Wasserqualität in Oberhausen

Wasserhärte in Oberhausen

8,013,5 °dH

weich · mittel · 2 Versorgungszonen

Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.

Das Trinkwasser in Oberhausen hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Härte liegt je nach Versorgungszone bei 8,0 °dH (weich) oder 13,5 °dH (mittel) — zwei gesetzliche Härtebereiche in einer Stadt. Kein Messwert der beiden Oberhausener Analysen erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts.

Die Grenze zwischen beiden Zonen verläuft entlang der A42 und der A516/A3, nicht entlang der Stadtteile: weiches Rhein- und Ruhrwasser im größeren Teil der Stadt, kreidezeitliches Grundwasser im Nordosten.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

13,5°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.

Waschmittel

weichje nach Zone

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Oberhausen südlich A42 bzw. nördlich A42 und westlich A516/A3
8,0
°dH · weich
größerer Teil des Stadtgebiets; versorgt aus den Wasserwerken Mülheim-Styrum-Ost und Mülheim-Styrum-West aus Rhein-Uferfiltrat und Ruhr-Rohwasser
Oberhausen nördlich A42 und östlich A516/A3
13,5
°dH · mittel
Nordosten des Stadtgebiets; versorgt aus dem Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen mit Grundwasser aus kreidezeitlichen Sandschichten

Die Werte auf einen Blick

11

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

3

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

2 Versorgungszonen

Trinkwasserwerte Oberhausen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH.

ParameterOberhausen südlich A42 bzw. nördlich A42 und westlich A516/A3Oberhausen nördlich A42 und östlich A516/A3 Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH8,013,5Mineralstoff
Calciummg/l43,689,5Mineralstoff
Magnesiummg/l8,34,1Mineralstoff
Kaliummg/l5,02,2Mineralstoff
Natriummg/l55,811,3200 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l8,79,650 19 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l4760250 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l6726250 27 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
pH-Wert7,787,456,5–9,5 im Bereich
LeitfähigkeitµS/cm5905172790 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Bleiµg/l<1<110 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,02<0,022 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<1<120 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<0,5<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<1110 10 % des Grenzwerts
Pestizide gesamtµg/ln.n.n.n.0,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Oberhausen südlich A42 bzw. nördlich A42 und westlich A516/A3, 2025 · Oberhausen nördlich A42 und östlich A516/A3, 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss

Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

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Heute steht keines der drei Wasserwerke, die Oberhausen versorgen, im Stadtgebiet — sie liegen in Mülheim-Styrum und in Dorsten-Holsterhausen.

Daraus folgt die Besonderheit dieser Seite. In Oberhausen treffen zwei völlig verschiedene Wassersysteme aufeinander. Die Naht zwischen beiden verläuft nicht am Stadtrand, sondern mitten durch Oberhausen — und ist am Wasserhahn messbar.

Zwei Härtewerte, getrennt von drei Autobahnen

Die RWW grenzt die beiden Zonen nicht über Stadtteile ab, sondern über Autobahnen. Die A42, der Emscherschnellweg, trennt Nord von Süd. Nördlich davon trennt die Achse aus A516 und A3 noch einmal West von Ost. Die mittelharten 13,5 °dH gelten allein nördlich der A42 und östlich dieser Achse. Die weichen 8,0 °dH gelten im gesamten Rest der Stadt: südlich der A42 und, nördlich davon, westlich der A516/A3.

Autobahnen sind keine geologischen Grenzen. Sie sind das, was sich in einer gewachsenen Revierstadt am eindeutigsten benennen lässt, wenn Bezirksgrenzen und Rohrnetz nicht übereinanderliegen. An Knotenpunkten im Netz kann sich zudem Wasser aus beiden Richtungen mischen. Verbindlich ist allein die Auskunft der RWW zur Adresse.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Oberhausen auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Oberhausen · 13,5 °dH

Gefundenes Wasser und gemachtes Wasser

Der Härteunterschied steckt fast vollständig im Calcium. Im Nordosten stehen 89,5 mg/l Calcium gegen 4,1 mg/l Magnesium, ein Verhältnis von gut 20 zu 1. Im übrigen Stadtgebiet sind es 43,6 mg/l Calcium und 8,3 mg/l Magnesium, also etwa 5 zu 1. Das Grundwasser aus den Kreidesanden war lange im Untergrund unterwegs und hat dabei Calcium aufgenommen. Rhein- und Ruhrwasser hatte diese Zeit nicht.

