verunreinigtes Leitungswasser (Bildquelle: amixstudio / depositphotos.com)

Leitungswasser verunreinigt – was tun?

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 12. April 2022
Lesedauer: 4 Minuten

Wasser ist eines der grundsätzlichen Lebensmittel, die der Mensch täglich braucht. Dafür nutzen viele inzwischen auch aus praktischen Gründen ganz einfach das allzeit verfügbare Leitungswasser. Problematisch dabei ist, dass dieses kein Verfallsdatum besitzt und auch die Inhaltsstoffe kaum bekannt sind, wie es bei nahezu allen anderen Nahrungsmitteln der Fall ist.

Anders gesagt, kann es jederzeit vorkommen, dass das Leitungs- und Trinkwasser verunreinigt ist und der Verbraucher darüber im Unklaren bleib. Bei einer täglichen Bedarfsmenge an etwa zwei Litern wird verschmutztes Trinkwasser somit zum großen Problem. Gesundheitliche Schäden werden dann erst spät oder gar nicht erkannt, auch weil sie nur gering ausfallen oder eben mit anderen Ursachen in Verbindung gebracht werden.

Wie sauber ist Leitungswasser generell?

In Deutschland besteht seit vielen Jahren eine komplexe Trinkwasserverordnung. Diese sorgt in aller Regel dafür, dass die Qualität des Leitungswassers hierzulande immer wieder kontrolliert und hoch gehalten wird. Stark verschmutztes Trinkwasser oder gar vergiftetes Wasser, kommt somit nur sehr selten bis gar nicht, was allerdings auch abhängig von der jeweiligen Region ist.

Für alle relevanten Verunreinigungen und Schadstoffe sieht die Trinkwasserverordnung bestimmte Grenzwerte vor. So befinden sich beispielsweise Schwermetalle wie Kupfer oder Blei allenfalls nur in kleinsten Mengen im Leitungswasser, sodass es den Verbrauchern nicht schaden sollte und gesundheitlich unbedenklich bleibt. [1] Das gilt freilich stets nur für den größten Teil der Gesellschaft. Personen mit ganz individuellen Ansprüchen und Notwendigkeiten bleiben derweil unberücksichtigt.

Wie kann Leitungswasser verunreinigt werden?

Entsprechend der Trinkwasserverordnung dulden die Wasserversorger also allerkleinste Verunreinigungen, die nicht als Risiko gelten. Ganz entscheidend ist allerdings, dass die Verordnung nur bis zur Wasseruhr eines jeden Haushalts gilt. Die weiteren Rohrleitungen von da an sowie auch private Installationen wie zum Beispiel ein Hausbrunnen sind die Verantwortung des jeweiligen Eigentümers.

Schwermetalle, Mikroplastik, Bakterien und viele weitere Schadstoffe können also durchaus noch in das Leitungswasser gelangen. Besonders bei alten, beschädigten und von Laien selbst verbauten Rohren ist die Gefahr groß. Zudem bietet Stagnation, also über längere Zeit stehendes Wasser, Potential zur Vermehrung von Bakterien. [2]

Nicht zuletzt sind außerdem besondere, akute Fälle von Verschmutzungen denkbar. Wenn etwa eColi-Bakterien oder ähnliche Krankheitserreger das Trinkwasser verunreinigt haben, empfehlen die Behörden oft über Tage hinweg das Abkochen des Wassers. In schlimmsten Fällen könnte durch Umweltkatastrophen sogar das Trinkwasser verseucht sein. Für all solche Szenarien gilt, dass die Wasserversorger mit ihren Kontrollen und Maßnahmen an ihre Grenzen kommen.

alte Wasserleitungen
Die möglichen Ursachen für verunreinigtes Trinkwasser sind vielfältig – die Trinkwasserverordnung schützt in vielerlei aber nicht jeder Hinsicht. (Bildquelle: GoodLifeStudio / istockphoto.com)

Lassen sich Verunreinigungen erkennen?

Problematisch ist, dass sich verunreinigtes Leitungswasser nicht oder nur selten auch als solches zeigt. Die Art der Verunreinigung ist indes ohnehin zunächst nie definierbar. Trübes Leitungswasser etwa kann auf eine Verkalkung hindeuten, die jedoch in geringem Maße keine Gefahr für die Gesundheit darstellt. Doch sind eben auch viele andere Ursachen für eine Trübung oder Färbung des Wassers möglich.

