Wasserqualität in Essen

Wasserhärte in Essen

7,7 °dH

weich

Das Trinkwasser in Essen hat 7,7 °dH und liegt im Härtebereich weich. Alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung werden eingehalten. Kein Messwert der Jahresanalyse 2025 erreicht die Hälfte seines Grenzwerts. Ganz Essen wird aus einer einzigen Zone versorgt, dem Verbundwasserwerk Essen.

Das Rohwasser kommt unmittelbar aus der Ruhr und durchläuft im Verbundwasserwerk mehrere Aufbereitungsstufen. Die weiche Zusammensetzung ist eine Folge dieser Herkunft: Der Fluss führt aus einem kalkarmen Einzugsgebiet wenig Calcium mit.

Was Sie mit dieser Zahl tun

Spülmaschine

7,7°dH

Am Wasserenthärter einstellen. In mmol/l: 1,4.

Waschmittel

weich

Auf der Packung die Dosierung für „weich“ nehmen.

Kalk

kaum

Kaum Ablagerungen in Geräten und an Armaturen — was die Härte im Haushalt ausmacht.

Babynahrung

eigene Regeln

Dafür zählt die Härte nicht — worauf es ankommt.

Die Versorgungszonen

Verbundwasserwerk Essen
7,7
°dH · weich
gesamtes Stadtgebiet, eine einzige Versorgungszone

Die Werte auf einen Blick

12

Werte unter ihrem Grenz- bzw. Indikatorwert

0

Werte liegen darüber

2

Parameter ohne veröffentlichten Wert

Alle veröffentlichten Werte

Trinkwasserwerte Essen nach Versorgungszone, redaktionell geprüft am 26.08.2026. Quelle: Stadtwerke Essen AG.

ParameterVerbundwasserwerk Essen Grenz- bzw.
Indikatorwert
Einordnung
Gesamthärte°dH7,7Mineralstoff
Calciummg/l42Mineralstoff
Magnesiummg/l7,9Mineralstoff
Kaliummg/l4,4Mineralstoff
Natriummg/l41200 21 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Nitratmg/l9,250 18 % des Grenzwerts
Nitritmg/l0,010,5 2 % des Grenzwerts
Sulfatmg/l42250 17 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Chloridmg/l55250 22 % des Indikator-werts Indikatorparameter, kein Gesundheitswert
Fluoridmg/l0,111,5 7 % des Grenzwerts
pH-Wert7,96,5–9,5 im Bereich
Bleiµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Kupfermg/l<0,0052 unter Bestimmungsgrenze
Nickelµg/l<220 unter Bestimmungsgrenze
Uranµg/l<110 unter Bestimmungsgrenze
Arsenµg/l<0,510 unter Bestimmungsgrenze
Pestizide gesamtµg/l<0,0250,5 unter Bestimmungsgrenze

Werte unverändert übernommen aus der Veröffentlichung des Versorgers nach § 46 TrinkwV. Verbundwasserwerk Essen, Jahresanalyse 2025

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung, Anlage 2 und 3. Prozentangaben beziehen sich auf den höchsten Zonenwert. Werte unter der Bestimmungsgrenze stehen so, wie der Versorger sie veröffentlicht — sie werden nicht in Prozent umgerechnet.

Die elektrische Leitfähigkeit fehlt hier: Im Analyseformular steht an der Stelle nur der Grenzwert 2790 µS/cm, kein Messwert. Eine ältere Analyse nannte rund 500 µS/cm, aber der Wert ist zu alt für diese Seite.

PFAS und Hydrogencarbonat fehlen in der Tabelle, weil das Analyseformular sie nicht ausweist.

Blei, Nickel, Uran und Arsen sind hier aus mg/l in µg/l umgerechnet; Kupfer bleibt bei mg/l.

7,7 °dH: kaum Kalk — dafür aggressiver gegenüber Rohren

So weiches Wasser hinterlässt in Essen kaum Ablagerungen. Es nimmt dafür Metalle leichter auf als hartes Wasser. Genau das passiert hinter dem Hausanschluss, wo die Analyse des Versorgers endet: Blei, Kupfer und Nickel aus den eigenen Rohren stehen in keiner dieser Zahlen.