Dafür hat es etwas anderes hinter sich. In Mülheim-Styrum wird Ruhrwasser nach dem Mülheimer Verfahren aufbereitet, einer dort entwickelten Folge aus Ozonung, Flockung und Filtration über Mehrschicht- und Aktivkohlefilter. Das Wasser im größeren Teil Oberhausens ist also weniger ein gefundenes als ein gemachtes. Was dabei herauskommt, ist weich — aber nicht mineralarm.

Wer innerhalb Oberhausens umzieht, merkt den Wechsel deshalb doppelt: Der Kalkrand im Wasserkocher wird größer oder kleiner, und der Geschmack verschiebt sich gegenläufig mit.

Natrium ist mit 28 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Langweilig ist das aus einem Grund nicht. Weil kein Parameter in die Nähe seiner Grenze kommt, wird die Frage „In welcher Zone wohne ich?“ zu einer Frage nach Kalk und Geschmack und zu keiner nach Sicherheit. Der Unterschied zwischen den beiden Oberhausener Wässern ist groß genug, dass man ihn im Wasserkocher sieht, und zu klein, als dass er gesundheitlich etwas bedeuten würde.

Die veröffentlichten Zahlen sind Medianwerte des Jahres 2025, also die Mitte aller Messungen, weder Höchstwert noch Momentaufnahme. Und die Berichte sind unterschiedlich ausführlich: Die Analyse für die weiche Zone führt 70 Parameter, die für die mittelharte 40. Einen PFAS-Summenwert weist keine von beiden aus, obwohl für diese Stoffgruppe seit Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l für die Summe aus zwanzig Einzelverbindungen gilt.

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Wer liefert, und für wen die Analysen gelten

Versorger ist die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH. Das Wasserwerk Mülheim-Styrum-Ost ist zugleich ihre zentrale Leitwarte, von der aus sämtliche Werke gesteuert werden. Um die Gewinnungsgebiete liegen Trinkwasserschutzgebiete und Wasserschutzzonen, die empfindlichsten Bereiche gegen unbefugtes Betreten gesichert; Kartenmaterial dazu ist öffentlich abrufbar.

Keine der beiden Analysen gilt allein für Oberhausen. Der Bericht für die weiche Zone deckt zusätzlich Mülheim an der Ruhr ohne Mintard, Ratingen-Breitscheid und den Osten Bottrops ab; der für die mittelharte Zone gilt daneben für Dorsten, Schermbeck, Gladbeck und den Westen Bottrops. Das ist kein Mangel der Dokumente, sondern ihre Logik: Eine Versorgungszone folgt dem Wasserwerk, das sie speist, nicht der Stadtgrenze. Oberhausen liegt auf zwei solchen Zonen gleichzeitig.

Ihr Wasserversorger

RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH

Was hinter dem Hausanschluss in Oberhausen passiert

Die Zuständigkeit der RWW endet am Hausanschluss. Alles danach verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und dazu kann keine Analyse des Wasserwerks etwas sagen. Alte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelangem Standwasser, Biofilme, gelöste Metalle aus Armaturen — all das entsteht hinter der Übergabestelle.

Für Oberhausen heißt das drei Dinge:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand — so lange, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.
  • Kein Wasser aus der Warmwasserleitung zum Trinken oder Kochen nehmen. Dort lösen sich Metalle leichter, und im Warmwasser vermehren sich Legionellen, für die das Kaltwassernetz keine Rolle spielt.
  • Bei Verdacht auf alte Leitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. In Nordrhein-Westfalen wurden bis in die 1970er Jahre Bleileitungen in Wohnhäusern verbaut, in Oberhausens älterem Bestand ist das nicht auszuschließen. Nur dafür ist eine eigene Analyse sinnvoll — die Werte der RWW geben dazu nichts her.

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Oberhausen bedenkenlos trinken?

Ja. Beide Oberhausener Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein Messwert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Blei, Nickel, Uran und Pflanzenschutzmittel lagen 2025 unter der Bestimmungsgrenze des Labors.

