Wasserqualität in
Rastatt

Trinkwasser und Wappen Rastatt

Rastatter Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 3. November 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Die barocke und frühere Residenzstadt Rastatt liegt in Baden-Württemberg und zählt zum Regierungsbezirk Karlsruhe. Sie gliedert sich in eine Kernstadt sowie in fünf Stadtteile auf knapp 60 km² und hat mehr als 50.000 Einwohnern (Stand Dez. 2020). Rastatt erstreckt sich innerhalb der Oberrheinischen Tiefebene, die an den Schwarzwald und die französischen Vogesen grenzt.

Die Rastatter Haushalte vertrauen tagtäglich auf die Kompetenz der Wasserwerke sowie der Stadtwerke, sie mit einwandfreiem Trinkwasser zu versorgen. Um umfangreiche Einblicke in ihre Arbeit zu bieten, veröffentlichen die Stadtwerke Rastatt u.a. die offiziellen Trinkwasseranalysen auf ihrer Webseite. Diese liefern Analysen der Wasserqualität von Rastatt und informieren über diverse Parameter, zu denen auch die Wasserhärte zählt.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Rastatt.

Wasserhärte in Rastatt

Wasserhärte

9,55
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

9,55 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Die Wasserhärte in Rastatt hat einen Durchschnittswert von 9,55 dH, ein Mittel, das aus den Analysen in den Wasserwerken Ottersdorf und Rauental zustande kommt. Das Trinkwasser hat somit eine mittlere Wasserhärte, deren Kalkgehalt vom Anteil an Calcium und Magnesium abhängig ist. Beide Mineralstoffe sind für den Organismus sehr wichtig, da er diese selbst nicht bilden kann, gleichzeitig z.B. hinsichtlich des Aufbaus und Erhalts von Knochen und Zähnen darauf angewiesen ist.

MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Rastatt

Nitrat

32,2 %*

16,1 / 50 mg/l
Der Nitratwert im Rastatter Trinkwasser scheint mit 16,1 mg/l relativ niedrig. Allerdings nehmen Überdüngung und Überweidung auf landwirtschaftlichen Nutzflächen negativen Einfluss. Insofern ist es besonders wichtig, auch den Nitratwert ständig zu überprüfen.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

0 %*

n.n. / 0,01 mg/l
Der Bleigehalt liegt unter der Bemessungsgrenze, was als gutes Zeichen zu werten ist, denn Blei kann schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Aus dem Grund wurde der Grenzwert in der Trinkwasserverordnung bei nur 0,010 mg/l festgelegt.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

n.n. / 2 mg/l
Zwar gehört Kupfer zu den Spurenelementen und ist auch im Rastatter Trinkwasser kaum mehr nachzuweisen. Es handelt sich dennoch um ein Schwermetall, das in höherer Konzentration schädlich auf den Organismus wirkt.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

0 %*

n.n. / 0,02 mg/l
Die Rastatter Trinkwasseranalyse ergibt einen Nickel-Messwert, der unterhalb der Bemessungsgrenze liegt. Wie wichtig es aber ist, das Schwermetall ständig im Analysen-Fokus zu behalten, zeigt der Grenzwert von nur 0,020 mg/l.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

12 %*

<0,0012 / 0,01 mg/l
Der Uranwert im Rastatter Trinkwasser beträgt weniger als 0,0012 mg/l, den Grenzwert legte man in der Trinkwasserverordnung bei nur 0,010 mg/l fest. Schließlich handelt es sich bei Uran um ein giftiges und radioaktives Schwermetall.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Rastatter Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Rastatt?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,68 %*

Natrium

10,25 mg/l - Ein gewisser Natriumanteil ist für den Organismus wichtig, da er die Nervenimpulse beeinflusst, die Motorik unterstützt und sowohl den Blutdruck als auch den Flüssigkeitshaushalt unterstützt.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
5,65 %*

Calcium

56,45 mg/l - Calcium ist wichtig für die Zähne und Knochen und muss dem Körper mit der Nahrung und dem Trinkwasser zugefügt werden, da er den Mineralstoff selbst nicht entwickeln kann.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
2,11 %*

Magnesium

7,4 mg/l - Der Mineralstoff Magnesium wirkt positiv auf den Zellaufbau und die Herztätigkeit und unterstützt die Muskelkontraktionen. Eine Unterversorgung führt mitunter zu recht schmerzhaften Auswirkungen.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,03 %*

Kalium

1,3 mg/l - Kalium gleicht den Flüssigkeitshaushalt aus und wirkt ebenfalls auf Muskel- und Nerventätigkeiten.

MEHR INFOS ZU KALIUM
0,89 %*

Chlorid

20,4 mg/l - Chlorid unterstützt den Körper bei der Abwehr von Krankheitserregern, übt Einfluss auf das Verhältnis von Säuren und Basen aus und unterstützt die Verdauung.

MEHR INFOS ZU CHLORID
2,20 %*

Sulfat

32,95 mg/l - Der Sulfatanteil liegt im Rastatter Trinkwasser bei 32,95 mg/l. Der Mineralstoff regt Bauchspeicheldrüse und Gallefluss an und wirkt auf den Proteinaufbau.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Rastatt besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Rastatt zuständig?

