Trinkwasser in Salzburg: Wasserhärte aller Orte
Das Leitungswasser in Salzburg kann man trinken. Diese Seite behandelt das Bundesland Salzburg. Für die Stadt Salzburg liegt die Gesamthärte zwischen 12,3 und 12,5 °dH. Einen Härtewert für das ganze Bundesland gibt es nicht. Es gilt die österreichische Trinkwasserverordnung (TWV), nicht die deutsche.
Die Werte in der Tabelle stammen aus der Trinkwasserversorgungsanlage der Stadt Salzburg und gelten nur für dieses Versorgungsgebiet. Im Land Salzburg versorgen 19 große, 119 mittlere und 300 kleine Anlagen rund 494.000 Menschen. Bei Uran und Nitrit ist die österreichische TWV strenger als die EU-Richtlinie.
Welches Recht hier gilt
- Europäische Grundlage
- Richtlinie (EU) 2020/2184
- Nationale Umsetzung
- Trinkwasserverordnung (TWV), BGBl. II Nr. 304/2001, zuletzt geändert 2024
- Zuständige Behörde
- Der Landeshauptmann; den jährlichen Trinkwasserbericht gibt das Gesundheitsministerium heraus
- Abweichende Grenzwerte
- Zwei Werte sind strenger als in der EU-Richtlinie: Uran 15 statt 30 µg/l und Nitrit 0,10 statt 0,50 mg/l. Bei den übrigen verglichenen Werten stimmen Verordnung und Richtlinie überein.
Der Österreichische Trinkwasserbericht weist die Entsprechungsquoten nur national aus, nicht je Bundesland. Es gibt daher keine bundeslandbezogene Einhaltungsquote. Die nationale Quote auf ein einzelnes Bundesland zu übertragen wäre eine Erfindung. Das Land Salzburg publiziert keinen eigenen Trinkwasserbericht.
Veröffentlichte Werte nach Ort
1 OrteTrinkwasserwerte in Salzburg nach Ort, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quellen je Ort unter der Tabelle.
| Parameter | Trinkwasserversorgungsanlage der Stadt Salzburg | EU-Parameterwert | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 12,3–12,5 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | – | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | – | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | – | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | – | 200 | 0 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | – | 50 | 0 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | – | 250 | 0 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | – | 250 | 0 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | – | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | – | 2500 | 0 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
Werte unverändert übernommen aus den Veröffentlichungen der jeweiligen Versorger. Trinkwasserversorgungsanlage der Stadt Salzburg, Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, Bayerhamerstraße 16, 5020 Salzburg, 27.02.2023 (Befund der Probenahmestelle Parsch)
Parameterwerte nach Richtlinie (EU) 2020/2184, Anhang I Teil B und C. Sie weichen an mehreren Stellen von der deutschen Trinkwasserverordnung ab — die Leitfähigkeit etwa gilt hier mit 2500 µS/cm bei 20 °C statt 2790 µS/cm bei 25 °C. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Ortswert. Werte unter der Bestimmungsgrenze werden nicht in Prozent umgerechnet. Wie diese Tabelle zu lesen ist
Trinkwasserversorgungsanlage der Stadt Salzburg: Die Werte gelten für die Stadt Salzburg, nicht für das Bundesland.
Das Bundesland Salzburg reicht von der bayerischen Grenze bis in den Hauptkamm der Hohen Tauern. Fünf Gaue und eine Landeshauptstadt, dazwischen alles von der Gletscherzunge bis zum Moor.
Belegte Messwerte gibt es hier allerdings nur für einen einzigen Ort, nämlich für die Stadt Salzburg — und genau die stehen in der Tabelle. Für Hallein, Zell am See, St. Johann oder Tamsweg finden Sie auf dieser Seite keine Zahlen, weil dafür keine geprüften Werte vorliegen.
Woraus das Wasser hier besteht, entscheidet der Berg, durch den es gelaufen ist. Im Norden und in den Kalkalpenzügen des Tennengaus sickert Niederschlag durch Kalk und Dolomit, löst dabei Calcium und Magnesium und tritt weiter unten in gefassten Quellen wieder aus. Im Zentralgneis der Tauern nimmt dasselbe Wasser deutlich weniger mit.
