Wasserqualität in
Dessau

Trinkwasser und Stadtwappen Dessau

Dessauer Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 16. November 2021
Lesedauer: 12 Minuten

Das Wasser in Dessau-Roßlau wird durch die Stadtwerke Dessau zur Verfügung gestellt. Die Tochtergesellschaft Dessauer Wasser und Abwasser GmbH (Deswa) ist für die Verteilung von Trinkwasser verantwortlich. Das Wasser kommt zum Teil aus dem Schutzgebiet Waldersee, zum Teil aus dem Wasserwerk Quellendorf und zum Teil aus Fernwasser aus dem Harz.

Die Qualität des Dessauer Leitungswassers ist ausgezeichnet. Mit einem Wert von bis zu 23 °dH ist die Wasserhärte jedoch recht hoch, was für Kunden bedeutet, dass Wäsche mit einem besonderen Enthärter gewaschen werden muss und dass recht viel Waschmittel nötig ist.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Dessau.

Wasserhärte in Dessau

Wasserhärte

21,95
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

20,9 bis 23 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist hart bis sehr hart

Das Dessauer Trinkwasser, das vom Wasserwerk Quellendorf, ist mit einem Wert von 20,9 °dH als „hart“ einzustufen. Dies bedeutet, dass Nutzer beim Wäschewaschen einen zusätzlichen Enthärter nutzen sollten. Zudem ist es nötig, Haushaltsgeräte regelmäßig zu entkalken. Zugleich enthält das Dessauer Leitungswasser viele Mineralstoffe. Insbesondere Calcium und Magnesium sind in hoher Menge enthalten.

Ein großer Teil der Stadt wird vom Wasserwerk Ost mit Leitungswasser versorgt. Hier liegt die Wasserhärte bei 23 °dH und ist damit noch höher – laut dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei „sehr hart“, was besondere Vorsichtsmaßnahmen beim Wäschewaschen erfordert.

MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Dessau

Nitrat

46,2 %*

<23,1 / 50 mg/l
Laut Trinkwasserverordnung sind bis zu 50 mg Nitrat pro Liter Trinkwasser in Deutschland erlaubt. Dessau liegt zwar deutlich unter diesem Grenzwert, arbeitet aber zugleich daran, diesen weiter zu senken.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

30 %*

<0,003 / 0.01 mg/l
Blei ist so gut wie gar nicht im Trinkwasser von Dessau vorhanden. Alte Rohrleitungen, die vor dem Jahr 1973 gebaut wurden, können jedoch Blei aufweisen und so die Wasserqualität beeinträchtigen.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

0 %*

<0,005 / 2 mg/l
Kupfer ist, ebenso wie Blei, kaum im Dessauer Wasser vorhanden. Auch hier gilt, dass eine Qualitätsprüfung direkt am Hahn sinnvoll ist, um Rückstände aus alten Rohren oder Armaturen auszuschließen.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

25 %*

<0,005 / 0,02 mg/l
Bis zu 0,02 mg Nickel pro Liter Leitungswasser sind in Deutschland erlaubt. Auch hier befindet sich Dessau unter dem Grenzwert. Der Schadstoff ist erst in größeren Mengen gesundheitsschädlich.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

7 %*

<0,0007 / 0,01 mg/l
Uran stellt ein Risiko für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen mit Nierenkrankheiten dar. Jedoch liegt der Grenzwert bei 15 mg/l, sodass Dessau auch hier gut abschneidet.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittelwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Dessauer Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Dessau?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2,97 %*

Natrium

44,6 mg/l - Natrium ist ein wichtiger Bestandteil der Kochsalzverbindung. In Dessau findet sich recht viel im Trinkwasser, aber der Grenzwert von 200 mg/l wird unterschritten. Der Mineralstoff kümmert sich um den Wasserhaushalt und die Reizleitung. Bis zu 1.500 mg pro Tag sind für Erwachsene empfohlen.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
14,1 %*

Calcium

141 mg/l - Calcium ist im harten Dessauer Trinkwasser in recht großer Menge vorhanden, aber das ist nicht bedenklich. Im Gegenteil, Calcium ist gut für die Knochen und die Erregbarkeit von Zellen und Nerven. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 1.000 mg pro Tag.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
4,09 %*

Magnesium

14,3 mg/l - Magnesium ist gemeinsam mit Calcium in hartem Wasser vorhanden. Der Mineralstoff kümmert ist ebenfalls für den Knochenaufbau und die Erregbarkeit der Nerven verantwortlich und vor allem für Sportler und Schwangere unentbehrlich. Alle Erwachsenen sollten 300 bis 350 mg Magnesium pro Tag konsumieren.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,14 %*

Kalium

5,4 mg/l - Kalium ist ebenso wie Chlorid und Natrium für den menschlichen Wasserhaushalt und die Leitung von Nerven Reizen für Muskeln und Nerven zuständig. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei 4.000 mg.