Dazu kommt, was gar nicht erst geprüft wird. Die Tabelle oben zeigt 17 Parameter, die Trinkwasserverordnung regelt rund 50 — im Wasserkreislauf zirkulieren Tausende: Arzneimittelrückstände, Hormone, Pflanzenschutzmittel, Industriechemikalien, Mikroplastik. Was aus der Leitung kommt, ist ein hoher Standard. Es ist nicht das bestmögliche Wasser.

Bringt eine eigene Wasseranalyse hier weiter? Bei konkretem Verdacht auf Bleileitungen im Altbau ja — dort ist die Messung am eigenen Hahn die einzige Möglichkeit, Klarheit zu bekommen. Sonst gilt: Ein Test kostet Geld, deckt jeweils nur die bestellten Stoffe ab und beschreibt einen einzigen Tag. Er verändert nichts an dem, was danach aus der Leitung kommt. Wer den Befund ohnehin filtern würde, kann den Filter gleich setzen — er wirkt an jedem Tag und für alle Stoffe, die er zurückhält.

Wer mehr will als die Einhaltung von Grenzwerten, filtert selbst — leitungsgebunden, direkt an der Entnahmestelle, statt in Flaschen zu investieren. Für unsere Aktivkohle-Blockfilter sind die Prüfgutachten veröffentlicht: über 90 % Rückhalt bei Blei, 99 % bei Kupfer.

Leitungsgebundene Systeme

Passenden Filter finden

Oder direkt zur Bauform:

  • Qualität aus Deutschland
  • Geprüfte Filterleistung
  • Persönlich & kompetent
  • Gratis Retouren in DE
  • 10.000+ zufriedene Kunden

4,9 basierend auf 1.217+ Bewertungen

Aus genau diesem Fluss kommt das Trinkwasser. Das Essener Wasser stammt unmittelbar aus der Ruhr; entnommen, aufbereitet und verteilt wird es im Stadtgebiet selbst, und die Wasserschutzgebiete liegen mit Essen-Überruhr/Steele und Essen-Kettwig ebenfalls innerhalb der Stadtgrenzen. Damit ist Essen einer der wenigen Orte, an denen Rohwasserquelle und Verbrauchsort dieselbe Adresse haben. Die ganze Distanz zwischen einem Fluss, der nach Starkregen eine Badewarnung auslösen kann, und dem Wasser im Kochtopf steckt in der Aufbereitung dazwischen.

Getragen wird der Essener Wert von 42 mg/l Calcium und 7,9 mg/l Magnesium.

Chlorid ist mit 22 % des Indikatorwerts der höchste Wert

Die Jahresanalyse 2025 des Verbundwasserwerks Essen weist 17 Parameter aus, und keiner davon kommt seinem Grenz- oder Indikatorwert nahe. Nitrat: 9,2 mg/l bei einem Grenzwert von 50. Den höchsten Anteil erreicht ausgerechnet das Chlorid mit 55 mg/l — gut ein Fünftel seines Indikatorwerts von 250. Der pH-Wert liegt bei 7,9, zulässig ist der Bereich von 6,5 bis 9,5.

Dass daraus 17 Werte werden, von denen keiner die Hälfte seiner Grenze erreicht, ist ein Ergebnis der Aufbereitung und nicht der Herkunft.

Eine Spur des Flusses bleibt in den Zahlen trotzdem lesbar: Calcium und Natrium liegen mit 42 und 41 mg/l fast gleichauf. In Grundwässern übersteigt das Calcium das Natrium meist um ein Mehrfaches. Auffällig ist keiner der beiden Werte — Natrium hat einen Indikatorwert von 200 mg/l —, aber sie verraten, dass dieses Trinkwasser aus einem Fluss stammt und nicht aus der Tiefe.

Einordnung im Bestand

Von 238 Orten mit veröffentlichter Härtezahl liegt Essen auf Rang 209 — weicher als 88 % der erfassten Orte. Der Median liegt bei 13,9 °dH.

