Wasserqualität in
Nürnberg

Trinkwasser und Stadtwappen Nürnberg

Nürnberger Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 11 Minuten
Mit etwa 520.000 Einwohnern ist Nürnberg hinter München die zweitgrößte Stadt des Freistaates Bayern. Sie erstreckt sich beiderseits der Pegnitz und ist für den Christkindl-Markt und zahlreiche historische Bauten und Sehenswürdigkeiten überregional bekannt. Die Lebensqualität in Nürnberg ist hoch, dazu gehört die Tatsache, dass man auf die Wasserqualität des Trinkwassers vertrauen kann. Die Analysen stellen kein Buch mit sieben Siegeln dar – im Gegenteil: Sämtliche Testergebnisse stellt die N-ERGIE AG öffentlich auf ihrem Portal zur Einsicht zur Verfügung.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Nürnberg.

Wasserhärte in Nürnberg

Wasserhärte

12,25
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12,25 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Die Trinkwasseranalyse enthält auch die Daten der Wasserhärte. Das Nürnberger Trinkwasser liegt mit dem Durchschnittswert von 12,25 dH im mittleren Härtebereich. Dies hat zur Folge, dass der Kalkgehalt eine gute Zusammensetzung von Magnesium und Calcium beinhaltet. Die beiden Mineralstoffe sind für den Körper ungemein wichtig, da sie z.B. auf den Aufbau von Knochen und Zähnen sowie auf ihre Stabilität Einfluss nehmen.

MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Nürnberg

Nitrat

19,5 %*

9,75 / 50 mg/l
In Nürnberg liegt der Nitratwert weit unter dem in der Trinkwasserverordnung festgesetzten Grenzwert von 50 mg/l. Überdüngung von landwirtschaftlichen Flächen kann zu einem relevanten Anstieg führen, der sich über das Trinkwasser auf die Gesundheit auswirkt.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

30 %*

<0,003 / 0.01 mg/l
Zum größten Teil ist man in der Lage, das Schwermetall Blei aus dem Grundwasser zu filtern. Im Nürnberger Trinkwasser liegt der Wert deshalb auch bei weniger als 0,003 mg/l.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

1,1 %*

<0,022 / 2 mg/l
Der Grenzwert des zulässigen Kupfergehaltes beläuft sich auf 2 mg/l. Das Nürnberger Trinkwasser enthält jedoch weniger als 0,022 mg/l und befindet sich damit weit unterhalb der vorgeschriebenen Grenze.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

25 %*

<0,005 / 0,02 mg/l
Auch wenn der Nickelwert den Grenzwert weit unterschreitet, handelt es sich dennoch um ein gefährliches Schwermetall im Trinkwasser, das unter bestimmten Umständen durchaus die Gesundheit beeinträchtigt.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

20 %*

<0,002 / 0,01 mg/l
In diversen mineralischen Verbindungen ist Uran messbar. Fließt nun das Grundwasser durch entsprechende Gesteinsschichten, reichert es sich mit dem radioaktiven Schwermetall an. In Nürnberg liegt der Messwert bei weniger als 0,002 mg/l.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittelwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Nürnberger Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Nürnberg?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,51 %*

Natrium

7,6 mg/l - Der Mineralstoff Natrium reguliert sowohl den Feuchtigkeitshaushalt als auch den Blutdruck, er unterstützt die Motorik und beeinflusst die Nervenimpulse.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,83 %*

Calcium

58,25 mg/l - Calcium ist besonders wichtig für Knochen und Zähne. Da der Organismus aber selbst nicht in der Lage ist, diesen Mineralstoff zu entwickeln, ist er auf eine entsprechende Zufuhr über die Nahrung und das Trinkwasser angewiesen.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
5,07 %*

Magnesium

17,75 mg/l - Magnesium wirkt sich positiv auf Herztätigkeit und Zellaufbau aus und reguliert die Muskelkontraktionen. Eine Unterversorgung kann negative Auswirkungen mit sich ziehen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,05 %*

Kalium

2,05 mg/l - Der Mineralstoff Kalium wirkt auf die Nerven- und Muskelfunktionen und ausgleichend auf den Flüssigkeitshaushalt.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,87 %*

Chlorid

20 mg/l - Chlorid hat einen wichtigen Anteil an der Abwehr von Krankheitserregern; er unterstützt die Verdauung und beeinflusst das Säure-Basen-Verhältnis.

