Wasserqualität in Moers
Wasserhärte in Moers
13,2 °dH
mittel
Das Trinkwasser in Moers hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Gesamthärte liegt bei 13,2 °dH und damit im Härtebereich mittel, knapp unter der Schwelle zu hart. Kein veröffentlichter Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Moers wird aus einer einzigen Versorgungszone beliefert.
Das Wasser stammt aus 21 Brunnen an drei Gewinnungsstandorten. ENNI führt es im Wasserwerk Wittfeldstraße zusammen, enthärtet es dort und verteilt es von dieser einen Stelle aus.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
13,2°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4.
Waschmittel
mittel
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
4
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
10
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
Trinkwasserwerte Moers nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH.
| Parameter | Wasserwerk Wittfeldstraße | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 13,2 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 74,3 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 12,3 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 19,1 | 200 | 10 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 16,6 | 50 | 33 % des Grenzwerts |
| Chloridmg/l | 34,9 | 250 | 14 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Fluoridmg/l | 0,06 | 1,5 | 4 % des Grenzwerts |
| pH-Wert | 7,74 | 6,5–9,5 | im Bereich |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Wittfeldstraße, Wasseranalyse Stand April 2026
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Die Werte hier sind Punktwerte aus der Entnahmestelle Wasserwerk Wittfeldstraße; ENNI gibt für die Analyse nur den Stand April 2026 an, ein genaues Probenahmedatum nennt der Versorger nicht.
Die Werte sind in Ordnung — sie beschreiben nur nicht Ihr Glas
Sie gelten für das Wasser, das ENNI bis zum Hausanschluss liefert. Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 8 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Diese Lage erklärt auch, warum das Moerser Leitungswasser ist, wie es ist. Es stammt vollständig aus Grundwasser, gefördert aus 21 Brunnen an drei Gewinnungsstandorten. Der Grundwasserleiter darunter besteht aus Sanden und Kiesen, die der Rhein über Jahrtausende abgelagert hat — ein quarzreiches, kalkarmes Material. Wasser, das durch solche Terrassenschotter sickert, löst deutlich weniger Calcium heraus als Wasser, das durch Kalkstein läuft. Nachgefüllt wird der Vorrat aus Niederschlägen und aus versickerndem Polderwasser. Polder sind der niederrheinische Sonderfall: Flächen, deren Wasserstand künstlich geregelt wird, weil das Land zu tief liegt, um von allein trocken zu bleiben. Das Grundwasser unter Moers ist damit kein abgeschlossener Vorrat, sondern ein bewirtschafteter.
Wie hart ist das Wasser in Moers?
Getragen wird der Wert von 74,3 mg/l Calcium und 12,3 mg/l Magnesium. Ein Thema ist sie für Geräte: Wasserkocher, Spülmaschine und Kaffeemaschine setzen Kalk an, in Moers spürbar, aber langsamer als in den harten Gebieten Süd- und Ostdeutschlands, wo 20 °dH und mehr üblich sind. Wer regelmäßig entkalkt, kommt in Moers mit größeren Abständen aus als dort.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Moers auf Rang 138 — weicher als 58 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Moers · 13,2 °dH
Nitrat ist mit 33 % des Grenzwerts der höchste Wert
Das ist der Befund für Moers, und er lässt sich nicht dramatisieren.
Langweilig ist das nicht, jedenfalls nicht beim Nitrat. Der Messwert selbst ist bei 16,6 mg/l unauffällig; interessant ist er als Anzeiger dafür, was oberhalb der Brunnen passiert. ENNI arbeitet dafür nach eigener Darstellung eng mit den Landwirten in den Wasserschutzgebieten zusammen — freiwillige Vereinbarungen über Düngung und Anbau sind am Niederrhein seit Jahren das übliche Mittel, weil Grundwasser Jahrzehnte braucht, bis eine Änderung an der Oberfläche im Brunnen ankommt.
Die Analyse, die ENNI veröffentlicht, umfasst zwölf Zeilen. Kalium, Sulfat, Nitrit, Leitfähigkeit und Hydrogencarbonat stehen nicht darin, ebenso wenig Blei, Kupfer, Nickel, Uran, Arsen oder die Summe der Pflanzenschutzmittel. Viele Versorger stellen eine Vollanalyse mit 60 bis 70 Parametern ins Netz; ENNI beschränkt sich auf einen Auszug. Zu PFAS schreibt die Seite, es werde regelmäßig untersucht und die Werte lägen deutlich unter den Grenzwerten — eine Zahl nennt sie nicht. In unserer Tabelle bleiben diese Felder deshalb leer. Leer heißt dabei nicht „nicht gemessen“, sondern „nicht veröffentlicht“ — und ein leeres Feld ist ehrlicher als eine Zahl, die wie eine Messung aussieht.
Woher das Moerser Trinkwasser kommt
Aus drei Wasserwerken, die zusammen 21 Brunnen betreiben: Moers-Vinn mit den Anlagen I und II, Niep-Süsselheide und Rumeln-Kaldenhausen. Betreiber ist die ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH, die daneben auch Neukirchen-Vluyn versorgt. Das geförderte Grundwasser läuft im Wasserwerk Wittfeldstraße zusammen, wird dort aufbereitet und enthärtet und von dieser einen Stelle aus ins Netz gegeben — über ein Rohrnetz von 660 Kilometern Länge.
