Wasserqualität in
Ludwigshafen

Trinkwasser und Wappen von Ludwigshafen

Ludwigshafener Trinkwasser - Alles zu Wasserhärte, Werten und häufigen Fragen

Vitalhelden Redaktion
Aktualisiert: 30. Juni 2021
Lesedauer: 10 Minuten

Die Stadt Ludwigshafen am Rhein liegt in Rheinland-Pfalz und ist Teil der Metropolregion Rhein-Neckar. Ludwigshafen erstreckt sich entlang der Rheinauen und gegenüber der Neckarmündung in den Rhein. Mehr als 172.000 Einwohner vertrauen Tag für Tag den Kompetenzen des Unternehmens TWL Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG sowie der angeschlossenen Wasserwerke Parkinsel und Maudach-Oggersheim, die sie kontinuierlich mit Trinkwasser von mittlerer Wasserhärte und guter Wasserqualität versorgen.

Nützliche Informationen zu häufigen Fragen und Problemen finden Sie am Ende des Beitrags in den FAQs zum Trinkwasser in Ludwigshafen.

Wasserhärte in Ludwigshafen

Wasserhärte

12,6
dH*
*Durchschnittswert aller offiziellen Einspeisungs- beziehungsweise Aufbereitungswerke in dH

12,6 / 21,3 dH - Ihr Wasser ist mittelhart

Bei einem Durchschnittswert von 12,6 dH liegt die Wasserhärte in Ludwigshafen im mittleren Bereich. Da Magnesium und Calcium den Kalkgehalt des Wassers entscheidend beeinflussen, spielen sie hier eine wichtige Rolle. Für den menschlichen Organismus ist die Konzentration der beiden Mineralstoffe bedeutsam, da er diese selbst nicht produzieren kann.
MEHR INFOS ZU WASSERHÄRTE

Wasseranalyse-Werte der Stadt Ludwigshafen

Nitrat

4 %*

2,0 / 50 mg/l
Das Ludwigshafener Trinkwasser enthält Nitrat in Höhe von 2,0 mg/l. Im Vergleich zum Grenzwert in Höhe von 50 mg/l liegt er also im unteren Bereich. Allerdings sollte er regelmäßig überprüft werden, da schon Überdüngung zu einem relevanten Anstieg führen kann.
MEHR INFOS ZU NITRAT

Blei

- %*

k.A. / 0,01 mg/l
Blei gehört zu den gefährlichen Schwermetallen, die einen gesundheitsschädigenden Einfluss auf das Trinkwasser nehmen können. Daher sind ständige Kontrollen wichtig, um die Gesundheit nicht zu gefährden.
MEHR INFOS ZU BLEI

Kupfer

- %*

k.A. / 2 mg/l
Zwar benötigt der menschliche Organismus einen geringen Kupferanteil, doch kann bereits eine gesundheitliche Schädigung eintreten, wenn alte, in Häusern verbaute Rohrleitungen entsprechende Partikel an das Trinkwasser abgeben.
MEHR INFOS ZU KUPFER

Nickel

- %*

k.A. / 0,02 mg/l
Die Aufnahme von Nickel kann zu allergischen Reaktionen über weitere Befindlichkeiten bis hin zu schweren Schädigungen führen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Trinkwasserverordnung den Grenzwert bei 0,020 mg/l festlegte.
MEHR INFOS ZU NICKEL

Uran

2 %*

<0,002 / 0,01 mg/l
Durch Auswaschungen von Gesteinsschichten kann das giftige und radioaktive Schwermetall ins Grundwasser und von dort ins Trinkwasser gelangen. Ständige Kontrollen überwachen diesen möglichen Vorgang. Der Grenzwert liegt bei 0,010 mg/l, der aktuelle Wert fast außerhalb des messbaren Bereiches.
MEHR INFOS ZU URAN

Die dargestellten Prozentzahlen sind errechnete Mittelwerte oder Höchstwerte von veröffentlichten Prüfwerten im Verhältnis zum jeweiligen Grenzwert in der deutschen Trinkwasserverordnung. Technisch bedingte Durchmischungen von Leitungswasser sind an verschiedenen Knotenpunkten im Versorgungssystem möglich.