Kann man in Salzburg das Leitungswasser trinken?
Das Leitungswasser im Land Salzburg ist Trinkwasser und unterliegt der österreichischen Trinkwasserverordnung (TWV), BGBl. II Nr. 304/2001 in der geltenden Fassung. Die deutsche Trinkwasserverordnung gilt in Salzburg nicht.
Die Zahlen in der Tabelle gehören der Stadt Salzburg
Sie stammen aus der Trinkwasserversorgungsanlage der Stadt Salzburg, die die Salzburg AG betreibt, und zwar aus dem Befund vom 27. Februar 2023 an der Probenahmestelle Parsch. Die hier gezeigten Zahlen sind die von Parsch, nicht ein Durchschnitt über die Stadt.
Ausgegeben werden ausschließlich Bandbreiten, keine Punktwerte. Deshalb steht jeder Parameter als Spanne: die Gesamthärte zwischen 12,3 und 12,5 °dH, Calcium zwischen 60,9 und 62,6 mg/l, Magnesium zwischen 16,4 und 17,2 mg/l. Der pH-Wert liegt bei 7,8, die elektrische Leitfähigkeit zwischen 378 und 381 µS/cm.
Alles, was aus der Landwirtschaft oder aus dem Siedlungsraum stammen könnte, bleibt weit unter seinem Parameterwert: Nitrat zwischen 4,8 und 5,9 mg/l bei einem Parameterwert von 50 mg/l, Chlorid zwischen 9,6 und 12,2 mg/l, Sulfat zwischen 5,9 und 6,7 mg/l.
Und es ist ein Befund mit Lücken, die man kennen sollte. Zu Blei, Kupfer, Nickel, Uran, Arsen, Nitrit, Fluorid und Hydrogencarbonat enthält der abgerufene Datensatz keine Werte — sie fehlen, sie sind nicht null. Pestizide sind als „nicht bestimmbar“ ausgewiesen; das ist eine Befundformulierung des Labors und kein Messwert. Eine Härtekategorie nennt die Datenbank ebenfalls nicht: Die deutschen Stufen weich, mittel und hart nach § 9 Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gelten in Österreich nicht.
Für das Land Salzburg gibt es keinen Härtewert
Aus 12,3 bis 12,5 °dH für die Stadt lässt sich kein Landeswert machen. Zwischen dem Flachgau und dem Lungau wechselt der Untergrund von Kalk und Dolomit zu kristallinem Gestein, die Fließwege sind kurz, und viele Gemeinden fassen ihre eigene Quelle oberhalb des Ortes. Zwei Nachbargemeinden im selben Tal können unterschiedlich hartes Wasser haben, wenn sie unterschiedliche Quellen nutzen. Ein Durchschnitt über ein solches Land wäre eine Zahl, die für niemanden gilt.
Genauso wenig gibt es eine Einhaltungsquote für das Bundesland. Einen eigenen Landestrinkwasserbericht, wie ihn Vorarlberg herausgibt, veröffentlicht das Land Salzburg nicht.
19 große Anlagen, 300 kleine: wie Salzburg versorgt wird
Im Salzburger Becken und in den größeren Talorten hängt die Mehrheit an wenigen großen Anlagen; an der Versorgung der Landeshauptstadt und ihres Umlands sind neben der Salzburg AG auch der Wasserverband Salzburger Becken und der Dachverband Salzburger Wasserversorger beteiligt.
Praktisch heißt das zweierlei. Der Ansprechpartner ist fast nie eine Landesstelle, sondern die Gemeinde oder die Genossenschaft, und dort liegt auch das aktuelle Analysenblatt. Und Störungen bleiben örtlich: Wenn nach starkem Niederschlag oder einem Rohrbruch eine Quellfassung verunreinigt wird, gilt ein Abkochgebot für diese Versorgungszone und nicht für den halben Gau.