Diese zentrale Zusammenführung ist der Grund, warum es für Moers nur einen Satz Messwerte gibt und nicht drei. Was aus den einzelnen Brunnenfeldern kommt, unterscheidet sich durchaus; im Netz kommt es gemischt an. Die 13,2 °dH sind deshalb auch kein reiner Naturwert: Sie stehen am Ende von Geologie und Aufbereitung.
Passend zu diesen Werten
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
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Was 13,2 °dH im Haushalt bedeuten
Die Zuständigkeit von ENNI endet am Hausanschluss. Alles dahinter — Steigleitung, Wohnungsinstallation, Armatur — gehört dem Eigentümer, und darüber sagt keine Analyse des Wasserwerks etwas aus. In Moers steht viel Werkswohnungsbau aus der Zeit des Steinkohlenbergbaus, dazu die Wohnblöcke der Nachkriegsjahrzehnte. In Gebäuden dieses Alters ist die Hausinstallation der Abschnitt, der sich anzusehen lohnt.
Drei Handgriffe, die überall gelten und nichts kosten:
- Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — bis es gleichmäßig kalt nachkommt. Das Wasser aus der Nacht gehört in die Gießkanne, nicht in den Kochtopf.
- Kein Warmwasser zum Kochen oder für Tee. In der Warmwasserleitung lösen sich Metalle leichter, und die Standzeiten sind dort länger.
- Bei Verdacht auf Bleileitungen in Altbauten eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Ein Thema ist das vor allem in Gebäuden, die vor 1973 errichtet wurden. Genau für diesen Fall ist eine Analyse sinnvoll, weil die Werte des Versorgers dazu nichts sagen können — und weil ENNI für Blei ohnehin keinen Wert veröffentlicht.
Ihr Wasserversorger
ENNI Energie & Umwelt Niederrhein GmbH
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Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Moers bedenkenlos trinken?
Ja. Alle Werte, die ENNI veröffentlicht, halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und keiner davon erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.
Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, danach entscheidet die Installation im Gebäude über die Qualität am Hahn. Lassen Sie Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, kurz ablaufen, bevor Sie es trinken oder zum Kochen verwenden.
Wie hart ist das Wasser in Moers?
13,2 °dH, Härtebereich mittel. Der Wert gilt für das gesamte Stadtgebiet, weil ENNI das Wasser aus allen Gewinnungsanlagen im Wasserwerk Wittfeldstraße zusammenführt und von dort verteilt.
Er liegt nur 0,8 °dH unter der Grenze zum Bereich hart. Wer aus einer weichen Gegend nach Moers zieht, merkt das an Wasserkocher und Duschwand; wer aus Süddeutschland kommt, eher am Gegenteil.
Woher kommt das Trinkwasser in Moers?
Aus Grundwasser, gefördert aus 21 Brunnen an drei Standorten: Moers-Vinn, Niep-Süsselheide und Rumeln-Kaldenhausen. Rheinwasser oder Uferfiltrat sind nicht darunter.
Gespeist wird der Grundwasservorrat aus Niederschlägen und aus versickerndem Polderwasser. Im Wasserwerk Wittfeldstraße wird das Wasser aufbereitet und enthärtet, danach läuft es über rund 660 Kilometer Rohrnetz zu den Haushalten. Aus demselben System versorgt ENNI auch Neukirchen-Vluyn.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Moers trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Moerser Leitungswasser geeignet. Der entscheidende Wert ist Nitrat, und der liegt mit 16,6 mg/l bei einem Drittel des Grenzwerts von 50 mg/l.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern Ihre Wohnung: Lassen Sie das Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt, und nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn — für Blei veröffentlicht ENNI keinen Wert, und über Ihre Hausinstallation könnte er ohnehin nichts sagen.
Ist das Wasser in allen Moerser Stadtteilen gleich?
Weitgehend ja. ENNI führt das Wasser aller Gewinnungsanlagen im Wasserwerk Wittfeldstraße zusammen und gibt es von dieser einen Stelle aus ins Netz — deshalb gibt es für Moers auch nur einen Satz Messwerte und nicht drei.
Ältere Darstellungen behaupten Unterschiede je nach Versorgungsgebiet. Was aus den einzelnen Brunnenfeldern kommt, unterscheidet sich tatsächlich, im Netz kommt es aber gemischt an. Spürbare Abweichungen entstehen eher durch Standzeiten in der eigenen Hausleitung als durch die Adresse.
Sind im Moerser Trinkwasser PFAS gemessen worden?
Ja, aber ENNI nennt keine Zahl. Auf der Trinkwasserseite steht, PFAS würden regelmäßig untersucht und die Werte lägen deutlich unter den Grenzwerten. Ein Messwert wird nicht veröffentlicht, deshalb bleibt das Feld in unserer Tabelle leer.
Seit dem 12. Januar 2026 gilt für die Summe von 20 PFAS ein Grenzwert von 0,1 µg/l. Für vier besonders relevante Verbindungen kommt am 12. Januar 2028 ein zweiter Grenzwert von 0,02 µg/l dazu.
Ist Chlor im Moerser Leitungswasser?
Dauerhaft nicht. ENNI weist keine Desinfektion aus, und gut geschütztes Grundwasser muss in Deutschland in aller Regel nicht gechlort werden.
Vorübergehend kann sich das ändern: Nach Rohrbrüchen, Arbeiten am Netz oder einem auffälligen mikrobiologischen Befund darf der Versorger chloren, das Gesundheitsamt kann es anordnen. Solche Maßnahmen werden öffentlich bekannt gemacht. Ein leichter Schwimmbadgeruch am Hahn ist der übliche Hinweis darauf; er verfliegt, wenn das Wasser eine Stunde offen steht.




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