Wie gut ist die Ludwigshafener Wasserqualität wirklich?

Alleine durch die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte ist leider keine völlige Schadstofffreiheit garantiert, denn längst nicht alle relevanten Stoffe wie Pflanzenschutzmittel oder Arzneimittelrückstände werden gemessen.

Hinzu kommt, dass das Leitungswasser selbst bei der Einhaltung dieser Grenzwerte auf dem Weg zum eigenen Wasserhahn oftmals an Qualität einbüßt. Denn die Prüfpflicht der Wasserwerke, die vorgeschrieben maximalen Werte einzuhalten, endet wortwörtlich an der Grundstücksgrenze - Danach ist der Vermieter, bzw. Eigentümer dafür verantwortlich, dass bei Ihnen sauberes Leitungswasser aus dem Hahn kommt.

In vielen Fällen liegt das an fehlerhaften Installationen, alte Armaturen oder durch einen unbemerkten Bakterienherd, durch den die Schadstoffe in Ihr Trinkwasser gelangen - Das birgt vor allem Risiken für Babys, Kleinkinder und Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Nicht zuletzt sind solche Verunreinigungen auch Ursachen für ungeklärte Allergien und Krankheiten.

Wie viele Mineralstoffe enthält das Wasser in Ludwigshafen?

Nachfolgend haben wir ein paar Mineralien exemplarisch aufbereitet:

2,60 %*

Natrium

38,95 mg/l - Natrium befindet sich hauptsächlich in der Zellumgebung. Es reguliert den Blutdruck und den Wasserhaushalt. Außerdem beeinflusst es die Nervenimpulse und unterstützt die motorischen Fähigkeiten.

MEHR INFOS ZU NATRIUM
7,45 %*

Calcium

74,45 mg/l - Der Körper ist auf die Versorgung mit Calcium von außen angewiesen. Der wichtige Mineralstoff ist hauptsächlich in Knochen und Zähnen enthalten und sorgt für deren Aufbau und Erhalt.

MEHR INFOS ZU CALCIUM
2,71 %*

Magnesium

9,5 mg/l - Magnesium ist unerlässlich für den Aufbau und die Struktur der Zellen und wirkt außerdem auf Nerven und Muskeln. Wie Calcium muss auch Magnesium dem Körper durch Nahrung und Trinkwasser zugeführt werden.

MEHR INFOS ZU MAGNESIUM
0,07 %*

Kalium

2,75 mg/l - Kalium wird im Organismus hinsichtlich des Blutdrucks und der Muskeltätigkeit aktiv. Zudem beeinflusst der Mineralstoff das Säure-Basen-Verhältnis.

MEHR INFOS ZU KALIUM
1,42 %*

Chlorid

32,6 mg/l - Chlorid ist wichtig für die körpereigene Abwehr von Krankheitserregern, es wirkt auf die Stoffwechselvorgänge und reguliert die Verdauung.

MEHR INFOS ZU CHLORID
1,12 %*

Sulfat

16,75 mg/l - Sulfat unterstützt den Protein-Aufbau und die Funktion der Bauchspeicheldrüse und wirkt sich positiv auf die Verdauung und den Gallefluss aus.

MEHR INFOS ZU SULFAT

* Die dargestellten Werte dienen nur zur groben Orientierung. Die errechneten Prozentzahlen stellen das Verhältnis der veröffentlichten Prüfwerte zur empfohlenen Tagesdosis für einen Erwachsenen laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.) dar. Abweichungen ergeben sich z.B. aufgrund von Geschlecht, Schwangerschaft & Stillzeit, Alter und Gesundheitszustand.

Woher kommen eigentlich die Mineralien im Wasser?

Wasser enthält auf natürliche Art und Weise Mineralstoffe. Sie sind als mineralische Salze oder anorganische Mineralien im Wasser gelöst. Das Wasser legt einen langen Weg zurück, bis es aus unserer Leitung kommt. Auf der “Wanderung” durch die verschiedenen Erdschichten und Gesteine nimmt es die Mineralien aus dem Boden auf. Dabei gilt die Faustregel: Je wärmer das Wasser, desto mehr Mineralien können aus dem Boden gelöst werden.