Bei Uran und Nitrit ist Österreich strenger als die EU
- Uran — die Richtlinie (EU) 2020/2184 nennt 30 µg/l, die österreichische TWV 15 µg/l, die deutsche Trinkwasserverordnung 10 µg/l. Österreich hält also den halben EU-Wert, bleibt aber über dem deutschen. Anmerkung 20 zu Anhang I Teil B der TWV lässt zu, dass die zuständige Behörde in Regionen, in denen die geologischen Bedingungen zu hohen Urankonzentrationen im Grundwasser führen, bis zu 30 µg/l akzeptiert.
- Nitrit — 0,10 mg/l nach der TWV gegenüber 0,50 mg/l in der EU-Richtlinie, die den strengen Wert von 0,10 mg/l nur am Ausgang des Wasserwerks verlangt. In Österreich gilt er durchgängig bis zum Hahn.
Zwei Werte haben eine lange Übergangsfrist: Blei mit 5 µg/l und Chrom mit 25 µg/l sind spätestens ab dem 12. Jänner 2036 einzuhalten, bis dahin gelten 10 beziehungsweise 50 µg/l.Der schärfere Bleiwert ist also beschlossen, aber noch nicht in Kraft — und er zielt genau auf das, was zwischen Hausanschluss und Küchenhahn liegt.
Die letzten Meter gehören dem Haus
Die Zuständigkeit des Versorgers endet an der Übergabestelle. Was danach kommt — Steigstrang, Verteilung, Armatur, Perlator —, gehört der Eigentümerin oder dem Eigentümer, und darüber sagt ein Befund vom Hochbehälter nichts aus. In Salzburg hat das zwei Ausprägungen: die alte Bausubstanz in der Stadt und die Zweitwohnsitze und Ferienwohnungen in den Gauen, die zwischen zwei Saisonen wochenlang leer stehen. In einer Leitung, durch die nichts fließt, verändert sich Wasser.
- Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Aus warmem Wasser lösen sich Metalle leichter, und im Speicher vermehren sich Legionellen.
- Bei Verdacht auf alte Leitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Bleileitungen in Altbauten sind der klassische Fall, aber auch Kupfer und Messingarmaturen geben etwas ab. Genau zu diesen Stoffen enthält der Salzburger Befund keine Werte.
Wer mit dem Camper durch das Salzburger Land fährt, nimmt den Tank als zusätzliche Station mit. Er wird unterwegs befüllt und steht zwischen den Fahrten — Filter für Wohnmobil und Camping setzen dort an.
Wo es Einschränkungen gibt
Amtlich veröffentlichte Einschränkungen gibt es für Salzburg nicht. Vor Ort gilt die Auskunft des örtlichen Versorgers, im Zweifel die Ihres Gastgebers.
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Salzburg bedenkenlos trinken?
Ja. Das Leitungswasser im Land Salzburg ist Trinkwasser und unterliegt der österreichischen Trinkwasserverordnung, die seit der Novelle von 2024 die Richtlinie (EU) 2020/2184 umsetzt. Jeder Betreiber einer Wasserversorgungsanlage muss regelmäßig untersuchen lassen, und die Lebensmittelaufsicht des Landes überwacht das.
Eine eigene Einhaltungsquote für das Bundesland gibt es dabei nicht: Der Österreichische Trinkwasserbericht weist die Entsprechungsquoten nur für ganz Österreich aus. Wer es für den eigenen Ort genau wissen will, fragt bei der Gemeinde oder der Wassergenossenschaft nach dem aktuellen Analysenblatt.
Wie hart ist das Wasser in Salzburg?
Für die Stadt Salzburg gibt die Datenbank trinkwasserinfo.at eine Gesamthärte von 12,3 bis 12,5 °dH an, gemessen an der Probenahmestelle Parsch. Eine Härtekategorie steht nicht dabei, und wir ergänzen keine: Die deutschen Stufen weich, mittel und hart gelten in Österreich nicht.
Für das Bundesland als Ganzes gibt es keinen Härtewert. Zwischen Flachgau und Lungau wechselt der Untergrund, und jede Anlage fasst ihr eigenes Wasser. Verbindlich ist immer die Angabe des Versorgers, der den eigenen Hahn speist.