1,8 °dH Median 13,9 45 °dH

Essen · 7,7 °dH

Woher das Essener Trinkwasser kommt

Gewinnung und Aufbereitung liegen bei der Wassergewinnung Essen GmbH und ihrem Verbundwasserwerk, ins Netz gebracht wird das Wasser von der Stadtwerke Essen AG. Das Verbundwasserwerk zählt zu den modernsten Anlagen seiner Art in Europa — und es muss aufwendig sein, weil es Flusswasser aufbereitet und nicht Grundwasser aus geschützter Tiefe.

Wie Trinkwasser gewonnen wird, unterscheidet sich von Ort zu Ort erheblich; Essen steht für den aufwendigen Fall.

Die Stadtwerke Essen thematisieren auf ihrer eigenen Seite ein Problem, das in keiner Analysetabelle auftaucht: Spurenstoffe. In Seen, Flüssen und Bächen finden sich Rückstände von Arzneimitteln, Hormonen und Bioziden, die weder ins Roh- noch ins Trinkwasser gehören. Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr setzt sich das Unternehmen dafür ein, modernste Verfahren gegen solche Einträge einsetzen zu können. Die Begründung stammt vom Versorger selbst: „Was früher mit ‚null‘ bewertet wurde, hat heute einen Messwert.“

Was 7,7 °dH im Haushalt bedeuten

Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss. Was dahinter liegt, gehört dem Eigentümer oder Vermieter, und darüber sagt die Jahresanalyse des Verbundwasserwerks nichts. Alte oder beschädigte Leitungen, selten genutzte Stränge, in denen Wasser tagelang steht, Biofilme, aus Armaturen gelöste Metalle: Das entsteht hinter der Übergabestelle, nicht davor.

Drei Handgriffe sind deshalb in jedem Essener Haushalt sinnvoll, unabhängig davon, wie gut die Werte des Werks aussehen:

  • Wasser ablaufen lassen, wenn es länger in der Leitung stand, bis es gleichmäßig kalt nachläuft. Das ist der einfachste Handgriff, und er kostet nichts.
  • Kein Warmwasser zum Trinken oder Kochen. Aus warmen Leitungen lösen sich Metalle leichter, und der Warmwasserspeicher ist der Ort, an dem sich Legionellen vermehren.
  • Bei Verdacht auf Bleileitungen eine Probe am eigenen Hahn untersuchen lassen. Essen ist mit dem Bergbau schnell gewachsen; in Zechensiedlungen und Gründerzeitquartieren aus der Zeit vor 1973 sind Bleileitungen in Altbauten nicht ausgeschlossen. Für diesen einen Fall ist die eigene Probe die einzige Auskunft, die es überhaupt gibt.

Bleibt der Geschmack. Weiches Wasser trägt wenig mit sich, das auffallen könnte, und desinfiziert wird in Essen mit UV-Licht, nicht mit einer Dauerchlorung. Wenn in einer Essener Küche trotzdem etwas stört — ein metallischer Ton, ein abgestandener Geruch nach dem Urlaub —, dann kommt das mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den letzten Metern und nicht aus dem Verbundwasserwerk. Ein zugesetzter Perlator, lange Standzeiten, ein alter Anschlussschlauch: Solche Ursachen lassen sich ohne Technik abstellen.

Passend zu diesen Werten

Weiterlesen

Ihr Wasserversorger

Stadtwerke Essen AG

Filterleistung

Was unsere Wasserfilter zurückhalten

Gesinterte Aktivkohle-Blöcke halten unter anderem zurück:

  • Chlor & Chlorverbindungen
  • Schwermetalle
  • Mikroplastik
  • Pestizide
  • Arzneimittelrückstände
  • Hormone & PFAS
  • Bakterien & Keime
  • Parasiten
  • Asbestfasern
  • Sand, Rost & Sedimente
  • Organische Verbindungen
  • Trübungen & Verfärbungen

Welcher Stoff wie weit zurückgehalten wird

Häufige Fragen

Kann man das Leitungswasser in Essen bedenkenlos trinken?

Ja. Die Jahresanalyse 2025 des Verbundwasserwerks Essen hält alle Grenz- und Indikatorwerte der Trinkwasserverordnung ein, und keiner der 17 ausgewiesenen Parameter erreicht die Hälfte seines zulässigen Werts.

