Wasserqualität in Bottrop
Wasserhärte in Bottrop
8,0–13,5 °dH
mittel · weich · 2 Versorgungszonen
Der Wert hängt davon ab, welche Zone Ihre Adresse versorgt — die Zonen stehen unten in der Tabelle.
Welche Zone versorgt mich?
Das Trinkwasser in Bottrop hält die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Die Wasserhärte in Bottrop liegt je nach Stadtgebiet bei 8,0 oder 13,5 °dH — weich im Süden und Osten, mittel im Norden und Westen. Kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenzwerts.
Die Trennlinie folgt der Friedrich-Ebert- und Essener Straße sowie der Horster Straße. Nördlich und westlich davon stammt das Wasser aus kreidezeitlichen Sanden, südlich und östlich aus Rhein-Uferfiltrat und Ruhrwasser.
Was Sie mit dieser Zahl tun
Spülmaschine
13,5°dH
Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 2,4. Gilt für die härteste Zone.
Waschmittel
mittelje nach Zone
Auf der Packung die Dosierung für „mittel“ nehmen — in einzelnen Zonen eine andere.
Babynahrung
eigene Regeln
Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.
Die Versorgungszonen
Die Werte auf einen Blick
11
Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert
0
Werte liegen darüber
3
Parameter ohne veröffentlichten Wert
Alle veröffentlichten Werte
2 VersorgungszonenTrinkwasserwerte Bottrop nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH.
| Parameter | Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen | Wasserwerke Mülheim-Styrum-Ost/-West | Grenz- bzw. Indikatorwert |
Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| Gesamthärte°dH | 13,5 | 8,0 | — | Mineralstoff |
| Calciummg/l | 89,5 | 43,6 | — | Mineralstoff |
| Magnesiummg/l | 4,1 | 8,3 | — | Mineralstoff |
| Kaliummg/l | 2,2 | 5,0 | — | Mineralstoff |
| Natriummg/l | 11,3 | 55,8 | 200 | 28 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Nitratmg/l | 9,6 | 8,7 | 50 | 19 % des Grenzwerts |
| Sulfatmg/l | 60 | 47 | 250 | 24 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Chloridmg/l | 26 | 67 | 250 | 27 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| pH-Wert | 7,45 | 7,78 | 6,5–9,5 | im Bereich |
| LeitfähigkeitµS/cm | 517 | 590 | 2790 | 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert |
| Bleiµg/l | <1 | <1 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Kupfermg/l | <0,02 | <0,02 | 2 | unter Bestimmungsgrenze |
| Nickelµg/l | <1 | <1 | 20 | unter Bestimmungsgrenze |
| Uranµg/l | <0,5 | <0,5 | 10 | unter Bestimmungsgrenze |
| Arsenµg/l | 1 | <1 | 10 | 10 % des Grenzwerts |
| Pestizide gesamtµg/l | n.n. | n.n. | 0,5 | unter Bestimmungsgrenze |
Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Wasserwerk Dorsten-Holsterhausen, Jahresmittel 2025 (Medianwerte) · Wasserwerke Mülheim-Styrum-Ost/-West, Jahresmittel 2025 (Medianwerte)
Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.
Kupfer stand im RWW-Bericht bei <20 µg/l; in der Tabelle steht der Wert in mg/l umgerechnet: <0,02 mg/l.
2 Zonen, eine Grenze: Alle Werte enden am Hausanschluss
Welche Zone Ihre Adresse versorgt, entscheidet über die Zahlen in der Tabelle. Über das, was danach passiert, entscheidet sie nicht: Was auf den letzten Metern durch Ihre eigenen Leitungen dazukommt — Blei, Kupfer, Nickel aus Rohren und Armaturen — steht in keiner dieser Zahlen, in keiner der 2 Zonen.
Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 16 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.
Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.
Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.
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Für das Trinkwasser zählt aber ein anderer Umstand: Bottrop liegt auf einer geologischen Grenze. Unter dem Norden der Stadt reichen die Sande der Kreidezeit tief hinab, aus rund hundert Metern wird dort Grundwasser gefördert. Der Süden hängt am Wassersystem von Rhein und Ruhr, an Uferfiltrat und aufbereitetem Flusswasser. Diese Grenze verläuft nicht am Stadtrand, sondern mitten durch Bottrop, ungefähr entlang der Friedrich-Ebert- und der Essener Straße. Und sie ist am Wasserhahn messbar.
Zwei Härtebereiche in einer Stadt
Der Unterschied steckt im Calcium. Das nördliche Wasser enthält 89,5 mg/l Calcium und 4,1 mg/l Magnesium, die Härte ist dort fast reine Calciumhärte im Verhältnis von etwa 22 zu 1. Das Grundwasser aus den kreidezeitlichen Sanden hat lange Verweilzeiten im Untergrund hinter sich und dabei Calcium aufgenommen. Das aufbereitete Fluss- und Uferfiltratwasser im Süden hatte diese Zeit nicht.