MEHR INFOS ZU CHLORID
1,40 %*

Sulfat

21 mg/l - Im Nürnberger Trinkwasser misst man einen Sulfatanteil in Höhe von 21 mg/l: Die natürliche Schwefelverbindung beteiligt sich am Aufbau der Proteine und regt den Gallefluss sowie die Bauchspeicheldrüse an.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Nürnberg besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Nürnberg zuständig?

Das Unternehmen N-ERGIE ist zuständig für die Wasserversorgung von Nürnberg. Mehr als 30.000 Einzelanalysen gewährleisten die Trinkwasserqualität. Gemäß Trinkwasserverordnung muss das Wasser diverse Anforderungen erfüllen und den dort aufgelisteten Vorgaben entsprechen, ehe mit dem Leitungswasser eines der wichtigsten Lebensmittel an die Haushalte weitergeleitet werden darf.

Kontakt - Wasserwerke Nürnberg

N-ERGIE AG

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
0800-234-3600

Welche Parameter können im Nürnberger Leitungswasser bedenklich werden?

Bedenklich werden könnte ein Anstieg des Nitratwertes durch landwirtschaftliche Überdüngung. Rückstände von Antibiotika und Medikamente sollten ebenfalls ständig untersucht werden. Zudem sagen die offiziellen Analysen nichts über die Blei- oder Kupferwerte in den Haushalten aus, die ihr Leitungswasser noch über alte Wasserrohre im Haus beziehen.
Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
Filter sind günstig
Filter sind nachhaltig
Filter stoppt Schadstoffe
Ihr Wasser schmeckt
Jetzt Lösungen kennenlernen!

Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Nürnberg

Das Nürnberger Wasser stammt aus fünf Regionen. Dazu stehen die Wasserwerke Am Forsthaus, Erlenstegen/Eichelberg, Genderkingen, Krämersweiher und Ranna mit unterschiedlichen Förderarten zur Verfügung: Die Wasserwerke Am Forsthaus und Genderkingen verlassen sich auf ihre Grundwasserpumpen. Im Wasserwerk Erlenstegen/Eichelberg stehen fast 100 Brunnen im Pegnitztal zur Verfügung.

Im Wasserwerk Krämersweiher gewinnt man aus dem gleichnamigen Gewässer über vier Brunnen das Wasser aus einer Tiefe von bis zu 148 Metern. Quellwasser kommt im Veldensteiner Forst aus den Bereichen Ranna I und Ranna II und fließt anschließend ohne Pumpeneinsatz über das Gefälle nach Nürnberg. Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete rund um Quellen, Brunnen und Wasserwerke sichern den Zugang zum Trinkwasser.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Nürnberg

Der Wöhrder See im Nürnberger Stadtgebiet ist ein 1981 fertiggestellter Stausee, der heute von einem Landschaftsschutzgebiet umgeben ist und ein Habitat für Flora und Fauna bietet. Als Badesee ist er nur bedingt geeignet, da die Pegnitz mitunter gerade bei starken Regenfällen eine gewisse Keimbelastung aufweisen kann.

Besonderheiten zum Nürnberger Trinkwasser

Auch wenn man Nürnberg nicht unbedingt als Natur-Bade-Eldorado darstellen könnte, bietet die Stadt viele Möglichkeiten, am Wasser zu entspannen, sei es wandernd oder radfahrend entlang der Pegnitz oder bei einem Spaziergang durch den weitläufigen Faberpark mit seiner idyllischen Teichanlage.

Häufig gestellte Fragen zum Nürnberger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Nürnberger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Nürnberg wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Nürnberger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Das Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom lokalen Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Nürnberger Leitungswasser trinken?

Die Nürnberger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Nürnberg sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Nürnberger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Nürnberg über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Nürnberger Trinkwasser Legionellen?

Die Nürnberger Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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