Schlechte Luft im Schlafzimmer vermeiden

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 19. Mai 2021
Lesedauer: 6 Minuten

Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Im Bett tanken wir wieder Kraft auf, damit wir für den Tag gut gerüstet sind. Ein guter Schlaf ist also für unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit essentiell und wir können gar nicht genug Augenmerk auf einen gesunden Schlaf legen.

Schlechte Luft im Schlafzimmer hat allerdings einen negativen Einfluss auf den Schlaf und belastet unsere Schlafqualität erheblich. Dabei können wir leicht für Abhilfe sorgen, denn schon Kleinigkeiten haben für unsere Raumluft eine große Wirkung.

Wie gefährlich ein dauerhaft schlechter Schlaf für unsere Gesundheit ist, das zeigt sich auch daran, dass dieser auf Dauer unser Immunsystem beeinträchtigt, unseren Stresslevel ansteigen lässt und unseren Blutdruck erhöht.

Schlafstörungen bringen unser inneres Gleichgewicht (die Homöostase) durcheinander, sodass die hormonelle Regulation nicht mehr richtig funktionieren kann – mit allen negativen Folgen für unseren Körper, unsere Stimmung und unsere mentale Fitness.

(BILD2: müde)

Schädliche Faktoren in der Wohnung

Rauchen und das Wäschetrocknen in der Wohnung verschlechtern die Raumluft deutlich. Raucher sollten allenfalls am geöffneten Fenster rauchen. Rauchen im Schlafzimmer sollte tabu sein. Wer aber Wäsche in der Wohnung trocknen muss, sollte sie auf mehrere Wäscheständer in der Wohnung verteilen.

Im grundsätzlich kühleren Schlafzimmer sollte die Wäsche aber nicht aufgehängt werden, da sie hier langsamer trocknet. Haustiere können die Staubbildung verstärken. Das gilt vor allem für Vögel. Vögel sollten daher nicht im Schlafzimmer gehalten werden. Bei vernünftiger Haustierhaltung, angemessen zur Quadratmeterzahl der Wohnung, droht bei regelmäßigem Lüften und Staubsaugen keine Verschlechterung der Luftqualität.

Die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Abgesehen vom Keller ist das Schlafzimmer meistens der kühlste Raum im Haus. Wir schlafen nämlich bei einer Raumtemperatur zwischen 16 und 18 °C am besten. Ist es zu kalt und wir frieren selbst unter der Decke, dann beeinträchtigt dies die erholsame Wirkung des Schlafes ebenso wie eine zu große Wärme, durch die wir unter der Decke leicht ins Schwitzen kommen.

Auch die Luftfeuchtigkeit sollte sich zwischen den Idealwerten von 45 bis 55 % aufhalten. Ist sie zu niedrig, dann trocknen Haut, Augen, Atemwege und Schleimhäute aus, während die Infektionsgefahr beispielsweise für Erkältungen und grippale Effekte steigt. Weitere mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Kratzen im Hals, Juckreiz und Entzündungen.

Auch das Atmen fällt bei niedriger Luftfeuchtigkeit schwerer. Bei einer zu hohen Luftfeuchtigkeit wiederum fühlen wir uns ebenfalls nicht wohl und Schimmelsporen sowie andere Mikroorganismen werden angezogen. Mit einem Hygrometer lässt die Luftfeuchtigkeit sich im Schlafzimmer messen.

Tipp:

Für den Kauf bieten sich Messgeräte an, welche die Anzeige von Zimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit miteinander verbinden.

Tipps für ein besseres Raumklima im Schlafzimmer

Die Jahreszeiten sind zuverlässige Parameter, wann eine zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer droht. Das Heizen im Winter führt nämlich dazu, dass die Luft im Schlafzimmer austrocknet. Doch mit geeigneten Maßnahmen lässt sich die Luftfeuchtigkeit im Haus erhöhen.

Einfach, aber wirkungsvoll ist zunächst das Stoßlüften für einen verbesserten Luftaustausch. Experten empfehlen das Stoßlüften zugunsten der dauerhaften Kippstellung des Fensters, weil diese den Luftaustausch nur unzureichend herbeizuführen vermag. Stoßlüften ist zudem gut dafür geeignet, den Schadstoffgehalt in der Raumluft zu reduzieren.

Zimmerpflanzen und AIRY-Blumentöpfe: eine unschlagbare Kombination

(BILD3: Pflanzen)

Pflanzen verbessern durch den Prozess der Photosynthese ebenfalls das Raumklima. Mithilfe des Blattgrüns (Chlorophyll) wandeln sie nämlich Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff, filtern Schadstoffe aus der Luft und erhöhen die Luftfeuchtigkeit, indem sie das benötigte Wasser in Wasserdampf verwandeln. Unter anderem die folgenden Zimmerpflanzen werden für ein besseres Raumklima von Experten empfohlen:

  • Chrysanthemen
  • Gemeiner Efeu
  • Bogenhanf
  • Aloe Vera
  • Einblatt
  • Grünlilie
  • Dieffenbachia
  • Kentia-Palme
  • Farne
  • Drachenbäume

Gut zu wissen: Mit einem „Blumentopf 2.0“ lassen sich die Filterleistungen von Zimmerpflanzen dramatisch verbessern. Diese neuartigen Blumentöpfe, die auch als AIRY-Blumentöpfe vermarktet werden, gehören zu den spannendsten Innovationen der neuen Zeit.