MEHR INFOS ZU KALIUM
3,93 %*

Chlorid

90,4 mg/l - Chlorid gehört gemeinsam mit Natrium zur Kochsalzverbindung, die immer in Wasser vorhanden ist. Das Dessauer Trinkwasser enthält recht viel Chlorid, was unter anderem für die Magensäure gut ist. Der Grenzwert von 250 mg/l wird jedoch nicht erreicht. Erwachsene sollten täglich etwa 2.300 mg Chlorid zu sich nehmen.

MEHR INFOS ZU CHLORID
15,2 %*

Sulfat

228 mg/l - Sulfat ist der einzige Mineralstoff im Dessauer Wasser, der beinahe den Grenzwert (250 mg/l) erreicht. Experten empfehlen eine Zufuhr von mindestens 100 mg Sulfat pro Tag, um den Proteinstoffwechsel zu regulieren, Haut und Haare zu festigen und die Verdauung zu unterstützen.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Dessau besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Dessau zuständig?

Für die Versorgung von Dessau-Roßlau sind gleich zwei Wasserwerke zuständig. Sie beiden fördern Grundwasser aus Tiefbrunnen, das gefiltert wird. Hinzu kommt Wasser aus dem Harz.

Das Wasserwerk Dessau Ost versorgt die folgenden Gebiete:

  • Stadtmitte
  • Nord
  • Waldersee
  • Mildensee
  • Kleutsch
  • Sollnitz

Das Wasserwerk Quellendorf hingegen ist für die folgenden Stadtgebiete zuständig:

  • Süd
  • Alten
  • Ziebigk
  • Mosigkau
  • Kochstedt
  • Großkühnau
  • Kleinkühnau

Beide Werke werden von den Stadtwerken Dessau geführt. Dort gibt es tägliche Wasserproben und -untersuchungen, um die Wasserqualität genau im Blick zu behalten. Darüber hinaus werden regelmäßig unabhängige Labors damit beauftragt, sicherzustellen, dass Dessau alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung einhält.

Kontakt - Wasserwerke Dessau

Stadtwerke Dessau

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
0340 8992000

Welche Parameter können im Dessauer Leitungswasser bedenklich werden?

Wie in vielen Städten Sachsen-Anhalts ist auch in Dessau immer wieder eine Nitratbelastung des Wassers ein wichtiges Thema. Als Indikator für ausgebrachte Düngemittel stellt das Nitrat selbst, gar nicht das eigentliche Problem dar, sondern vielmehr die damit einhergehenden schädlichen Schwermetalle z.B. Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Arsen und Uran. Hinzu kommen bei konventioneller Landwirtschaft diverse Rückstände von Spritzschutz- und Pflanzenschutzmitteln. Bei intensiver Düngung und Ausbringung in der Gegend um Dessau können sich diese im Boden anreichern und über die Pflanzen in die Nahrungskette sowie das Grundwasser gelangen.

Davon abgesehen zeigten die Wasserproben für das Trinkwasser in Dessau gute Ergebnisse in den letzten Jahren gezeigt. Weder eine erhöhte Belastung durch Schwermetalle noch durch Spurenstoffe, Pestizide oder Arzneimittel konnte bislang nachgewiesen werden. Dennoch weisen die Stadtwerke darauf hin, dass es in Einzelfällen durch hauseigene Armaturen oder alte Rohre zu Verschmutzungen des Leitungswassers kommen kann. 

Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Dessau

Im ganzen Stadtgebiet von Dessau-Roßlau ist ein umfangreiches Wasserschutzgebiet ausgewiesen, dass das Grundwasser schützen soll. Besonders strenge Schutzzonen sind im Bereich der beiden Wasserwerke vorhanden. Hier sind unter anderem Bauarbeiten und industrielle Aktivitäten verboten, damit das Grundwasser nicht verunreinigt werden kann.

Zudem bezieht Dessau einen Teil seines Trinkwassers aus dem Harz, wo ebenfalls viele Wasserschutzgebiete für eine gute Wasserqualität sorgen.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Dessau

In Dessau und Umgebung gibt es sowohl stehende als auch fließende Gewässer. Die Elbe und die Mulde sind die beiden wichtigsten Flüsse. Sie sind jedoch nicht zum Baden freigegeben und befinden sich in Naturschutzgebieten. Der Mühlenteich ist der einzige Badesee der Stadt. Er wurde nach EU-Kriterien als „ausgezeichnet“ eingestuft. Regelmäßige Kontrollen garantieren, dass die Wasserqualität des Sees gleichbleibend gut ist.

Besonderheiten zum Dessauer Trinkwasser

Nennenswert ist zudem, dass Dessau-Roßlau durch seine Lage in einer Auenlandschaft zwischen Mulde und Elbe regelmäßig von Hochwasser bedroht ist. Etwa wurde im Jahr 2002 der Ortsteil Waldersee vollständig überflutet. Jedoch ist die Trinkwasserqualität in Dessau davon nicht gefährdet.

Häufig gestellte Fragen zum Dessauer Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Dessauer Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Dessau wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Dessauer Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Dessauer Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Dessauer Leitungswasser trinken?

Die Dessauer Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Dessau sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Dessauer Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Dessau über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Dessauer Trinkwasser Legionellen?

Die Dessauer Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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