Wasser-Wissen · Wissenswertes

Gibt es eine optimale Wasserhärte?

Die optimale Wasserhärte für den Haushalt liegt bei rund 8,3 bis 8,4 Grad deutscher Härte – das schützt Geräte vor Verkalkung, ohne dass Waschmittel übermäßig aufschäumt. Ein hoher Kalkgehalt hat keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit, zu weiches Wasser kann dagegen Metallrohre angreifen. Wasser gilt als weich unter 8,4 °dH, mittel bis 14 °dH, darüber als hart.

Marco FabianZuletzt aktualisiert am ca. 6 Min. Lesezeit5 Quellen
Teststreifen zur Wasserhärte liegt auf einem Glasgefäß mit Wasser, Testfeld grün verfärbt
Bildquelle: I.Gra-Design (ID 397901214) / depositphotos.com

Die Wasserhärte gibt an, wie viel Calcium und Magnesium (umgangssprachlich „Kalk“) im Wasser gelöst sind, angegeben in Grad deutscher Härte (°dH). Ja, es gibt eine optimale Wasserhärte für den Haushalt: Sie liegt bei rund 8,3 bis 8,4 °dH. Demnach ist der Härtegrad des Wassers höher, je mehr Kalk in diesem nachweisbar ist. Je nach Region ist das Trinkwasser in Deutschland unterschiedlich hart bzw. weich.

Allerdings hat ein hoher Kalkgehalt im Wasser keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Dafür ist weicheres Wasser aber vor allem im Haushalt sehr hilfreich.

1 Optimale Wasserhärte für Wäsche und Co.

Der Wasserkocher weist ständig Kalkablagerungen auf, die sich nur schwer beseitigen lassen? Ein gängiges Problem, das vor allem bei zu hartem Wasser zu beobachten ist. Hartes Wasser führt demnach zu einer Verkalkung von Haushaltsgeräten wie Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. Aber auch beim Wäschewaschen kann sich der Härtegrad des Wassers bemerkbar machen. Wird das Wasser enthärtet, muss beispielsweise viel weniger Waschmittel verwendet werden. Zeitgleich wird die Wäsche flauschiger und weicher, sofern das Wasser eine ideale Wasserhärte besitzt.

Unsere Empfehlung: Einen professionellen Kalk-Filter mit einem Schadstoff-Filter kombinieren.

Wasserhärte im Haushalt
Ihre Wasserhärte im Haushalt zeigt sich direkt am Auslauf Ihres Wasserhahns. Regelmäßig sollte man daher den Perlator reinigen. (Bildquelle: ID 467429018 Yury_K / depositphotos.com)

Kalkrückstände in der Küche, dem Bad oder an Fenstern nehmen deutlich ab, sofern das Wasser nicht allzu hart ist. Zu hartes Wasser kann zudem auch dazu führen, dass die Spülmaschine deutlich mehr Salz benötigt, während wasserführende Geräte schneller verkalken und somit auch mehr Stromkosten verursachen. Demnach hat zu hartes Wasser zwar keinen signifikanten Einfluss auf die Gesundheit bzw. kann diese nicht gefährden – im Haushalt macht sich zu hartes Wasser aber an vielen Stellen deutlich bemerkbar.

2 Ist weiches Wasser immer besser?

Nein, auch zu weiches Wasser hat Nachteile: Es lässt Waschmittel stark aufschäumen und kann Metallrohre angreifen. Zu hartes Wasser führt vor allem zu Kalkablagerungen und Verkalkungen. Allerdings sollte das Wasser auch nicht zu weich sein.

Denn in diesem Fall würde beispielsweise das Waschmittel sehr stark aufschäumen, sodass unter anderem die Wäsche mehrmals gespült werden müsste. Zu weiches Wasser kann zudem aggressiv auf Rohrleitungen aus Metall wirken. Um möglichen Folgeschäden vorzubeugen, sollte das Wasser demnach nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein.

3 Bestimmung der Wasserhärte

Um die Wasserhärte von Trinkwasser zu bestimmen, erfolgt die Einteilung durch das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) in drei Grade.

Von weich bis hart

Härtebereiche nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz § 9. Ortswerte von den Versorgern: Stadt Wuppertal für das Wasserwerk Herbringhausen, SachsenEnergie für die Dresdner Versorgungszonen, Stadtwerke München mit einem Mittelwert von 15,8 °dH bei einer Spanne von 13,9 bis 17,9. Viele Städte haben keine einzelne Zahl, sondern eine Spanne je Wasserwerk — dafür die Klammermarke.

