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Leitungswasser verunreinigt – was tun?

Leitungswasser gilt als verunreinigt, wenn Schadstoffe die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung überschreiten oder Geruch, Geschmack und Farbe auffällig sind. Die Verordnung gilt nur bis zum Wasserhahn, für Rohre danach ist der Eigentümer selbst verantwortlich, viele Schadstoffe wie Schwermetalle oder Pestizidrückstände bleiben dabei unsichtbar. Ein Aktivkohle-Blockfilter sorgt unabhängig von Wasseranalysen dauerhaft für hohe Reinheit.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 7 Min. Lesezeit2 Quellen
Drei Gläser im Vergleich: bräunlich trübes, milchig weißes und klares Wasser nebeneinander
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Bei einer täglichen Trinkmenge von etwa zwei Litern wird verschmutztes Trinkwasser zum großen Problem. Gesundheitliche Schäden werden dann erst spät oder gar nicht erkannt, auch weil sie nur gering ausfallen oder eben mit anderen Ursachen in Verbindung gebracht werden.

1 Wie sauber ist Leitungswasser generell?

Leitungswasser in Deutschland ist durch die Trinkwasserverordnung gut kontrolliert; wie sauber es am Hahn ankommt, hängt aber von Region und Hausinstallation ab. Für die Trinkwasserqualität in Deutschland sorgt die Verordnung, indem sie das Leitungswasser regelmäßig kontrollieren lässt. Stark verschmutztes oder gar vergiftetes Wasser kommt deshalb nur sehr selten bis gar nicht vor, je nach Region.

Für alle relevanten Verunreinigungen und Schadstoffe sieht die Trinkwasserverordnung bestimmte Grenzwerte vor. So dürfen beispielsweise Schwermetalle wie Kupfer oder Blei allenfalls nur in kleinsten Mengen im Leitungswasser vorkommen, sodass es den Verbrauchern nicht schaden sollte und gesundheitlich unbedenklich bleibt. Allerdings treten die meisten schwerwiegenden Verunreinigungen zum Beispiel durch alte Leitungen im Haus auf, nachdem das Wasser aufbereitet wurde. Viele Inhaltsstoffe im Leitungswasser lassen sich daher nur bedingt durch die Trinkwasserverordnung regeln.

2 Wie kann Leitungswasser verunreinigt werden?

Leitungswasser wird vor allem in der Hausinstallation verunreinigt: durch alte oder beschädigte Rohre, Hausbrunnen und stehendes Wasser. Die Wasserversorger dulden entsprechend der Trinkwasserverordnung allerkleinste Verunreinigungen, die nicht als Risiko gelten. Die Verordnung gilt allerdings auch für das Wasser aus der Hausinstallation bis zur Entnahmestelle, also bis zum Wasserhahn. Für die Instandhaltung der Rohrleitungen ab dem Hausanschluss sowie für private Installationen wie zum Beispiel einen Hausbrunnen ist jedoch der jeweilige Eigentümer verantwortlich, nicht der Wasserversorger.

Schwermetalle, Mikroplastik, Nitrat, Bakterien und viele weitere Schadstoffe können also durchaus noch in das Leitungswasser gelangen. Besonders bei alten, beschädigten und von Laien selbst verbauten Rohren ist die Gefahr groß, bei einem eigenen Hausbrunnen auch durch landwirtschaftliche Einträge in Grundwassernähe. Und Stagnation, also über längere Zeit stehendes Wasser, bietet Potential zur Vermehrung von Bakterien wie Legionellen. [2]

Nicht zuletzt sind akute Fälle von Verschmutzungen denkbar. Wenn etwa E.-coli-Bakterien oder ähnliche Krankheitserreger das Trinkwasser verunreinigt haben, empfehlen die Behörden oft über Tage hinweg das Abkochen des Wassers. In schlimmsten Fällen könnte durch Umweltkatastrophen sogar das Trinkwasser verseucht sein. Für all solche Szenarien gilt, dass die Wasserversorger mit ihren Kontrollen und Maßnahmen an ihre Grenzen kommen.