Meint „Wasserhärte Salzburg“ die Stadt oder das Bundesland?
Beides ist gemeint, je nachdem, wer sucht — und die beiden Antworten sind nicht dieselbe. Die Zahlen, die im Netz unter „Salzburg“ kursieren, stammen fast immer aus dem Versorgungsgebiet der Landeshauptstadt, weil dort ein abrufbarer Befund existiert.
Für die Bezirke Hallein, St. Johann, Zell am See und Tamsweg gilt dieser Befund nicht. Wer in einem dieser Bezirke wohnt, braucht die Angabe der eigenen Gemeinde oder Wassergenossenschaft; der Wert der Stadt Salzburg ist dafür kein Ersatz.
Woher kommt das Trinkwasser in Salzburg?
Aus Quellen und aus Grundwasser der Talböden. Niederschlag und Schmelzwasser versickern im Gebirge, wandern durch Kluft- und Karstsysteme der Kalkalpen oder durch das kristalline Gestein der Tauern und treten weiter unten in gefassten Quellen wieder aus; in den Becken- und Tallagen kommen Brunnen im Grundwasser dazu.
Zum Schutz dieser Gewinnungsgebiete werden Schutz- und Schongebiete ausgewiesen, gestuft in Zonen. Welche Quelle oder welcher Brunnen den eigenen Ort speist, steht im Analysenblatt des zuständigen Versorgers.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Salzburg trinken?
Grundsätzlich ja, denn für Trinkwasser gelten dieselben Parameterwerte, egal wer es trinkt. Für die Zubereitung von Säuglingsnahrung gilt trotzdem: immer kaltes Wasser nehmen, nie Warmwasser, und den ersten Schwall ablaufen lassen, bis das Wasser gleichmäßig kalt nachläuft.
Der kritische Punkt ist selten die Quelle, sondern die Leitung im Haus. Bei Verdacht auf alte Blei- oder Kupferinstallationen sollte das Wasser am tatsächlich benutzten Hahn untersucht werden, bevor es für Babynahrung verwendet wird. Bei einem Abkochgebot der Gemeinde gilt es auch für Säuglingsnahrung.
Ist Chlor im Salzburger Leitungswasser?
Für freies Chlor nennt die Richtlinie (EU) 2020/2184 überhaupt keinen Parameterwert. Geregelt sind nur die Nebenprodukte der Desinfektion, in der österreichischen Liste etwa Chlorat und Chlorit mit je 0,25 mg/l.
Wie viele Salzburger Anlagen desinfizieren und mit welchem Verfahren, geht aus dem Trinkwasserbericht nicht hervor, und der Befund für die Stadt Salzburg weist dazu nichts aus. Eine Zahl nennen wir deshalb nicht. Wenn Chlorgeruch stört, hilft eine offen stehende Karaffe: Ein großer Teil verflüchtigt sich innerhalb weniger Minuten.
Wer ist zuständig, wenn mit dem Trinkwasser etwas nicht stimmt?
Zuerst der Versorger des Ortes. In der Stadt Salzburg ist das die Salzburg AG; im Umland sind der Wasserverband Salzburger Becken und der Dachverband Salzburger Wasserversorger beteiligt, in den Gauen meist die Gemeinde oder eine Wassergenossenschaft. Der Versorger betreibt das Netz bis zur Übergabestelle und meldet Störungen.
Behördlich zuständig ist nach der österreichischen Trinkwasserverordnung der Landeshauptmann, vollzogen wird über die Lebensmittelaufsicht des Landes. Liegt das Problem hinter dem Hausanschluss, ist die Eigentümerin oder der Eigentümer verantwortlich — bei Mietwohnungen also die Hausverwaltung.
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Sie gelten für das Wasser, das der Versorger bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 10 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Genau dort, wo die Zuständigkeit des Versorgers endet und Ihre eigene Hausinstallation anfängt: hinter dem letzten Meter, den keine Analyse dieser Seite abdeckt.
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