Die Stadtwerke Rastatt arbeiten eng mit den Wasserwerken Ottersdorf und Rauental zusammen und sind für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte zuständig. Externe Wasseruntersuchungen erfolgen in regelmäßigem Turnus durch die SchwarzwaldWASSER Labor GmbH und durch das Technologiezentrum Wasser Karlsruhe.
Alle Beteiligten arbeiten streng nach Gesetzesvorschriften und richten sich insbesondere nach den in der Trinkwasserverordnung festgelegten Parametern.

Kontakt - Wasserwerke Rastatt

Stadtwerke Rastatt GmbH

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
07222-773-111

Welche Parameter können im Rastatter Leitungswasser bedenklich werden?

Im Jahr 2017 wurde öffentlich bekannt, dass ca. 747 Hektar rund um Mannheim und Rastatt mit der Chemikalie PFC verseucht wurden. Bei PFC handelt es sich um eine per-/polyfluorierte Chemikalie, von der eine krebserregende und erbgutverändernde Wirkung ausgehen könnte. Man vermutete, dass die Kontamination bereits über Jahre hinweg geschah und die Menschen belastetes Wasser tranken.

Die Kontamination betraf u.a. die Wasserschutzgebiete Niederbühl und Rauental sowie die angeschlossenen Brunnenanlagen. Das Wasserwerk Niederbühl wurde sofort stillgelegt. Da das Wasserwerk Rauental 2018 umgebaut und mit einer hochtechnischen Aktivkohleaufbereitungsanlage ausgestattet wurde und auch heute noch ständig kontrolliert wird, erfüllt das Rastatter Trinkwasser alle Qualitätskriterien. Weil auch im Wasserwerk Ottersdorf geringe PFC-Spuren messbar sind, wird auch das Hauptwasserwerk entsprechend modernisiert.

Im Zuge der Aktualisierung der EU-Trinkwasserrichtlinie erließ man im Januar 2021 neue Qualitätsstandards und nahm zudem die Grenzwerte für die Stoffgruppe der PFA/PFS-Verbindungen in die Richtlinien auf.

Vitalhelden

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Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Rastatt

Die Trinkwasserversorgung der Stadt Rastatt geschieht über die Stadtwerke Rastatt GmbH und die Wasserwerke Ottersdorf und Rauental. Das Trinkwasser stammt aus Grundwasservorkommen und wird über in Waldgebieten gelegene Förderbrunnen an die Oberfläche gepumpt. Weitere Förderbrunnen liegen innerhalb nachhaltig bewirtschafteter Ackerflächen. Zum Schutz der Wasserqualität legte man rund um die Brunnenanlagen Wasserschutzzonen der Kategorien I bis III an und verfügte gleichzeitig die Wasserschutzgebiete Ottersdorf, Rauental und Niederbühl.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Rastatt

Zu den wichtigsten Fließgewässern des Landkreises Rastatt gehören Rhein und Murg sowie der Rheinniederungskanal. Ständige Untersuchungen durch die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz überprüfen die Wasserqualität z.B. von Fließgewässern und Seen. In zahlreichen Baggerseen des Landkreises baut man Sand und Kies ab. Da einige der Baggerseen, in denen man Sand und Kies abbaut, bereits stillgelegt wurden, ist in manchen offiziell das Baden erlaubt. Diese werden ständig überprüft, um eine Gesundheitsgefährdung für die Badefans auszuschließen. Auf dem Internetportal des Landkreises Rastatt nennt man in dem Zusammenhang etwa den Deglersee, den Natursee Sauweide und den Sämannsee.

Besonderheiten zum Rastatter Trinkwasser

Die Mitteilung, dass man PFC auch im Rastatter Trinkwasser fand, sorgte – wie oben schon angedeutet – vor einigen Jahren in Rastatt und Umgebung für große Unruhe und Sorge. Noch heute ist das Thema derart präsent, dass die Stadtwerke Rastatt weiterhin regelmäßige Messungen vornehmen. Zusätzlich betraut man unabhängige Prüfstellen mit weiteren Analysen, etwa das DVGW-Technologiezentrum Wasser in Karlsruhe.

Im Wasserschutzgebiet Ottersdorf untersuchte man 2020 Brunnen und Netzwasser mit 5 umfangreichen Probeentnahmen sowie einmal im Quartal die rund um die Brunnen angelegten Messstellen. Monatliche Untersuchungen finden im Wasserschutzgebiet Rauental statt und zusätzliche zwei Analysen des Wassers, das aus dem Aktivkohlefilter-Ablauf stammt. Die Grundwassermessstellen rund um den Rauentaler Brunnen kontrolliert man zusätzlich dreimal im Jahr. Im Wasserschutzgebiet Niederbühl erfolgen Messungen jeweils zweimal im Jahr.

Häufig gestellte Fragen zum Rastatter Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Rastatter Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Rastatt wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Rastatter Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Rastatter Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Rastatter Leitungswasser trinken?

Die Rastatter Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Rastatt sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Rastatter Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Rastatt über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Rastatter Trinkwasser Legionellen?

Die Rastatter Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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