alte Wasserleitungen
Verunreinigtes Trinkwasser hat viele mögliche Ursachen; die Trinkwasserverordnung schützt in vielerlei, aber nicht jeder Hinsicht. (Bildquelle: GoodLifeStudio / istockphoto.com)

3 Lassen sich Verunreinigungen erkennen?

Verunreinigtes Leitungswasser zeigt sich nur selten als solches, und die Art der Verunreinigung lässt sich mit bloßem Auge nie bestimmen. Trübes Leitungswasser etwa kann auf eine Verkalkung hindeuten, die in geringem Maße keine Gefahr für die Gesundheit ist. Doch sind eben auch viele andere Ursachen für eine Trübung oder Färbung des Wassers möglich.

Demgegenüber sind Schwermetalle, Bakterien, Rückstände von Pestiziden oder Arzneien für das bloße Auge schlicht unsichtbar. Nur grobe Verschmutzungen im Wasser können mittels einem Filtertuch oder durch Verdampfen einer kleinen Wasserprobe unter Umständen erkennbar gemacht werden. Doch auch für solcherlei Maßnahmen gilt: Die Art der Verunreinigung bleibt unbekannt.

4 Was tun bei Verdacht auf verunreinigtes Leitungswasser?

Bei Verdacht auf verunreinigtes Leitungswasser lassen Sie das Wasser zunächst kurz laufen, bis es gleichmäßig kühl aus der Leitung kommt, und verwenden bis zur Klärung nur kaltes Wasser zum Trinken und für die Essenszubereitung.

Melden Sie Ihre Beobachtung dem zuständigen Wasserversorger und, wenn die Ursache in der Hausinstallation liegen könnte, dem Vermieter beziehungsweise Eigentümer. Bei Unsicherheit ist das örtliche Gesundheitsamt der richtige Ansprechpartner: Es kann bei Bedarf eine Trinkwasserprobe entnehmen und im Labor untersuchen lassen. [3]

5 Woran Sie eine Verunreinigung erkennen

Eine Verunreinigung erkennen Sie an zwei Quellen: Für alles, was aus dem Netz kommt, veröffentlicht Ihr Wasserversorger seine Trinkwasseranalyse mit den gemessenen Werten für Nitrat, Blei, Kupfer oder Keime. Für alles, was im Haus entsteht, zählen Baujahr und Leitungsmaterial: alte oder von Laien verlegte Rohre geben bei stehendem Wasser Metalle ab. Mieter fragen beim Vermieter nach, was verbaut ist.

Dazu kommt die Sinnesprüfung. Wasser, das nach längerer Standzeit metallisch schmeckt, braun oder trüb läuft oder muffig riecht, hat ein Problem in der Hausinstallation. Wer nicht abwarten will, setzt in der Küche einen Aktivkohle-Blockfilter vor die Entnahme. Er hält Schwermetalle, Bakterien und Mikroplastik zurück, egal was vorher gemessen wurde.

6 Welcher Wasserfilter gegen verunreinigtes Trinkwasser hilft

Gegen verunreinigtes Trinkwasser hilft dauerhaft ein privater Wasserfilter mit Aktivkohle-Block am Entnahmepunkt. Der Vorteil dabei ist zum einen ein ruhiges Gewissen hinsichtlich der möglichen Verunreinigung des Leitungswassers. Zum anderen holt ein Wasserfilter auch Stoffe aus dem Wasser, die unterhalb der Grenzwerte liegen, während die Wasserversorger eben nur an Grenzwerten orientiert sind.

Das setzt einen Wasserfilter voraus, der wirklich filtert. Klassische Kannenfilter werden vielfach genutzt, bringen in der Summe aber oft mehr Schaden als Nutzen (siehe Kannenfilter im Test). Dem gegenüber gibt es sogenannte Aktivkohle-Blockfilter, die ein zuverlässiges Filtersystem sind. Dafür wirkt ein gesinterter Aktivkohleblock als chemischer und physikalischer Filter.

