Schwarzes Wasser (Bildquelle: ID 45678135 alex_black / depositphotos.com)

Schwarze Partikel im Leitungswasser – was ist das?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 21. Dezember 2022
Lesedauer: 4 Minuten

Klares und gut schmeckendes Wasser direkt aus der Leitung ist ein kostbares Gut. Das wird häufig erst dann so richtig bewusst wahrgenommen, wenn plötzlich ein Mangel besteht. Denn einerseits sorgt die Trinkwasserverordnung hierzulande für eine hohe Güte, andererseits jedoch garantiert diese bei weitem keine absolute Reinheit und es gibt zahlreiche Faktoren, die das Leitungswasser verunreinigen können.

Viele solcher Verunreinigungen bestehen sogar unsichtbar und teils sogar geschmacks- und geruchsneutral. Einige jedoch sind durch verfärbtes Trinkwasser klar ersichtlich. Vor allem sehr dunkles bis schwarzes Wasser kann verschiedene Ursachen haben. Klar ist, dass selbst leicht schwarz verfärbtes Wasser in jedem Fall unappetitlich ist. Doch woher kommt das und noch wichtiger: wie wird es wieder sauber?

Wodurch kann Leitungswasser schwarz werden?

Tatsächlich kann die dunkle Trübung vielfach hervorgerufen werden. Das zeigt sich schon daran, dass sowohl schleimige Substanzen aber auch kleinste Schwebeteilchen das Leitungswasser mehr oder weniger schwarz färben können. So können sich beispielsweise überall in den Leitungen bis hin zum Wasserhahn Biofilme bilden. In diesen kommen mitunter schwarze Hefen vor, welche das Trinkwasser entsprechend beeinträchtigen. [1]

Illustration von Keimen in einem Biofilm
Schwarze Hefen können sich in Armaturen und Rohrleitungen ansammeln und sind ein häufiger Grund für schwarzes Leitungswasser. Illustration von Keimen in einem Biofilm (Bildquelle: ID 169779490 katerynakon / depositphotos.com)

Ansonsten sind wiederum Korrosion und Verschleiß von Bauteilen ein immer wieder auftretender Faktor für verunreinigtes Leitungswasser. Schwarze Partikel im Wasser können beispielsweise von porösen Gummidichtungen stammen aber auch von Rohren, Ventilen und anderen Installationen. Insbesondere bei Warmwasserbereitern etwa kann es vorkommen, dass sich die innere Beschichtung auflöst, wenn die Opferanode nicht wie vorgesehen gewartet beziehungsweise, falls nötig, gewechselt wurde.

Außerdem können selbst Maßnahmen der zuständigen Wasserversorger ursächlich sein. So kommt es mitunter vor, dass sich durch Umstellungen im Versorgungssystem die Fließrichtung des Wassers ändert und daher beispielsweise Eisen- und Mangan-Teilchen von den Rohren gelöst werden, die dann beim Verbraucher ankommen. [2] In solchen Fällen ist die Schwarzfärbung jedoch meist nur von kurzer Dauer und die Verantwortung liegt beim jeweiligen Versorger.

Wie schädlich sind schwarze Rückstände im Leitungswasser?

Ob und wie schädlich nun eine solche Verunreinigung im Wasser ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Unappetitlich ist es in jedem Fall und besteht der Zustand gar dauerhaft, ergeben sich durchaus gewisse Risiken, wenn das Wasser zum Kochen oder eben zum Trinken verwendet wird. Bakterien und Pilze können zwar durch Abkochen abgetötet werden, doch bei anorganischen Rückständen reicht dies nicht aus.

Insbesondere, wenn das schwarze Leitungswasser durch schadhafte Leitungen und Armaturen zustande kommt, können Schwermetalle ein Gesundheitsrisiko sein. Zwar bemühen sich die zuständigen Wasserwerke ihrerseits darum, dass es dazu nicht kommt, jedoch liegt die Verantwortung ab der Wasseruhr eines Haushalts beim Eigentümer. Unter Umständen könnten also sogar alte Bleirohre der Grund des Übels sein.