Wo genau die Trennlinie verläuft, beschreibt die RWW über Straßenzüge, nicht über Stadtteile: westlich der Friedrich-Ebert- und Essener Straße sowie nördlich der Horster Straße gilt der eine Wert, östlich und südlich davon der andere. Für Adressen weit ab von dieser Linie ist die Zuordnung eindeutig. Für Stadtteile, die von ihr durchschnitten werden, lässt sie sich aus dieser Beschreibung allein nicht sicher ableiten — dazu kommt, dass sich an Knotenpunkten im Netz Wasser aus beiden Richtungen mischen kann. Wer es genau wissen will, fragt bei der RWW die Versorgungszone zur eigenen Adresse ab.
Einordnung im Bestand
Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Bottrop auf Rang 129 — weicher als 55 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.
Bottrop · 13,5 °dH
Das weichere Wasser ist nicht das mineralärmere
Der Süden Bottrops hat das weichere Wasser und trotzdem den höheren Salzgehalt. Die elektrische Leitfähigkeit, ein Sammelmaß für alles im Wasser Gelöste, liegt dort bei 590 µS/cm, im Norden bei 517. Weich heißt also nur: wenig Calcium und Magnesium. Über den Rest sagt der Härtegrad nichts.
Den Unterschied machen Natrium und Chlorid. Im Süden sind es 55,8 mg/l Natrium und 67 mg/l Chlorid, im Norden 11,3 und 26 mg/l — beim Natrium der Faktor fünf. Das ist die Handschrift des Oberflächenwassers. Rhein und Ruhr durchfließen dicht besiedeltes, lange industriell genutztes Gebiet, und die üblichen Aufbereitungsschritte für Uferfiltrat nehmen Trübstoffe und organische Verbindungen heraus, gelöste Salze dagegen kaum.
Beide Werte bleiben klar unter ihren Grenzwerten: Natrium darf 200 mg/l erreichen, Chlorid 250 mg/l. Wer innerhalb Bottrops von Nord nach Süd umzieht, wird den Unterschied trotzdem eher am Geschmack bemerken als am Kalkrand im Wasserkocher — der wird im Süden nämlich kleiner, während der Salzgehalt steigt.
Natrium ist mit 28 % des Indikatorwerts der höchste Wert
Nitrat liegt bei 9,6 mg/l im Norden und 8,7 mg/l im Süden, erlaubt sind 50. Die Landesauswertung für Nordrhein-Westfalen weist als Median 12,2 mg/l aus — Bottrop liegt in beiden Zonen darunter.
Im Norden steht am Anfang Grundwasser aus rund hundert Metern Tiefe, das lange im Untergrund unterwegs war und schon vor der Förderung weitgehend sauber ist. Im Süden steht am Anfang Flusswasser aus Rhein und Ruhr, also der ungleich schwierigere Ausgangsstoff — und am Ende stehen dieselben unauffälligen Zahlen. Der Unterschied zwischen den beiden Bottroper Zonen liegt im Aufwand, nicht im Ergebnis.
Beide Berichte enthalten keine PFAS-Summenparameter. Für diese Stoffgruppe gilt seit Januar 2026 ein Grenzwert von 0,1 µg/l für die Summe aus 20 Einzelstoffen. Aus diesen beiden Dokumenten lässt sich zu PFAS in Bottrop nichts sagen, weder in die eine noch in die andere Richtung.
Passend zu diesen Werten
- Welche Mineralien im Trinkwasser stecken
- Schwermetalle aus dem Trinkwasser filtern
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- Woher unser Trinkwasser kommt
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Woher das Bottroper Trinkwasser kommt
Geliefert wird von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft mbH, kurz RWW. Den Norden der Stadt versorgt sie mit Grundwasser aus kreidezeitlichen Sanden, gefördert aus etwa hundert Metern Tiefe. Die hier ausgewiesenen Werte stammen aus der Analyse für Dorsten-Holsterhausen, die neben Bottrop auch Dorsten, Gladbeck und Oberhausen abdeckt.
Im Süden kommen Uferfiltrat des Rheins und Rohwasser aus der Ruhr zum Einsatz, aufbereitet in den Werken Mülheim-Styrum Ost und West, Mülheim-Dohne und Essen-Kettwig. Die Zahlen für diesen Teil der Stadt stammen aus der Analyse für Styrum-Ost und -West. Alle genannten Werke liegen außerhalb des Bottroper Stadtgebiets.
Die veröffentlichten Werte sind Medianwerte über das Jahr 2025, keine Einzelmessung von einem bestimmten Tag. Ein Probenahmedatum nennen die Berichte deshalb nicht. Kontrolliert wird im eigenen Labor der RWW, zusätzlich prüfen externe Labore.
Ihr Wasserversorger
RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH
- Trinkwasserwerte und Analysen: rww.de
- Störungsannahme: 0208 44339
Was hinter dem Hausanschluss in Bottrop passiert
Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Alles danach verantwortet der Eigentümer oder Vermieter, und darüber kann keine Analyse des Wasserwerks Auskunft geben. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge mit tagelangem Standwasser, Biofilme, aus Armaturen gelöste Metalle: Das entsteht hinter der Übergabestelle, nicht davor.