Kriterium Kannenfilter Aktivkohle-Blockfilter
Filterleistung gering, stark schwankend hoch, durch gesinterte Aktivkohle und feine Porenstruktur
Keimrisiko bei unsachgemäßer Nutzung erhöht (offenes Granulat) gering, geschlossenes Filtersystem
Mineralien bleiben weitgehend erhalten bleiben erhalten
Wasserfilter von Vitalhelden helfen

7 Was ein Aktivkohle-Blockfilter aus dem Wasser holt

Ein Aktivkohle-Blockfilter hält Pestizid-Rückstände, Bakterien, Schwermetalle, Kalk und selbst Mikroplastik in der Aktivkohle zurück, während das reinere Wasser durch die feinen Poren fließt. Natürliche Mineralien wie Kalzium und Magnesium bleiben dabei im Trinkwasser.

Dank der enormen Kontaktfläche, die der Aktivkohleblock durch seine Struktur besitzt, filtert er sehr gründlich. Verbraucher haben dabei die Wahl der Porenfeinheit, was sich auf die Filterleistung auswirkt; so lassen sich individuelle Ansprüche bedienen. Spürbar wird der Effekt in jedem Fall.

Mit einem Aktivkohle-Wasserfilter gefiltertes Wasser unterscheidet sich im Geschmack von herkömmlichem Leitungswasser und erst recht von verschmutztem Wasser. Riecht das Leitungswasser schlecht, fällt das Ergebnis der Filterung umso deutlicher aus.

8 Was Leser zu verunreinigtem Leitungswasser noch fragen

Wie erkenne ich, ob mein Leitungswasser verunreinigt ist?

Viele Schadstoffe wie Schwermetalle, Bakterien oder Pestizidrückstände sind für das bloße Auge unsichtbar. Trübung oder Verfärbung kann ein Hinweis sein, muss aber nicht auf eine Verunreinigung hindeuten. Klarheit bringen die veröffentlichten Werte Ihres Versorgers und ein Blick auf Baujahr und Leitungsmaterial im Haus.

Was soll ich bei Verdacht auf eine Verunreinigung tun?

Lassen Sie das Wasser kurz laufen, bis es gleichmäßig kühl kommt, und nutzen Sie bis zur Klärung nur kaltes Wasser. Melden Sie die Beobachtung dem Wasserversorger, gegebenenfalls dem Vermieter, und wenden Sie sich bei Unsicherheit an das örtliche Gesundheitsamt.

Schützt ein Wasserfilter zuverlässig vor Verunreinigungen?

Ein Aktivkohle-Blockfilter filtert Schwermetalle, Bakterien, Pestizid- und Arzneimittelrückstände sowie Mikroplastik zuverlässig heraus, während natürliche Mineralien wie Kalzium und Magnesium im Wasser bleiben. Voraussetzung ist ein geschlossenes Filtersystem mit gesinterter Aktivkohle; offene Kannenfilter mit Granulat erreichen diese Leistung nicht und bergen bei unsachgemäßer Nutzung ein Keimrisiko.

9 Was Sie jetzt tun können

Prüfen Sie die Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers und das Leitungsmaterial im Haus und setzen Sie in der Küche einen Aktivkohle-Blockfilter am Entnahmepunkt ein; passende Geräte finden Sie im Wasserfilter-Sortiment.

Grenzwerte

Schützen weitgehend bis zum Wasserhahn; danach ist der Eigentümer selbst verantwortlich.

Versorgerwerte und Leitungen

Die veröffentlichte Analyse des Versorgers deckt das Netz ab, Baujahr und Leitungsmaterial das Haus.

Aktivkohle-Blockfilter

Dauerhafter Schutz vor Schwermetallen, Bakterien und Mikroplastik, Mineralien bleiben erhalten.

Welcher Filter passt zu Ihrem Wasser?Der Konfigurator führt in wenigen Fragen zum passenden Aktivkohle-Blockfilter, oder eine kurze Rückfrage genügt.

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Marco Fabian Profilbild

Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor