Die Wasserhärte gibt an, wie viel Calcium und Magnesium (umgangssprachlich „Kalk“) im Wasser gelöst sind, angegeben in Grad deutscher Härte (°dH). Ja, es gibt eine optimale Wasserhärte für den Haushalt: Sie liegt bei rund 8,3 bis 8,4 °dH. Demnach ist der Härtegrad des Wassers höher, je mehr Kalk in diesem nachweisbar ist. Je nach Region ist das Trinkwasser in Deutschland unterschiedlich hart bzw. weich.
Allerdings hat ein hoher Kalkgehalt im Wasser keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Dafür ist weicheres Wasser aber vor allem im Haushalt sehr hilfreich.
1 Optimale Wasserhärte für Wäsche und Co.
Der Wasserkocher weist ständig Kalkablagerungen auf, die sich nur schwer beseitigen lassen? Ein gängiges Problem, das vor allem bei zu hartem Wasser zu beobachten ist. Hartes Wasser führt demnach zu einer Verkalkung von Haushaltsgeräten wie Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. Aber auch beim Wäschewaschen kann sich der Härtegrad des Wassers bemerkbar machen. Wird das Wasser enthärtet, muss beispielsweise viel weniger Waschmittel verwendet werden. Zeitgleich wird die Wäsche flauschiger und weicher, sofern das Wasser eine ideale Wasserhärte besitzt.
Unsere Empfehlung: Einen professionellen Kalk-Filter mit einem Schadstoff-Filter kombinieren.
Kalkrückstände in der Küche, dem Bad oder an Fenstern nehmen deutlich ab, sofern das Wasser nicht allzu hart ist. Zu hartes Wasser kann zudem auch dazu führen, dass die Spülmaschine deutlich mehr Salz benötigt, während wasserführende Geräte schneller verkalken und somit auch mehr Stromkosten verursachen. Demnach hat zu hartes Wasser zwar keinen signifikanten Einfluss auf die Gesundheit bzw. kann diese nicht gefährden – im Haushalt macht sich zu hartes Wasser aber an vielen Stellen deutlich bemerkbar.
2 Ist weiches Wasser immer besser?
Nein, auch zu weiches Wasser hat Nachteile: Es lässt Waschmittel stark aufschäumen und kann Metallrohre angreifen. Zu hartes Wasser führt vor allem zu Kalkablagerungen und Verkalkungen. Allerdings sollte das Wasser auch nicht zu weich sein.
Denn in diesem Fall würde beispielsweise das Waschmittel sehr stark aufschäumen, sodass unter anderem die Wäsche mehrmals gespült werden müsste. Zu weiches Wasser kann zudem aggressiv auf Rohrleitungen aus Metall wirken. Um möglichen Folgeschäden vorzubeugen, sollte das Wasser demnach nicht zu hart, aber auch nicht zu weich sein.
3 Bestimmung der Wasserhärte
Um die Wasserhärte von Trinkwasser zu bestimmen, erfolgt die Einteilung durch das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG) in drei Grade.
Von weich bis hart
Sofern der Calciumcarbonat-Gehalt je Liter unter 1,5 Millimol liegt, wird vom Härtebereich weich gesprochen. Zwischen 1,5 und 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter liegt das Wasser im Härtebereich mittel. Hartes Wasser lässt sich hingegen finden, sofern der Calciumcarbonat-Gehalt je Liter über 2,5 liegt. Da im Alltag meist in Grad deutscher Härte (°dH) statt in Millimol gerechnet wird, lassen sich die drei Härtebereiche auch so angeben:
| Härtebereich | Calciumcarbonat in mmol/l | Härtegrad in °dH |
|---|---|---|
| weich | unter 1,5 | unter 8,4 |
| mittel | 1,5 bis 2,5 | 8,4 bis 14 |
| hart | über 2,5 | über 14 |
Gut zu wissen:
Bei der überwiegenden Mehrheit der deutschen Haushalte kommt kalkhaltiges und somit hartes Wasser aus dem Wasserhahn.
4 Wie lässt sich für den Verbraucher die Wasserhärte ermitteln?
Um herauszufinden, ob das Wasser hart oder weich ist, können sich Verbraucher an das zuständige Wasserversorgungsunternehmen wenden. Oftmals lassen sich die gewünschten Informationen bereits auf der Internetseite finden. Alternativ lässt sich der Härtegrad des Wassers in der Regel auch aus der Jahresabrechnung des Wasserversorgers entnehmen. Darüber hinaus kann zu jeder Zeit die Wasserhärte gemessen werden. Dazu werden in den Apotheken spezielle Indikatorstreifen angeboten. Diese werden einfach in das Wasser gehalten und geben nach kurzer Zeit Aufschluss über die jeweilige Wasserhärte.
5 Empfohlene Wasserhärte Trinkwasser
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die ideale Wasserhärte in einem Bereich zwischen 8,3 und 8,4 °dH liegt. Mit dieser Wasserhärte werden Geräte vor Verkalkungen geschützt, während sich auch Seifen, Waschmittel und Co. optimal auflösen können.
Tipps, um Elektrogeräte vor hartem Wasser zu schützen
Vor allem Kaffeemaschine und Co. leiden auf Dauer unter zu hartem Wasser. Um die Langlebigkeit der Geräte zu erhalten, sollten Wasserkocher, Kaffeemaschine und Co. in regelmäßigen Abständen entkalkt werden. Dazu wird auf Essig oder Zitronensäure zurückgegriffen. Für die Waschmaschine können spezielle Wasserenthärter genutzt werden. Diese schützen vor Kalkablagerungen und verlängern die Funktionsfähigkeit der Maschinen. Mehr Tipps zum Entkalken...
6 Häufige Fragen zur Wasserhärte
Ist hartes Wasser gesundheitsschädlich?
Nein, ein hoher Kalkgehalt im Wasser hat keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit.
Was ist die optimale Wasserhärte für den Haushalt?
Sie liegt bei rund 8,3 bis 8,4 °dH – in diesem Bereich werden Geräte vor Verkalkung geschützt, während sich Seifen und Waschmittel optimal auflösen.
Ist weiches Wasser immer besser als hartes?
Nein. Zu weiches Wasser lässt Waschmittel stark aufschäumen und kann Metallrohre angreifen – das Wasser sollte weder zu hart noch zu weich sein.
Wie lässt sich die eigene Wasserhärte ermitteln?
Beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen, oft auch auf dessen Internetseite oder in der Jahresabrechnung. Alternativ zeigen spezielle Indikatorstreifen aus der Apotheke die Wasserhärte direkt an.
7 Fazit
Ja, eine optimale Wasserhärte für den Haushalt existiert: rund 8,3 bis 8,4 °dH schützen Geräte vor Verkalkung, ohne dass Waschmittel & Co. übermäßig aufschäumen. Auf Ihre Gesundheit hat die Wasserhärte dabei keinen nachgewiesenen negativen Einfluss – mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel zu welches Wasser Sie trinken sollten. Für den Schutz Ihrer Haushaltsgeräte finden Sie passende Lösungen in unserer Kategorie Wasserfilter gegen Kalk.
Rund 8,3 bis 8,4 °dH schützen Geräte vor Verkalkung, ohne dass Waschmittel übermäßig aufschäumt.
Führt zu Kalkablagerungen an Geräten und höherem Waschmittel- und Salzverbrauch.
Ein professioneller Kalk-Filter kombiniert mit einem Schadstoff-Filter schützt Geräte dauerhaft.
Quellen
- Verbraucherzentrale - Hinweise zur Wasserhärte
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