Filterleistung
Was unsere Wasserfilter zurückhalten
Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:
- Chlor & Chlorverbindungen
- Schwermetalle
- Mikroplastik
- Pestizide
- Arzneimittelrückstände
- Hormone & PFAS
- Bakterien & Keime
- Parasiten
- Asbestfasern
- Sand, Rost & Sedimente
- Organische Verbindungen
- Trübungen & Verfärbungen
Häufige Fragen
Kann man das Leitungswasser in Bottrop bedenkenlos trinken?
Ja. Beide Bottroper Versorgungszonen halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein, und kein gemessener Wert erreicht die Hälfte seines Grenz- oder Indikatorwerts. Blei, Nickel, Uran und die Summe der Pflanzenschutzmittel lagen 2025 unter der Bestimmungsgrenze des Labors.
Der Vorbehalt gilt in Bottrop wie überall: Die Verantwortung des Versorgers endet am Hausanschluss, alles danach verantwortet der Eigentümer oder Vermieter. Lassen Sie Wasser, das länger in der Leitung stand, kurz ablaufen, bis es gleichmäßig kalt nachkommt.
Wie hart ist das Wasser in Bottrop?
8,0 oder 13,5 °dH, je nach Adresse. Im Süden und Osten der Stadt ist das Wasser mit 8,0 °dH weich, im Norden und Westen mit 13,5 °dH mittel. Die gesetzliche Grenze zwischen beiden Bereichen liegt nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz bei 8,4 °dH.
Ein Durchschnitt über beide Zonen wäre wenig hilfreich, weil er auf keine einzige Bottroper Adresse zutrifft. Für Waschmittel, Spülmaschine und Entkalkung zählt der Wert der eigenen Versorgungszone.
Ist das Wasser in allen Bottroper Stadtteilen gleich?
Nein, Bottrop wird aus zwei Richtungen versorgt. Praktisch herausfinden lässt sich die eigene Zone am schnellsten über die RWW, die zu einer Adresse die Versorgungszone nennt. Ein Anhaltspunkt für zu Hause: Bildet der Wasserkocher nach zwei Wochen einen deutlichen Belag, spricht das für die nördliche Zone mit 13,5 °dH.
Verlassen Sie sich nicht auf die Angabe von Nachbarn aus einem anderen Stadtteil. Die Trennung folgt Straßenzügen, nicht Stadtteilgrenzen, und an Knotenpunkten im Netz kann sich Wasser aus beiden Richtungen mischen.
Woher kommt das Trinkwasser in Bottrop?
Aus zwei völlig verschiedenen Quellen. Der Norden bekommt Grundwasser aus kreidezeitlichen Sanden, gefördert aus etwa hundert Metern Tiefe — zuständig sind die Wasserwerke Dorsten-Holsterhausen, Reken-Melchenberg, Velen-Tannenbültenberg und das Seewasserwerk Dorsten. Der Süden wird aus Uferfiltrat des Rheins und Rohwasser der Ruhr versorgt, aufbereitet in Mülheim-Styrum Ost und West, Mülheim-Dohne und Essen-Kettwig.
Alle genannten Werke liegen außerhalb des Stadtgebiets. Betreiber ist in beiden Fällen die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH.
Dürfen Babys und Kleinkinder das Leitungswasser in Bottrop trinken?
Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist das Bottroper Leitungswasser geeignet. Der Nitratwert liegt mit 9,6 mg/l im Norden und 8,7 mg/l im Süden weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l, Uran ist in beiden Zonen nicht nachweisbar.
Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Nehmen Sie das Wasser erst, wenn es gleichmäßig kalt nachläuft, und niemals aus der Warmwasserleitung. Bei Verdacht auf Bleileitungen im Haus lohnt eine Probe am eigenen Hahn.
Ist Chlor im Bottroper Leitungswasser?
In den beiden Jahresanalysen 2025 ist kein Chlorwert ausgewiesen. Deutsche Versorger desinfizieren nur, wenn es nötig wird — etwa nach einem Rohrbruch, Arbeiten am Netz oder einem mikrobiologischen Befund. Solche Maßnahmen dauern meist Tage bis Wochen und werden öffentlich bekannt gegeben.
Wenn das Wasser plötzlich nach Schwimmbad riecht, fragen Sie bei der RWW nach, ob im Netz gerade desinfiziert wird. Freies Chlor bindet Aktivkohle; ein offen stehender Krug im Kühlschrank hilft ebenfalls.
An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Bottrop?
An die Störungsannahme der RWW unter 0208 44339. Zuständig ist sie für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, für Verstopfungen im Abwassernetz und für Druckentwässerungsanlagen.
Bei trübem, verfärbtem oder ungewöhnlich riechendem Wasser lohnt vorher eine kurze Prüfung: Kommt es aus allen Hähnen der Wohnung so, oder nur aus einem? Nur aus einem — dann liegt es an der Hausinstallation, und zuständig ist der Eigentümer oder Vermieter, nicht der Versorger.




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