Glossar

Schutzfilter (DIN EN 13443-1)

Aktualisiert am · Marco Fabian

Ein Schutzfilter ist der mechanische Filter direkt hinter der Wasseruhr, der die Hausinstallation vor Partikeln schützt; seine zulässige Durchlassweite von 80 bis 150 Mikrometern ist in DIN EN 13443-1 festgelegt.

Warum er vorgeschrieben ist

Nach DIN EN 806 in Verbindung mit der nationalen Ergänzung DIN 1988-200 ist er bei metallischen Rohrleitungen vorgeschriebener Bestandteil der Trinkwasserinstallation. Sand, Rostflocken und Partikel aus dem Verteilnetz sollen nicht in Armaturen, Geräte und Dichtungen gelangen. Bei Kunststoffleitungen wird der Einbau empfohlen, nicht verlangt.

Die Zahl, auf die es ankommt

80 bis 150 Mikrometer. Zur Einordnung: Ein menschliches Haar ist 50 bis 70 Mikrometer dick, und das bloße Auge erkennt einzelne Partikel bis etwa 50 Mikrometer. Der Schutzfilter arbeitet also oberhalb dessen, was überhaupt sichtbar wäre. Alles Gelöste und alles Mikrobiologische läuft hindurch.

Abgrenzung

Schutzfilter ist der normative Begriff, Hauswasserfilter die umgangssprachliche Bezeichnung für dasselbe Bauteil. Feinere Einsätze mit 5 Mikrometern werden angeboten, verlassen aber den Normbereich und neigen am Hauseingang zum Zusetzen.

Quellen

  • DIN EN 13443-1 - Durchlassweite 80 bis 150 µm
  • DIN EN 806 in Verbindung mit DIN 1988-200 - Filterpflicht bei metallischen Leitungen

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