Wie viele Mineralstoffe im Wasser gelöst sind, hängt also von der Temperatur, aber auch der Fließgeschwindigkeit ab. Wenn das Wasser länger Zeit hat, die Mineralstoffe aufzunehmen, enthält es auch mehr Mineralien. Deshalb unterscheidet sich der regionale Gehalt der Mineralien im Leitungswasser ziemlich stark.

Ist Leitungswasser aus Ludwigshafen besser als Mineralwasser aus der Flasche?

Viele Menschen vertrauen Mineralwasser aus der Flasche mehr als dem Trinkwasser aus ihrer eigenen Leitung. Dazu gibt es jedoch mittlerweile keinen Grund mehr, da die EU vor einigen Jahren ein Gesetz aufgehoben hat, das besagte, dass das sogenannte “Mineralwasser” besonders mineralreich sein muss. Tatsächlich ist deshalb der Mineralstoffgehalt des Leitungswassers in vielen Fällen höher als der des Mineralwassers!

Schon 2016 hat Stiftung Warentest dies belegt: „Leitungswasser ist so gesund wie Flaschenware, unschlagbar günstig und umweltschonend obendrein“, so Hubertus Primus, Vorstand der Stiftung Warentest.

Wer ist für die Wasseraufbereitung und die Einhaltung der Analysewerte in Ludwigshafen zuständig?

Die beiden Wasserwerke Parkinsel und Maubach/Oggersheim übernehmen die Wasseraufbereitung und die Analysen von Grund- und Trinkwasser. Zudem beauftragt die TWL regelmäßig zwei unabhängige Analyselabore damit, Trink- und Rohwasser erneut zu untersuchen. Alle Verantwortlichen richten sich dabei nach den gesetzlichen Vorgaben und den Grenzwerten, die in der Trinkwasserverordnung festgelegt sind.

Kontakt - Wasserwerke Ludwigshafen

TWL Technische Werke Ludwigshafen am Rhein AG

Wenden Sie sich in den folgenden Fällen an Ihren Wasserversorger:

  • Entstördienst Trinkwasser für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung
  • Entstördienst Siele für die Beseitigung von Verstopfungen im Abwassernetz
  • Entstördienst für Druckentwässerungsanlagen
Wasserqualität überwacht durch Stadtwerke Offenbach
Störungsannahme:
0621-505-1111 (24h Stunden)

Welche Parameter können im Ludwigshafener Leitungswasser bedenklich werden?

Bei den Wasseranalysen in Ludwigshafen werden ständig sowohl die allgemeinen Parameter überprüft als auch jene Faktoren, die zu einer Keim- oder Schadstoffbelastung führen können. Berücksichtigt werden können dabei allerdings nicht die Werte, die in Haushalten auftreten, in denen Blei- oder Kupferrohre sowie alte Armaturen ihre Schwermetall-Partikel an das Leitungswasser abgeben.
Vitalhelden

Wasser testen oder
direkt filtern?

Unzählige Anbieter von Wassertest raten dazu Ihr Wasser testen zu lassen. Wir halten davon wenig, denn:

Testen ist teuer
Test verbessert nichts
Test nur Momentaufnahme
Filter sind günstig
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Filter stoppt Schadstoffe
Ihr Wasser schmeckt
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Wasserschutzzonen und Wasserschutzgebiete in und um Ludwigshafen

Über mehr als 40 Tiefbrunnen wird das Grundwasser bis zu einer Tiefe von 420 Metern an die Oberfläche gepumpt. Allein im Wasserwerk Parkinsel werden 15.000m³ Wasser gespeichert, während man im Wasserwerk Maudach/Oggersheim rund 16.500m³ erreicht. Über Nebenanlagen in Frankenthal und des Zweckverbandes Pfälzische Mittelrhein Gruppe (PMG) kann in Störungssituationen weiteres Trinkwasser bezogen oder ausgeliefert werden.

Neben Wasserschutzzonen rund um Brunnen und Förderanlagen setzte man auch die Wasserschutzgebiete Parkinsel und Maudach/Oggersheim sowie Ruchheim fest. Etwa 400 Messstellen kontrollieren und sichern auf diese Weise die Grundwasserqualität.

Wasserqualität lokaler Gewässer in Ludwigshafen

In und um Ludwigshafen am Rhein versprechen zahlreiche Flüsse und Seen viel Outdoor-Vergnügen. Einige der Seen verführen sogar zum Baden. Dazu gehört der Willesinnweiher mit einer Fläche von etwa 17 Hektar. Innerhalb Ludwigshafens ist er mit 22 Metern der tiefste Weiher. In fast unmittelbarer Nähe liegt der Begütenweiher ebenfalls im Naherholungsgebiet Willesinnweiher und bietet am Süd- und Westufer entsprechende Einstiegsstellen für Schwimmfans.

Der Großparthweiher und der Kratz´scher Weiher komplettieren das Quartett im Naherholungsgebiet. Letzterer eignet sich aufgrund der Unzugänglichkeit jedoch nicht zum Schwimmen.

Besonderheiten zum Ludwigshafener Trinkwasser

Mit dem Rheinhafen verfügt Ludwigshafen über einen der bedeutendsten Binnenhäfen Deutschlands. Im Jahr 2019 verzeichnete man einen Güterumschlag von 7 Millionen Tonnen. Das macht ihn zu einem der größten und leistungsstärksten Häfen in Rheinland-Pfalz. Er erstreckt sich über ein Gebiet von insgesamt mehr als 150 Hektar, welches sich innerhalb Ludwigshafens auf mehrere Standorte verteilt.

Häufig gestellte Fragen zum Ludwigshafener Trinkwasser

Wir haben versucht, eine umfangreiche Sammlung von Fragen unserer Kunden zu dem Thema zusammenzustellen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular und wir werden versuchen, Ihre Frage so schnell wie möglich zu klären!

Ist es gesund oder ungesund, Ludwigshafener Leitungswasser zu trinken?

Das Leitungswasser in Ludwigshafen wird gemäß der deutschen Trinkwasserverordnung regelmäßig von den Wasserversorgern kontrolliert, bevor es bei Ihnen aus der Leitung kommt. Dabei werden verschiedene Parameter (z.B. Schwermetalle, Blei, mikrobakterielle Belastungen) eingehalten. Es ist demnach nicht ungesund, das Ludwigshafener Leitungswasser zu trinken.

Bevor das Wasser jedoch aus Ihrer Leitung kommt, muss es erst ihr hausinternes Versorgungssystem durchströmen. Wie gut dieses gewartet ist, liegt in den Händen des Hauseigentümers. Oftmals sind veraltete Rohre, etwa aus Blei, oder auch Bakterienherde der Grund für verunreinigtes Leitungswasser, das tatsächlich gesundheitsschädlich sein kann.

Ihr Leitungswasser schmeckt nicht oder riecht unangenehm?

Auf dem Weg vom Ludwigshafener Wasserwerk zu Ihnen nach Hause ist das Leitungswasser vielen unbekannten Einflüssen ausgesetzt:

  • Mitunter sind es in die Jahre gekommene oder beschädigte Hauptleitungen, nicht mehr genutzte “tote” Wasserstränge, durch lange Standzeiten gebildete Biofilme oder gelöste Metalle, die den Geschmack und den Geruch des Wassers stark beeinträchtigen können.
  • Gerade in älteren Häusern mit alten Wasserleitungen ist ein metallischer Wassergeschmack nicht unüblich. Auch von Bakterien befallene Armaturen können durch mangelhafte Hygiene (z.B. ausbleibende Reinigungen des Strahlreglers) einen Einfluss haben.
  • Auch von Wasserwerken beigefügte Ozon- oder Chlorhaltige Desinfektionsmittel sorgen für einen schlechten Geruch und Geschmack.
  • Mit einem Trinkwasserfilter direkt am Entnahmepunkt (z.B. an der Küchenspüle) kann man dieses Problem leicht und langfristig umgehen.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Ludwigshafener Leitungswasser trinken?

Die Ludwigshafener Wasserwerke kontrollieren das Leitungswasser regelmäßig auf gesundheitsschädliche Parameter wie Schwermetalle, Blei und mikrobakterielle Belastungen. Dabei haften sie jedoch nur bis zur Übergabe an Ihre Türschwelle - Ab dort sind Hauseigentümer selbst für die Qualität des Trinkwassers verantwortlich.

In veralteten Leitungen des Hauses stecken oft Blei, Kupfer und Bakterienherde wie Legionellen oder Darmkeime, die dann so in Ihr Trinkwasser gelangen. Dies kann hochgradig schädigend für Babys und Kleinkinder sein; ebenfalls sind gesundheitliche Folgebelastungen nicht abzusehen. Es wurde von Ärzten und Medizinern bereits herausgefunden, dass Blei im Wasser zu einer verminderten Intelligenzbildung führen kann, Legionellen können schwere Lungenentzündungen (Pneumonie) auslösen. Oft werden diese Zusammenhänge jedoch erst sehr viel später mit dem belasteten Trinkwasser erkannt.

Wir legen Ihnen deshalb ans Herz: Schützen Sie den jungen Organismus Ihres Kindes und kümmern sich frühzeitig um ein geeignetes Wasserfiltersystem in Ihrem Zuhause!

Macht es Sinn, die Qualität des Wassers zu testen?

Ein Wassertest mag auf den ersten Blick Sicherheit bringen, doch sollte man folgendes beachten:

  • In der Regel kann bei einer Probe nur eine begrenzte Anzahl an Parametern geprüft werden. Viele davon werden ohnehin von den Wasserwerken regelmäßig überprüft. Daher ist nach einem unauffälligen Ergebnis nicht auszuschließen, dass sich im Wasser nicht doch noch weitere Verunreinigungen befinden.
  • Der Fortschritt in Industrie, Medizin und Landwirtschaft sorgt dafür, das es mehr als 10.000 mögliche Verunreinigungen im Wasserkreislauf geben kann. Häufig fehlen Tests auf Medikamentenrückstände, Pestizide und weitere Giftstoffe, welche nur mit sehr speziellen Verfahren ermittelt werden können.
  • Ein Wassertest ist immer nur eine Momentaufnahme und dafür recht kostspielig.

Kalk im Leitungswasser? Darf man kalkhaltiges Wasser trinken?

“Kalk” im Leitungswasser wird auch als “Härtegrad” bezeichnet. Es bezeichnet die Konzentration von Kalzium und Magnesium. Diese Stoffe sind für den menschlichen Körper nicht schädlich - Im Gegenteil, in gewisser Konzentration ist es sogar essentiell, um gesund zu bleiben. Lediglich für manche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kann Kalk zum Verhängnis werden, wenn er sich dort absetzt.

Wie kann ich die Wasserhärte meines Wassers messen?

Für die Messung der Wasserhärte gibt es spezielle Teststreifen. Dabei gilt folgendes:
Experten definieren das Leitungswasser ab folgenden Parametern als “hart”, bzw “weich”:

  • weich: unterhalb 8,4 °dH (dH = “Grad deutscher Härte)
  • mittelhart: ab 14 ° dH
  • hart: 14 ° dH - 21,3 ° dH
  • sehr hart: ab 21,3 ° dH

Ist ein zusätzlicher Wasserfilter in Ludwigshafen sinnvoll?

Ein professioneller Wasserfilter kann in vieler Hinsicht eine große Unterstützung sein:

  • Circa 97% des Leitungswassers in Deutschland ist reines Nutzwasser und wird nicht konsumiert oder zur Zubereitung von Nahrung verwendet. Daher macht es aus Kosten-Nutzen-Sicht keinen Sinn, absolut reines und bestmögliches Trinkwasser in das Leitungsnetz einzuspeisen.
  • Vom Wasserwerk muss das kostbare Gut durch kilometerlange Rohrleitungen gedrückt werden. Diese, und oftmals gerade die letzten Meter in Ihrem Haus, können dem Wasser durch Keime aus Totsträngen oder gelöste giftige Schwermetalle wie Blei oder Kupfer aus alten Leitungen zusätzlich an Trinkqualität nehmen.
  • Die Kosten für preisintensive Wasseranalysen, nur um festzustellen, dass Ihr Wasser Schadstoffe enthält, ist mit einer Investition in ein professionelles Filter-System smarter und nachhaltiger angelegt.
  • Neben des sicheren Entfernens der gängigen Schadstoffe (z.B. aus alten Hausleitungen gelöste Schwermetalle oder durch industrielle Einflüsse eingetragene hormonähnliche Stoffe, Arzneimittel oder Pestizide), verbessert sich auch der Geschmack und der Geruch des Leitungswassers deutlich.
  • Mit einem Filter investieren Sie langfristig in mehr Lebensqualität und eine bessere Gesundheit. Obendrein übernehmen Sie Verantwortung für ihre Wasserqualität, schützen die Umwelt und ggf. auch ihren Rücken.

Befindet sich im Ludwigshafener Trinkwasser Chlor?

Sie kennen das Prinzip sicherlich aus dem Schwimmbad: Chlor wird Wasser beigefügt, um mikrobakteriellen Verunreinigungen entgegen zu wirken. In Deutschland wird dem Trinkwasser nur in den Fällen Chlor beigefügt, wenn dies absolut notwendig ist. Es kann also schon einmal vorkommen, dass dem Trinkwasser in Ludwigshafen über einen kurzen Zeitraum Chlor beigefügt wird, um Keime und Bakterien unschädlich zu machen. Der Grenzwert für Chlor im Trinkwasser wird dabei jedoch nicht überschritten. Chlor schadet in niedriger Dosierung dem menschlichen Körper nicht direkt.

Gibt es im Ludwigshafener Trinkwasser Legionellen?

Die Ludwigshafener Wasserwerke liefern ausnahmslos genießbares Wasser. Legionellen, so wie andere gefährliche Keime und Bakterien, befinden sich deshalb im deutschen Leitungswasser nicht. Allerdings vermehren sich Legionellen gerne vor allem in Warmwassertanks und -leitungen. Befinden sich in Ihrem Leitungswasser Legionellen, so ist das fast mit ausnahmsloser Sicherheit auf Ihre interne Wasserinstallation zurückzuführen. Durch die fehlerhafte Wartung und die zu niedrige Erhitzung des Warmwassers können sich in den Leitungen unbemerkt Keime und Bakterien bilden, die Ihnen gefährlich werden könnten.

Wie gelangen Koli Bakterien in das Leitungswasser und ist das gefährlich?

Kolibakterien leben im menschlichen und tierischen Därmen. Verschiedene Stämme der Koli-Bakterien lösen beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen hervor, unter denen vor allem Babys und Kleinkinder, aber auch Immunschwache sehr leiden können. Kolibakterien können vor allem durch Tierfäkalien über den Weg von Brunnen- oder Grundwasser in das Trinkwasser geraten. Bei Temperaturen über 37 Grad können sie knapp zwei Wochen im Wasser überleben. Betroffen sind deshalb vor allem Betreiber:innen eigener Hausbrunnen, die das Trinkwasser nicht von offiziellen Institutionen kontrollieren lassen. Legionellen können außerdem auch über stark veraltete Leitungen in das Trinkwasser gelangen. Ein Wassertest kann bei Verdacht schnell Abhilfe schaffen und wird vor allem empfohlen, wenn Durchfallerkrankungen innerhalb von kurzer Zeit auffällig oft auftreten.

Bitte beachten Sie: Wir versuchen die Informationen auf dieser Seite möglichst aktuell zu halten und prüfen regelmäßig auf Änderungen und Neuerungen. Sollte Ihnen ein Fehler auffallen, so freuen wir uns wenn sie das nachfolgende Kontaktformular benutzen.
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