Wie lässt sich die Ursache finden?

Herauszufinden, wo genau das Wasser nun verunreinigt wird, ist oft schwer. Erste Maßnahme sollte sein, den zuständigen Wasserversorger zu kontaktieren und zu erfragen, ob eine Störung vorliegt. Garantiert dieser die übliche Wasserqualität, liegt die Ursache wohl im hauseigenen Wasserkreislauf. Dann besteht die Frage: Bei welchen Armaturen kommt schwarzes Wasser aus der Leitung? Anhand dessen lässt sich die Fehlersuche zumindest eingrenzen.

Führt das Wasser bei allen Leitungen schwarze Partikel, ist die zentrale Versorgung im Haus zu überprüfen – etwa der Warmwasserspeicher (siehe oben). Ist das Problem jedoch auf eine einzige Zapfstelle begrenzt, gilt es dort zunächst die jeweilige Armatur zu begutachten. Gerade in Strahlreglern und Perlatoren von Wasserhähnen können sich schnell mal Biofilme ansammeln. Außerdem gibt es in diesem Bereich viele Gummidichtungen, die in Frage kommen.

Grundsätzlich lohnt es sich außerdem, die Schwarzfärbung genauer zu untersuchen. Eventuell sind die dunklen Partikel im Wasser sogar groß genug, um sie mit dem Auge zu betrachten. Mit einem Magneten kann zudem überprüft werden, ob es sich um eine Anhäufung von Eisen handelt. Dies würde auf Korrosion von Bauteilen hindeuten. Nicht zuletzt kann auch der Geruch des Wassers Hinweise liefern.

Maßnahmen gegen schwarzes Leitungswasser

Je nach Ursache kann mehr oder weniger schnell gehandelt werden. Wird der Mangel durch schadhafte Rohre, Ventile und Dichtungen hervorgerufen, müssen diese entsprechend ersetzt werden. Gleiches gilt etwa bei einer sich auflösenden Beschichtung in Warmwasserspeichern. Vorausgesetzt bei alledem ist natürlich, dass die Ursache tatsächlich und zweifelsfrei gefunden ist.

Schwieriger ist es zudem, wenn Bakterien und Hefepilze tiefer in den Leitungen sitzen und dort für die schwarzen Rückstände sorgen. Bestehen diese allerdings direkt an der Endarmatur, lassen sich die jeweiligen Teile gründlich säubern und gegebenenfalls sogar einzeln abkochen. Eine bewährte und sichere Maßnahme sind überdies professionelle Wasserfilter.

Leitungswasser braun
Wenn trotz aller Mühen immer wieder verunreinigtes Wasser aus der Leitung kommt, hilft ein Wasserfilter. (Bildquelle: cmannphoto / istockphoto.com)

Wasserfilter als dauerhafte Hilfe

Aktivkohle-Blockfilter sind eine effiziente und sehr effektive Maßnahme gegen viele verschiedene Verunreinigungen. Schwermetalle, Bakterien, Kalk und vieles mehr werden durch einen gesinterten Aktivkohleblock ganz natürlich aus dem Wasser entnommen. Wer also über verfärbtes oder auch schlecht riechendes oder schmeckendes Trinkwasser klagt, kann damit wieder für Klarheit und Qualität sorgen.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

Ein weiteres Argument für solche Filter ist vor allem, dass sie auch gegen Mikroplastik und Rückstände von Arzneimitteln im Trinkwasser helfen. Gerade dies sind Faktoren, die zu einem immer größeren Risiko werden – aber aufgrund ihrer Beschaffenheit selbst in klarem Wasser kaum wahrgenommen werden können.

Vitalhelden Redaktion
Wir von Vitalhelden.de sind ein Team von Gesundheits- und Wasser-Enthusiasten. Bereits seit vielen Jahren beschäftigen wir uns mit dem wichtigsten Element dieser Erde und seiner schier endlosen Faszination. Mit dieser Webseite möchten wir durch Ratgeberartikel, Anleitungen und Tipps allen dabei helfen, mehr über das Thema Wasser zu lernen und besseres Trinkwasser zu genießen.

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