Demgegenüber sind Schwermetalle, Bakterien, Rückstände von Pestiziden oder Arzneien für das bloße Auge schlicht unsichtbar. Nur grobe Verschmutzungen im Wasser können mittels einem Filtertuch oder durch Verdampfen einer kleinen Wasserprobe unter Umständen erkennbar gemacht werden. Doch auch für solcherlei Maßnahmen gilt: Die Art der Verunreinigung bleibt unbekannt.

Was bringt eine Wasseranalyse?

Wer nun also ganz genau wissen möchte, ob und wie sein Wasser verunreinigt ist, kann eine professionelle Wasseranalyse nutzen. Die meisten Wasserversorger, entsprechende Labore aber auch private Dienstleister bieten diese für Privatpersonen an. Nötig ist dafür in der Regel nur eine kleine Wasserprobe, welche per Post verschickt wird. Innerhalb weniger Tage liegt dann das Ergebnis vor.

Allerdings sind Wasseranalysen auch eine Sache der Kosten. In der Regel wird das Wasser jeweils nur auf bestimmte Schadstoffgruppen und Verunreinigungen untersucht und die Preise dafür fallen unterschiedlich aus. Nichtsdestotrotz kann eine Wasseranalyse bei spezifischen Verdachtsmomenten oder für individuelle Personen, wie beispielsweise Schwangere oder stillende Mütter, jederzeit sinnvoll sein.

Entnahme Wasserprobe
Mit professionellen Wasseranalysen können Verbraucher eventuelle Verunreinigungen aufdecken – allerdings noch nicht beseitigen. (Bildquelle: iskrinka1986 / depositphotos.com)

Wasserfilter gegen verunreinigtes Trinkwasser

Dauerhaft sinnvoll und ganz unabhängig von Wasseranalysen eine gute Maßnahme sind hingegen private Wasserfilter. Der Vorteil dabei ist, dass zum einen ein ruhiges Gewissen hinsichtlich der möglichen Verunreinigung des Leitungswassers besteht. Zum anderen sorgt ein Wasserfilter ohnehin für höchste Reinheit und Qualität, während die Wasserversorger wie erwähnt eben nur an Grenzwerten orientiert sind.

Entscheidend dafür ist, dass es sich um effektive und effiziente Wasserfilter handelt. Klassische Kannenfilter beispielsweise werden vielfach genutzt aber bringen in der Summe oft mehr Schaden als Nutzen. [3] Dem gegenüber gibts es sogenannte Aktivkohle-Blockfilter, die in der Tat ein zuverlässiges Filtersystem darstellen. Dafür fungiert ein gesinterter Aktivkohleblock als chemischer und physikalischer und damit natürlicher Filter.

Wasserfilter von Vitalhelden helfen

Gefiltertes Leitungswasser für individuelle Ansprüche

Das besondere an einem Aktivkohle-Blockfilter ist, dass er einerseits alle relevanten Schadstoffe aus dem Trinkwasser entfernt. Pestizid-Rückstände, Bakterien, Schwermetalle, Kalk und selbst Mikroplastik verbleiben in der Aktivkohle, während das reinere Wasser durch die feinen Poren fließt. Andererseits verbleiben natürliche Mineralien wie Kalzium und Magnesium weiterhin im Trinkwasser.

Dank der enormen Kontaktfläche, die der Aktivkohleblock durch seine Struktur besitzt, geschieht die Filterung auch äußerst effizient. Verbraucher haben diesbezüglich auch die Wahl der Porenfeinheit, was sich auf die Filterleistung auswirkt. Damit können individuelle Ansprüche individuell bedient werden. Spürbar wird der Effekt bei einem solchen Wasserfilter in jedem Fall.

Denn mit Aktivkohle gefiltertes Trinkwasser unterscheidet sich nicht zuletzt im Geschmack von herkömmlichen Leitungswasser und natürlich noch mehr von verschmutztem Wasser. Im besonderen Fällen der Verunreinigung, wo das Leitungswasser schlecht riecht, ist das Ergebnis der Filterung schließlich noch umso eindrucksvoller.

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