Glossar

Rückspülfilter

Aktualisiert am · Marco Fabian

Ein Rückspülfilter ist ein Schutzfilter am Hausanschluss, dessen Siebeinsatz durch Umkehrung der Fließrichtung gereinigt wird, statt ausgetauscht zu werden.

Funktionsweise

Das Sieb aus Edelstahlgewebe fängt Partikel auf der Anströmseite ab. Beim Rückspülen wird ein Kugelhahn geöffnet, Wasser läuft in umgekehrter Richtung durch das Sieb und schwemmt den Belag in den Abfluss. Bei automatischen Köpfen läuft das zeitgesteuert ab.

Intervall

Nach DIN EN 806-5 und DIN 1988-200 mindestens alle zwei Monate, unabhängig davon, wie verschmutzt das Sieb aussieht. Sofort spülen sollte man zusätzlich, wenn der Wasserdruck spürbar nachlässt. Der Siebeinsatz selbst wird erst nach mehreren Jahren getauscht.

Abgrenzung zum nicht rückspülbaren Filter

Nicht rückspülbare Filter arbeiten mit einer Filterkerze, die alle sechs Monate komplett ersetzt wird. Sie sind günstiger in der Anschaffung und teurer im Betrieb. Rückspülfilter sind umgekehrt. Beide fallen unter dieselbe Norm und dieselbe Durchlassweite von 80 bis 150 Mikrometern.

Wichtig: Rückspülen ist keine Desinfektion. Ein Biofilm auf dem Sieb wird davon nicht entfernt.

Quellen

  • DIN EN 806-5 - Wartungs- und Spülintervalle
  • DIN 1988-200 - Trinkwasser-Installationen, Bauteile und Werkstoffe

Verwandte Begriffe

Weiterlesen