Der übliche Vorbehalt betrifft nicht das Wasserwerk: Die Verantwortung der RWW endet am Hausanschluss, danach zählt der Zustand der Leitungen im Gebäude. Wasser, das über Nacht in der Leitung stand, vor dem Trinken kurz ablaufen lassen.

Wie hart ist das Wasser in Oberhausen?

8,0 °dH im größeren Teil der Stadt und 13,5 °dH im Nordosten. Der erste Wert fällt in den Härtebereich weich, der zweite in mittel — das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz zieht die Grenze bei 8,4 °dH.

Ein Durchschnitt für ganz Oberhausen wäre irreführend: Ein Mittelwert von 10,8 °dH beschreibt keine der beiden Zonen. Für Waschmaschine, Spülmaschine und Entkalkung zählt der Wert der eigenen Zone, nicht das Mittel aus beiden.

Ist das Wasser in allen Oberhausener Stadtteilen gleich?

Nein. Oberhausen hat zwei Versorgungszonen mit deutlich verschiedenem Wasser, 8,0 °dH gegenüber 13,5 °dH. Das ist innerhalb einer Stadt ungewöhnlich viel.

Praktisch heißt das: Wer innerhalb Oberhausens umzieht, sollte die Härteeinstellung an Waschmaschine, Spülmaschine und Kaffeevollautomat prüfen. An Knotenpunkten des Rohrnetzes kann sich Wasser aus beiden Richtungen mischen, weshalb Adressen nahe der Zonengrenze nicht eindeutig zuzuordnen sind. Die RWW nennt auf Anfrage die Versorgungszone zu einer konkreten Adresse.

Woher kommt das Trinkwasser in Oberhausen?

Aus drei Wasserwerken, von denen keines im Stadtgebiet liegt: Mülheim-Styrum-Ost, Mülheim-Styrum-West und Dorsten-Holsterhausen. Die beiden Mülheimer Werke bereiten Uferfiltrat des Rheins und Rohwasser der Ruhr auf, das Werk in Dorsten fördert Grundwasser aus kreidezeitlichen Sandschichten.

Historisch war das anders: 1869 entstand die „Aktiengesellschaft Oberhausener Wasserwerk“, nachdem sich das Wasser der Drehbrunnen und Pumpen verschlechtert hatte. Heute versorgt die RWW von außerhalb, über ein Netz, das rund 850 Quadratkilometer und etwa 140.000 Haushalte umfasst.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Oberhausen trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Oberhausener Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt mit 8,7 beziehungsweise 9,6 mg/l weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Blei und Uran lagen unter der Bestimmungsgrenze.

Zwei Punkte betreffen die Wohnung und nicht das Wasserwerk: Nehmen Sie kein Wasser aus der Warmwasserleitung, und lassen Sie das kalte Wasser vor der Entnahme ablaufen, bis es gleichmäßig kühl nachkommt. Wird im Haus eine Bleileitung vermutet, klärt nur eine Probe am eigenen Hahn, was tatsächlich ankommt.

Ist im Oberhausener Leitungswasser Chlor?

Die beiden RWW-Analysen für 2025 weisen keine Chlorung aus. In Deutschland wird Trinkwasser nur desinfiziert, wenn es nötig ist — etwa nach Rohrbrüchen, Reparaturen oder einem mikrobiologischen Befund — und dann befristet.

Ob gerade eine Maßnahme läuft, steht beim Versorger und beim Gesundheitsamt, nicht auf dieser Seite. Bemerkbar macht sich Chlor durch einen schwimmbadartigen Geruch, der nach kurzem Stehen im offenen Glas meist verschwindet. Die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden dabei eingehalten.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Oberhausen?

An den Entstördienst der RWW unter 0208 4433-9. Zuständig ist er für Ausfälle der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.

Bei braunem oder trübem Wasser lohnt vorher ein kurzer Test: Tritt es nur an einem Hahn auf oder im ganzen Haus, und wird das Wasser nach zwei Minuten Ablaufen klar? Betrifft es allein eine Wohnung, liegt die Ursache in der Hausinstallation — dann sind Eigentümer oder Verwaltung zuständig, nicht die RWW.