Sie beruhen auf den erst kürzlich beobachteten Effekt, dass die Pflanzen fast 90 % ihrer Filterleistung nicht über ihr Blattwerk leisten, was bisher vermutet wurde. Den Großteil der Luftfilterung stellen sie stattdessen über ihr Wurzelwerk her, was der AIRY-Blumentopf durch eine ausgeklügelte Apparatur unterstützt.

Dem Holz eine Chance geben

Schon bei der Einrichtung des Schlafzimmers ist es sinnvoll, beste Voraussetzungen für eine gesunde Raumluft zu schaffen. Vor allem Echtholz ist sehr gut geeignet, die Luftfeuchtigkeit zu regulieren und die Qualität der Luft zu verbessern. Holz kann wie eine natürliche Klimaanlage wirken und damit erheblich zu besserer Luft beitragen.

Es muss sich allerdings um unbeschichtete Echtholzmöbel handeln. Holzböden oder Wandvertäfelungen aus echtem Holz verbessern die Raumluft ebenfalls spürbar. Die Vorgehensweise empfiehlt sich besonders, wenn das Schlafzimmer zu einer stark befahrenen Straße zeigt, was ein Lüften erschwert.

(BILD 6: Holzbett)

Holz ist ein natürliches, lebendes und atmendes Material, das zugunsten eines besseren Raumklimas immer den Vorzug vor chemisch verarbeiteten Materialien wie Beton, Kunststoff und Metall erhalten sollte.

Als hygroskopischer Baustoff bietet Holz die Eigenschaft unter der Voraussetzung, dass es nicht lackiert ist, die Feuchtigkeit aus der Luft zu absorbieren und wieder an den Raum abzugeben. Dies sorgt für ein angenehmeres Raumklima und dafür, dass Unregelmäßigkeiten in der Atmosphäre ausgeglichen werden können.

Natürliche Wandbeläge fördern das Raumklima

Alternativen zu Holz sind natürliche Wandbeläge, die ebenfalls das Raumklima verbessern können. Statt auf Tapeten auf Basis von Glasfasern und Vinyl zu setzen, helfen Flüssigtapeten weiter, die gut darin sind, Wärme zu dämmen und Feuchtigkeit aufzunehmen ohne dabei die ungeliebten Schimmelsporen anzuziehen.

Weitere Tipps sind atmungsaktive und widerstandsfähige Vliestapeten sowie natürliche Mineralfasern wie Kalk und Silikate, die diffusionsoffen und hygroskopisch sind.

Weitere Ideen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit

Andere geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sind Wasserschalen und Zimmerbrunnen aufgrund der natürlichen Verdunstungseffekte.

Auch hilft es das Schlafzimmer an Vorgängen zu beteiligen, welche die Luftfeuchtigkeit erhöhen, indem hier die Wäsche gebügelt und getrocknet wird oder das Badezimmer nach dem Duschen und Baden aufgelassen wird.

Kühlere Luft hat ebenfalls einen Einfluss auf den Grad der Luftfeuchtigkeit, weil kältere Luftschichten die Feuchtigkeit schlechter transportieren können, sodass sich die Wassermoleküle besser ansammeln können.

Schadstoffe belasten den Schlaf

Zimmertemperatur und Luftfeuchtigkeit sind das eine, das andere sind Schadstoffpartikel, die unseren Schlaf belasten und unsere Gesundheit gefährden. Feinstaub dringt zum Beispiel über die Atemwege in unsere Lungen und unser Herzkreislaufsystem ein.

Besonders Allergiker leiden unter schädlichen Mikroorganismen wie Schimmelsporen und Milben. Andere Schadstoffe wie Formaldehyd, Lösemittel, flüchtige organische Substanzen (VOC), Holzschutzmittel, Weichmacher und Flammschutzmittel dünsten beständig vor sich hin.

Besondere Sorgfalt im Kinderzimmer

Die Atemwege von Kindern sind besonders empfindlich. Deshalb sollten Eltern auf die Luftqualität im Kinderzimmer achten. Eine nicht ausreichende Belüftung kann die Atemwege belasten, das Immunsystem schwächen und die Entstehung von Allergien fördern.

(BILD5: Kind schläft)

Obacht geboten ist, wenn Kinder schlecht schlafen, denn sie sind oft noch nicht in der Lage zu erkennen, dass die Luftqualität nicht in Ordnung ist. Fehlschlüsse drohen außerdem beim Blick auf das Thermometer.

Wie bei Erwachsenen, schlafen Kinder besser bei einer Raumtemperatur von 16 bis 18°C. Leicht kühle Füße und Hände sind kein Alarmsignal. Stattdessen liefert die Wärme des Nackens eine belastbare Aussage darüber, ob es für das Kind zu kalt oder zu warm ist. Tendenziell sind Eltern eher geneigt, ihre Kinder zu dick anzuziehen.

Mit Luftreinigern das Übel an der Wurzel fassen

Schließlich möchten wir Ihnen einen Luftreiniger ans Herz legen, die in puncto Wohnen unsere Lebensqualität im 21. Jahrhundert prägen werden. Kunden, die auf die Dienste guter Luftfilter setzen, können sich ein Leben ohne diese energiespendenden Geräte nicht mehr vorstellen.

HEPA-Filter sind in der Verbesserung des Raumklimas am effektivsten. Sie nehmen es auch mit Kleinstpartikeln und Aerosolen auf und besitzen einen Abscheidegrad von bis zu 99,995%.

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