der genannten Trinkwasserverordnung garantieren die Wasserversorger in aller Regel einwandfreie Leitungen und auch die Einhaltung der Grenzwerte in Bezug auf Metalle beziehungsweise Schwermetalle. [2] Erhält das Leitungswasser daheim einen Metallgeschmack liegt das somit zumeist an den Rohren und Armaturen des Haushalts.

Vor allem mit Blick auf Kupferrohre ist dies der Fall. Denn, wo das Wasser nicht den nötigen pH-Wert besitzt, verzichten die Versorger auf Kupferrohre. Sind diese allerdings im Haushalt schließlich doch verbaut, so kommt es zur besagten Aufnahme der Kupferionen und dem entsprechenden Wassergeschmack nach Metall.

Metallgeschmack durch rostige Leitungen
Insbesondere Rost in den Leitungen kann für Metallgeschmack im Wasser sorgen – ein Wasserfilter kann diesen beseitigen. (Bildquelle: IanRedding / depositphotos.com)

Im Zweifelsfall hilft ein Wasserfilter gegen Metallgeschmack und mehr

Verbraucher, die metallisch schmeckendes Leitungswasser beklagen, und vom zuständigen Versorger dennoch ein gutes Qualitätszeugnis erhalten, sind mit einem Wasserfilter bestens beraten. Mit einem Aktivkohle-Blockfilter beispielsweise werden zuverlässig und effektiv Metalle herausgefiltert und das Trinkwasser erhält wieder seinen natürlichen Geschmack.

Dies gilt im Übrigen gleichermaßen für viele andere geschmacks- und geruchsstörende wie auch gänzlich schädliche Stoffe. Ein übermäßiger Chlorgehalt ist damit ebenso wenig ein Problem wie etwa Rückstände von Pestiziden oder Arzneien oder gar Mikroplastik und Bakterien. Der besondere Schutz vor solcherlei Schadstoffen bietet sich ohnehin an, da diese sowohl unsichtbar als auch geschmacklich oft nicht zu erkennen sind und dennoch ein zunehmendes Risiko darstellen. [3]

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