Der übliche Vorbehalt gilt in Essen wie überall: Die Zuständigkeit des Versorgers endet am Hausanschluss, für die Leitungen dahinter haftet der Eigentümer. Lassen Sie Wasser, das über Nacht oder über den Urlaub in der Leitung stand, vor der Entnahme kurz ablaufen.

Wie hart ist das Wasser in Essen?

7,7 °dH, das entspricht 1,38 mmol/l Gesamthärte. Damit liegt Essen im Härtebereich weich, den das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz unterhalb von 8,4 °dH ansetzt.

Im Umland sieht es anders aus: Mülheim-Mintard liegt bei 8,6 °dH, Duisburg-Süd bei 18, das Ratinger Netz an der Broichhofstraße bei 21,9. Wer aus einer dieser Nachbarstädte nach Essen zieht, merkt den Unterschied am Wasserkocher innerhalb weniger Wochen.

Woher kommt das Trinkwasser in Essen?

Aus der Ruhr. Das Rohwasser wird im Stadtgebiet entnommen und im Verbundwasserwerk Essen über mehrere Filter- und Aufbereitungsstufen zu Trinkwasser gemacht. Eine zweite Bezugsquelle weist der Versorger nicht aus.

Nach der Aufbereitung sammelt sich das Wasser in einem Reinwasserbehälter von rund 15.000 Kubikmetern, wird mit UV-Licht desinfiziert und über Pumpwerke und einen Hochbehälter in ein Netz von etwa 1.850 Kilometern verteilt.

Dürfen Babys und Kleinkinder das Essener Leitungswasser trinken?

Ja, für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ist Essener Leitungswasser geeignet. Nitrat liegt bei 9,2 mg/l und damit bei knapp einem Fünftel des Grenzwerts von 50 mg/l; Blei, Nickel und Uran bleiben unter der Bestimmungsgrenze.

Zwei Punkte betreffen nicht das Wasserwerk, sondern die Wohnung: Wasser vor der Entnahme ablaufen lassen, bis es gleichmäßig kalt kommt, und kein Warmwasser verwenden. Besteht Verdacht auf Bleileitungen im Haus, klärt das nur eine Probe am eigenen Hahn.

Enthält das Essener Trinkwasser Chlor?

Im Regelfall nicht. Das Verbundwasserwerk desinfiziert mit UV-Licht, und das hinterlässt weder Geschmack noch Geruch. Chlor kommt in Deutschland nur zum Einsatz, wenn mikrobiologische Befunde es erfordern, etwa nach einem Rohrbruch oder einer Reparatur im Netz.

In solchen Fällen ist die Zugabe zeitlich begrenzt, der Versorger informiert darüber, und der Grenzwert der Trinkwasserverordnung wird eingehalten. Wer den Geruch nicht mag, lässt das Wasser offen stehen — freies Chlor entweicht dabei weitgehend.

Ist das Wasser in allen Essener Stadtteilen gleich?

Ja. Essen wird aus einer einzigen Versorgungszone beliefert, alle Werte dieser Seite gelten für das gesamte Stadtgebiet. Einen Härterechner nach Straße gibt es deshalb nicht.

Unterschiede, die Menschen trotzdem bemerken, entstehen im Netz und im Haus. In einem selten genutzten Strang steht das Wasser länger, in einem Altbau mit alten Leitungen schmeckt es anders als im Neubau nebenan. Eingespeist wird aber überall dasselbe Wasser.

An wen wende ich mich bei einer Störung der Wasserversorgung in Essen?

An den Entstördienst der Stadtwerke Essen unter 0201 85113-66. Die Störungsannahme deckt drei Bereiche ab: die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung, Verstopfungen im Abwassernetz und Störungen an Druckentwässerungsanlagen.

Für die Wasserqualität im eigenen Haus ist dagegen der Eigentümer oder die Hausverwaltung zuständig, bei begründetem Verdacht das Gesundheitsamt der Stadt Essen. Aktuelle Meldungen zu Abkochgeboten oder Chlorungen stehen immer beim Versorger, nicht auf dieser Seite.