Wasserqualität in
Brandenburg (Havel)

Trinkwasser und Wappen Stadt Brandenburg

Brandenburger Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 11. Juni 2021
Lesedauer: 0 Minuten
Die Wasseranalyse der Stadtwerke Brandenburg lässt eine mittlere Wasserhärte in Kombination mit einer allgemein guten Wasserqualität erkennen. Obwohl zahlreiche Maßnahmen, wie die Einrichtung weitläufiger Wasserschutzgebiete, zum Schutz des Brandenburger Trinkwassers getroffen werden, gibt es jedoch eine spezielle Schwachstelle im Versorgungssystem. In der Vergangenheit wurden bei Arbeiten oder Störungen im Wasserwerk Mahlenzien einige in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte überschritten, was vor allem bei Säuglingen und älteren Menschen gesundheitliche Folgen hätte haben können.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Brandenburg.

Wasserhärte in Brandenburg

Wasserhärte

12,9
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12,9 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Die Wasserhärte des Brandenburger Trinkwassers befindet sich in einem mittleren Bereich. Dies bedeutet, dass ein gewisses Vorkommen an Kalk, welcher aus gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen besteht, in der Wasseranalyse der Wasserwerke/Stadtwerke Brandenburg nachgewiesen werden konnte. Dies hat keine Auswirkung auf die Wasserqualität.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Brandenburg

Nitrat

2 %*

<1 / 50 mg/l
Das in Mineraldünger enthaltene Salz beeinflusst das Pflanzenwachstum und entsteht aus Stickstoff sowie Sauerstoff. In der Stadt Brandenburg liegt das Trinkwasser weit unterhalb des Grenzwerts von 50 mg/l.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

10 %*

<0,001 / 0,01 mg/l
Dieses Weichmetall ist in zu hoher Dosis schädlich. In Brandenburg wird der in der Trinkwasserverordnung festgeschriebene Maximalwert von 0,01 mg/l nicht erreicht.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,001 / 2 mg/l
Das Spurenelement Kupfer kommt häufig in der Natur vor. Der menschliche Körper braucht das Metall in geringen Dosen. Der kritische Wert liegt bei 2 mg/l und wird in Brandenburg nicht überschritten.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

5 %*

0,001 / 0,02 mg/l
Ebenso wie Kupfer ist Nickel in einer kleinen Dosis für den Menschen tatsächlich vollkommen unbedenklich. Die Brandenburger Wasseranalyse belegt, dass der gesundheitsschädigende Wert von 0,02 mg/l hier nicht vorkommt.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

0 %*

<0,0001 / 0,01 mg/l
Trotz der Tatsache, dass Uran natürlicherweise in der Umwelt vorkommt, assoziiert man es normalerweise mit der Nutzung in einem Kernkraftwerk, da es radioaktiv ist. In Brandenburg liegt jedoch der für Menschen gesundheitsschädliche Gehalt von 0,01 mg/l im Trinkwasser nicht vor.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittel- oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Brandenburger Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Brandenburg?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

0,89 %*

Natrium

13,4 mg/l - Der Mineralstoff Natrium reguliert die Verdauung, die Muskelfunktion sowie die Nervenaktivität. Natrium ist vor allem in Kochsalz enthalten. Der Natriumgehalt im Trinkwasser von Brandenburg liegt weit unter dem Grenzwert von 200 mg/l.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
8,31 %*

Calcium

83,1 mg/l - Der Mensch braucht Calcium für starke Zähne und Knochen. Je nach Alter variiert der Calciumbedarf, allerdings kann es bei gesunden Menschen nicht überdosiert werden.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
1,54 %*

Magnesium

5,4 mg/l - Magnesium gewährleistet den Aufbau von Muskeln und den Erhalt der Knochen. Abhängig von Alter und Geschlecht unterscheidet sich der Magnesiumbedarf. Im Brandenburger Trinkwasser ist sehr wenig von diesem Mineralstoff enthalten.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,10 %*

Kalium

4 mg/l - Dieses sogenannte “Blutsalz” garantiert die Arbeit von Muskeln und Nerven. Die in der Stadt Brandenburg auftretende Kaliumkonzentration ist vergleichsweise niedrig, da Erwachsener circa 2 Gramm pro Tag benötigt. Dabei kann es der menschliche Körper nicht selbst produzieren.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,04 %*

Chlorid

24 mg/l - Ebenso wie bei Natrium, nimmt der Mensch Chlorid über Kochsalz auf. Der Mineralstoff reguliert den Wasser- und Säure-Basen-Haushalt. Die Wasserwerke der Stadt Brandenburg verzeichnen keine Werte über der festgelegten Grenze von 250 mg/l.