Sofern der Calciumcarbonat-Gehalt je Liter unter 1,5 Millimol liegt, wird vom Härtebereich weich gesprochen. Zwischen 1,5 und 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter liegt das Wasser im Härtebereich mittel. Hartes Wasser lässt sich hingegen finden, sofern der Calciumcarbonat-Gehalt je Liter über 2,5 liegt. Da im Alltag meist in Grad deutscher Härte (°dH) statt in Millimol gerechnet wird, lassen sich die drei Härtebereiche auch so angeben:

Härtebereich Calciumcarbonat in mmol/l Härtegrad in °dH
weich unter 1,5 unter 8,4
mittel 1,5 bis 2,5 8,4 bis 14
hart über 2,5 über 14

Gut zu wissen:

Bei der überwiegenden Mehrheit der deutschen Haushalte kommt kalkhaltiges und somit hartes Wasser aus dem Wasserhahn.

4 Wie lässt sich für den Verbraucher die Wasserhärte ermitteln?

Um herauszufinden, ob das Wasser hart oder weich ist, können sich Verbraucher an das zuständige Wasserversorgungsunternehmen wenden. Oftmals lassen sich die gewünschten Informationen bereits auf der Internetseite finden. Alternativ lässt sich der Härtegrad des Wassers in der Regel auch aus der Jahresabrechnung des Wasserversorgers entnehmen. Darüber hinaus kann zu jeder Zeit die Wasserhärte gemessen werden. Dazu werden in den Apotheken spezielle Indikatorstreifen angeboten. Diese werden einfach in das Wasser gehalten und geben nach kurzer Zeit Aufschluss über die jeweilige Wasserhärte.

5 Empfohlene Wasserhärte Trinkwasser

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die ideale Wasserhärte in einem Bereich zwischen 8,3 und 8,4 °dH liegt. Mit dieser Wasserhärte werden Geräte vor Verkalkungen geschützt, während sich auch Seifen, Waschmittel und Co. optimal auflösen können.

Tipps, um Elektrogeräte vor hartem Wasser zu schützen

Vor allem Kaffeemaschine und Co. leiden auf Dauer unter zu hartem Wasser. Um die Langlebigkeit der Geräte zu erhalten, sollten Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. in regelmäßigen Abständen entkalkt werden. Dazu wird auf Essig oder Zitronensäure zurückgegriffen. Für die Waschmaschine können spezielle Wasserenthärter genutzt werden. Diese schützen vor Kalkablagerungen und verlängern die Funktionsfähigkeit der Maschinen. Mehr Tipps zum Entkalken...


6 Häufige Fragen zur Wasserhärte

Ist hartes Wasser gesundheitsschädlich?

Nein, ein hoher Kalkgehalt im Wasser hat keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit.

Was ist die optimale Wasserhärte für den Haushalt?

Sie liegt bei rund 8,3 bis 8,4 °dH – in diesem Bereich werden Geräte vor Verkalkung geschützt, während sich Seifen und Waschmittel optimal auflösen.

Ist weiches Wasser immer besser als hartes?

Nein. Zu weiches Wasser lässt Waschmittel stark aufschäumen und kann Metallrohre angreifen – das Wasser sollte weder zu hart noch zu weich sein.

Wie lässt sich die eigene Wasserhärte ermitteln?

Beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen, oft auch auf dessen Internetseite oder in der Jahresabrechnung. Alternativ zeigen spezielle Indikatorstreifen aus der Apotheke die Wasserhärte direkt an.

7 Fazit

Ja, eine optimale Wasserhärte für den Haushalt existiert: rund 8,3 bis 8,4 °dH schützen Geräte vor Verkalkung, ohne dass Waschmittel & Co. übermäßig aufschäumen. Auf Ihre Gesundheit hat die Wasserhärte dabei keinen nachgewiesenen negativen Einfluss – mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zu welches Wasser Sie trinken sollten. Für den Schutz Ihrer Haushaltsgeräte finden Sie passende Lösungen in unserer Kategorie Wasserfilter gegen Kalk.

Optimaler Wert

Rund 8,3 bis 8,4 °dH schützen Geräte vor Verkalkung, ohne dass Waschmittel übermäßig aufschäumt.

Zu hart

Führt zu Kalkablagerungen an Geräten und höherem Waschmittel- und Salzverbrauch.

Kalkfilter

Ein professioneller Kalk-Filter kombiniert mit einem Schadstoff-Filter schützt Geräte dauerhaft.

Geräte vor Kalk schützenEin Kalk-Filter mit Ionentauscher senkt zu hartes Wasser in den gewünschten Härtebereich, oder Sie sprechen direkt mit Marco Fabian.

Quellen

  1. Verbraucherzentrale - Hinweise zur Wasserhärte

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Marco Fabian | Geschäftsführer Vitalhelden GmbH · Trinkwasseraufbereitung seit 2014

Marco Fabian ist Gründer der Vitalhelden GmbH und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit Trinkwasseraufbereitung. In dieser Zeit hat er tausende Haushalte bei der Auswahl passender Filtersysteme begleitet und arbeitet eng mit deutschen Herstellern wie Carbonit und Alvito zusammen.

Über den Autor