MEHR INFOS ZU CHLORID
5,33 %*

Sulfat

80 mg/l - Sulfate sind Verbindungen mit Schwefel. Sie unterstützen die Verdauung und den Fettstoffwechsel. Das Trinkwasser in Brandenburg erreicht mit diesem Wert nicht den Risikobereich von 250 mg/l.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Brandenburg besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Brandenburg zuständig?

Die Wasserwerke Brandenburg, auch bekannt unter dem Kürzel “BRAWAG”, welches für “Wasser- und Abwassergesellschaft Brandenburg an der Havel” steht, garantieren mit einer regelmäßigen Wasseranalyse sowie einer entsprechenden Aufbereitung die Wasserqualität des Brandenburger Trinkwassers. Sie orientieren sich dabei an der Einhaltung der Grenzwerte der Trinkwasserverordnung.

Kontakt - Wasserwerke Brandenburg

  • Wasser- und Abwassergesellschaft Brandenburg an der Havel (BRAWAG)
  • Wasserwerk Mahlenzien

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
(03381) 5430

Welche Parameter können im Brandenburger Leitungswasser bedenklich werden?

In Bezug auf die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte, weist das Brandenburger Trinkwasser eine einwandfreie Wasserqualität auf. Dazu wird das geförderte Grundwasser zuerst von Eisen und Mangan befreit. Es kann jedoch, auch bei einer regelmäßigen öffentlichen Wasseranalyse, dazu kommen, dass Rohre in Privathaushalten Blei oder ähnliche Substanzen abgeben. Ein weiterer Bereich, der durch die Trinkwasserverordnung nicht abgedeckt wird, sind Grenzwerte für Arzneimittel.
Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Brandenburg

Das Wasserwerk Mahlenzien am Stadtrand von Brandenburg an der Havel bezieht das Trinkwasser für die Bewohnerinnen und Bewohner primär aus Grundwasser. Nach einer Belüftung sowie einem Schnellfilterverfahren, ist bereits eine relativ gute Wasserqualität hergestellt, die die Grundlage für eine Einspeisung in das örtliche System bildet. Sowohl um das Wasserwerk Mahlenzien, als auch in den Stadtteilen Heidekrug und Görden gibt es weitreichende Wasserschutzgebiete.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Brandenburg

Im Hinblick auf die Wasserqualität der Gewässer im Umkreis von Brandenburg muss man zwischen zwei verschiedenen Kategorien differenzieren. Sowohl der Breitling- als auch der Beetzsee zum Baden freigegeben, wohingegen in der Havel sowie in weiteren Seen das Schwimmen entweder von Vornherein verboten ist oder nur dann, wenn bei einer Wasseranalyse die Schadstofffreiheit nachgewiesen wurde.

Besonderheiten zum Brandenburger Trinkwasser

Obwohl die Wasserqualität des Brandenburger Trinkwassers durch zahlreiche Maßnahmen geschützt wird, gibt es eine entscheidende Schwäche. Jene liegt darin, dass es in Brandenburg nur ein einziges Wasserwerk gibt, weshalb es unter anderem durch Bauarbeiten oder Störungen in dem Wasserwerk Mahlenzien zu Zwischenfällen kommen kann, die vor allem für sehr alte oder junge Menschen eine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität bedeuten.

Häufig gestellte Fragen zum Brandenburger Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Brandenburger Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Brandenburg wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Brandenburger Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Brandenburger Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Brandenburger Leitungswasser trinken?

Die Brandenburger Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Brandenburg sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Brandenburger Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Brandenburg über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Brandenburger Trinkwasser Legionellen?

Die Brandenburger Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

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